Medizinwitz des Tages 20. Februar 2020

Die Zahl der Neuerkrankungen bei Krebs steigt sowohl weltweit als auch in Deutschland rapide. Die Krebsprävention allerdings fristet in der deutschen Gesellschaft leider noch ein “Nischen-Dasein”: Es fehlt an Geld, Lobby und an Umsetzungswillen. 

Deutsche Krebshilfe am 20.02.2020

Seltene Krankheiten stellen eine große Herausforderung sowohl für Patienten und deren Familien dar als auch für Ärzte,  Wissenschaftler, das Gesundheitssystem und die Gesellschaft als Ganzes. Eine Krankheit gilt als selten, wenn höchstens 1 Person von 2.000 betroffen ist.

MedUni Wien am 20.02.2020

Bei ca. 80 % der rund 8.000 seltenen Erkrankungen ist die Ursache genetisch bedingt.  Deren zugrundeliegenden Ursachen werden jedoch bei über 50 % kaum oder noch gar nicht verstanden.

MedUni Wien am 20.02.2020

Gerade seltene Erkrankungen werfen dringende Fragen in der Gesellschaft auf.

MedUni Wien am 20.02.2020

Je mehr Medikamente ein Mensch braucht, desto wichtiger ist der Medikationsplan.

Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände am 20.02.2020

Erhöhte Cholesterinwerte steigern massiv das Risiko für – lebensgefährliche – Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Symbio Gruppe GmbH am 20.02.2020

Ist Cholesterin im Überschuss vorhanden, lagert es sich u.a. an den Wänden der Blutgefäße – als Plaques – ab und führt so zur “Gefäßverkalkung” oder Arteriosklerose. Die Folge ist Bluthochdruck. Auch droht ein Gefäßverschluss. Sind davon die Herz oder Gehirn versorgenden Gefäße betroffen, kann das einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall auslösen.

Symbio Gruppe GmbH am 20.02.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Folsäure und B12

Homocystein sollte man kennen. Ist ein Risikofaktor …. für Gefäßverkalkung. Wird leider dennoch häufig genug nur auf ausdrücklichen Wunsch im Blutbild mitbestimmt. Homocystein entsteht aus der Aminosäure Methionin, wird aber umgehend wieder zurück verwandelt. Unschädlich gemacht. Erhöhtes

Homocystein gilt als Risikofaktor für Schlaganfall und Herzinfarkt.

Und warum ?

  • Homocystein schädigt direkt die Innenseite der Blutgefäße.
  • Homocystein oxidiert Lipoproteine, die in die Wände der Blutgefäße wandern und sie dann aufquellen.

Erhöhtes Homocystein also schadet den Blutgefäßen. Ist vielen von Ihnen egal. Weiß ich, weil Risikofaktoren zähle ich Ihnen bei der Blutanalyse auf – ganz im Unterschied zur Universitätsklinik. Lässt Sie trotzdem kalt. Und warum ?

Weil man Risikofaktoren noch nicht spürt !

Das alles trotz des mittlerweile sehr bekannten Satzes: Man ist so jung oder so alt wie seine Blutgefäße. Also bitte, warum dann nicht auch 0 Risikofaktoren ? Meine Aufgabe ist es dann, Sie aufzuwecken. Ihr Interesse anzufachen. Also rede ich nicht über Gefäßschäden wegen Homocysteins, sondern über

Demenz oder Verblödung.

Das wirkt, denn wer Demenz einmal an einem Freund oder Verwandten miterlebt hat, der oder die bekommt tatsächlich Angst. Stand übrigens schon in den News vom 14.04.2010. Also erzähle ich Ihnen jetzt eine Studie (Europ J Nutr, 53, (1) 277 (2014), in der gezeigt wurde, dass

Homocystein Demenz verursacht. Und zwar recht schnell und kräftig !

Misst man ein Homocystein von über 14 Mikromol/l statt unter 10 Mikromol/l, dann hat man ein fast 3-faches Risiko für Demenz (234 % plus bzw. 272 % plus). Ihr Homocystein liegt in aller Regel zwischen 10 und 20. Ganz selten unter 10, wo es hingehört.

Dabei kann man Homocystein kinderleicht beseitigen.

