NO Sehnenentzündung

Entzündete Sehnen sind den vor allem den sportlich Aktiven unter uns ein Begriff. Den Läufern, Ballspielern oder den Fitnessstudio-Gängern. Da litt wohl schon jeder einmal an einer Sehnenentzündung. Und musste feststellen, dass da Heilung oder selbst Schmerzfreiheit sehr viel schwieriger zu erlangen ist, als man es sonst gewohnt ist.

Gemeint sind etwa ein Tennisarm, genauer gesagt ein Tennis-Ellenbogen, eine entzündete Achillessehne beim Läufer und last but not least von der Supraspinatussehne oben am Schultergelenk. Dann zwickt und plagt uns bei jeder Armbewegung ein kleines Teufelchen dort oben …

Nun ist auch die (angebliche) Abhilfe der Schulmedizin wohl bekannt: Beginnend bei Ruhe, über die Faszientherapie, das Dehnen bis hin zu Mikrowelle, Ibuprofen, Kortison uvm.. Aber auch ich habe erfahren müssen, dass all diese bekannten Mittel oft genug eben keine Schmerzfreiheit bringen !

Doch kann ich Ihnen hier und heute ein weiteres Heilungsprinzip vorstellen. Bekannt aus 3 Studien am Menschen, die bestätigen, dass mehr “NO” (Stickstoffmonoxid) – in unserer Sprache aber die Aminosäure Arginin – die Heilung entzündeter Sehnen beschleunigt. Die 3 Studien betrafen

  • Tennis-Ellbogen
  • Achillessehnenreizung
  • Supraspinatus-Sehnenentzündung (Schulter)

Dazu gleich mein FAZIT: Auch wenn jedes dieser Leiden nach heutigem Wissen optimal behandelt wurde, so beschleunigte sich die Heilung durch zusätzlich NO signifikant (z.B. 30 %). Schmerzt also Ihre Achillessehne, so verdoppeln Sie einfach Ihre Arginin-Dosis !

In den besagten 3 Doppelblind-Placebo kontrollierten Studien wurde freilich ein NO-Pflaster aufgeklebt. NO-Pflaster gibt’s übrigens in jeder Apotheke gegen Herzinfarkt, gegen Angina Pectoris. Denn

  1. NO (Arginin) weitet die Blutgefäße.
  2. Und NEU: NO (Arginin) stimuliert ganz massiv die Neubildung von Kollagen.

QUELLE: Br J Sports Med. 2007 Apr; 41 (4): 227-231

Zum Nachlesen: Arginin und Citrullin (News 11.11.2019)

Leichter leben

Hätten Sie gerne eine schweres Leben ? Mühsam, mit Schmerzen, viel Stress und einer ungewissen Zukunft ? Würden Sie sicher nicht wollen ? Doch seltsam: Viele von Ihnen leben so ein (schweres) Leben ! Und warum ? Ganz offensichtlich, weil sie es so gewählt haben. Es so nicht gewünscht haben, es so aber gewählt haben. Schon mal darüber nachgedacht ?

Doch es gibt auch ein leichtes (schönes) Leben ? Das sicher z.B. jemand in Ihrer Verwandtschaft auch zu führen scheint: Schlank, immer fröhlich, energiegeladen und erfolgreich …

Falls ich Sie genug geärgert habe und Sie jetzt mehr zuhören, dann verrate ich Ihnen, wie es halt so meine Art ist, ein paar Tricks – für ein leichteres Leben. Kurze Ratschläge, die auch machbar sind. Sind Sie bereit ?

(1.) Nehmen Sie „leichter“ durchaus wörtlich ! Schlanke Menschen leben leichter. Das beweist Ihnen jedes 4-jährige Mädchen. Meistens spindeldürr, herumhüpfend und stets gut aufgelegt. Heißt konkret: Frauen bringen ihr Körperfett auf 15 %, Männer auf 10 %. Nicht die Kilos zählen, das Körperfett messen !

Das können Sie erreichen durch Marathonlauf ! Eher weniger empfehlenswert bei einem Ausgangsgewicht von 130 kg. Auf jeden Fall aber „no carb“ oder, noch besser, Ketose. Sie wissen doch genau Bescheid. Warum tun Sie es dann nicht ? (News vom 19.10.2017)

(2.) Stoppen Sie Stress, schlechte Laune und Migräne ! Wie ? Na durch Meditation. Hab ich in 12 Minuten erlernt … Was soll daran kompliziert sein ? Und sollte es dennoch nicht klappen, dann lesen Sie bitte nochmals über Magnesium und Tryptophan nach. Wenn diese beiden Blutwerte sehr hoch sind (sehr hoch !), dann wird das Leben sehr wohl leichter.

