Medizinwitz des Tages 13. November 2020

Das Gesundheitswesen ist eine Kernaufgabe des Staates, und Versorgungssicherheit muss das oberste Gebot sein.

Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie (FOPI) am 13.11.2020

Lieferschwierigkeiten bei lebenswichtigen Arzneimitteln wie Antibiotika oder Blutdrucksenkern sind ein Problem für Millionen Patienten in ganz Europa.

ABDA am 13.11.2020

In Österreich sind derzeit rund 750.000 Menschen von Diabetes mellitus Typ 2 betroffen. Daher appellieren Experten der MedUni Wien auch in Zeiten der durch die Corona-Pandemie bedingten Lockdowns wie auch anlässlich des Weltdiabetestags am 14. November an die Diabetiker, nicht auf die regelmäßige Einnahme von Medikamenten und ärztliche Kontrollen zu verzichten.

MedUni Wien am 13.11.2020

Seit Beginn des 2. Teil-Lockdown in Österreich wurden bei Therapien gegen Herz-Kreislauferkrankungen um 29 % weniger Arzneimittel abgegeben als in der Vergleichswoche 2019. Besonders deutlich ist mit 9,1 % auch der Rückgang bei Antidiabetika und mit fast 10 % bei Psychopharmaka. Einen konstant hohen Rückgang erleiden seit Ausbruch der Corona-Pandemie nach wie vor Antibiotika (-31,4 %) und Schmerzmittel (-10,4 %).

Verband der österreichischen Arzneimittel-Vollgroßhändler am 13.11.2020

2030 werden 1 Mio. Österreicher eine Pflege oder Betreuung brauchen. Dafür wären dann 50.000 zusätzliche Pflegekräfte nötig.

Praevenire Gesellschaft am 13.11.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Medizinwitz des Tages 27. September 2019

Keine andere Branche leistet einen so zentralen Beitrag zur Verlängerung der Lebenszeit wie die Pharmaindustrie.

Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs am 27.09.2019

Lieferschwierigkeiten bei Arzneimitteln bedrohen zunehmend die Patientenversorgung in Deutschland. Die Politik muss konsequent gegen solche Engpässe vorgehen.

Bundesärztekammer am 27.09.2019

Arzneimittelinnovationen werden nur durch hohe Kosten und enorm viel Risiko möglich.

Pharmig am 27.09.2019

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Medizinwitz des Tages 15. Juli 2019

In Deutschland gibt es viel zu viele Krankenhäuser. Eine starke Verringerung der Klinikanzahl von aktuell 1.400 Spitäler auf deutlich unter 600 würde die Qualität der Versorgung für Patienten verbessern und bestehende Engpässe bei Ärzten und Pflegepersonal mildern.

Bertelsmann Stiftung am 15.07.2019

Krankenhäuser sind keine Profitcenter, sondern Teil der staatlichen Daseinsvorsorge. Um eine gute stationäre Versorgung sicherzustellen, sind deutlich erhöhte Investitionen in die Spitäler für Umstrukturierungen, neue Technologien und Digitalisierung notwendig. Dazu ist es dringend erforderlich, dass die Länder ihrer Investitionsverpflichtung zur Gänze nachkommen. Für die Implementierung neuer digitaler Technologien ist zusätzlich der Einsatz von Bundesmitteln unabdingbar.

Marburger Bund am 15.07.2019

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Medizinwitz des Tages 3. Juli 2019

Nur jeder Zweite in Deutschland stimmt der Aussage zu, dass sich Ärzte aktiv darum kümmern, dass ihre Patienten gesund leben. 82 % der Menschen haben den Eindruck, dass Ärzte mehr von kranken als von gesunden Patienten profitieren. 75 % beklagen, Ärzte würden sich meist nur um die akuten Beschwerden und nicht um die Ursache kümmern und 58 % haben sogar das Gefühl, dass Ärzte manchmal unnötige Behandlungen verordnen.

Asklepios Kliniken am 03.07.2019

Engpässe bei Arzneimitteln sind eine fatale Folge der scheinbar grenzenlosen globalen Liberalisierung. Die Politik muss der ungeregelten Marktliberalisierung im Gesundheitsbereich aktiv entgegentreten – auf nationaler Ebene wie auch innerhalb der EU.

Österreichischen Apothekerkammer am 03.07.2019

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Sativex und Canemes: Bilanz über 1 Jahr Medizinalhanf in Deutschland

Seit dem 10. März 2017 können Ärzte in Deutschland schwerkranken Patienten Cannabisblüten „als Rezepturarzneimittel“ verordnen. Dem haben die Apotheken zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen bislang auch rund 44.000 Mal entsprochen. Dazu wurden 13.593 Anträge auf Kostenübernahme gestellt und auch 61 % davon – mit 10 € Zuzahlung – bewilligt.

Infografik: obs / Leafly Deutschland / Leafly.de

„Deutschland importiert aktuell 700 kg Cannabisblüten aus den Niederlanden. Weitere Blüten kommen aus Kanada. Doch die gelieferten Mengen reichen bei weitem nicht aus den Bedarf zu decken“, weiß Sandrina Kömm-Benson, Chefredakteurin von Leafly.de. Auch die für 2019 geplante Ernte in Deutschland, die durch die Cannabisagentur ausgeschrieben wurde, sei (rechtlich) in weitere Ferne gerückt. „Rund 1,5 Tonnen wurden ausgeschrieben, gebraucht wird aber das Dreifache. Da werden also schon wieder Engpässe programmiert.“

Laut einer Umfrage wurden 2017 am häufigsten (51 %) die Fertigarzneimittel Sativex (vor allem bei Multiple Sklerose) und Canemes (bei Krebs gegen Übelkeit und Erbrechen) verordnet. Am zweithäufigsten wurden Zubereitungen mit dem Wirkstoff Dronabinol verschrieben, hingegen „unverarbeitete Cannabisblüten“ am wenigsten (knapp 1.000 Mal). Die Politik wiederum urteilt bzw. bilanziert zweigeteilt. Während die CDU von einem „sehr wichtigen Schritt in der Versorgung Schwerstkranker“ spricht, ärgert sich die Opposition über die hohen Ablehnungszahlen der Krankenkassen.