Medizinwitz des Tages 5. Oktober 2020

Krankschreibung per Telefon – warum nicht ? Der Hausärzteverband will die telefonische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung etablieren.

HausArzt am 05.10.2020

Das neue Online-Spiel “Zug in Sicht” macht Sichteinschränkungen erlebbar. Am Spielbeginn stehen 3 unterschiedliche Sehbeeinträchtigungen zur Auswahl. Anschließend bewegen sich die Spielenden mit dem Blickwinkel der gewählten Beeinträchtigung durch einen virtuellen Bahnhof. Das Ziel ist, unfallfrei (!) den Zug zu erreichen. Wer möchte, kann das Spiel danach auch mit einer anderen visuellen Einengung spielen.

Woche des Sehens am 05.10.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Sie könnten alles nachlesen

Die heutige E-Mail des Tages über ein unbezahlbares Geschenk möchte ich Ihnen gleich 3 Mal erzählen. Unter jeweils verschiedenen Aspekten. Diese E-Mail einer Ärztin ist mir spontan ins Herz gewachsen. Die Dame kommt auch in wenigen Worten auf den Punkt. Zum Kern aller Wünsche, Vorstellungen und Träume. Und wie erahnt man die ? Eben nicht auf dem Weg der Philosophie. Obwohl all die großen deutschen Philosophen, sehr, sehr kluge Leute, dicke Bücher verfasst haben.

Die hier zitierte Dame hatte ein „Erweckungserlebnis“ und dann … GEHANDELT. Genau das unterscheidet sie von all den klugen Philosophen.

GEHANDELT… und damit das Leben verstanden !

Herumsitzen, durchdenken, nachdenken und jammern, das hat‘s noch nie gebracht. Doch nun wieder zurück zur E-Mail. Die beginnt mit einer bemerkenswerten Feststellung:

Die Corona-Krise hat mir etwas zutiefst Wertvolles geschenkt: Das tiefgreifende, überwältigende und urplötzliche Verstehen, was für ein unbezahlbares Geschenk mein Körper ist ! Eines Abends stand ich vor dem Spiegel und da traf mich die Erkenntnis wie ein Blitzschlag: Ich bin so gut wie nie krank. Ich habe vor diesem Schnupfenvirus 0 Angst. Und obwohl ich meinen Körper nun schon seit vielen vielen Jahren eigentlich mit Müll füttere, dient er mir trotzdem jeden Tag mit all seinen Kräften ! Was für ein Geschenk ? Unbezahlbar !

Doch seit jenem Abend im März hat die Dame umgedacht und auch gehandelt:

  • Ernährt jetzt ihren treuen Körper „no carb“, also ohne Müll.
  • Schenkt ihm die besten NEMs.
  • Genießt Eiweiß-Shakes.
  • Hat trotz Kniebeschwerden „das lächelnde Joggen begonnen“ (danach übrigens kaum mehr Knieschmerzen !).

Das Resultat ?

All meine Wehwehchen wie Rückenschmerzen, starke Muskelverspannungen am Morgen, trockene Haut und vor allem leichte Wortfindungsstörungen (stressbedingt !) sind komplett verschwunden. Hätte ich mir “meine Zipperlein” auf Anraten meiner Tochter zu Beginn der Lebensumstellung nicht aufgeschrieben, so wüsste heute gar nicht mehr, dass da irgendetwas gezwickt hat …

Genau so ein Erfolgserlebnis wünschen sich so viele von Ihnen. Ich weiß das, weil Sie mich tagtäglich wegen dieser Beschwerden konsultieren. Und ich mich immer wieder nur wundern kann, denn die Lösung all Ihrer Probleme ist schon längst da. Ist sooo einfach und soo eindeutig. Verzeihen Sie, also was denn noch ? Sie könnten alles 1:1 aus diesen News kopieren …

Doch ich habe schwer den Eindruck, dass Sie diese täglichen News, diese Webseite nicht zu schätzen wissen ! Ich meine diese mittlerweile viele Tausenden Berichte. Die alle nur möglichen Beschwerden behandeln. Mit einem Wort: Alle IHRE Beschwerden, derentwegen Sie mich besuchen kommen, sind längst schriftlich erklärt. Alle aufgearbeitet. Sie müssten nur nachlesen – und vorher vielleicht das Stichwort in der Suche eingeben.