(3.) Schaffen Sie sich ein waches Gehirn ! Wie man das macht ? Möglichkeit 1: Laufen Sie täglich. Sie belüften damit Ihr Gehirn mit doppelt so viel Sauerstoff. Eine ungeheure Zahl mit einem ungeheuren Effekt. Ihr Gehirn wacht auf ! Möglichkeit 2: Ketose. Haben Sie ja schon gelesen. Ketonkörper drosseln die aufgeregte, sie irritierende Gehirnfrequenz auf Meditationsniveau. Man entspannt dadurch, bekommt aber zugleich ein gutes Gedächtnis.

(4.) Trennen Sie sich von Ihren Kreuzschmerzen ! Die sind sehr häufig. Der Grund: Falsche Haltung. Die Lösung: Maximale Aufrichtung. Und weil man sich selbst „nicht sieht“, sollen das bitte Andere beurteilen. Ich hatte über Dr. Helga Pohl oder über Liebscher/Bracht gesprochen. Es gibt auch unzählige andere Experten. Fragen Sie nach einer Faszien-Therapie !

(5.) Machen Sie sich weniger Sorgen – vor allem über die Gesundheit ! Verlieren Sie die Angst vor (kommenden) Krankheiten wie Herzinfarkt, Demenz oder Krebs. Die können Sie durch die Frohmedizin alle abwenden oder auf den sog. St. Nimmerleinstag verschieben. Die Schulmedizin empfiehlt Ihnen Vorsorgeuntersuchungen, ich empfehle Ihnen TUN. Konkret: Bewegung, Ernährung (no carb), Entspannung (Meditation) … TÄGLICH. Ja, das geht !

Was Sie hier gelesen haben, ist nichts weiter als der Weg zurück (zum Ursprung). Im weitesten Sinne „Paleo“. Ich glaube einfach nicht, dass uns die Natur leiden sehen will !!!

Haben auch Sie Rücken ?

„Deutschland hat Rücken“ lautet der Titel eines SPIEGEL-Bestsellers von Dr. Petra Bracht und Roland Liebscher-Bracht. Ein Büchlein, das mir zunehmend Freude bereitet. Weil es sich nicht nur gründlich und umfassend mit dem typischen Rückenschmerz beschäftigt, sondern auch sehr anschaulich und praktisch Vorschläge macht, wie man nach langen, langen Jahren endlich einmal schmerzfrei wird. Betrifft jedenfalls viele von uns …

Das gelingt mit einer Grundidee. Mit einem Bild. Ein Bild ist unerlässlich, wenn sich ein Mensch ändern möchte. Man braucht eine Vorstellung. Auch von der Ursache seiner Beschwerden. Erst dann kann man selbst tätig werden oder die richtigen Fachleute um Hilfe bitten.

Die Grundidee lässt sich wie folgt skizzieren:

  • Der Mensch hat eine Vorder- und eine Rückseite. An beiden Seiten gibt es Muskeln. So ist es doch seltsam, dass fast immer nur die Rückseite schmerzt. Warum schmerzt ganz selten die Vorderseite ? Die einfache Erklärung: Weil nicht der verkürzte Muskel schmerzt, sondern nur der gedehnte Muskel. Der Schmerz entsteht auch nicht im Muskel selbst, sondern an den Sehnenansätzen. Dort, an den Muskelenden sitzen Schmerzrezeptoren. Wird der Muskel stark gedehnt, melden die „Vorsicht, Verletzungsgefahr!“ und tun weh.
  • Nun ist der Mensch fast immer nach vorne gebeugt. Beim Sitzen, auch beim Schlafen (in der typischen Seitenlage), vielfach auch beim Gehen und Laufen. Heißt übersetzt:

die Vorderseite verkürzt !

Bauchmuskeln ziehen sich zusammen, desgleichen die Beckenbeuger. Die „sitzen“ im Becken. Ziehen Sie einfach mal das Bein an, dann wissen Sie Bescheid.

  • Wenn der Mensch nach vorne gekrümmt ist (am Schreibtisch ?), so werden notgedrungen die Muskeln an der Rückseite gedehnt. Die Rückenmuskeln oft „dauergedehnt“ und nicht im dynamischen Wechsel wie beim Sport.

So beginnt der Rückenschmerz.

