Medizinwitz des Tages 12. Oktober 2020

In der Schweiz erleidet alle 30 Minuten jemand einen Gehirnschlag (Schlaganfall). 20 % der Betroffenen sterben daran und 33 % bleiben behindert.

Schweizerische Herzstiftung am 12.10.2020

Wer Arzneimittel verschreibt, soll nicht an ihrem Verkauf verdienen. Darum sind die Tätigkeiten von Ärzten und Apothekern in Deutschland auch strikt getrennt. Doch die beiden führenden Versandapotheken schicken sich an, diese Trennung auszuhebeln. Sie beteiligen sich an Anbietern von Video-Sprechstunden oder kaufen die Anbieter ganz.

Apotheke adhoc am 12.10.2020

Jährlich sind in Österreich rund 1.500 Frauen von metastasiertem Brustkrebs betroffen, für den es derzeit noch keine Heilung gibt.

Novartis Austria GmbH am 12.10.2020

Die untersuchte Tinnitus-Therapie basiert auf dem Ansatz der bimodalen Neuromodulation. Dabei kommt das nicht-invasive Stimulationsgerät der Firma Neuromod zum Einsatz, welches gleichzeitig das Gehör auf akustische und die Zunge auf elektrische Weise stimuliert: Kabellose Kopfhörer senden Sequenzen von mit Breitbandrauschen überlagerten Tönen an beide Ohren. Gleichzeitig gibt ein weiteres Gerät sanfte elektrische Impulse über 32 Elektroden an die Zungenspitze ab. Zeittakt, Intensität und Abgabe der Reize werden über ein kleines Steuergerät im Handyformat geregelt. Vor der ersten Behandlung wird das Gerät jeweils für das Hörprofil des Benutzers konfiguriert und die Zungenstimulierung an die Empfindlichkeit des Patienten angepasst. Die gleichzeitige Stimulation des Gehörs und der Zunge aktiviert die Neuroplastizität des Gehirns. Erfolgt dies regelmäßig über einen längeren Zeitraum, gehen die Wahrnehmung des Tinnitus’ und die damit verbundene Beeinträchtigung des Patienten zurück.

Neuromod Deutschland GmbH am 12.10.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

In der Schweiz

Dort wird eine kleine Sensation stattfinden. Ein Kongress: Genau gesagt, die

1. Internationale Keto Live Conference

von 10.-14. Juni 2019 im Kurhaus von Bergün. Die beschäftigt sich mit der „power of food“ und der ketogenen Diät als medizinische Therapie. Als ein Hilfsmittel zur Heilung und nicht immer nur zur Gewichtsreduktion. Leider, leider, leider ist der Kongress wirklich international. Das heißt, es wird Englisch parliert.

Hier die Themen auf Deutsch:

  • Big Food and Big Pharma – Killing for Profit ?
  • Ernährung und körperliche Degeneration
  • Krebs als Stoffwechselkrankheit (und nicht als Schicksal)
  • Ketone als Weg in die Gesundheit
  • Gesunde Fette und Öle in der ketogenen Diät (by Ulrike Gonder)
  • Ketose in der Behandlung von Insulinresistenz, Entzündung und chronische Erkrankung (by Dr. Stephen Phinney, einem Pionier der Ketose).
  • Ketose und die Bedeutung von Vitamin D (by Prof. Dr. Jörg Spitz)

Besprochen wird also ein breites Spektrum von Krankheiten, das mit ketogener Diät angegangen werden kann. Für viele von Ihnen keine Überraschung, die regelmäßig meine News lesen. Die haben auch den Hintergrund begriffen:

Ketose ist die ursprüngliche Lebensform des Menschen.

Der sich damals in der Eiszeit fit, zäh und widerstandsfähig gegen sämtliche Widrigkeiten behaupten musste.

Und dort in der Schweiz, an der Universität Zürich, dort gibt es auch Prof. Dr. Milo Puhan. Der Professor für Epidemiologie und Public Health veröffentlichte vor kurzem die Großstudie „Annals of Internal Medicine“. Darin wurden die Vor- und Nachteile von Statinen untersucht. Das Ergebnis:

  • Bei Senioren wird der Nutzen von Statinen stark überschätzt.
  • Bei Männern wirken Statine erst nach (!) dem Herzinfarkt, und dann auch nur in 1,6 % der Fälle.

Und ich erinnere mich noch an eine Veröffentlichung der Firma Pfizer, wonach Statine bei Frauen überhaupt nicht wirken würden. Da ging es um das Fabrikat “Sortis” …

Zitat Prof. Dr. Puhan:

Letztendlich wird durch Statine nur bei wenigen Personen ein Herzinfarkt oder Gehirnschlag vermieden, jedoch können alle Personen Nebenwirkungen erleiden.

Das Verlockende an Statinen ist, dass das LDL-Cholesterin tatsächlich und sogar eindeutig sinkt. Allerdings finden die Hälfte aller Herzinfarkte in Deutschland bei niedrigem LDL-Cholesterin statt und ohne Statine ! Das heißt also:

Cholesterin hat mit Herzinfarkt wenig oder gar nichts zu tun !

Zudem weiß die Frohmedizin, dass das gefährliche LDL-Cholesterin nur dann gefährlich ist, wenn zugleich Lipoprotein (a) da ist. Das ist nur bei etwa 20 % der Bevölkerung der Fall. Und Lipoprotein (a) wird von Statinen überhaupt nicht berührt.

Wenn wir dann noch gelernt haben, dass die anderen positiven Wirkungen der Statine auf die Gefäßinnenwand, auf die Blutgerinnung etc. genauso gut mit Magnesium erreicht werden können (News 26.02.2018), dann fragt man sich schon …

Statine sind für mich – nach Chemotherapie – der Punkt, an dem die Schulmedizin kippen wird ! Ein Endpunkt der Pharmamedikation.

Quelle: FOCUS online, 19.02.2019

Von Deutschland also „12 points“ für die Schweiz !