Medizinwitz des Tages 18. August 2020

Die Covid-19-Pandemie ist die größte globale Bedrohung für die Gesundheit der Menschheit in diesem Jahrhundert, zu deren Lösung die globale wissenschaftliche Gemeinschaft auf nie da gewesene Weise zusammenarbeiten muss.

Inserm (F) und CARE am 18.08.2020

Durch die jährliche Anhebung der Rezeptgebühr in Österreich zahlen sich die Patienten immer mehr Medikamente selbst und es steigen damit auch die Erlöse der Sozialversicherung aus den Selbstbehalten.

Pharmig am 18.08.2020

Bei einem Schweizer Medikament zum Preis von 100 CHF gehen nur 68 an den Hersteller, die restlichen 32 CHF teilen sich der Handel, Ärzte, Apotheker und über die Mehrwertsteuer der Bund. Dennoch wird in der Schweiz mehr Geld für Alkohol und Tabak ausgegeben als für Medikamente.

Interpharma am 18.08.2020

Kandidatensubstanz

Boehringer Ingelheim RCV GmbH am 18.08.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Medizinwitz des Tages 17. März 2020

Die Pharmaindustrie kämpft mit den Waffen der Forschung gegen das neue Coronavirus und die damit verbundene Atemwegsinfektion Covid-19. Mehrere verschiedene Behandlungsansätze werden derzeit getestet. Auch an Impfstoffen wird geforscht. Für allzu großen Optimismus ist es aber noch zu früh.

Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie am 17.03.2020

Die Arzneimittelforschung ist sehr kostenintensiv.

Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie am 17.03.2020

Der Kampf gegen das Coronavirus, die Erforschung einer Arzneimitteltherapie, die Impfstoffentwicklung sowie das Unterbinden der Ausbreitung des Virus ist eine gemeinschaftliche Aufgabe. Die Pharmaindustrie trägt dazu bei. Das sind gute Nachrichten in schwierigen Zeiten.

Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie am 17.03.2020

Der 123. Deutsche Ärztetag von 19.-22. Mai 2020 in Mainz wird abgesagt. Vor dem Hintergrund der Corona-Epidemie in Deutschland kann jeder Einzelne dazu beitragen, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen, indem man den Kontakt zu anderen reduziert und damit Infektionsmöglichkeiten minimiert. Ärztinnen und Ärzte müssen in diesem Sinne ganz besonders Verantwortung zu übernehmen.

Bundesärztekammer am 17.03.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Geborgenheit (3)

Wie Sie wissen, kenne ich nur 2 Zustände: Gesundheit und Krankheit. Heißt übersetzt: Geborgenheit und Angst. Als Kind gab es beide sozusagen umsonst, als Erwachsener muss man sich darum selbst kümmern ! (News v. 13.01.2014) Geborgenheit oder Sicherheit, wenn man so will, ist das entscheidende Lebensgefühl. Genau das, was zwischen gesund und krank, was zwischen glücklich und depressiv entscheidet.

Genau um dieses Lebensgefühl geht es mir auch im Umgang mit Ihnen, liebe Mitmenschen, lieber Patient. Genau darum schreibe ich auch täglich „News“. In welchen ich versuche, Ihnen auch die weitaus größere Zahl positiver wissenschaftlicher Erkenntnisse mitzuteilen. Wissend, dass die Medien vom Gegenteil leben und Ihnen eher kein Gefühl der Geborgenheit vermitteln. (News v. 16.01.2012)

Geborgenheit ist das wahre Geheimnis eines langen, gesunden Lebens.

Das Geheimnis wohl der Naturvölker. Geborgenheit ist die „wohlige Wärme“, die man spürt und hat oder – in aller Regel – eben nicht spürt und nicht hat. Und weil der Mensch im Prinzip immer nach diesem Geborgenheitsgefühl sucht, gibt es auch die Religionen …

Geborgenheit hat aber noch eine weitere Quelle: die Evolution.