Gegenstrategie ? Da kommen Sie vermutlich auch selbst drauf. Das Prinzip heißt

SICH AUFRICHTEN !

Eine gerade HALTUNG: Das Ideal ist wieder einmal die oft kolportierte Afrikanerin, die in der Steppe 10 km mit dem Wasserkrug auf dem Kopf – gleichsam schwebend ! – dahinschreitet. Dort ist nix verkürzt und „verdehnt“. Die Dame kann gar keine Rückenschmerzen bekommen !

Ist übrigens auch Grundidee der Feldenkrais-Methode. Äußerst hilfreich – hab genügend eigene Erfahrung. Die manuelle Therapie auf modern heißt FASZIENTHERAPIE. Dabei erspüren hilfreiche Hände die Schmerzpunkte (Triggerpunkte) in Ihrem Rücken, Gesäß, den Oberschenkeln und entspannen diese. Leider nur kurzfristig …

Das Besondere an dem Büchlein „Deutschland hat Rücken“ ist: Es beantwortet jede, buchstäblich jede Frage, die man zum Thema haben könnte. Von der „Mode-Diagnose Iliosakralgelenk (ISG)“ bis hin zu „Hilft Krafttraining ?“.

Hilfe nach einem Bandscheibenvorfall

Die sollte natürlich erst gar nicht nötig werden. Oder besser gesagt: Die Befreiung von Kreuzschmerzen. Die tatsächlich bei ca. 75 % „nicht spezifische Kreuzschmerzen“ sind. Aber zurück zum Bandscheibenvorfall. Den kann man im Kernspin sehen. Dazu eine Analyse von Neurochirurg Prof. Dr. Volker Tronnier von der Universität Lübeck:

„Ein Bandscheibenvorfall entsteht durch einen Wasserverlust in der Bandscheibe. Deswegen sind wir am Abend etwas kleiner als am Morgen. Und dann kommt es zu Bewegungen der benachbarten Wirbelkörper.

Der Faserring kann einreißen und ein Vorfall kann austreten. Wenn es uns gelingt, die Wirbelsäule zu stabilisieren und diese minimalen Bewegungen zu verhindern, z.B. durch eine starke Rückenmuskulatur, kann das einer Vorwölbung oder einem Vorfall vorbeugen.“

So beschrieben, scheint mir der ganze Vorgang unausweichlich. Auch an meiner Wirbelsäule lassen sich mehrere Bandscheibenvorfälle aufzeigen. Ich glaubte auch früher, die seien schuld an meinen Schmerzen, doch heute bin ich nicht mehr so naiv. Schuld ist etwas Anderes. Aber hören wir weiter Prof. Tronnier:

Frage: Wann muss bei einem Bandscheibenvorfall operiert werden?

Antwort: Patienten, die keine neurologischen Störungen (Lähmung usw.) sondern nur Schmerzen haben, sollten zuerst immer eine konservative Therapie erhalten. Dabei behandeln wir

  • zuerst den akuten Schmerz medikamentös
  • dann folgt eine physiotherapeutische Behandlung
  • … kann auch eine Muskelkräftigung erfolgen.

Und da kommen wir zum Punkt. Muskelkräftigung. Tatsächlich ist dies die einzig bleibende, auch die einzig richtige Behandlung dann, wenn an der Wirbelsäule etwas kaputtgegangen ist. Es komme nämlich, so Prof. Tronnier, auf die „tiefen Rückenstrecker“ an. Das sind die ganz feinen, kleinen Muskeln direkt an den Wirbeln. Tronnier weiter:

„Die tiefen Rückenstrecker erreicht man mit üblichen Übungen normalerweise nicht. Ich habe eine ganze Reihe Patienten, die Rückenschule oder Yoga machen. Bei denen kann man sehr deutlich sehen, dass zwar die oberflächliche Rückenmuskulatur gut trainiert ist, aber die tiefe Muskulatur, welche für die Stabilisierung verantwortlich ist, werden mit solchen Maßnahmen – ohne Maschine und ohne Beckenfixierung – nicht stärker.“

Was also ist die Lösung? Der massive Aufbau der kleinen feinen Muskeln direkt an den Wirbelkörpern, der sog. tiefen Rückenstrecker. Und das gelingt laut Prof. Tonnier nur mit einer speziellen Maschine. Diese MedX genannte Maschine kennen Sie bereits. (News 03.03.2018) Wird aus den USA importiert von Kieser Training. Ich habe darüber auch deshalb, weil ich sie selbstverständlich schon ausprobiert habe. Mit – für mich – sensationellem Erfolg!

