Wann beginnen Sie mit Unmöglichkeiten ?

Bei dem Sätzchen „Papa wird reich“ würde mein Sohnemann versonnen in sich hineinlächeln. Zugleich würde er einen leichten Stich in der Brust verspüren: Strunz jun. wurde nämlich ebenso preußisch erzogen wie der Vater. Der glaubt tatsächlich, dass er den Papa übertreffen muss. Muss ! Das erzeugt täglichen Antrieb, wie man sich vorstellen kann.

Doch zurück zum Thema: Die Geschichte “Papa wird reich” stammt von Timothy Ferriss. Der New Yorker mit Jahrgang 1977 ist Unternehmer, ein Bestseller-Autor und laut dem Wirtschaftsmagazin Forbes “bekannt”. Schrieb u.a. „Die 4-Stunden-Woche“. Im Untertitel:

Mehr Zeit, mehr Geld, mehr Leben

Ferriss stellt darin die Frage, welchen Wert es in einer mittlerweile gültigen Wissensökonomie hat, wenn man 2 % Körperfett verliert. Oder einen Marathon schafft. Jetzt wörtlich weiter:

Mit einem Wort Verwandlung. Mein Vater verlor in 10 Monaten über 35 kg Fett und verdreifachte seine Kraft. Beim jährlichen medizinischen Check-up meinte der Arzt, er würde möglicherweise ewig leben. Die physischen Veränderungen waren unglaublich, aber die seltsamen Nebenwirkungen des Programms waren der größte Anreiz, damit weiterzumachen.
Mein Vater erklärte: Ganz abgesehen von den Vorzügen in punkto Fitness und Aussehen profitiere ich in gesellschaftlicher Hinsicht enorm. Ich bin nicht mehr unsichtbar. Das ist aber noch nicht alles. Wenn man erst 20 oder 30 kg abgespeckt hat, indem man getan hat, was man bislang für unmöglich gehalten hat, beginnt man die anderen „Unmöglichkeiten“ – das Einkommen in 12 Monaten zu verdoppeln oder so – auf einmal als Möglichkeiten zu betrachten.

Wenn man sein Leben verändern will, dann wissen wir jetzt, dass man dazu sein Denken verändern muss. Doch wie macht man das am besten ? Das kann ich Ihnen sagen:

Laufen Sie. Laufen Sie los !

Tun Sie dazu etwas vordergründig völlig Dämliches. Und frei nach Knarf Rellöm Trinity: „Move your ass & your mind will follow“ … Laufen Sie und der Geist wird folgen.

Was Ferriss hier so plastisch beschreibt, stimmt einfach. Ist Realität. So etwas glaubt man, darf es aber nur behaupten und weitergeben immer dann, wenn man es persönlich erlebt hat. Wann beginnen Sie mit Unmöglichkeiten ?

QUELLE:  “laufend gesund” (ISBN: 978-3-453-20011-1) by HEYNE

PS: Der von uns hoch geschätzte Mr. Ferriss ist übrigens auch ein Weltrekord-Halter. Zusammen mit seiner Tanzpartnerin Alicia Monti schaffte der “self-help guru” (BBC) 2006 die bislang meisten Tango-Umdrehungen in 1 Minute. Nämlich 37.

Medizinwitz des Tages 13. Januar 2020

Nur durch höhere und garantierte Einkommen kann der Beruf der Ordinationsassistentin in Österreich an Attraktivität gewinnen.

Berufsverband der Arztassistentinnen Österreich am 13.01.2020

Bei Venenleiden sind medizinische Kompressionsstrümpfe die Basistherapie.

medi GmbH am 13.01.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Wer kann sich denn alle Nahrungsergänzungen leisten ?

Fragen Sie mich anklagend. Per Fax und per E-Mail. Doch dazu später. Zunächst wollen wir uns einem gesamtgesellschaftlichen Thema widmen, das noch dazu hoch aktuell ist. Denn je reicher Deutschland würde, desto lauter sind auch die Klagen über die Verarmung eines großen Teiles der Bevölkerung. “Immer mehr Kinder leben von Hartz IV” und dgl., heißt es dann in den Medien. Und was schon längst bekannt ist: Arme Menschen seinen (tatsächlich) öfter und länger krank als der Durchschnitt.

