Medizinwitz des Tages 8. April 2021

Deutschland braucht dringend eine ausreichende Anzahl von Ärztinnen und Ärzten, um die Folgen des anhaltenden Trends zur Teilzeitarbeit und des steigenden Durchschnittsalters der Ärzteschaft zu bewältigen. So stagniert etwa deren Anzahl bei den unter 35-Jährigen, hingegen steigt der Anteil der über 60-jährigen Ärzte kontinuierlich an. Aktuell sind 12,6 % aller berufstätigen Ärzte in Deutschland über 60 Jahre alt.

Bundesärztekammer am 08.04.2021

Ärztegruppen in Deutschland per 31.12.2020. (Infografik: BÄK)

Morbus Parkinson ist eine fortschreitende Erkrankung, die nicht geheilt werden kann. Bei der Erkrankung sterben im Gehirn nach und nach Nervenzellen ab, die den Botenstoff Dopamin produzieren. Anfangs kann man die Symptome noch relativ gut in Schach halten, wenn man tagsüber bestimmte Tabletten einnimmt. Aber je weiter Parkinson voranschreitet, desto weniger greift die medikamentöse Behandlung.

AbbVie Deutschland GmbH am 08.04.2021

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Wozu Ketonkörper ?

Das haben Sie sich vielleicht schon mal gefragt ? Oder ketogene Diät. Die kann man auch mit „Hungerzustand“ übersetzen. Ein insofern sehr passender Begriff, als er uns etwas Wesentliches sagt:

Ketose sollte kein Dauerzustand sein, sondern ein … immer mal wieder !

  • Täglich ? Heißt dann Intervall-Fasten …
  • Wöchentlich, monatlich ? Heißt dann Fasten-Kur …
  • Zur (Mit-) Bekämpfung einer Krankheit wie Multiple Sklerose, Krebs, Rheuma: dann eben genauso lange wie man Beschwerden hat.

Dazu fand ich soeben eine wunderschöne Begründung, die mir wegen der Bild-Sprache besonders gefällt. Vielleicht helfen Ihnen die folgenden Sätze doch, ein bisschen mehr Glück, Lebensfreude oder Energie in Ihr Leben einzubauen ? Mehr Gesundheit erhalten Sie ohnehin … Doch aufgemerkt ! „Einbauen“ ist ein aktiver Begriff. Da muss man arbeiten. Da fällt einem nichts in den Schoß.

Die Überschrift lautet „Ketone: Hochpotent und vielseitig“. Weiter geht‘s mit: Ketone sind weit mehr als ein Treibstoff-Ersatz für Zucker! Nämlich:

  • „Öko-Brennstoffe“, weil sie besonders sauber und schadstoffarm verwertet werden.
  • Rettungssanitäter, weil sie Proteine vor dem Verkleben durch Zucker (Bildung von sog. AGEs) schützen und weil sie einen Teil der Insulinwirkung übernehmen können.
  • Baustoffe, weil das Gehirn aus ihnen wichtige Bauteile für die Zellmembranen herstellt.
  • Maschinenbauer, weil sie die Bildung neuer Mitochondrien (Zellkraftwerke) fördern.
  • Schleusenwärter, weil sie bestimmte Kanäle in den Zellmembranen öffnen und so regulieren, was hinein und hinaus gelangt.
  • Mediatoren, weil die die Umwandlung anregender Botenstoffe (Glutamat) in beruhigende Botenstoffe ankurbeln (GABA).
  • Steuermänner, weil sie Gene ein- und ausschalten können und helfen, das Zellwachstum und die Zellteilung zu regulieren.
  • Recycling-Experten, weil sie dafür sorgen, dass defekte Zellbestandteile abgebaut und wiederverwendet werden (Autophagie).
  • Müllmänner, weil sie das Immunsystem bei seiner Arbeit unterstützen und dabei helfen, Krankheitserreger wie Viren und Bakterien unschädlich zu machen.
  • Feuerwehr, weil sie entzündungshemmend wirken.
  • Gärtner, weil sie das Gehirn „düngen“ – mit dem Wachstumsfaktor BDNF – und „wässern“, indem sie die Durchblutung fördern.

Mit anderen Worten:

Wohl denen, die (immer mal wieder !!!) Ketone im Blut haben !

QUELLE: Diese wunderschöne Aufzählung verdanken wir Dipl. oec. troph. Ulrike Gonder und ihrer Kollegin Dr. Brigitte Karner. Beide Damen kennen Sie schon aus dem Vier-Mäderl-Buch „Der Keto Kompass“ (News 21.01.2019). Zwei der 4 haben jetzt ein dazu passendes Kochbuch verfasst mit dem Titel „Der Keto Kompass – Das Kochbuch“ (ISBN 978-3-95814-283-1). Ist einsame Spitze mit 120 Rezepten und auch äußerst praktischen Wochenplänen zur ketogenen Ernährung.