Tun Sie aber nicht. Lieber fahren Sie Hunderte Kilometer auf der Autobahn zu uns nach Roth. Dabei hätten Sie doch nur in den News nachzulesen gebraucht ! Noch eindringlicher beweist mir diese Feststellung das Forum auf www.strunz.com. Da spitze ich natürlich ab und zu hinein. Da wird bei wirklich unangenehmen Zuständen und Krankheiten verzweifelt (!) um Rat gefragt. Dabei sind die in den Strunz News längst, längst ausführlich behandelt worden.

Das alles verblüfft mich, ehrlich gesagt, immer wieder …

Wann haben Sie gelebt ?

Die wichtigste Erkenntnis meines Lebens, die kann ich Ihnen sagen. Gründet auf einer höchst hinterhältigen Frage, gewachsen aus den Büchern des Russen P. D. Ouspenskys, einem Schüler von G. I. Gurdjieff. Beides Vertreter einer exklusiven esoterischen Gemeinschaft. Und diese Frage lautete:

Was haben Sie am 24.05.2003, nachmittags, gemacht ?

Die Antwort ist dann zumeist: „Also hören Sie mal, das weiß ich doch nicht mehr. Das hab‘ ich doch längst vergessen.“ Einverstanden. Nun könnte man aber auch noch Hunderte andere Nachmittage abfragen, die Antwort wird wohl immer dieselbe sein.

Jetzt wieder Ouspensky: „Sie erinnern sich nicht ? Der Nachmittag war also völlig unwichtig ? Es ist also völlig egal, ob Sie damals am Leben waren oder nicht, oder?“

Das provoziert natürlich Widerspruch. Kein Mensch kann sich Jahrzehnte zurück an bestimmte Vor- oder Nachmittage seines Lebens erinnern …  „Ja eben !“, würde Ouspensky entgegnen. “Ihr ganzes Leben war offenbar nicht wichtig, sinnlos, umsonst. Anderenfalls würden Sie sich doch erinnern !”

DOCH jetzt kommt die wirkliche Gemeinheit. Ouspensky würde Sie sehr richtig darauf hinweisen, dass

… es einige wenige Momente in Ihrem Leben gibt, vielleicht 10 Augenblicke, die sich Ihnen unauslöschlich eingeprägt haben. Die Sie jederzeit abrufen könnten. Und zwar komplett abrufen – nicht nur das Bild, das Erleben, sondern auch den Duft, den Geschmack, das Glücksgefühl des damals Erlebten.

Unbestreitbar gibt es im Leben eines jeden Menschen solche Momente. Die fallen einem auch spontan ein ! “Sehen Sie”, würde Ouspensky sagen, “in diesen seltenen Momenten haben Sie gelebt. Waren präsent. Haben etwas erlebt, an das Sie sich noch Jahre später erinnern. Werden es vielleicht auch nie mehr vergessen.

Das Geheimnis des Erinnerns ist laut Ouspensky

LEBEN.

Und alles Andere daher ein (fremdbestimmtes) Vor-sich-hin-Dösen. Ein „Leben“ als Maschine. Als austauschbarer Roboter ? Da könne man es gleich sein lassen, denn jetzt die 2. Gemeinheit:

Warum sind Sie nicht ständig „am Leben“ ? Warum erinnern Sie sich nicht ständig an alles? Sind präsent und machen jeden Augenblick bedeutsam ?

Ouspensky behauptet, das könne man lernen. Darum auch diese ganze esoterische Schule. Hat mir damals mit 18 Jahren sehr eingeleuchtet. Nur, der Weg zu diesem Lebensverständnis war mir nicht gangbar. Hat etwas zu tun mit Kloster, jahrzehntelanger Meditation und so weiter zu tun. Das liegt mir nicht … Also habe ich den Gedanken damals abgeschlossen und vergessen.

