Colitis ulcerosa

Das denkbar einfachste Prinzip der Gesundheit, der Genesung und praktisch jeder sog. Wunderheilung sind folgende 2 Aufforderungen:

  • Stärken Sie Ihr Immunsystem !
  • Essen Sie keinen Müll und kein Gift !

Diese “Einladungen” stimmen für jede (entzündliche) Erkrankung. Und welche Erkrankung ist denn keine Entzündung ? Das stimmt sogar für den Beinbruch. Der heilt dann nämlich auch viel schneller. Und genau darum geht es dem Patienten letzten Endes. Von der Schulmedizin jedoch wird dieses so einfache Prinzip bis heute nicht erkannt oder gar angewendet.

Dabei zeigt es großartige Erfolge auch bei von der Schulmedizin sozusagen unheilbaren Krankheiten. Ein Beispiel dafür ist die Darmentzündung bzw. Colitis ulcerosa. Mein Steckenpferd, denn ich war lange genug in der medizinischen Uniklinik Erlangen tätig. Spezialisiert auf Colitis. … Und leider ziemlich erfolglos in der Heilung !

Natürlich haben geschuftet und natürlich konnten wir die Krankheit auch für einige Wochen unterdrücken. Bis der Patient dann wieder kam, die Patientin eben wiederkam. Und wieder wiederkam. Und wieder. Und wieder … Doch heute kenne nicht nur ich dieses

kürzeste Prinzip der Heilung,

sondern eine zunehmende Anzahl anderer Ärzte auch. Und das sieht dann in der Praxis so aus:

… habe ich Sie in Ihrer Praxis in Roth besucht. Meine Colitis ulcerosa hat mich spürbar in eine Abwärtsspirale gebracht und ich befand mich an einem echten Tiefpunkt. Aber ich habe schließlich die Chance ergriffen und alles getan, um aus diesem gefährlichen Sog wieder herauszukommen. Seither hat sich viel getan und ich bin Ihnen, Herr Dr. Strunz, unglaublich dankbar !

Meine Erfolge:

  1. Seit 1,5 Jahren habe ich keine einzige Tablette mehr nehmen müssen (davor 15 – in Worten fünfzehn – pro Tag).
  2. Meine Magenkrämpfe sind weg und auch einen blutigen Stuhlgang hatte ich nie mehr (NIE WIEDER !).
  3. Meine Ernährung habe ich von Tag 1 an radikal verändert. Proteine und Gemüse ja, Zucker und Kohlenhydrate nein …
  4. Und natürlich die regelmäßige Einnahme von NEMs.

Und weil diese NEMs, diese Nahrungsergänzungen nach der Blutanalyse auch in diesem Fall lebensentscheidend sind, möchte ich Sie hier ganz genau auflisten:

  • 3-4 Protein Shakes
  • 20-30 amino 8
  • 1-2 Packungen Arginin
  • amino flüssig
  • Tryptophan
  • Zink, Magnesium
  • Vitamin K, alle B-Vitamine und Vitamin D

Laut Schulmedizin, den Medien uvm. “alles überflüssig”. Davon hätten wir alle genug im Körper. Würden wir dank ausgewogener Ernährung Tag für Tag ausreichend essen. Doch Sie, liebe Leserinnen und Leser, wissen natürlich schon die längste Zeit, dass solche lebensgefährlichen Sätze – wie viele Millionen Menschen sterben durch diese Lüge ? – genau dann nicht mehr stimmen, wenn man

IM BLUT NACHMISST.

Und genau darin unterscheidet sich die Praxis Dr. Strunz von so vielen anderen Facharzt-Ordinationen, Krankenhäusern und Universitätskliniken. Wir messen. Sogar ausführlich. Und füllen dann auf. Mit dem Resultat – wie bereits beschrieben. Oder überspitzter formuliert:

Keine Tabletten mehr, keine Beschwerden mehr !

Das nenne ich gesund. Ist übrigens eine Weltsensation ! Und auch der Grund, warum ich mit meinen 76 Jahren noch immer täglich am Schreibtisch sitze. Ich darf nämlich in Augen blicken, die nicht mehr trüb leidend sind, sondern gesund und Freude strahlend mich anblitzen. Die Erfüllung meines Berufes als Arzt …

Covid-19: Man stirbt nicht so einfach

… an einem Schnupfenvirus. Selbst als über 90-Jähriger nicht ! Und selbstverständlich sind manche Artikel im von mir oft kritisierten SPIEGEL sehr lesenswert. Liegt dann meistens an vorzüglichen Autoren. Wie z.B. Jörg Blech. Ein studierter Biologe und Buchautor, wie Sie vielleicht wissen. Sein Enthüllungsbuch „Die Krankheitserfinder“ provozierte unzählige Diskussionen über das Ausufern der Schulmedizin.