Viel, viel einfacher als z.B. Cholesterin oder Zucker. Homocystein normalisiert sich regelmäßig dann, wenn man messbar genug

Folsäure und Vitamin B12

im Blut hat. Messbar ! Das erreicht man als Junior (bis 60 Jahre) ohne Weiteres mit der üblichen Kapsel Vitamin B-Komplex. Danach, als Senior, wird´s schwieriger: Der Magen nimmt dann Vitamin B12 kaum noch auf. Was dann ?

  • Vitamin B12 regelmäßig spritzen lassen. Tu ich auch !
  • Vitamin B12 sublingual versuchen – und zwar 1 mg täglich.

B6, B12 und Folsäure sind die klassischen Mittel gegen Homocystein ! (News 10.06.2011)

Medizinwitz des Tages 5. Dezember 2019

Werden Patienten auf dem Papier tatsächlich kränker gemacht als sie sind ? Schreiben Ärzte wirklich Diagnosen auf, die es gar nicht gibt, nur um mehr Geld zu erhalten ? Seit Jahren wird im deutschen Gesundheitswesen über diese Fragen gestritten.

AOK-Bundesverband am 05.12.2019

Das gehört über Weihnachten und Neujahr in die Hausapotheke: Natürlich ein Vorrat an den Medikamenten, die man regelmäßig einnimmt. Dazu noch Präparate gegen Magenschmerzen, Schmerztabletten und Mittel gegen Fieber. Für den Fall einer Erkältung empfiehlt es sich, auch einen Hustensaft und einen Nasenspray zu Hause zu haben.

Diabetes Ratgeber am 05.12.2019

Ein erster Hinweis für die Verschlechterung der Nierenfunktion ist, wenn im Harn Eiweiß gefunden wird. So zeigt sich, dass die Gefäße der Nieren nicht mehr so gut arbeiten. Ab dem Zeitpunkt, in dem Eiweiß im Harn festgestellt wird, wird auch ein Anstieg des Risikos für Herzkreislauferkrankungen beobachtet.

Österreichische Diabetes Gesellschaft am 05.12.2019

Das Dogma in der Diabetestherapie hat sich über die Zeit gewandelt. Früher stand die glukozentrische Sicht im Vordergrund, dann wurde die Bedeutung der multifaktoriellen Therapie mit Beachtung aller bereits genannten Risikofaktoren (Cholesterin, Blutdruck, Blutzucker, …) auch dank neuer Medikamente wie RAS Hemmer, Gerinnungshemmer, Statine und zuletzt PCSK9 Hemmer erkannt, und heute steht die Medizin tatsächlich am Beginn der personalisierten, individualisierten Therapie mit neuen Antidiabetika mit Zusatznutzen. Nunmehr stehen Diabetesmedikamente zur Verfügung, die nicht nur den Blutzucker senken, sondern gleichzeitig auch günstige Auswirkungen auf Herz, Gefäßverkalkung oder Herzschwäche, und Nieren haben. Das führt erwiesenermaßen zu einer höheren Lebenserwartung und besserer Lebensqualität. Das gilt aber nur, wenn eine Diabeteserkrankung rechtzeitig erkannt und konsequent behandelt wird !

Österreichische Diabetes Gesellschaft am 05.12.2019

Mangelndes Impfbewusstsein in Österreich: Je weniger Menschen geimpft sind, desto größer ist  das Risiko, dass schon ausgestorbene Infektionskrankheiten wieder aufflammen. 

Österreichische Ärztekammer am 05.12.2019

Jeder 4. Österreicher wird im Laufe seines Lebens Vorhofflimmern entwickeln. Die chronische Medikamenteneinnahme mit Antiarrhythmika hilft den Patienten jedoch nur einem zu geringen Prozentsatz.

Sozialmedizinischen Zentrum Süd – Kaiser Franz Josef Spital am 05.12.2019

Fakt ist: Arzneimittelrabattverträge führen zu Lieferengpässen.

BPI am 05.12.2019

Arzneimittelrabattverträge sind nicht die Ursache für Lieferengpässe. Der wahre Grund für die Desinformationskampagnen der Pharmaindustrie und Apotheken liegt im Erfolg der Rabattverträge. Die Pharmakonzerne wollen nur Profite maximieren.

AOK-Bundesverband am 05.12.2019

Der überwiegende Teil der Generikaproduktion findet auch  in Deutschland statt. Darum sind auch Forderungen nach einer verstärkten Arzneimittelproduktion “Made in Europe” nur Nebelkerzen und darüber hinaus kaum mit dem Europarecht vereinbar, weil es Länder diskriminiert, mit denen Freihandelsabkommen bestehen. Die meisten pharmazeutischen Unternehmer in Deutschland haben noch nie ein Arzneimittel selbst hergestellt.