Nun gab es schon immer reiche und arme Leute – in allen Kulturen. Aus irgendeinem Grund scheint es der Menschheit nicht zu gelingen, die Millionen und Milliarden an Geld an bedürftige Kranke umzuleiten. Wenn man das einmal verstanden und vielleicht sogar akzeptiert hat, dann denkt man eben weiter. Und kommt schließlich zu der Frage: Wie könnte man den ärmeren Teil der Bevölkerung wenigstens gesund erhalten ? Die Lösung lautet (in aller Bescheidenheit):

Nahrungsergänzungsmittel

NEM sind vom Prinzip her eine ERGÄNZUNG. Das wird von den Kritikern oft missverstanden. “Ergänzung” bedeutet, dass man zunächst möglichst gesund essen sollte. Und nur dann, wenn das nicht geht oder ausreicht, eben ergänzt:

Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Omega-3, Eiweiß usw..

Gemeint ist also nicht statt des Essens, sondern zum Essen dazu. Nur Kritiker tun so, als gäbe es entweder oder. Hingegen wird über Nahrungsergänzungen z.B. in den USA schon sehr offen gesprochen. Und dort fallen dann bei Anhörungen im Parlament auch Sätze wie:

Vitaminempfehlungen haben auch volkswirtschaftliche Gründe. Für Haushalte mit einem niedrigem Einkommen ist es weit billiger, ein Multivitamin-Präparat einzunehmen, als diese Vitamine durch richtige Ernährung zu erhalten.

Das Volk wird wahrscheinlich eher ein paar Tabletten einnehmen als willens sein, Fleisch aus ökologischer Landwirtschaft, Weizenkeime, Bohnensprossen und buntes Gemüse zu essen.

Ungeachtet der Panikmache durch Massenmedien ist die Einnahme von Nahrungsergänzungen nicht das Problem, sondern eine Lösung.

Die kontinuierliche Nutzung von Nahrungsergänzungsmitteln stellt einen wahren Durchbruch in der öffentlichen Gesundheit dar, vergleichbar mit sauberem Trinkwasser und öffentlichen Abwasserkanälen.

Die Nebenwirkung Nummer 1 von Vitaminen ist das Versäumnis, nicht genügend davon aufzunehmen. Vitamine sind außerordentlich sichere Substanzen. Arzneimittel sind das nicht.

Produkte der Pharmaindustrie verursachen in den USA jährlich 106.000 Todesfälle, auch wenn sie allesamt korrekt verschrieben und korrekt eingenommen würden !

Die Einnahme von NEM der Bürger sollte gefördert werden, nicht gehemmt.

Goldene Worte.

Die in den USA auch Konsequenzen haben. Denn die Menschen dort drüben haben genauso wie die Behörden längst den Segen von NEM erkannt. Sie brauchen nur einmal einen dieser riesigen Vitamin‐Shops in den USA zu betreten …

Und vielleicht sogar noch überzeugender ist deren Rechtsverständnis: Denn gäbe es bei Vitaminen & Co. auch nur das geringste Risiko (einer Überdosis), auch nur rein theoretisch, so würde es förmlich Milliarden‐Dollar‐Klagen regnen gegen die Erzeuger. Die gab und gibt es aber nicht !

Habe ich Sie überzeugt ?

PS I: Und mich erreichen, wie eingangs erwähnt, anklagende Faxe und E-Mails: Lieber Herr Dr. Strunz, wer kann sich denn alle diese NEM leisten ? Was die alle kosten ! … Und das schreiben Sie mir womöglich noch von Ihrem Mobiltelefon aus oder Tablet-Computer. Dabei kann sich günstige Präparate sicher jeder von Ihnen kaufen. Jeder !

PS II: Weil ich mich gerade ärgern muss: Wissen Sie denn nicht, dass es z.B. Vitamin C auch als Billig-Pulver gibt? Oder dass man Arginin gar im Kilo-Beutel kaufen kann? Dass man statt den teuren Omega-3-Kapseln auch Fischöl (per Esslöffel) einnehmen kann usw..

PS III: Weil ich mich noch immer ärgere, wiederhole ich gerne folgendes Zitat: Für Haushalte mit einem niedrigem Einkommen ist es weit billiger, ein Multivitamin-Präparat einzunehmen, als diese Vitamine durch richtige Ernährung zu erhalten.

Ärztenachrichtendienst AG: Deutschlands Ärzte sehen Zukunft “rabenschwarz”

Buchstäblich rabenschwarz sehen Deutschlands Ärzte ihr berufliche Zukunft, urteilt die Ärztenachrichtendienst Verlag AG (änd) aus Hamburg nach einer Ärztebefragung in Deutschland. “Pessimistisch wäre wohl untertrieben”, heißt es in einer entsprechenden Presseaussendung. Hauptgrund sei die Befürchtung, dass 2018 wohl negative Veränderungen für den Berufsstand der ehemaligen “Götter in Weiß” bringen werde. Aber immerhin 28 % der 1.350 befragten Ärzte erwartet ein Jahr ohne besondere Höhen und Tiefen.

