Medizinwitz des Tages 7. Januar 2020

Trotz milliardenhoher Einsparungen durch Rabattverträge befreien die deutschen Krankenkassen ihre Versicherten nur bei 21 % der Rabattarzneimittel von der Zuzahlung. Dabei könnte jede Krankenkasse auf die Zuzahlung von 5-10 € verzichten, wenn ein entsprechender Rabattvertrag mit dem pharmazeutischen Hersteller abgeschlossen wurde. Zudem sind auch die Apotheken dazu verpflichtet, das ärztlich verordnete Arzneimittel gegen das Rabattarzneimittel der Kasse des Versicherten auszutauschen.

ABDA am 07.01.2020

Wie im Forderungskatalog der ÖÄK festgehalten, sind dringend Maßnahmen nötig, um den Arztberuf in Österreich attraktiver zu machen.

Österreichische Ärztekammer am 07.01.2020

Wir vom Pharmig freuen uns, dass der Regierungsbildungsprozess in Österreich nach der Nationalratswahl im Herbst 2019 so schnell abgeschlossen werden konnte. Das zeigt den Willen der neuen Regierung und ist ein positives Signal. In diesem Sinne freuen wir uns auf eine gedeihliche und gute Zusammenarbeit mit Rudolf Anschober, dem neuen Bundesminister für Soziales und Gesundheit, sowie allen weiteren Verantwortlichen der österreichischen Bundesregierung. … Abschließend danken Präsident von Lattorff und Generalsekretär Herzog der scheidenden Ministerin Dr. Brigitte Zarfl für ihre verantwortungsvolle und engagierte Tätigkeit im Kabinett der ehemaligen Bundeskanzlerin Dr. Brigitte Bierlein.

Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs am 07.01.2020

Die Österreichische Apothekerkammer begrüßt das im neuen Regierungsprogramm festgeschriebene klare Bekenntnis der neuen Bundesregierung zu einer hochwertigen, flächendeckenden und umfassenden Medikamentenversorgung für die ganz Österreich durch das bewährte System der öffentlichen Apotheken sowie die Anerkennung und Verankerung der Apothekerschaft als wichtige Säule im Gesundheitssystem.

Österreichische Apothekerkammer am 07.01.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Medizinwitz des Tages 22. November 2019

Arzneimittelimporte können z.B. dazu beitragen, Lieferengpässe bei Medikamenten zu bewältigen und so die Versorgungssicherheit zu verbessern. Importarzneimittel sind Originalpräparate der führenden Pharmahersteller und genauso sicher – nur preiswerter.

Die Arzneimittel-Importeure am 22.11.2019

In der Schweiz sind seit 2010 die Kosten für Medikamente um 46 % gestiegen. Die Hälfte dieses Anstiegs verursachen Immunsuppressiva und Krebsmedikamente. Im Vergleich dazu stiegen die Kosten für das gesamte Gesundheitswesen aber nur um 26,7 %.

Helsana Gruppe am 22.11.2019

Großes Einsparungspotential besteht durch die Nachahmerpräparate von biologisch hergestellten Arzneimitteln, sog. Biosimilars. Allerdings verschreiben Schweizer Ärzte nach wie vor überwiegend Originale. Es braucht daher verbindlichere Vorgaben für die Ärzteschaft, damit sie die günstigeren Alternativen verschreiben. Andernfalls bleibt ein enormes Einsparpotential im Schweizer Gesundheitssystem ungenutzt.

Helsana Gruppe am 22.11.2019

Werden bestimmte Arzneimittel miteinander kombiniert, wie z.B. Blutverdünner und Magensäurehemmer, so sind negative Wechselwirkungen möglich. Dies kann bis zum Wirkungsverlust oder unerwünschten, ernsthaften Nebenwirkungen führen. Die Analyse 10 ausgewählter Arzneimittelkombinationen ortet bei der Medikationsqualität ein großes Verbesserungspotential. Denn es zeigte sich, dass die Problematik der Arzneimittelinteraktionen keine reine Schnittstellenproblematik in der Behandlungskette ist, zumal die interagierenden Arzneimittel zum Großteil durch denselben Leistungserbringer verordnet oder abgegeben werden.

Helsana Gruppe am 22.11.2019

Die Fachwelt warnt vor einem Sex-Kaufverbot.

Deutsche Aids-Hilfe am 22.11.2019

Stress gehört für viele Menschen zum Alltag. Damit darunter nicht die Gesundheit leidet, ist es wichtig, die eigene Stresssituation zu analysieren. Dabei kann es hilfreich sein, 2 Wochen lang ein Stressprotokoll zu führen.

Apotheken Umschau am 22.11.2019

Grippewelle: ÖGB beantwortet die wichtigsten Fragen zum Krankenstand.

Österreichischer Gewerkschaftsbund am 22.11.2019

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Medizinwitz des Tages 3. April 2019

Die Apothekerschaft in Deutschland kämpft schon seit Jahrzehnten gegen den Versandhandel, durch den sie ihr Geschäftsmodell bedroht sieht. Doch alle Analysen und Statistiken zeigen, dass die Rede vom Apothekensterben eine Chimäre ist. Und der Versandhandel ist auch nicht der Grund dafür, dass es einige Apotheken schwerer haben. Vielmehr gibt es ein Überangebot in der Stadt wie auch Fehlanreize bei der Honorierung. Das jüngste Apothekengutachten im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums macht deutlich, dass die Beitragszahler genug Geld für die Apotheken zur Versorgung stellen. Demnach gäbe es Einsparmöglichkeiten von über 1 Mrd. €.