Zitat Dr. Strunz am 5. Januar 2021

Man ist so jung oder so alt wie seine BLUTGEFÄSSE. Die sorgen u.a. für die Sauerstoffversorgung des Körpers. Werden sie enger, geht es dahin. Mit 1,5 % weniger pro Jahr … .

Warum werden Blutgefäße enger ? Weil sich Fett ablagert. ABER ERST, wenn es von freien Radikalen OXIDIERT wird. Etwa durch Rauchen oder durch zu schnelles Laufen. Erst dann wird Fett gefährlich und lagert sich in den Gefäßen ab.

Oxidiertes LDL-Cholesterin ist gefährlich und lagert sich in den Blutgefäßen ab. Z. B. im Gehirn. Darum auch besteht das Gehirn eines Managers zu 60  % aus Rindsleder. Damit gemeint ist ein Time-management-Book. Er muss sich alles notieren. Freie Radikale führen zu einem Rindsleder-Gedächtnis !

Originalbeitrag:  Rühreier und Rindsleder-Gedächtnis

Das Geschenk schon ausgepackt ?

Das Leben ist ein Geschenk. Haben Sie’s schon ausgepackt ? Nein ? Dann wundern Sie sich bitte auch nicht über Mitmenschen, die jeden Tag so ein glückliches Lächeln im Gesicht tragen. Während Sie doch ganz genau wissen, dass das Leben hart ist. Von nix auch nix komme. Tja, da haben Sie dann Ihr Geschenk noch nicht ausgepackt !

So eile ich Ihnen gerne zu Hilfe, wenn Sie erlauben, und erkläre wie das ginge. Kurz gesagt:

LAUFEN SIE !

Das war’s auch schon. Sind Sie jetzt enttäuscht ? Hatten sich, weiß Gott was, erwartet … Doch wer läuft, entdeckt das Leben ! Ein völlig anderes Leben. Ein neues Leben. Wie oft hat man diesen Satz schon von mir schon gehört … und überhört ? Woher ich das mit dem Laufen weiß ? Sogar ganz sicher weiß ? Na, weil es

  1. ein berühmter deutscher Professor gemessen und bewiesen hat
  2. ich es auch persönlich erlebt habe
  3. und Millionen andere Menschen ebenso.

Was man sich unter einem neuen Leben vorstellen kann, hatte ich Ihnen am 28.10.2013 geschildert. War vielleicht ein bisschen sehr wissenschaftlich, daher hier noch einmal:

Der Gründervater der deutschen Sportmedizin, Prof. mult. Dr. mult. Wildor Hollmann, hat nicht nur mich als damals völlig unsportlichen Sitz-Arzt mit einer faszinierenden Beobachtung zum Laufen gebracht. Der Entdeckung nämlich, dass

im Gehirn das Licht angeht, wenn man seine Beine bewegt !

Bewiesen 1988, was mich damals besonders beeindruckte, mit Hilfe eines der wenigen PET (Positronen-Emissions-Tomograph) in Deutschland.

Umgekehrt heißt das aber, dass viele von uns bislang das Leben in ziemlicher Dunkelheit verbracht haben. Herumgetappt sind. Nicht wissend, dass auch das Gegenteil möglich wäre. Und im selben Jahr machte Prof. Hollmann noch eine 2., viel wichtigere Entdeckung: Und zwar über den Zusammenhang von Körper und Geist. Die begann zunächst mit dem Satz:

Kreativität ist machbar !

Dieser geheimnisvolle wie nebulöse Begriff Kreativität wurde von dem bestens vernetzten Sportwissenschaftler fassbar gemacht. Verständlich übersetzt in die Sprache der Biochemiker … als Gebrauchsanleitung am 19.12.1988 nachzulesen in der Selecta 51:

Körperliches Training bewirkt zudem eine vermehrte Produktion und Sekretion von ACTH (adrenokortikotropes Hormon). Dieses fördert Konzentration, Lernvermögen und Kreativität.

2 Wochen davor war ich zum 1. Mal in meinem Leben gejoggt. Hatte das dann gelesen und Laufen als einen neuen Weg, einen Ausweg, begriffen. Denn ACTH öffnet das Tor in eine andere Welt. Das hatte einst auch Joschka Fischer in seinem Buch „Der lange Lauf zu mir selbst“ so beschrieben: “Seit ich laufe, habe ich wieder neue Ideen.” Und genau darum geht es im Leben, wenn man weiterkommen möchten, sich verändern möchte.

