Die Ersten in Europa

Ja, das waren wir – hier in Roth. Doch dazu später. Zunächst geht es darum, dass

„Forever young“ MESSBAR wird !

Das ist nicht einfach so dahingesagt, sondern ganz neu: Seit 2019 kann ein jeder durch eine große Blutanalyse feststellen, ob man zu den glücklichen Menschen gehört, die gesund alt werden oder zumindest noch älter werden. Mit Anstand und in Würde, wie ich immer wieder gerne betone.

Haben Sie das gewusst ?

Hätten Sie im SPIEGEL 48/23.11.2019 (S. 108) lesen können. War dort sogar die Titelstory. Endlich einmal ein bisschen praktisches Glück in dieser Zeitschrift, wie ich finde. Und apropos finden: Sie müssten dann also nur noch einen Arzt finden, der Ihnen diese große Blutanalyse macht und interpretiert. Die Story dahinter ist jedenfalls hoch interessant:

Da gibt es am Kölner Max-Planck-Institut eine Frau Prof. Eline Slagboom. Die hat eine „gründliche Erbgutanalyse unter 100-Jährigen“ durchgeführt. Genauer gesagt, hat sie die GENETISCHEN Daten von über 13.000 Senioren ausgewertet. Und dabei herausgefunden,

NIX.

Also fast nix. Sie konnte zwar 2-3 Gene ausfindig machen, die (Zitat)

dem gesunden Altern zuträglich sind. Doch war deren Einfluss viel zu gering, als dass sich das lange Leben damit erklären ließe.

Erinnern Sie sich noch an „Das Methusalem-Gen“, das die ganz Alten doch hätten ? Glatt widerlegt von Frau Prof. Slagboom: Die Gene sind es nicht !!

Was denn dann ?

Also hat sie (nach dieser jahrelangen Forschungsarbeit noch einmal neu begonnen und verglich jetzt das Blut der sehr sehr alten Menschen. Und siehe da, wie sie sagt:

Der Stoffwechsel von Hundertjährigen sieht zumeist kerngesund aus. Jedenfalls sind Hundertjährige, was den Stoffwechsel betrifft, das exakte Gegenteil eines fettleibigen Diabetikers mit Arteriosklerose.

Das ist doch ein recht deutliches Fazit, oder ?

In der für mich sensationellen Studie – publiziert in NATURE COMMUNICATIONS (2019)10:3346 – wurde aus dem Blut von 44.168 Menschen die

„Formel zur Messung des gesunden Alterns“

destilliert. Und die ist dann doch recht übersichtlich ausgefallen und besteht aus lediglich

14 Laborwerten.

Die lassen laut Prof. Slagboom eine klare Aussage zu darüber, ob man kürzer oder länger lebt. Kränker oder gesünder. Und diese 14 Werte betreffen

Blutfett ………..….. 4 Werte
Blutzucker ………. 3 Werte
Ketonkörper …… 1 Wert
Eiweiß …………..… 1 Wert
Aminosäuren …….. 5 Werte

Dass der Blutzucker etwas mit dem Risiko eines frühen Todes zu tun hat, das weiß man natürlich. Aber, dass

AMINOSÄUREN

von so herausragender Bedeutung für ein langes Leben sind, das ist für die Schulmedizin und ganz sicher auch für die meisten Hausärzte

NEU !

Man braucht also nicht auf komplizierte Gen-Analysen zu warten, wenn man wissen möchte, ob man 100 Jahre alt werden wird. Es genügt eine Blutanalyse. Dass man dort auf die Blutfette und den Blutzucker guckt, war schon immer selbstverständlich. Neu ist aber, welch entscheidende Rolle das perfekte Aminogramm spielt !

Und genau dieses Aminogramm bestimmen wir hier in Roth schon seit 1994. Routinemäßig seit 2001. Da waren wir die Ersten in Deutschland und wohl auch in Europa. Darauf sind wir, ehrlich gesagt, sehr stolz !

Sie sind der Boss

Sie bestimmen selbst Ihr Schicksal ! Stand schon in den News vom 20.04.2016. Allerdings ruft dieser schillernde Satz bei vielen Menschen sofort Widerspruch hervor. Ja schon, aber doch nicht in jeden Fall, heißt es dann. Lässt aber auch einige Wenige mit dem Kopf nicken. Das sind die Beneidenswerten. Die um die Wahrheit dieses Satzes wissen. Im Guten wie im Bösen.

Woher ich weiß, dass dieser Satz stimmt? Weil er bereits auf molekularer Ebene stimmt. Bereits auf der Stufe der Gene wahr ist. Und weil wir das jetzt schon 65 Jahre lang wissen. Das Wissen ist da, nur die Menschen wissen es nicht. Erinnert mich an das Gebäude der Medizin. Auch hier ist das Wissen da, nur die Menschen leiden weiter.

Also, wie gesagt, Sie bestimmen Ihr Lebensglück. Es geht wieder einmal um Eigenverantwortung. Auch in dem neuen Glück-Ratgeber mit dem Titel „Die Formel für Glück“. Der Autor heißt Mo Gawdat und formuliert ziemlich gnadenlos. Das kritisiere ich als Arzt, obwohl ich völlig seiner Meinung bin. Ich tendiere dann doch zum Mitleid (mit Ihnen).

