Medizinwitz des Tages 9. April 2020

Trotz einer sehr guten lokalen Tumorkontrolle ist die derzeit gängige Radiochemotherapie von Kopf-Hals-Tumoren mit häufig schweren Nebenwirkungen behaftet. Das Suizidrisiko ist gerade bei diesen Patienten wegen  der Folgeschäden unter allen Tumoren am höchsten. Der Grund für die hohe Suizidrate von 4 % ist die extrem reduzierte Lebensqualität. Die Strahlentherapie verursacht ausgeprägte Sprach- und Schluckstörungen sowie Mundtrockenheit. Die bei der Kombinationstherapie notwendigen hohen Dosierungen von Cisplatin verursachen Innenohr- und Nierenschädigungen. Wegen der neurologischen Strahlenschäden mit Schluckstörung und Aspirationsgefahr ist nicht selten eine Tracheostomie und perkutane gastrale Ernährungssonde erforderlich. Deren Folge wiederum ist eine irreversible Schädigung der Lebensqualität bei guter lokaler Tumorkontrolle.

Medias Klinikum GmbH am 09.04.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Silvester: Ärzte warnen vor Kombination “Alkohol und Pyrotechnik”

“Feuerwerke sollte man den Profis überlassen”, findet die Ärztekammer Österreich und warnt gleichzeitig vor der besonders gefährlichen Kombination Alkohol und Pyrotechnik. “Die Folgen können fürchterlich sein”, weiß Unfallchirurg und ÖÄK-Vizepräsident Harald Mayer. In Österreich seien 40 % aller zu Silvester im Umgang mit Böller und Krachern Verletzten zwischen 15 und 24 Jahren alt. 20 % sogar jünger als 15.

Foto: obs / Bundesverband für Tiergesundheit / BfT / A. Klostermann

Schwere Brandwunden, abgetrennte Finger oder ein Knalltrauma werden auch heuer wieder den Jahreswechsel in den Spitälern sehr arbeitsintensiv gestalten. Noch dazu seien die meisten “Opfer” der Silvesterknallerei alkoholisiert. “Und leider können wir Ärzte auch nicht alles wieder reparieren”, so Mayer. Dauerhafte Folgeschäden seien daher nicht selten. Dazu passend vielleicht noch 2 Zahlen aus Deutschland: Dort wurden zu Silvester 2016 insgesamt 137 Mio. € in die Luft gejagt. In München musste die Feuerwehr rund 2.000 Mal ausrücken, in Berlin 1.500 Mal.

Alkohol findet Mehrheit der Deutschen gesellschaftlich akzeptiert

Alkohol ist die Droge, die weltweit am häufigsten zur Sucht führt. Zugleich löst er bei übermäßigem Konsum schwere, mitunter tödliche Folgeschäden aus. Dennoch halten, so die deutsche Krankenkasse pronova BKK, 70 % der Deutschen unter 50 Jahren Alkohol für gesellschaftlich akzeptiert. Ein Leben ohne Alkohol könnten sich sogar 17 % der Männer, und damit doppelt so viele wie Frauen, auch nicht vorstellen …!

DAK-Siegerplakat 2017 der 13-jährigen Schülerinnen Carolin Heimhalt und Tessa Hartig gegen “Komasaufen” (Bild: obs / DAK-Gesundheit)

Fahrlässige Körperverletzung

Wann immer es um Diabetes geht, ob nun Typ 1 oder Typ 2, man kann nur von Dummheit der Schulmedizin sprechen. Die sich dann zwangsläufig auch bei ihren Schülern, den Diabetologen (jedenfalls den meisten) niederschlägt. Dabei wäre einmal etwas selbst auszuprobieren, wohl eine Selbstverständlichkeit. Jedenfalls für mich … Und der Rat von 3 Diabetologen (Fachärzten!, Spezialisten!), als Patient mit Diabetes Typ 1 weiterhin ALLES essen zu können, … ist für mich ein Straftatbestand!

Fahrlässige Körperverletzung. Denn wir wissen, dass es die Schwankungen des Blutzucker sind, die dem Menschen wirklich schaden. Den Blutgefäßen. Wenn der Blutzucker begradigt wird, und das passiert in der Ketose, ist der Patient mit Diabetes weitestgehend vor Folgeschäden geschützt. Alles längst bewiesen (News vom 16.02.2016).

Wir alle kennen auch die 2 Fälle, bei denen Patienten mit Diabetes Typ 1 wieder vollständig gesund wurden. Das ist veröffentlicht. Wird offenbar nicht gelesen. Auch meine Praxis kann mit 2 Heilungen Diabetes Typ 1 aufwarten. Aber „das Kühnste“ kommt erst und steht im „Diabetiker-Ratgeber“ einer Patientin. Jetzt wird’s nämlich kriminell: Wenn man auf Vollkornbrot, auf Nudeln, also auf massivste Kohlenhydrate verzichtet, dann würde das Risiko von Diabetes Typ 2 größer.

Begründet wird diese irrsinnige Warnung mit den Ballaststoffen, die man dann weniger zu sich nehme. Meines Wissens hat die Natur Ballaststoffe in Obst und Gemüse versteckt. Von Getreide, erfunden vor 9.000 Jahren, war jedenfalls Millionen von Jahren keine Rede. Und unsere Vorfahren hatten keinen Diabetes !

Sie merken schon: Es gibt in der Medizin nichts Dummes (z.B. Essen Sie als Diabetiker ALLES), was nicht durch eine noch dümmere Behauptung übertroffen werden könnte (z.B. Verzicht auf Kohlenhydrate erhöht das Diabetesrisiko). Muss die Fettsucht, das metabolische Syndrom, der Diabetes sich weiterhin explosionsartig ausbreiten und weiterhin unendliches Leid über das Volk bringen?

Eigentlich ja, denn Dummheit wird bestraft. Gäbe es da nicht die Ärzte mit einem gesetzlichen Auftrag … !