Aber die Geschichte mit Hollmann geht noch weiter:

Der Prof. mult. konnte die Wirkung des Wunderhormones ACTH sogar verstärken. Mit Mutterkorn. In der Fachsprache einem Dopamin-Agonisten (Pergolid). Und machte dabei folgende erstaunliche Beobachtung. Zitat:

Nicht nur die submaximale BELASTBARKEIT lässt sich damit steigern, sondern auch die maximale LEISTUNGSFÄHIGKEIT. Außerdem wird kaum mehr Laktat gebildet: DAS IDEALE DOPINGMITTEL.

Na, wenn das nicht eine Entdeckung war ! Dank ACTH wird der Mensch zunächst kreativ, bekommt überraschende neue Ideen und kann dann mit einem Trick seine maximale Leistungsfähigkeit sogar noch steigern, ohne dass die Muskeln, wie üblich, sauer werden.

Allerdings aufgepasst: Das Ganze klappt nicht bei jedem Läufer ! Wenn man nämlich von seinem Körper etwas möchte, dann muss man ihm dazu vorher auch alle lebenswichtigen Nährstoffe geben, die er braucht. Sie wissen schon: Eiweiß, Omega-3, Vitamine & Co.

Laufen als Heilmittel

Laufen war für mich persönlich der Eintritt in eine neue Welt. Eine andere Realität. Beim Loslaufen lasse ich mich stets fallen wie in ein Daunenkissen und fühle mich aufgehoben – aber bin … woanders. Hier in den News ist auch immer wieder von „Geborgenheit“ die Rede: Laufen schafft für mich so eine Geborgenheit. Dann kann es auch noch so ein täglicher „Mini-Urlaub“ sein, wodurch man sich aus dem Alltag einfach (kurz) ausklinkt. So stand es einmal in einer E-Mail des Tages.

Laufen kann man aber natürlich auch fern aller Emotion ganz rational und wissenschaftlich betrachten. An Hand von Fakten … So eine außerordentlich gekonnte, präzise Aufstellung der Gründe für das Laufen könnte Ihnen schon bekannt sein. Die stand nämlich schon in dem Büchlein „das geheimnis der Gesundheit“ von 2016, erschienen by Heyne. Daraus hier nochmals das Wichtigste:

Laufen als universelles Heilmittel

Aus medizinischer Sicht ist der Effekt des Laufens wunderbar. Erstens für den ganzen Körper und zweitens auch für die Seele.

GEHIRN: Läufer geben dem Gehirn die Chance, mit viel mehr Dopamin, Serotonin und Noradrenalin arbeiten zu dürfen. Das macht froh ! Umgekehrt gilt: Sind zu wenige dieser Botenstoffe da, so kann es zu Depressionen kommen.
Durch Ausdauertraining gelangt auch bis zu 10 Mal mehr Sauerstoff in das Oberstübchen, was das Denken und die Kreativität auf ein ganz anderes Niveau hebt.

HERZ: Laufen stärkt das Herz und macht es fit. Die Blutbahnen bleiben elastisch, die Durchblutung wird besser, Blutdruck und Blutzucker wieder normal. Durch die höhere Belastung arbeitet das Herz sogar effektiver. Und selbst die Harnsäure wird weniger. Das wiederum hilft gegen Gicht.

LUNGE: Je mehr man läuft, desto mehr Lungenbläschen kann man nutzen. Und je mehr Vitalkapazität, desto mehr Ausdauer.

IMMUNSYSTEM: Laufen aktiviert die Killer- und Fresszellen im Körper. Dadurch sinkt die Infektionsgefahr !

KNOCHEN: Ausdauertraining stärkt die Gelenke, Muskeln, Knochen, Knorpel, Bänder und Sehnen des Körpers. Dadurch und auch durch regelmäßiges Krafttraining hat Osteoporose kaum eine Chance. Und auch Arthrose …

STRESS: Wer läuft, verringert das (gefährliche) Stresshormon Cortisol. Man kann dann auch besser schlafen.

Tägliches Laufen machen den Körper und Geist genau zu dem, was von der Evolution vorgesehen war: schlank, fit, kreativ uvm. Und wie Sie wissen, ist die Natur da sehr gerecht. Wer nicht läuft, der bekommt etwas Anderes: Zivilisationskrankheiten !

Zum Nachlesen:  Laufen und seine 12 Vorteile (News 13.08.2020)