Medizinwitz des Tages 18. Juli 2019

Insbesondere bei der wachsenden Zahl multimorbider Patienten in Deutschland haben aktuelle Leitlinien mitunter blinde Flecken. Dort ist dann die eigene ärztliche Erfahrung gefordert, denn manchmal kann anstelle oder ergänzend zu einem Schmerzmittel z.B. ein Antidepressivum die 1. Wahl sein.

Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin am 18.07.2019

Jedes Arzneimittel enthält neben seinem Wirkstoff auch verschiedene Hilfsstoffe: Diese geben ihm seine Form, steuern die Freisetzung der Wirkstoffe und sorgen für Stabilität und Haltbarkeit. Hilfsstoffe sind pharmakologisch nicht aktiv, können aber Allergien und Unverträglichkeiten hervorrufen.

Apotheken Umschau am 18.07.2019

Gesundheitsunternehmen werden streng wirtschaftlich geführt und das medizinische Personal ist zu einem integrierten Bestandteil der Ökonomisierung geworden. Das Führungspersonal, zu dem nicht nur Ärzte, sondern auch leitende Angestellte in der Pflege oder im Praxismanagement gezählt werden, müssen sich zunehmend neuen Herausforderungen stellen.

Wings Fernstudium am 18.07.2019

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Bindegewebsschwäche

Ist sichtbar. Kann man nicht verleugnen. Und auffällig häufiger bei Frauen als bei Männern. Automatisch macht man daraufhin die Hormone verantwortlich. Mag sein, aber ich weiß nicht so recht: Kommt ja schon bei ganz jungen Menschen vor. Oder „ist genetisch bedingt“. Alles können Sie irgendwie genetisch fixieren. Aber was soll dieses Rätselraten? Wir kennen heute die Epigenetik. Also kann man Bindegewebsschwäche auch ändern …

Und wie ? Durch 2 von 3 Säulen richtigen Lebens:

Bewegung (Muskelkraft)
Ernährung

Wenn Sie Ernährung auf den Punkt bringen wollen, also keine Kohlenhydrate ist schon viel zu kompliziert, dann sage ich immer

Eiweiß und Vitamine.

Das beschreibt z.B. unser Immunsystem. Und genau diesen Rat gebe ich auch jedem, der sich über Bindegewebsschwäche beklagt. Wissen Sie warum? Weil ich glaube, dass Professor Dr. Pauling klüger war als ich. Denn der meint:

Proteine sind Bausteine, die dem Körper Form und Struktur geben. Die Hauptbestandteile unseres Stütz- und Bindegewebes, Kollagen und Elastin, sind komplexe, spiralförmige angeordnete und miteinander verschränkte Eiweißverbindungen, die die Form und Textur z.B. der Haut, Sehnen, Adern, Knochen und Gelenkverbindungen bilden. Für die körpereigene Synthese und die Funktionsfähigkeit dieser Eiweißverbindungen werden auch die Aminosäuren Lysin und Prolin zusammen mit Vitamin C benötigt. Die Balance zwischen Geschmeidigkeit und Stabilität ist das Kennzeichen eines gesunden Stütz- und Bindegewebes.

Ist diese Ausgewogenheit gestört, z.B. durch unzureichende Neubildung von Kollagen oder durch den Verlust von Kollagen im Laufe der Alterung, werden die Folgen sichtbar: Die Haut wird schlaff und faltig, das Zahnfleisch blutet leicht, Wunden oder kleine Verletzungen brauchen länger, bis sie abgeheilt sind und selbst ein kleiner Stoß verursacht blaue Flecken.

Der verschlechtere Zustand des Kollagens hinterlässt nicht nur äußerliche Spuren, sondern kann sich in mangelnder Elastizität und Rissen der Adern und Gefäße manifestieren, aber auch in einer Schwächung und zunehmender Brüchigkeit der Sehnen, Bänder, Knochen und Gelenke. Zusammen mit Vitamin C sorgen Lysin und Prolin für ein gesundes Bindegewebe.

Was Sie da soeben gelesen haben, ist von einem 2-fachen Nobelpreisträger. Dem bedeutendste Biochemiker des 20. Jahrhunderts. Dem waren solche banalen Zusammenhänge wie Lysin, Prolin, Vitamin C völlig klar. Und falls Ihr Leidensdruck hoch genug ist, dann werden Sie heute beginnen …

zumindest „Eiweiß und Vitamine“ zu essen !