Buchpräsentation “100 Ernährungsmythen” des VKI

In Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftsnetzwerk Cochrane Austria präsentierte Österreichs Verein für Konsumenteninformation (VKI) den “100 Medizin-Mythen”-Nachfolger “100 Ernährungsmythen”, der laut VKI-Geschäftsführer Rainer Spenger ebenfalls zum Bestseller werden sollte. “Das Bedürfnis nach Informationen über Ernährung ist extrem groß, weil auch so viele Halbwahrheiten kursieren”, untermauerte Gerald Gartlehner, Vorsitzender von Cochrane Austria. Das Buch soll übrigens “einen objektiven Gegenpol” auch zur Nahrungsergänzungsmittelindustrie darstellen.

Rainer Sprenger, Johanna Mikl-Leitner und Gerald Gartlehner bei der Buchpräsentation
Rainer Sprenger, Johanna Mikl-Leitner und Gerald Gartlehner bei der Buchpräsentation “100 Ernährungsmythen”. (Foto: MHJ)

Genau diese Nahrungsergänzungsmittel standen dann auch im Mittelpunkt der Diskussion. “Die Krankheiten heilende oder gar lebensverlängernde Wirkung von Vitaminen und Mineralstoffen ist ein Unsinn und durch nichts bewiesen”, betonte der Professor der Universität Krems. Jedoch sei der Nachweis des Gegenteils auch noch nicht geglückt. Ernährungsmythen würden sich u.a. deshalb so lange halten, weil sie (1.) gut klingen und (2.) manche davon “industriegesteuert” seien.

Für das Buch “100 Ernährungsmythen” hatte Cochrane Austria zu jedem Thema die internationale Studienlage analysiert und danach inhaltlich ausgewertet. Laut den Herausgebern bietet das Werk auch eine Chance zur Qualitätssteigerung der Gesundheitskompetenz in Österreich. Diese sei für immerhin 60 % “problematisch”, im EU-Vergleich die Drittschlechtetste und somit eigentlich “das Privileg einer Minderheit”. Aus Sicht der Frohmedizin wurden allerdings dennoch etliche Mythen nicht ganz ausgeräumt …