Weniger Einkommen

Die düstere Prognose umfasst auch die eigene wirtschaftliche Situation 2018. “Erstmals in einer änd-Umfrage zum Jahresende erwartet die Mehrheit (51 %) der Ärzteschaft eine Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Situation bzw. der eigenen Praxis. Aber immerhin gehen 42 % auch 2018 von einer praktisch unveränderten Lage aus. Und 7 % glauben sogar an eine Verbesserung. Was die Arbeitsleistung in 2018 betrifft, so gehen 46 % der Ärzte von von einem gleichbleibenden Pensum aus, aber 40 % von “spürbarer Mehrarbeit”. Bei 14 % werde sich diese wohl reduzieren.

Laut änd haben die Debatte über die Bürgerversicherung bzw. die Einheitsgebührenordnung das Vertrauen der Ärzteschaft in die Politik weiter beschädigt. So würden nur mehr 2 % der nächsten Bundesregierung eine Gesundheitspolitik zutrauen, die Verbesserungen für die Ärzte bringt. Die Mehrheit von 60 % geht von einer Verschlechterung der Lage aus. Die abgefragten beruflichen Wünsche für 2018 würden, so änd, “einmal mehr den Pessimismus” dieser Berufsgruppe aufzeigen: (1) Weniger Regulierungswut der Behörden, (2) mehr Zeit für den einzelne Patienten und für Fortbildungen und (3) dürfe es keine Bürgerversicherung geben.

2-Klassen-Medizin

Zu der von der Politik angedachten Bürgerversicherung hatte der Präsident der deutschen Bundesärztekammer, Frank Montgomery, erklärt: “Wer die Bürgerversicherung will, der startet den Turbo in die 2-Klassen-Medizin. Noch gehört unser Gesundheitssystem zu den besten der Welt, mit freier Arztwahl und einer Medizin auf hohem Niveau.” Die Bevölkerung wolle keine Wartezeiten auf Behandlungen oder Begrenzungen der Leistungskataloge wie in den Einheitssystemen der Niederlande oder in Großbritannien. Dort könnten sich die Reichen als Selbstzahler oder dank Zusatzversicherungen einen “exklusiven Zugang zur Spitzenmedizin” sichern.

Deutschlands Bürger fürchten sich vorm Pflegeheim

Die Vorstellung, im Alter in ein Pflegeheim ziehen zu müssen, macht 8 von 10 Bürgern in Deutschland Angst. Nur 6 % können sich vorstellen, freiwillig in so einer Senioreneinrichtung zu leben, erhoben die Wirtschaftsprüfer und Berater von PwC Deutschland. Vor allem fürchten 73 % der Studienteilnehmer den Personalmangel in den Heimen samt überforderter Pflegekräfte und 60 % die fehlende Privatsphäre.

Infografik: obs / PwC Deutschland

“Wir brauchen daher mehr Wertschätzung für den Pflegeberuf und eine neue Art der Versorgung in den Heimen, die wieder stärker den Menschen in den Mittelpunkt stellt”, fordert Michael Burkhart von PwC.  Laut der Studie würden sich fast alle Bürger konkret wünschen, dass regelmäßig Qualitätskontrollen in den Pflegeheime durchgeführt werden, weiß Sevilay Huesman-Koecke von PwC. Weiters eine Verbesserung des Betreuungsschlüssels, damit mehr Zeit für den einzelnen Bewohner bleibt. Und um die Situation der Pflegekräfte zu verbessern, befürworten auch 97 % der Befragten ein höheres Gehalt.

Aber auch 43 % der Bürger würden für eine bessere Versorgungsqualität einen höheren Beitragssatz zur Pflegeversicherung zahlen. Diese Bereitschaft wächst übrigens mit steigendem Nettoeinkommen und liegt im Schnitt bei 33 € pro Monat. Für 39 % sei diese aber nicht zu stemmen und 18 % möchten eine Erhöhung gar nicht zahlen. “Gerade weil sich die Bürger große Sorgen um den Personalnotstand machen, würden sie 53 % etwaiger  Mehreinnahmen in einen besseren Betreuungsschlüssel in den Heimen investrieren und 17 % in höhere Gehälter der Pflegekräfte.”