Wir lesen also dort:

  • Was ist Glück, Herr Gawdat? Glück beginnt mit einer bewussten Entscheidung. Jeder Mensch hat die Wahl, ob er glücklich oder unglücklich sein will.
  • Wirklich so einfach? Warum sind dann so viele Menschen unglücklich? Gegenfrage: Warum sind so viele Menschen übergewichtig?
  • Weil sie zu viel essen und sich zu wenig bewegen? Richtig. Und es reicht nicht aus, das zu wissen. Man muss sich auch dementsprechend verhalten. Wenn Sie heute ein Stück Kuchen essen, dann müssen Sie am Morgen danach eben joggen. Wenn es Ihnen wichtig ist, dann tun Sie das auch. Viele Menschen sind nur deshalb unglücklich, weil Glücklichsein nicht ganz oben auf deren Prioritätenliste steht.

Finde ich alles richtig, aber dennoch ziemlich gnadenlos. Und die Behauptung: „Jeder Mensch hat die Wahl, ob er glücklich oder unglücklich sein will“ klingt doch recht harsch. Jeder von Ihnen würde sofort Entschuldigungen anbringen dafür, dass er gar keine Wahl hat. Seine soziale Lage. Die kaputte Ehe. Die missratenen Kinder. Der böse Chef. Kurz und gut: Schuld sind immer die Anderen.

Aufwachen ! Einmal sich stolz auf sich selbst besinnen? Das passiert fast nicht. Aber in dem Buch von Gawdat folgen ohnehin noch ein paar andere Bemerkungen:

Wer nach London fährt und Sonnenschein erwartet, ist enttäuscht, wenn es in Strömen regnet. Demjenigen, der einen Regenschirm einpackt, passiert das nicht. Es ist nicht der Regen, der Sie glücklicher oder unglücklicher macht, sondern Ihre Erwartung.

Da hat er Recht, denn:

Glück resultiert nicht aus dem, was das Leben einem gibt. Es ist eine Frage der Perspektive, mit der man an das herangeht, was es einem hinwirft.

Das müsse man erst einmal akzeptieren. Das Leben wirft einem etwas hin. Darüber kann man sich dann freuen oder daran zugrunde gehen. Genial übrigens wie der Autor beweist, dass man wirklich selbst verantwortlich ist. Dass alle Entschuldigungen sinnlos sind. Wie er das schafft?

Er spricht vom inneren Dialog. Dem endlosen Gedankenstrom, der alles, was man tut, kommentiert und kritisiert. Negativ. Lästig. Sogar unsere Gesichtszüge bestimmt. Die Mundwinkel nach unten zieht usw.. Und davon behauptet Gawdat, dass Sie diesen quälenden inneren Dialog abstellen können und es auch sollten.

Frage: Kann ich das einfach so beschließen ?

Aber natürlich ! Oder haben Sie Ihrem Gehirn schon einmal befohlen, die linke Hand zu heben, und es hat geantwortet: „Nö, ich fühle mich heute nicht danach.“ Sie sind der Boss. Sie machen die Ansagen.

Das ist auch der Tenor des ganzen Buches. Sie sind der Boss ! Und keine Ausrede ist erlaubt … Außer vielleicht Ihre 1. Blutanalyse. Aber wirklich nur die Erste !

Pharmakometrie kombiniert Biologie und Mathematik

Pharmakometrie kennt man landläufig eher weniger. Aber, so erfährt man dank Pharma fakten, dass Pharmakometriker keine Wirkstoffe entwickeln würden, sondern mathematische Formeln, um die Forschung von Wirkstoffen zu unterstützen und das Forschungsrisiko zu mindern. Das Ziel der Arzneimittelforschung sei nämlich der richtige Wirkstoff für den jeweiligen Patienten in der richtigen Dosis. Und dabei würden computerbasierte Berechnungen eine immer größere Rolle spielen.

Vorhersagen machen

So betreibt etwa der Pharmakonzern AbbVie in Ludwigshafen eine Computerlandschaft aus 1.000 Rechnern um, wie es heißt „die Biologie“ in den Computer zu bringen. Die Pharmakomometrie operiert also an der Schnittstelle zwischen Biologie und Mathematik. Es geht ihr darum, vorhersagen zu können, was ein bestimmter Wirkstoff im Körper macht. Wie lange er seine Wirkung behält und wie sich die Wirkung im Krankheitsverlauf ändert. „Wir können auf Basis unserer Modelle Vorhersagen treffen, die noch nicht beobachtet wurden“, meint man bei AbbVie.

Ein Beispiel sei die neueste Generation von Hepatitis C-Medikamenten. Diese sei so wirksam, dass das Virus bei Patienten schon nach 2 Wochen nicht mehr nachweisbar ist. Das heiße aber nicht, dass der Patient auch tatsächlich schon virusfrei ist. Denn nach den derzeitigen Nachweismethoden könnten sich noch bis zu 1 Mio. Viren im Körper befinden. So habe die Pharmakometrie folgende Fragen zu beantworten: Wie lange muss weiter behandelt werden, bis der Patient definitiv virenfrei ist und damit geheilt? Und in welcher Dosierung? Spielen Geschlecht und Gewicht eine Rolle?