Medizinwitz des Tages 8. März 2021

Für viele Tierversuche gibt es keine Alternativen. Ein Ausstiegsplan ohne Alternativen – wie derzeit vielfach diskutiert – kommt de facto einem Verbot gleich und gefährdet so die zukünftige medizinische Versorgung von Menschen und Tieren in der Schweiz.

Verein Forschung für Leben am 08.03.2021

Der Schweizer Verein “Forschung für Leben” wird sich weiterhin mit aller Kraft gegen ein Verbot von Tierversuchen wehren, damit die biomedizinische Forschung, die Ärzte- und Tierärzteausbildung sowie die Entwicklung von Medikamenten und Therapien für unheilbare Krankheiten in der Schweiz auch in Zukunft möglich bleibt.

Verein Forschung für Leben am 08.03.2021

Nur 30 % der Frauen in Deutschland trainieren regelmäßig ihren Beckenboden, dabei wäre das laut Kontinenzzentrum Südwest nach wie vor eine der wichtigsten und erfolgversprechendsten Methoden bei Blasenschwäche.

Kora Mikino  sustainable femcare am 08.03.2020

Infografik: Kora Mikono sustainable femcare

Seit 2009 ist in Deutschland ein Anstieg von 66 % bei Schlafstörungen zu verzeichnen. Um dabei gezielt Abhilfe zu schaffen, stehen Neurologen und Psychiater in Klinik und Praxis, Psychotherapeuten sowie Apotheken und nicht zuletzt der Hausarzt in der Verantwortung.

Expertengremium Schlaf am 08.03.2021

Nur ein Piks: Niemand muss Angst vor der Spritze haben ! Um einer Ohnmacht vorzubeugen, hilft es vor einer Spritze die Muskeln in Armen und Beinen rhythmisch anzuspannen. Dabei werden die Gefäße zusammengepresst, das Blut versackt nicht so leicht und die Patienten gewinnen die Kontrolle über ihren Körper wieder – was ihnen oft auch einen Teil der Angst nimmt. Auch die Luft bis zum Piks anzuhalten, ist ein Weg, die Furcht zu überwinden. Reicht das allein nicht aus, so können Psychotherapeuten in 5-10 Sitzungen die Angst vor Spritzen nehmen. Dies gelingt durch Konfrontation mit Nadeln in kleinen Schritten.

Apotheken Umschau am 08.03.2021

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Halb Deutschland fürchtet den Herzinfarkt, doch hohes Cholesterin allein kein Problem

Mehr als die Hälfte (54 %) der Deutschen fürchtet sich vor einem Herzinfarkt. Darum auch fordern 42 % in einer Umfrage von Amgen größere Anstrengungen zur Verbesserung der Behandlung wie auch der Medikamente. Die größte Furcht vor einer Herzattacke hat übrigens die Generation 60+ mit 61 %. Rund 220.000 Menschen in Deutschland erleiden pro Jahr tatsächlich einen Herzinfarkt. Für 50.000 ist er tödlich …

Infografik: obs / Amgen GmbH

Als ein Hauptrisikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gilt das Low-Density-Lipoprotein-Cholesterin (LDL-C), das Ablagerungen an den Arterienwänden fördert. Die Herausforderung bei der Bekämpfung des Herzinfarkts liegt für die Schulmedizin vor allem in der Senkung des Cholesterinwertes, denn nur das schafft sie auch bzw. kann sie vermarkten. Es wird folglich prinzipiell verschwiegen, dass man für einen tatsächlichen Infarkt auch Lipoprotein (a) braucht, einen genetisch fixierten Faktor.

Und es wird von der Schulmedizin auch verschwiegen, dass 95 (!!) % der Menschen selbst mit beiden Fetten nie einen Infarkt erleiden (werden). Oder noch klarer: Ein hoher Cholesterinwert ist zum Vergessen und Cholesterinsenker auch … Hingegen wird von der Schulmedizin nicht verschwiegen, dass z.B. Vitamin E dreimal stärker gegen Herzinfarkt wirkt als Statine. Das weiß sie nämlich gar nicht !

NDR Fernsehen: Apotheken verkaufen auch überflüssige Medikamente

Für deutsche Apotheken ist laut Apothekenbetriebsordnung von 2012 eine ausführliche Kundenberatung sogar Pflicht. Werden die Temperaturen kälter, so fürchten sich viele Menschen vor einer Erkältung und wünschen sich dann starke Abwehrkräfte. Wer dann allerdings in eine Apotheke geht, wird oft schlecht beraten und erhält sogar überflüssige Medikamente. Das ergab eine Stichprobe des Wirtschafts- und Verbrauchermagazins “Markt” im NDR Fernsehen. Das “erschreckende” Ergebnis: Fast alle getesteten Apotheken machten ein gutes Geschäft und zwar ohne Rücksicht auf den Patienten. Mediziner und Pharmakologen seien darum “entsetzt”.

Erkältungen im 4. Quartal 2015 in Deutschland. (Infografik: obs / Wissenschaftliches Institut der AOK / AOK-Mediendienst)

“Markt” testete mit der immer gleichen Frage die Beratung in 10 Apotheken: “Ich bin gesund, möchte mich aber in der Erkältungszeit vor einer Ansteckung schützen.” Das Ergebnis: 9 Apotheken verkauften Präparate zum Schutz vor einer Erkältung und zur Stärkung des Immunsystems. Hingegen rät Martin Scherer von der Uni-Klinik Hamburg-Eppendorf von solchen Mitteln zur Prophylaxe ab: “Bei einer Erkältung hat man es mit einer Vielzahl von Viren zu tun. Dabei das Immunsystem unspezifisch stimulieren zu wollen, ist nicht sinnvoll.” Bei den Testkäufen wurden pro Apotheke zwischen 6,75 und knapp 50 € fällig.

Geld, das man sich sparen könnte. “Oft hat ein Verkauf solcher Produkte mit dem Immunsystem wenig zu tun und ist meistens nur Geschäftemacherei”, kritisiert der Pharmakologe Gerd Glaeske das Vorgehen der Apotheken. In 7 von 10 Apotheken wurden auch Nahrungsergänzungen für Kinder verkauft. Nur eine Apotheke hat in der “Markt”-Stichprobe gar nichts verkaufen wollen, sondern die normalen Regeln einer gesunden Lebensweise empfohlen. Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e.V. (ABDA) meinte zu der “Markt”-Analyse, dass bei rund 20.000 Apotheken mit 150.000 Mitarbeitern und etwa 3,6 Mio. Patientenkontakten täglich natürlich nicht alle Beratungsfälle “zur vollsten Zufriedenheit” verlaufen könnten.