AOK-Bundesverband am 05.12.2019

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Immer noch höhere Forschungsausgaben

„Die unbedingt nötige Forschung“ fordert der Heidelberger Prof. Dr. Hugo Kattus, seines Zeichens Chef der Gesellschaft für Kardiologie (DGK). Er hält die (verbesserte) Forschung im Fach Herzkrankheiten für nötig, denn schließlich müsse “die DGK der Motor für den Fortschritt in der klinischen und experimentellen Herzmedizin sein“ (Zitat Dtsch Arztebl 2017; 114(16): A-803 / B-679 / C-665). Das auch weil,

  • die Zahl der Herzkranken in Deutschland weiter ansteigt. Laut neuestem Herzbericht waren es 2017 schon 1,7 Mio. Krankenhaus-Einweisungen.
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Infarkt, Schlaganfall) weiterhin Todesursache Nummer 1 sind in Deutschland (jährlich 338.000 Menschen). Zum Vergleich: Im selben Jahr starben 228.000 Menschen an Krebs.

Doch während Krebs von den Ärzten wie auch der Bevölkerung „als Schicksal“ sozusagen akzeptiert wird und die Onkologie ohnehin mit allen Kräften zur Verbesserung der Lage beitragen würde, ist die Lage bei den Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine ganz andere:

  • Die Medizin weiß ganz genau, dass dabei nichts Schicksalhaftes vorliegt, sondern dass die zunehmende Gefäßverkalkung hausgemacht ist. Ratschläge dazu gibt es bereits jede Menge. Ich erinnere nur an Prof. Martin Halle, TU München, der so konsequent ist und täglich mit dem Rad zur Arbeit fährt.
  • Die Medizin weiß, wie man Cholesterin in den Griff bekommen könnte. Eben nicht durch die Einsparung tierischer Fette, sondern durch „no carb“. War die Zufallsentdeckung einer Frau Professor an der Berliner Charité, die MS-Kranken helfen wollte … (News vom 19.12.2013)
  • Und wir wissen, dass das schädliche Cholesterin deutlich absinkt dann, wenn man täglich läuft. Oder noch besser rennt. Die amerikanische Diabetesgesellschaft spricht bereits von 1 Stunde laufen täglich.
  • Und last but not least könnte man in dem neuen Buch „77 tipps für ein gesundes herz“ nachlesen, dass man seine Blutgefäße – mit zugegeben einiger Anstrengung – ewig jung halten könnte. Das „ewig“ dürfen Sie ruhig streichen.

Es kommt nur darauf an, dass Ihre Blutgefäße Sie überleben. Das genügt !

Aber kommen wir zurück zu Prof. Kattus und seiner Forderung nach höheren Forschungsausgaben. Ganz so, als ob man die Lösung nicht schon längstens und ganz genau wüsste. Wenn nicht, könnte man auch Prof. Halle fragen. Was muss denn da noch erforscht werden ? Die Forderung nach mehr Geld ist vielmehr Augenwischerei. Heißt nichts weiter, als die bekannte Lösung des Problems weiter … auf die lange Bank zu schieben. Typisch für unsere Gesellschaft ?

Man bräuchte doch nur das bestehende und auch bekannte Wissen tatsächlich anwenden. Auch in der Herzmedizin !!

Zum Nachlesen: Stents oder … (News v. 09.02.2019), Vitamin K2 verhindert Verkalkung (News v. 16.12.2018), Neues zu Lipoprotein (a) (News v. 15.08.2018)

Das Kalzium-Paradox

Haben Sie schon einmal nachgedacht: Wie ist das möglich, dass in westlichen Ländern die Menschen gleichzeitig

  • einerseits an Osteoporose und Kalziummangel leiden und
  • andererseits an Gefäßverkalkung und kalziumhaltigen Nierensteinen ?

Ist doch seltsam oder ? Nennt man übrigens das Kalzium-Paradox. Denn tatsächlich weisen Menschen in den Ländern mit der höchsten Kalziumaufnahme (überwiegend als Kalziumphosphat aus Milch) die höchste Rate an Hüftfrakturen und Osteoporose auf !