AOK-Bundesverband am 03.04.2019

Österreichs Apotheken sind das “Zuhause” der Gesundheit.

Österreichische Apothekerkammer am 03.04.2019

Jedes Jahr werden geschätzt 250.000 Patienten in Deutschland wegen vermeidbarer Medikationsfehler in Krankenhäuser eingeliefert.

ABDA am 03.04.2019

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder die Konsequenz “absurd” ist …

Deutschland: 25 % weniger Sachkosten in Privatspitälern

In den nächsten Jahren wird wegen des Krankenhausstrukturgesetzes der Kostendruck auf deutsche Krankenhäuser zunehmen. Und weil Sachkosten neben den Personalkosten die größten Kostentreiber sind, sollten Krankenhäuser ihren Einkauf optimieren, um Einsparungen zu erzielen. Zu diesem Ergebnis kommt die „Krankenhausstudie 2017“ von Inverto.

Infografik: obs / Inverto GmbH

Die Unternehmensberatung hat die Entwicklung der Krankenhauskosten analysiert und dabei nach Bettenanzahl sowie Trägerschaft – öffentlich oder privat – verglichen. Dabei zeigt sich, dass große Spitäler (über 1.000 Betten) höhere Sachkosten pro Bett haben als Mittlere (500-1.000 Betten) und Kleine (bis 500 Betten). Der Grund ist in großen Häusern die Behandlung von komplexeren und mehr verschiedenen Fälle behandeln. Bemerkenswert ist dennoch, dass dort seit 2009 die Sachkosten nur um 4 % angestiegen, während es in allen anderen Spitälern 19 % sind.

Privat geführte Spitäler wirtschaften effizienter als öffentliche Anstalten und geben rund 25 % weniger für Sachmittel pro Bett aus. Auch gelang es ihnen, den Sachkostenanteil in den letzten 5 Jahren um weitere 2 % zu senken (!), während dieser bei öffentlichen Häusern um 7 % anstieg. Private Krankenhäuser agieren scheinbar nicht nur bei der Bündelung des Bedarfs kostenbewusster, sondern auch bei der Standardisierung der einzukaufenden Produkte sowie bei der Lieferantenauswahl.

Privatkliniken neu in Bemessungsgrundlage

Die Gehälter des Krankenhauspersonals sind der weitaus größte Posten in der Buchhaltung der Spitäler. Dank des neuen Krankenhausstrukturgesetzes werden erstmals auch private Kliniken in die Bemessungsgrundlage für die Vergütung der Standardfälle einbezogen. Demnach dürften alle Spitäler ihre Ausgaben für Sachmittel überprüfen und nach Einsparungen suchen. Einen neuen Weg geht man dabei in England. Dort kauft der National Health Service bereits zentral für alle Krankenhäuser ein …

Deutschlands Apotheker sehen Zukunft skeptisch

Die selbständigen Apotheker in Deutschland schätzen 2017 die Zukunft ihrer Branche und des eigenen Betriebs deutlich pessimistischer ein als noch 2016. Das ist nur ein Ergebnis, welches dem Apothekenklima-Index 2017 zu entnehmen ist, einer Umfrage der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA). Demnach erwarten 4 von 10 Apothekern in den kommenden 2-3 Jahren eine etwas oder sogar deutlich schlechtere Entwicklung für ihr Geschäft. Und für die gesamte Branche “Apotheken” rechnen sogar fast 2 Drittel (64,4 %) der Apothekeninhaber mit einer Verschlechterung in naher Zukunft.

Noch vertreten ABDA-Präsident Schmidt und Vizepräsident Arnold knapp 20.000 Apothekeninhaber … (Foto: obs / ABDA / Hinz)

Wesentlicher Grund für die Stimmungseintrübung ist das Urteil des Europäischen Gerichtshof vom Oktober 2016, wonach ausländische Versandhändler sich nicht mehr an die in der Arzneimittelpreisverordnung verankerten (einheitlichen) Preise für rezeptpflichtige Medikamente halten müssen. Die Apotheker in Deutschland sehen darin eine Schieflage im Wettbewerb entstehen, weshalb auch mehr als die Hälfte davon ihre Investitionen bremsen wollen. Ein Drittel der Betreiber wolle sogar Personal einsparen. Zudem dürfte in Orten mit weniger als 5.000 Einwohnern der Umfrage zufolge auch die Ausbildung unter dem EuGH-Urteil leiden. 80 % der deutschen Apothekeninhaber wollen daher wieder ein Verbot des Versandhandels mit rezeptpflichtigen Medikamenten.

“Dass die Zahl der Apotheken in Deutschland bereits seit Jahren sinkt, ist bekannt. Wenn sich nun auch noch das Klima in den Apotheken innerhalb eines Jahres so massiv trübt, dann ist das noch mehr Grund zur Besorgnis. Schließlich wollen und müssen wir die gute Arzneimittelversorgung zwischen Usedom und Schwarzwald aufrecht halten”, kommentiert Friedemann Schmidt, Präsident der ABDA, den Bericht. Mit ihren “Kernpositionen zur Bundestagswahl 2017” hatte sich die Bundesvereinigung bereits im Frühjahr 2017 zu der freiberuflichen Leistungserbringung, einer Stärkung der flächendeckenden Versorgung und einer Weiterentwicklung des Honorarsystems bekannt.