Ausdrücklich vom Segen dieser Trainingsmethode spricht Prof. Tronnier bei

  • Bandscheibenvorfall
  • Spinalkanalstenose

Genau dieses letzte Wort ist der Anlass für diesen Artikel. Patient mit Spinalkanalstenose. Operation wird – obwohl er möchte – abgelehnt. Er leidet. Tagtäglich. Kommt aber nicht auf die Idee,

abzuspecken und MedX anzuwenden.

Wobei zusätzlich Physiotherapie (Faszientherapie) und noch viel wichtiger Ausdauersport dazu beitragen würden, verkrampfte Muskeln zu lösen, zu lockern. Ideal wäre also Joggen, notfalls Spinning.

FAZIT: Kraft killt Schmerz, in Anlehnung an Prof. Edzard Ernst (London).

QUELLE: Reflex 65

Sitzen ist das neue Rauchen

Glänzend formuliert. Eine bittere Wahrheit, die auch Sie, liebe Leser betrifft. Denn, ich zitiere weiter:

Während Sie diesen Artikel lesen, sitzen Sie wahrscheinlich auch – durchschnittlich 11,5 Stunden täglich, das Herumliegen in Sitzposition=Seitenlage noch gar nicht eingerechnet. Dadurch entsteht die „Sitz-Krankheit”. Mit ihr gehen z.B. Rückenschmerzen, Hüft- und Kniegelenkschmerzen einher sowie der Verschleiß der Bandscheiben und Gelenkknorpel (Arthrose). Es kommt zu Verkürzungen von Faszien und Muskeln, der Stoffwechsel im Gelenk wird reduziert.

Feststellung von (schmerzhaften) Tatsachen. Jeder von uns kennt das. Aber etwas bemerkt?

Sitzen macht Arthrose.

Diese Feststellung widerspricht vielen Orthopäden in Deutschland. Die da meinen: „Lauf nicht so viel, du nutzt deine Gelenke ab.“ Oder wenn Sie schon Knie- oder Hüftarthrose haben, sollten Sie „Jogging lieber sein lassen“. Heißt auf Deutsch: Sich hinsetzen. Na, wer’s glaubt !

Und die Geschichte geht noch weiter, wie wir lesen: Es kommt zur „Verkürzung von Faszien und Muskeln“. Und das tut weh. Dafür gibt es die relativ moderne Faszientherapie. Die mich tatsächlich fasziniert, weil sie von der Kenntnis der Muskelketten lebt und nicht nur den einzelnen Schmerzpunkt berücksichtigt.

Hatten wir nicht gelernt (News vom 14.12.2014) dass bei Langstreckenläufern, die von Bari bis ans Nord Kap rannten, die Knorpeldicke im Knie und Sprunggelenk sogar zugenommen hatte?

Noch einmal: Zugenommen dank Bewegung. Leider fehlt hier das 2. wichtige Wort Ernährung: Ein Knorpel kann durch den Bewegungsreiz nur dann wachsen, wenn er alle nötigen Stoffe bekommt, die er für sein neues Wachstum braucht. Das sind in erster Linie die Aminosäuren. Und wenn ich mir Ihre Aminogramme so anschaue, dann weiß ich, dass da nicht viel … .

Die Überschrift stammt übrigens aus dem Inserat eines Schmerztherapeuten. Und jetzt kommt der Witz: Der bietet seine Hilfe so an:

Durch die Schmerztherapie nach LNB werden Ihre betroffenen Muskeln aufgedehnt, die Gelenke können wieder entspannt funktionieren, die Schmerzen verschwinden.

Haben Sie es gemerkt? Das Abschieben von Verantwortung, nenne ich es. Ich leg mich nur hin und der Andere soll’s richten! Ein sehr gängiges Prinzip … Nützt aber nix. Die Evolution lacht uns aus.

Gesundheit ist Eigenverantwortung !

Gesund werden Sie nur, wenn Sie die Sache selbst in die Hand nehmen. Wenn Sie laufen, wenn Sie dehnen, sich gut ernähren, wenn Sie Krafttraining machen (MedX!) usw.. Die Schulmedizin jedoch besteht im Endeffekt aus Verabreichen von Medizin. Da braucht der Patient nicht einmal seine Lebensweise ändern, epigenetisch ändern, sondern braucht gar nix tun (außer Medikamente schlucken). Ist sicher auch eine Lebensphilosophie !