Und dieser Herr Blech fasste jüngst im SPIEGEL (Nr. 25 am 13.06. 2020, S. 100) kurz und bündig zusammen:

  • Warum bestimmte Leute am Corona-Virus sterben.
  • Wie man das verhindern kann.

Interessiert sicher die Meisten unter uns. Ich zitiere darum ich einfach die wesentlichen Abschnitte der Reihe nach:

… legen mehrere Forschungsarbeiten nahe“, dass es „auch entscheidend sei, die Abwehrkräfte zu stärken.

Au weia ! Eine doch sehr schwache Einleitung. Mehrere Forschungsarbeiten ? Dabei lässt die Natur den Menschen – schon seit einigen Millionen Jahren – doch nur dank des Immunsystems überleben – auch in Zeiten sog. Pandemien. Aber weiter im Artikel:

Die schwersten Verläufe von Covid-19 sehen wir bei untrainierten, fettleibigen Menschen, die hohen Blutdruck und Diabetes Typ II haben. Das ist ein Weckruf an die Welt, sich darum zu kümmern, schlanker und fitter zu werden.

Das stimmt, doch auch das mit dem „schlanker und fitter“ ist schon ein uralter Hut. Als ob das nicht schon jeder, wirklich jeder Deutsche wüsste. Nur, das wird einem leider nicht „überzeugend und anschaulich“ erklärt wie es denn ginge. Wir tun’s hiermit wieder und empfehlen „forever young – Das Erfolgsprogramm“ von 2014.

Ratschläge, Fettsucht und Diabetes mellitus Typ II zu vermeiden, rieselten bisher auf uns ein und wurden nicht immer ernst genommen. Covid-19 ist da eine Mahnung, den persönlichen Lebensstil tatsächlich zu ändern.

Das meint der Sportbiologe Prof. Dr. Henning Wackerhage von der TUM. Der auch schon mal von München aus kurz mit dem Rennrad um dem Chiemsee fährt. Der kann Lebensstil (wenigstens) veranschaulichen.

Sämtliche Todesopfer durch Covid-19 waren zum Zeitpunkt der Infektion mit dem Corona-Virus schon krank. Sie hatten Bluthochdruck, verkalkte Herzkranzgefäße, Übergewicht oder Diabetes Typ II. Viele von Ihnen waren auch Raucher und hatten vorgeschädigte Lungen.

Eine Feststellung, die ich hier in den News ebenfalls schon besprochen habe. Wie gesagt, man stirbt nicht so einfach an einem Schnupfenvirus, auch als über 90-Jähriger nicht. Einer neuen Studie zufolge erlaubt auch das Körpergewicht eine Prognose über den Verlauf von Covid-19: Die Fettleibigen (BMI über 30) … haben demzufolge eine mindestens doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit, im Krankenhaus behandelt werden zu müssen, als jede mit einem niedrigeren BMI.

Von einer maßvollen Kalorienaufnahme mal abgesehen, gibt es sehr wohl ein natürliches Rezept gegen die gesundheitsschädliche Zuckerkrankheit: Bewegung ! Denn sobald man seine Muskeln einsetzt, beginnen die den Zucker aus dem Blut zu fischen. In Studien hat sich immer wieder bestätigt: Der Muskeleinsatz bei Diabetes mellitus Typ II kann Medikamente überflüssig machen.

Na ja, Herr Blech. Nicht kann, sondern macht er tatsächlich. Nur, man muss den Muskel auch wirklich „einsetzen“. Ein biochemisches Gesetz einfach …

Die Heilkraft der Bewegung reduziert aber nicht nur die Risikofaktoren für Covid-19, sondern verjüngt offenbar auch das Immunsystem.

Wunderschön formuliert. „Forever young“ gilt also auch für das Immunsystem. Dass „forever young“ zudem auch das Gehirn verjüngen kann, hat uns auch schon der Neurophysiologe Prof. Dr. Ulf Eysel erläutert.

… bestimmte Areale des Fettgewebes nicht mehr ausreichend durchblutet werden. Dadurch sterben ständig Fettzellen ab, deren Überreste von Immunzellen beseitigt werden müssen. Dieser Job bindet einen Teil der Abwehrkraft – Erreger wie das Corona-Virus haben auch dadurch leichteres Spiel.