Bis zum Abend des 09.03.1989. Da lag ich nach meinem 1. Ironman auf Neuseeland im Bett und … verstand Ouspensky ganz plötzlich. Denn ich konnte die ganzen 12 Stunden des Wettkampfes Minute für Minute abrufen. Mir wieder erzählen. Sie durchleben. Kurz gesagt: Ich konnte mich ERINNERN !

Bis zum heutigen Tage. Das heißt, Ouspensky hat recht. Man kann sich sehr wohl erinnern. Oder anders gesagt: Dazu braucht es keine esoterische Schule und jahrzehntelange Bemühungen, sondern dazu genügt ein

Ironman.

Warum ? Weil man in diesen Stunden tatsächlich oder sogar “endlich” lebt. Dahinter steht das Wort „Flow“. Das sollten Sie inzwischen kennen. Dieses unbedingte Fokussieren, die gänzliche Auflösung in der Tätigkeit, das Verschmelzen mit der Welt. Und dann die Erinnerung. Ewig ! Aus dieser Einsicht übrigens, entstand dann mein Rezept: Wie mache ich Flow ?

Medizinwitz des Tages 2. Dezember 2019

Immer öfter wenden sich Menschen in Deutschland von der klassischen Schulmedizin ab oder suchen zumindest ergänzend nach alternativen Heilungsansätzen. … Das hohe Maß an Skepsis gegenüber der klassischen Medizin kombiniert mit dem ausgeprägten Glauben an die Wirksamkeit alternativer Heilmethoden und Nahrungsergänzungsmittel ist eine Bedrohung des bisherigen Verständnisses von Gesundheit.

Max Grundig Klinik Bühlerhöhe am 02.12.2019

Kein Mensch, der sich vielfältig und gesund ernährt, braucht im Normalfall Nahrungsergänzungsmittel, deren Wirksamkeit wissenschaftlich so gut wie nicht nachgewiesen ist. Trotzdem schmeißen sich inzwischen viele Manager vermeintliche Wunderpräparate ein, die allenfalls einen Placeboeffekt erzielen.

Max Grundig Klinik Bühlerhöhe am 02.12.2019

Ein einziger kritischer Patient, der auf einer Intensiv- oder Notfallstation behandelt wird, generiert bis zu 100 GB Daten pro Tag. Diese stammen aus der Überwachung des Patienten, aber auch aus Untersuchungen wie Computer- und Magnetresonanz-Tomographien des Gehirns sowie Laborwerten. Aber auch Biosensoren liefern viele Daten. Diese Informationsflut verhindert oft die rechtzeitige Erkennung von Risikokonstellationen und eine rasche Entscheidungsfindung. Zudem lösen herkömmliche Monitoring-Systeme rund 700 Alarme pro Patienten und Tag aus, also rund alle 2 Minuten. Ein beträchtlicher Teil davon sind Fehlalarme.

Schweizerischer Nationalfonds, 02.12.2019

Ohne Grund auf Gluten zu verzichten, das muss eigentlich gar nicht sein. Ernährungswissenschaftler haben sogar festgestellt, wenn man längere Zeit pausiert und dann wieder zu Brot und Nudeln greift, dass es sogar eher zu Problemen im Darm kommen kann. Weil einfach der Verdauungstrakt sich an bestimmte Ernährungsgewohnheiten gewöhnt.

Apotheken Umschau am 02.12.2019

Ein “positives Wartezimmer-Erlebnis” soll der Gewalt in Spitälern entgegenwirken. Damit einher geht auch die Stelle eines Feel-Good-Managers. Dieser hat die Aufgabe, die Kommunikation zwischen wartenden Patienten positiv zu beeinflussen, Patienten auf die Stationen zu begleiten und offene Fragen zu beantworten.

Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien am 02.12.2019

In Österreich sind über 200.000 Menschen von Vorhofflimmern betroffen. 40 % davon können jedoch wegen eines signifikanten Versorgungsengpasses nicht optimal behandelt werden. Diese Unterversorgung gefährdet die Herzgesundheit in Österreich.

zbc3 GmbH am 02.12.2019

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Meditation hilft heilen

Stress ist der Hauptfeind unseres Immunsystems. Sagte schon Frau Prof. Pert. Und die alles entscheidende Rolle des Immunsystems bei jeder Art Heilung wird auch uns Ärzten spätestens seit Vergabe des Nobelpreises 2018 Medizin bewusst (siehe auch News vom 18.02.2019). Da man äußeren Stress aber kaum vermeiden kann, kommt es darauf an, die schädlichen Folgen von Stress in unserem Körper … zu verhindern oder zumindest aufzulösen. Das funktioniert nachweislich durch Meditation !

Das ist genau der Punkt, den Sie in Ihrem alltäglichen Leben am meisten vernachlässigen. Jedoch: Steter Tropfen höhlt den Stein. Deshalb hier von uns erneut ein kurze, tröstliche gleichwie ermunternde Anleitung. Wie gesagt, es gilt den Stresspegel zu senken – darauf kommt es an.

Wie man genau meditiert, ist aus medizinischer Sicht überhaupt nicht wichtig. Dass man es tut, macht für die Heilung den Unterschied aus !

Dabei gibt es mehrere Wege: Es gibt auch nicht den einen richtigen Weg für alle. So kann man selbst mit dem Auto im morgendlichen Stau stehen als Meditation ansehen, auch den Kraftsport oder die Gitarrenstunde. Jeder weiß wohl selbst am besten, was Entspannung ist.

Gesäusel muss nicht sein: Viele winken gleich ab, wenn man ihnen etwas von schwerer werdenden Gliedern einsäuselt. Das passt halt manchmal nicht.

Man braucht kein Kissen: Nicht jeder kann oder will sich im Sitzen entspannen. Meditatives Laufen kann hier eine sehr sinnvolle und wirksame Alternative sein. Lesen Sie dazu vielleicht: „Laufend gesund: So mobilisieren Sie die heilende Kraft des Körpers“ (2012) oder „Der kleine Laufcoach: Laufen wie im Flow“ (2017). Das Prinzip funktioniert natürlich auch beim Schwimmen, Radfahren, Walken uvm..

Es muss auch keine bestimmte Zeit sein: Wer z.B. morgens zwischen 2 und 4 Uhr aufwacht und nicht wieder einschlafen kann, kann die Zeit nutzen, um sich keinen Stress zu machen. Man könnte dann lesen, schreiben oder malen, Hörbücher anhören oder einfach in die Sterne schauen. Die Schönheit des Universums mit allen Sinnen erleben – genau das meint doch … Meditation.

QUELLE: “neue wege der heilung” bei HEYNE. Erscheint am 11.11.2019. Ein buntes Büchlein voller Wunder. Hat es so in deutscher Sprache noch nie gegeben !!

Meditation, also der Rückzug vom Bewusstsein ins Unterbewusstsein, ist etwas völlig Natürliches. Eine in uns eingebaute Möglichkeit. (News 02.05.2016) Doch die meisten Menschen haben es wieder vergessen oder verlernt. Darum hier nochmals die einfachste Art Meditation:

Fliegen

Ihr Körper ist völlig entspannt … Er gibt Ihnen keine Rückmeldung mehr. Kein Muskel zwickt, man fühlt keinen Schmerz, existiert nur mehr im Kopf. Der Körper sozusagen fehlt …

Und wenn Sie diese Art der Meditation abends oder vor dem Einschlafen einsetzen anstatt Probleme zu wälzen, dann hat man zugleich auch ein Schlafmittel ohne Nebenwirkungen.

Meditation bzw. Denken ist neben “Ernährung” und “Bewegung” die 3. Säule der Frohmedizin …