Die Schuld daran trägt, dass sich der Mensch seit jeher als „Herdentier“ versteht. Dass man also lieber in Gesellschaft lebt als allein. Das liegt auch daran, dass man zu zweit, zu dritt oder in der Gruppe den Alltag zumeist besser bewältigen kann. Will heißen,

  • mehr Nahrung herbeischaffen kann,
  • Kinder und Ältere besser versorgen kann,
  • sich besser schützen und verteidigen kann.

Das sind die funktionellen Vorteile. Darüber hinaus gibt es auch noch eine emotionale Komponente. Wir sind soziale Wesen. Wir brauchen Geborgenheit, Gespräche, Liebe, Trost. Kurz gesagt, die Interaktion mit anderen Menschen. Am besten mit Gleichgesinnten.

Gute Freunde wirken ähnlich wie ein (gutes ?) Medikament. Schon deren Anwesenheit

  • verringert die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol und
  • stimuliert die Ausschüttung des Bindungshormons Oxytocin.

Sie erinnern sich: Oxytocin gilt als das Kuschelhormon. Das Hormon, welches u.a. die Bindung in der Ehe erhält. Das beruhigend auf die Amygdala wirkt, uns also nicht (permanent) in Alarmbereitschaft versetzt.

Heutzutage sieht das Zusammenleben – zumindest in Deutschland – nicht mehr so rosig aus:

  • Über 16 Mio. von fast 83 Mio. Deutschen leben ohne Partner, Familie, Freunde.
  • Laut statistischem Bundesamt gibt es 41 % Single-Haushalte. Tendenz steigend.

Das bedeutet, dass viele Menschen einsam sind. Und

Einsamkeit macht krank.

Oder wie es in einer Studie der Brigham Young University Utah heißt: Einsamkeit schadet. Ganz konkret:

  • Sie hat genauso negative Auswirkungen, wie der Verzicht auf Sport.
  • Sie ist genauso schädlich wie Alkoholmissbrauch.
  • Sie ist so schädlich wie das Rauchen von täglich 15 Zigaretten.
  • Sie hat einen doppelt so belastenden Effekt auf den Körper wie Fettleibigkeit.

Außerdem kann ein Leben ohne soziale Kontakte Depressionen und andere psychische Erkrankungen hervorrufen:

  • Neurowissenschaftler heute wissen, dass einsame Menschen innerhalb von 7 Jahren (solange wurde beobachtet) ein um 26 % höheres Sterberisiko haben.

Warum ? Messbar:

  • Einsamkeit aktiviert Entzündungsgene
  • und schadet dem Immunsystem.

Es kommt also nicht von ungefähr, dass in Kulturen weltweit die Familie hochgehalten wird. Dort kümmert man sich umeinander. Dort werden die Großeltern nicht ins Altenheim „abgeschoben“. Da helfen sich die Generationen noch gegenseitig. Da kann man sich sozusagen „auf die Familie“ verlassen. Der Hauptgewinn aber ist für jedes Mitglied das Gefühl, um das sich in Wahrheit alles dreht:

GEBORGENHEIT

QUELLE: „Tag für Tag jünger“ von Prof. Dr. Marion Kiechle / Julie Gorkow

Bisherige News: Geborgenheit (2) am 29.12.2012, Geborgenheit (1) am 22.06.2010

Das typische Frühstück der Deutschen …

Der Mehrzahl der Deutschen trinkt Kaffee zum Frühstück, isst dazu Brot mit Butter, Marmelade oder Wurst und nimmt sich dafür wochentags 25 Minuten Zeit. Am Wochenende 35 Minuten! Das ergab eine Umfrage von Bärenmarke. Demnach werde bei der 1. Mahlzeit des Tages auch einem fixen Ritual gefolgt. So frühstücken 52 % der Deutschen immer nach dem gleichen Muster und für 60 % ist das Frühstück sogar ein “Muss”, um gut in den Tag zu starten.

Infografik: obs / Bärenmarke Vertrieb GmbH

Für den Idealfall halten 78 % der Befragten ein Frühstück in Gemeinschaft, tatsächlich aber tun es 43 % allein und 51 % sogar mit dem Smartphone in der Hand …