Ja ja, Fettzellen hängen nicht einfach faul herum, wie man meinen könnte, sondern sind ganz im Gegenteil hochaktiv. Entzünden permanent den Körper und überfordern sogar das Immunsystem dann, wenn sie absterben.

Die Skelettmuskulatur ist ein bedeutendes Organ der Immunregulation und produziert eine Reihe von Proteinen, Myokine genannt, die gegen Entzündungen helfen und das Immunsystem schützen.

Die Muskeln also. Heißt entweder zu Hause die 7 magischen Gymnastikübungen (News 16.03.2017) zu machen oder eben dann im Fitnesscenter. Dabei zählt jeder Tag ! Also auch heute. Schließlich leben Sie schon, hier und jetzt. Nicht erst ab morgen 7 Uhr.

Q10 wird unterschätzt

Von Q10 heißt der aktive Teil “Ubiquinol”. Und der wurde auch von mir jahrelang unterschätzt. Warum denn das ? Na, weil (1.) der Körper Q10 selbst herstellen kann und (2.) man Q10 im Blut messen kann. Das habe ich routinemäßig bei Ihnen gemacht. Und siehe da, Ihre Q10-Werte waren in der Regel völlig in Ordnung. Ubiquinol kommt auch im ganzen Körper vor … einverstanden. So what ?

Übersehen habe ich dabei aber, dass der Q10-Wert, also Ubiquinol und Ubiquinon zusammen, zwar völlig in Ordnung sein kann, aber dennoch ein relativer Mangel an (aktivem) Ubiquinol möglich ist. Und das – auch für mich neu – ist weit häufiger der Fall, als man denkt !

Der Beweis ist ganz einfach: Man schlucke als gesunder Mensch Q10, oder noch besser das aktive Ubiquinol, und … erlebt einen recht plötzlichen Energieschub. Den spürt man. So etwas kann man sich nicht einbilden. Spätestens dann versteht man auch, dass offenbar ein (relativer) Mangel an Ubiquinol vorgelegen haben muss, der ausgeglichen wurde …

Nun, was genau kann Ubiquinol ?

ENERGIE: Hauptwirkung von Ubiquinol ist die Erzeugung von ATP, also der konzentrierten Energie in den Körperzellen. ATP ist nicht umsonst das zentrale Geheimnis des Lebens: Tag für Tag werden so etwa 75 kg dieses Moleküls „umgesetzt“. Also Ihr gesamtes Körpergewicht. ATP scheint also enorm wichtig zu sein und wird durch die sog. Atmungskette generiert. Und einer der vielen Bausteine dieser Atmungskette ist Q10 bzw. (noch besser) Ubiquinol.

ENTZÜNDUNG: Ubiquinol ist zusätzlich ein fettlösliches Antioxidans. Das einzige, das, wie gesagt, im Körper selbst hergestellt wird. Kann insbesondere Vitamin E – aufgebraucht – wieder regenerieren. Und Vitamin E ist bekanntlich ein Meilenstein in der Erforschung der Herz-Krankheiten. Mit genügend Vitamin E bekommt man zu 77 % weniger Herzinfarkt. Ergab die CHAOS-Studie. Solche wirklichen Sensationen gehen heutzutage medial leider völlig unter. Zudem ist Vitamin E nicht patentierbar …

STRESS: Erhöhter oxidativer Stress senkt Ubiquinol. Findet man beim Diabestes Typ II, bei Hepatitis, bei Leberzirrhose, aber auch generell beim Alterungsprozess. Der kundige Arzt wird also Ubiquinol massiv einsetzen.

NERVEN: Nerven sind von einer fetthaltigen Hülle umgeben. Darum wird bei einer Nervenentzündung auch eine spezielle Form von fettlöslichem Vitamin C eingesetzt. Und eine der schwierigsten Erkrankungen, was Nerven und Gehirn betrifft, ist wohl Parkinson. Ubiquinol schützt (im Tierversuch) genau die Zellen der substantia nigra, die den Neurotransmitter Dopamin produzieren. Und ein Dopamin-Mangel ist genau das Kennzeichen von Parkinson. Wird dann zumeist mit Tabletten ausgeglichen. Mit mäßigem Erfolg …

HERZ: Da hat man einmal nachgedacht und gefunden, dass Patienten mit einer hochgradigen Verengung der Herzkranzgefäße deutlich weniger Ubiquinol im Blut haben als Patienten mit nur einer geringen Verengung. Klingt auch logisch. Jedenfalls aber hat sich Quotient Ubiquinol/Blutfett – neu – als „bedeutsamer Faktor“ bei der Feststellung fortschreitender Verkalkung der Herzkranzgefäße herausgestellt.

