Zitat Dr. Strunz am 8. März 2021

Die Schulmedizin untersucht sozusagen die Hardware des Körpers. Und das kann sie wirklich ! Jedoch hat sie in der Regel wenig Ahnung von der Software. Also vom Funktionieren des Körpers und seiner Organe. Der Biochemie oder auch der Molekularmedizin, wenn man so will.

Nehmen wir z.B. Vorhofflimmern. Was werden da von der Schulmedizin für schwere Geschütze aufgefahren: Betablocker, Blutverdünnung (Eliquis, Pradaxa, Marcumar), Ablation (kleine Operation). Was macht der Molekularmediziner ? Der sorgt beim Patienten für die richtigen Blutwerte (Kalium > 5,0 mmol/l, Magnesium > 1,0 mmol/l, Omega-3-Quotient bei 12 %, Arginin bei 180 µmol/l) und hat damit fast immer Erfolg.

Originalbeitrag:  Herzrhythmusstörung

Medizinwitz des Tages 16. Juli 2020

Die langjährig gleichbleibende deletäre Tabakepidemie (samt Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt und Lungenkrebs) fordert in Deutschland jährlich rund  120.000 vorzeitige Todesfälle.

Bundesverband der Pneumologen, Schlaf- und Beatmungsmediziner am 16.07.2020

2020 kommen in Deutschland erstmals auch Arzneimittel mit Packungspreisen jenseits der Millionengrenze auf den Markt. Die weltweit teuersten Medikamente sind derzeit “Zolgensma” zur Behandlung der Spinalen Muskelatrophie mit einem Preis von 1,945 Mio. € pro Packung und “Zynteglo” zur Behandlung einer seltenen Form von Blutarmut mit 1,575 Mio. €.

Wissenschaftliches Institut der AOK am 16.07.2020

Die Kosten der patentgeschützten Arzneimittel haben 2019 in Deutschland mit 21 Mrd. € erneut einen Höchststand erreicht. Damit kosten diese Medikamente fast die Hälfte der GKV-Arzneimittelkosten in Höhe von 44 Mrd. € auf diese Arzneimittel, die allerdings nur 6,5 % der Versorgung abdecken.

Wissenschaftliches Institut der AOK am 16.07.2020

Die Entwicklung hin zu immer teureren Patentarzneimitteln, mit denen aber immer weniger Patienten versorgt werden, ist besorgniserregend und geht auch mit konstant hohen Gewinnmargen der international operierenden Pharmakonzerne einher: Die Gewinnmargen der umsatzstärksten Pharmafirmen erreichten 2019 weltweit im Schnitt 24,7 %.

Wissenschaftliches Institut der AOK am 16.07.2020

2019 beliefen sich die gesamten Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland auf knapp 250 Mrd. €.

Wissenschaftliches Institut der AOK am 16.07.2020

Die 3 umsatzstärksten Arzneimittel 2019 in Deutschland waren die Blutverdünner “Eliquis” (840 Mio) von Bristol-Myers Squibb,  “Xarelto” (761 Mio. €) von Bayer Vital und das Anti-Rheumatikum “Humira” (697 Mio. €) von AbbVie Deutschland.

Wissenschaftliches Institut der AOK am 16.07.2020

Es ist zu kurz gesprungen, neue Arzneimittel als reine Kostenverursacher zu sehen.

Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie am 16.07.2020

Die Sozialversicherung der Selbständigen in Österreich unterstützt den vorgeschlagenen Weg der Ärztekammer und appelliert an die Bundesländer, die Sozialversicherungsdaten mit den Spitalsdaten zu verbinden, um so die Suche nach einem wirksamen Covid-19-Arzneimittel zu unterstützen.

Sozialversicherung der Selbständigen am 16.07.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Nettoumsatz bei Medikamenten 2016 in Deutschland über 33 Mrd. €

Mit sog. Fertigarzneimitteln wurde 2016 in Deutschland ein Nettoumsatz von 33,6 Mrd. € erzielt. Davon stammen 4,1 Mrd. € nur von den 10 teuersten Medikamenten, die wiederum einen Anteil von nur 1,1 % an der von Ärzten verordneten Tagesdosis hatten. Diese Zahlen sind dem neuen GKV-Arzneimittelindex des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zu entnehmen.

Eliquis mit dem Wirkstoff Apixaban soll vor Thrombosen schützen. (Foto: MHJ)

Die 10 teuersten Arzneimitteln kosten in der Tagesdosis durchschnittlich 9,35 € und sind damit mehr als 11 Mal so teuer wie der Durchschnitt aller Arzneimittel. Das noch immer umsatzstärkste Arzneimittel in Deutschland ist Humira, ein Rheumamedikament von Abbott Laboratories. In Summe wurden 2016 in Deutschland über 10.500 verschiedene Arzneimittel verschrieben, die rund 2.460 Wirkstoffe umfassten.

Unter den besagten Top 10 Medikamenten befinden sich neben relativ neuen Präparaten wie Harvoni, Eliquis und Eylea, auch Produkte, deren Patente bereits abgelaufen sind. Und nur 3 Erzeugnisse (Eliquis, Eylea, Harvoni) haben entsprechend den Regelungen des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes (AMNOG) eine frühe Nutzenbewertung mit anschließender Preisverhandlung durchlaufen. Das WIdO analysiert seit 1981 den deutschen Medikamentenmarkt, um zu einer hochwertigen und zugleich wirtschaftlichen Arzneimitteltherapie beizutragen.

GKV-Arzneimittelindex

Erst die eindeutige Zuordnung von Medikamenten mithilfe der ATC-Systematik und die Messung der verordneten Arzneimittelmenge mit definierten Tagesdosen ermöglichen eine exakte Analyse der Verschreibungsdaten. In der aktuellen Auflistung des GKV-Arzneimittelindex sind rund 7.000 Wirkstoffe samt Tagesdosis als Maß für den Verbrauch erfasst. Diese Arzneimittelklassifizierung basiert auf dem international geltenden anatomisch-therapeutisch-chemischen System (ACT) der WHO und wird an Deutschland angepasst.