Medizinwitz des Tages 16. März 2021

73 % der Deutschen nutzen Einschlafhilfen. Diese reichen von TV und Büchern über Baldrian und Yoga bis hin zu medizinischen Schlafmitteln (9 %) oder gar Alkohol (15 %). Immer mehr junge Erwachsene benützen auch sog. Einschlaf-Apps am Smartphone.

mhplus Krankenkasse am 16.03.2021

Zink, Vitamin C oder Vitamin D helfen sicher nicht gegen das Corona-Virus.

Tiroler Tageszeitung am 16.03.2021

Wissenschaftler testen eine neue Chemotherapie-Strategie gegen Darmkrebs. Die Krebspatienten erhalten dazu entweder wie bisher eine meist 6-monatige Chemotherapie nach der Operation oder eine nur 3-monatige Chemotherapie vor der Operation mit einer veränderten Kombination von Medikamenten.

Deutsche Krebshilfe am 16.03.2021

Der wichtigste Baustein in der Therapie von Darmkrebs ist die Operation. Ärzte versuchen dabei, den Tumor möglichst komplett zu entfernen. Wenn das gelingt, sind die Heilungschancen sehr günstig. Viele Patienten erhalten darüber hinaus vor oder nach der Operation eine Chemotherapie, häufig auch in Kombination mit einer Bestrahlung.

Deutsche Krebshilfe am 16.03.2021

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

DHS rät zu mindestens 2 alkoholfreien Tagen pro Woche

Alkohol gilt als Durstlöscher, Garant für Geselligkeit und Spaß, Entspannungs- und Einschlafhilfe sowie vermeintlicher Seelentröster. Insbesondere Männer gehen jedoch laut Deutsche Krebshilfe beim Alkoholkonsum ein gesundheitliches Risiko ein: Bier, Wein oder Schnaps werden gemeinhin mehr getrunken, als es der Gesundheit gut tut. Mit Folgen, denn Alkohol begünstigt das Entstehen verschiedener Krebsarten.

Krebsrisiko

Statistisch gesehen konsumiert jeder Bundesbürger pro Jahr eine Badewanne voll Bier, Wein und Schnaps. In Zahlen ausgedrückt sind das rund 107 l Bier und 21 l Wein. “Dabei ist insbesondere Männern der Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und Krebs nicht bekannt oder wird verdrängt”, weiß Gerd Nettekoven, Vorsitzender der Deutschen Krebshilfe. Immerhin seien alkoholische Getränke für rund 10 % aller Krebserkrankungen bei Männern mitverantwortlich. Darunter Darm- und Speiseröhrenkrebs. Und neben Rauchen ist Alkohol auch der Hauptrisikofaktor für das Entstehen von Krebs im oberen Verdauungstrakt.

Als Ursache dafür gilt u.a. das Acetaldehyd, das beim Abbau von Alkohol im Körper entsteht. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) empfiehlt Männern pro Tag nicht mehr als einen Viertelliter Wein oder 0,6 l Bier zu trinken. Das entspricht 24 g Alkohol. Zudem rät die DHS zu mindestens 2 alkoholfreien Tagen pro Woche. Die Realität in Deutschland sehe jedoch anders aus: Jeder 3. Mann konsumiert mehr als die empfohlene maximale tägliche Trinkmenge. Mit dem Präventionsratgeber “Riskante Partnerschaft. Mehr Gesundheit – Weniger Alkohol” möchte die Deutsche Krebshilfe gezielt Männer ansprechen und zu einem bewussten Umgang mit Alkohol aufrufen.