Nun interessieren mich als Frohmediziner all die Krankheiten eigentlich weniger. Jedoch hellhörig werde ich immer beim Wort „Energie“, denn

Energie ist wichtiger als jedes Wissen.

Man kann noch so klug und belesen sein, ohne Lebensenergie … was macht man dann in der Umsetzung ? Und in dem Punkt kennen Sie mich: Ich probiere ab jetzt gleich 4 Wochen lang Ubiquinol aus – in hoher Dosis ! Warum denn nicht ?

Bleiben auch Sie neugierig !

Omega-3 wirkt Wunder

Omega-3 macht das Blut geschmeidig, hilft damit dem Blutdruck und verhindert Entzündungen an der Innenseite der Blutgefäße. In weiterer Folge den Herzinfarkt. Wenn das bis jetzt neu war für Sie, dann lesen Sie bitte unbedingt weiter, denn es kommt noch besser !

Omega-3 ist bekanntlich einer der 47 lebenswichtigen Nährstoffe. Hat man davon zu wenig, insbesondere im Gehirn, dann ist man sozusagen halb tot. Vornehmer gesagt, nur ein halber Mensch. Quasi nur halb bei Verstand …

Und jetzt stellen Sie sich bitte all die Menschen in der Öffentlichkeit vor, denen man so begegnet. Wundert Sie dann noch irgendetwas ? Deren schlechte Laune bis hin zur Aggression, deren latente Müdigkeit bis hin zu Traurigkeit ? Oder deren regelmäßige Arztbesuche, deren Schlaganfall dermaleinst.

Hinter jeder Krankheit, die man so kennt, steckt auch ein Mangel an Omega-3 !

Denn Omega 3 wirkt antiinflammatorisch – also gegen Entzündungen. Es wirkt neurotrop – also positiv auf das Nervenkostüm. Fehlt Omega-3 im Körper, dann kommt, was kommen muss:

  • Chronische entzündliche Erkrankungen (Rheuma, Asthma, Neurodermitis, Hashimoto)
  • Psychische und psychosomatische Erkrankungen (Depression, Ängste, PTBS, ADHS, Schlafstörungen)
  • Neurologische Erkrankungen (Schmerzen, Multiple Sklerose, Demenz, Migräne)
  • Kardiovaskuläre Erkrankungen (Hypertonie, Hyperlipidämie, Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzrhythmusstörungen)

Und es geht noch weiter: Wenn dem Körper nicht nur Omega-3 fehlt, sondern auch noch Vitamin D, dann produziert er zu wenig Serotonin. Sie wissen, das Glückshormon. Das Chefhormon. Das Hormon, das souverän macht, Distanz schafft … zum Stress, zur Angst. Ja sogar die Panikattacken abstellt.

Also bitte Schluss mit der Abneigung gegen Omega-3, vor dem „fischigen Nachgeschmack“. Auf zur Liebenswürdigkeit der Natur, die uns mit solch grandiosen Nährstoffen reichlich verwöhnt wie

Fische, Krebse, Algen.

Verstehen Sie die täglich notwendigen Kapseln doch als … Verwöhnung. Schließlich hilft Omega-3 nicht umsonst der Psyche, den Nerven, dem Herzen, ja dem ganzen Körper. Oder ganz einfach gesagt:

Omega-3 macht glücklich !

QUELLE: der strunz-kalender 2020, S. 44. Der mit dem hübschen Bändchen …

Covid-19 und Niacin

In einer groß angekündigten, neuen deutschen Studie von Prof. Stefan Schreiber (Universität Kiel) geht es um folgende Frage: Hilft ein bestimmtes Vitamin, um eine milde Covid-19-Erkrankung zu stabilisieren und die Zahl schwerer Verläufe (Sauerstofftherapie) zu reduzieren ? Dazu soll ausdrücklich der Ernährungsstatus der Patienten „gezielt“ optimiert werden. Da kann ich nur sagen, Glückwunsch ! Endlich !

Seltsamerweise soll das geschehen durch

1.000 mg Niacin (Vitamin B3).

Als Laie frägt man sich erstaunt: Warum gerade Niacin ?

Ganz einfach: Prof. Schreiber hatte schon 2012 zusammen mit 20 anderen Autoren etwas Hochinteressantes entdeckt: Etwas entdeckt am Beispiel der schlimmen Darmentzündung Colitis ulcerosa. Da weiß man, dass die Darmschleimhaut genauso wie die Lunge jene Rezeptoren (ACE2) enthält, an die das Corona Virus andockt. Also hochaktuell, seine damalige Arbeit !!