Es scheint ganz so zu sein, als ob das lebensnotwendige Kalzium einfach nicht dort ankommt, wo es hin soll: Statt in den Knochen landet es in den Blutgefäßen. Ein Irrtum der Natur, möchte man fragen …

Die Natur irrt natürlich nicht. Nennt man Evolution. Irrtümer würden sich sehr rasch von selbst erledigen. Würden aussterben. Übrig bleibt das Richtige, Wahre, Gute, das Zähe, das Fitte, das Soziale. Das glauben Sie nicht? Gegenfrage: Wer stirbt denn früher und wer rottet sich durch Kriege aus ? Immer wieder …

Aber bleiben wir beim Kalzium. Die Erklärung zum genannten Sachverhalt ist einfach. Hat mit sauer und basisch zu tun: Eine säurereiche Ernährung erhöht den Kalziumabbau in den Knochen, erhöht die Kalziumausscheidung über den Urin und damit die Nierensteinbildung.

Warum vermehrter Abbau in den Knochen? Weil Kalzium als Puffer gegen die Säure benötigt wird. Gegen die übliche westliche Ernährung, wenn Sie so wollen. Zur Erinnerung: Tierisches macht sauer, Pflanzliches macht basisch. Die erschreckende Ausnahme dabei: Brot. Macht ebenfalls sauer. Und Mehl gehört zur Hauptspeise der westlichen Welt.

Und wenn säurereiche Ernährung den Kalziumabbau im Knochen erhöht, fließt das Kalzium vermehrt in die Blutgefäße und Nieren und lagert sich dort ab, statt dem Knochenaufbau zu dienen. Besonders heimtückisch übrigens ist der Spruch „die Milch macht’s“. Die Milch – sozusagen als Kalziumquelle – enthält zugleich viel säurebildendes Phosphat. In dem Blut fällt also Kalziumphosphat aus, die Blutbahnen verkalken.

Ein schleichender Prozess von frühester Jugend an !

Darf ich an den verärgerten Herzchirurgen in München erinnern? Der sich darüber beschwert, dass er schon 18-jährige an den Herzkranzgefäßen operieren müsse. Das machte wohl die Milch …

Bessere Kalziumquellen sind Gemüse und Obst. Die enthalten nämlich auch – im Gegensatz zu Milch – basenbildendes Magnesium und Kaliumcitrat. Es ist kein Zufall, dass ich seit Jahren schon täglich größere Mengen Brokkoli zu mir nehme !

Die Lösung ?

Kennen wir. Entweder basisch essen (viel mehr Gemüse), entweder stressfrei leben (Stress macht Ihr Blut auf dem Umweg der Hyperventilation ebenfalls sauer) oder … biochemisches Wissen nutzen, sprich Molekularmedizin.

  • Vitamin D: Ist ein Kalziumregulator. Erhöht die Aufnahme von Kalzium aus der Nahrung. Man kommt also mit weniger Brokkoli aus. Fördert Knochendichte, aber auch die Muskelstärke (!!!).
  • Magnesium: Brauchen Sie, um Vitamin D aus der inaktiven Form in seine aktive Form umzuwandeln. Magnesium braucht aber auch das Vitamin D-bindende Protein, das für den Transport von Vitamin D im Blut zuständig ist. Ohne genügend Magnesium bleibt bekanntlich Ihr Vitamin D nur gespeichert und inaktiv.
  • Vitamin K2: Hilft beim erwünschten Kalziumeinbau in die Knochen, hemmt die Ablagerung von Kalzium an den Gefäßwänden. Oder kurz gesagt: Vitamin K2 dirigiert Kalzium von den Blutgefäßen zurück in die Knochen.

Fazit: Die in den westlichen Ländern übliche „Fehlverteilung“ von Kalzium, nämlich raus aus den Knochen und ran an die Gefäßwände hat zur Folge, dass die häufigste Todesursache genau dieser Menschen der Herzinfarkt ist. Also selbst verschuldet ist ! Oder anders gesagt:

Richtig ernährt können Sie nicht an Ihren maroden Blutgefäßen sterben !

Dazu hilfreich sind NEM. Die machen das Leben auch ein bisschen bequemer.

QUELLE: Einführung in den Säure-Basenhaushalt, Teil 3 von Dr. L. M. Jacob. In „Die Naturheilkunde“ 3/2018, S. 46.

PS: Dr. Ludwig Jacob ist ein außerordentlich kluger, belesener Arzt. Der kann es sich leisten, auf Grund seines Wissens vegan zu leben. Sie kennen ihn bereits aus den News vom 20.10.2015 und 21.10.2015.