Medizinwitz des Tages 19. August 2019

Dass Polyphenole und Flavonoide zu den gesunden Wirkstoffen im Wein gehören, ist mittlerweile bekannt. Diese Inhaltsstoffe sind in den Schalen der Weintrauben eingelagert und gelangen durch die Maischegärung in den Rotwein. Sie senken nicht nur das Risiko eines Herzinfarkts um bis zu 50 %, sondern wirken sich auch positiv auf den Alterungsprozess und den Diabetes Typ 2 aus. Darüber hinaus senken sie den Blutdruck nachhaltig.

Wein & Gesund am 19.08.2019

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Vitamin K2 verhindert blaue Flecken

Blaue Flecken an Armen und Beinen finden Sie sehr, sehr häufig bei den Senioren unter uns. Kennen Sie sicher: Man stößt mal kurz wo an, verspürt gar keinen Schmerz, aber ein blauer Fleck entsteht. Das gilt auch schon für 50-jährige Fußballspieler z.B., wenn die immer noch dem Ball nachjagen. Die Ursache hierfür ist leicht erklärt: Unter der Haut, speziell am schlanken Unterschenkel und Unterarm, befinden sich Venen, die im Lauf der Jahre „brüchig“ werden (können).

Also an Elastizität verlieren. Diese Venen platzen dann ganz leicht auf. Ist unschön und lästig. Kann man etwas tun dagegen? Ja, man kann, selbstverständlich …

Jeder vermeintliche Alterungsprozess kann in kluger Weise aufgehalten oder sogar rückgängig gemacht werden !

Die Idee hier ist nicht etwa die einfache Alterung unseres Bindegewebes, das an Elastizität verliert. Denn da könnte man – nach Prof. Pauling – mit Aminosäuren und Vitamin C nachhelfen (News vom 07.08.2017). Nein, das Neue hier heißt Kalzium. Man hat nämlich in solch leicht verletzlichen, brüchigen Venen vermehrt Ablagerungen von Kalzium nachgewiesen. Genauer gesagt: In den glatten Muskelzellen der Gefäße. Dann wird aus elastischem Gewebe etwas Sprödes, das leicht aufplatzt. Blaue Flecken eben.

Die (einfache) Lösung heißt K2: Das Vitamin K2 – lange Zeit ja nicht messbar – aktiviert ein spezielles Eiweiß, genannt matrix gla protein (MGP). Und dieses MGP schwemmt Kalzium aus Arterien wie auch aus Venen aus. Löst das Kalzium also wieder ab und überlässt es einem weiteren Protein, genannt Osteocalcin. Dieses wird ebenfalls durch K2 aktiviert und baut das ausgelöste Kalzium dann in die Knochen ein …

Das ist eigentlich die große Bedeutung von Vitamin K2 bei Osteoporose. Jetzt neu für uns: Ist hoch wirksam auch gegen blaue Flecken. Gegen die lästigen Blutergüsse beim Sport in fortschreitendem Alter.

Für den gleichen Zweck sind übrigens Flavonoide sehr hilfreich, also Pflanzenfarbstoffe wie Carotinoide. Die „stärken“ nämlich die Gefäßwände Ihrer kleinen Blutgefäße direkt unter der Haut. Machen sie wieder etwas elastischer und widerstandsfähiger. Helfen daher ebenfalls gegen blaue Flecken.

Schön, wenn Sie noch 30 sind …