Und was hat er herausgefunden, dass Tryptophan genauso wie Niacin solche Entzündungen stoppen. Das halte ich für eine wirklich erfreuliche, bedeutende Entdeckung. Wobei jedem Fachmann sehr wohl klar ist, dass aus Tryptophan Vitamin B3. Was man also nimmt, ist gehupft wie gesprungen …

Also warum dann Vitamin B3 ? Weil Prof. Schreiber klug ist: Hätte er gleich Tryptophan als die richtige Substanz angekündigt, hätte er den üblichen Shitstorm geerntet. Was, ein Schlafmittel ? Ein Antidepressivum ? Weiß der noch, was er sagt ? … Ja, so ist der Mensch (auch).

Die Entdeckung durch Prof. Schreiber 2012 als Zitat:

Der Rezeptor ACE2 ist der Schlüssel zur Regulierung ausgeglichener Aminosäure-Level, für das kompetente Immunsystem, für eine ausgeglichene Darmflora und entscheidet, ob eine Colitis ulcerosa übertragen wird oder nicht. Die nunmehr gefunden Ergebnisse bieten eine molekulare Erklärung dafür an, wie eine schlechte Versorgung an Aminosäuren Darmentzündung und Durchfall erzeugt.

Einen Eindruck davon, wie stolz die 21 Autoren auf diese großartige Entdeckung sein können, die uns heute in der Corona-Krise direkt betrifft (ersetzen Sie Darm einfach durch Lunge !!), sieht man an den folgenden Sätzen aus der Arbeit. Ich zitiere einfach der Reihe nach:

  • Der Mangel an Nahrungseiweiß (!) hat breit gestreute Effekte auf verschiedene Organsysteme. Wir konzentrieren uns hier auf schwere Entzündung.
  • Unsere Forschung bietet einen völlig neuen Einblick in den Zusammenhang von Eiweiß-Fehlernährung (Mangelernährung) und Colitis sowie Durchfall.
  • Tryptophan braucht man, um im lebenden Organismus Vitamin B3 zu erzeugen. Ein Mangel an Vitamin B3 oder Tryptophan (!!!) in der Nahrung ist die Ursache von PELLAGRA, einer Krankheit, die immer noch endemisch auftritt in vielen Ländern, in denen zu wenig Eiweiß gegessen wird.
  • Über 90 % der Pellagra-Patienten erleiden eine Darmentzündung und werden dann mit Vitamin B3 behandelt.
  • Bei Mäusen mit schwerer Colitis hat sich gezeigt, dass die durch eine mangelnde Aufnahme von Tryptophan entsteht. Die Gabe von Tryptophan korrigierte den Serumspiegel. Eine Diät frei von Tryptophan verstärkte (bei unseren Mäusen) die Entzündung und auch den Gewichtsverlust.
  • Eine Diät mit wenig Tryptophan hat die Peptide signifikant reduziert. Die sind verantwortlich für die Bekämpfung von Mikroben. Leider. Tryptophan, gegessen, kontrolliert die Bildung von Peptiden, also Eiweißstoffen, die im Dünndarm Mikroben vernichten können.
  • Und ganz wichtig: Unsere Daten zeigen, dass die essentielle Aminosäure Tryptophan und ihr Metabolit (Abbauprodukt) Vitamin B3 der Schlüssel sind zur Regulierung der Darmflora und zur Neigung zu einer Darmentzündung.

FAZIT: Dank Prof. Stefan Schreiber lässt sich folgendes festhalten:

  • Tryptophan genauso wie Vitamin B3 (sind für Professor Schreiber das gleiche) heilt Entzündungen im Darm.
  • Nachdem dort die gleichen Rezeptoren (ACE2) verantwortlich sind wie in der Lunge (wo das Corona Virus hauptsächlich andockt) und Körperzellen zerstört, hat die Medizin mit Tryptophan und/oder Vitamin B3 plötzlich eine starke Waffe gegen das Virus in der Hand.

So kam es zu der eingangs erwähnten, neuen Studie …

Quelle: NATURE, Vol 487, 26.7.2012, S. 477

PS: Sie wissen, dass ich selbstverständlich in 48 Jahren Medizin dazugelernt habe. Demzufolge ist eine einzelne Substanz zwar ein guter Anfang, jedoch niemals die wirkliche Lösung ! Weiß man z.B. von Depression. Die alleinige Gabe von Tryptophan ist dort nicht immer hilfreich, sondern vielmehr die Korrektur des gesamten Aminogramms – damit auch des Immunsystems !