Wem Sie glauben sollten ?

“Es gibt Praktiker, Gewinner und die Akademiker” hießen z.B. die News vom 13.11.2018. Und wenn es um Ihr Leben geht ? Wenn es um Ihre Familie geht ? Wenn es um Ihre Altersversorgung geht ? An wen wenden Sie sich dann, wem glauben Sie dann ? Den Medien ? Politikern ? Diversen Hotlines ?

Da hab’ ich eine wesentlich bessere Idee und erzähle Ihnen eine kleine Geschichte. Gefunden in dem Büchlein “Panikattacken loswerden” von Klaus Bernhardt. Herr Bernhardt ist ein sehr pfiffiger Heilpraktiker, der auch genau das macht, was er mit seiner Berufsbezeichnung behauptet: Er heilt tatsächlich.

Dann mal los:

Ein Bekannter kam … dort mit einem Vermögensberater ins Gespräch, der ihn am Ende einer angeregten Unterhaltung fragte, ob sie sich noch mal treffen könnten. Er hätte da noch die ein oder andere Idee, wie sich die Ersparnisse meines Bekannten schnell vermehren ließen. Da der Vermögensberater ein sympathischer Typ war, willigte mein Bekannter ein und man traf sich eine Woche später in einem Café. Und während beide auf Ihren Cappuccino warteten, sagte mein Bekannter: „Bevor wir losgehen, habe ich 2 wichtige Fragen an Sie: Erstens, wie lange machen Sie das schon, also wie viel Erfahrung haben Sie in diesem Bereich ?”

Der Vermögensberater erzählte stolz, dass er schon fast 20 Jahre in der Vermögensbranche arbeitet, nannte auch 2 namhafte Beratungsgesellschaften, für die er jahrelang tätig gewesen war, und brüstete sich damit, dass es wohl kaum einen Zweiten in der Region gäbe, der diesen Markt so gut überblicken könnte wie er.

“Das ist prima”, sagt mein Bekannter erfreut und stellte seine 2. Frage: “Wie viele Millionen besitzen Sie bereits ?” Sein Gegenüber starrte ihn verwundert an, räusperte sich und antwortete: “Nein, nein, verstehen Sie mich jetzt bitte nicht falsch. Hier geht es nicht um mich, sondern wir treffen uns doch heute, weil Sie Ihr Geld vermehren wollen.” Darauf sagte mein Bekannter: “Nein, nein, verstehen Sie mich jetzt bitte nicht falsch. Wenn Sie so gut sind, wie Sie behaupten, und diesen Job auch schon fast 20 Jahre lang machen, dann müssten Sie sich doch in der Zwischenzeit auch ein beachtliches Vermögen erwirtschaftet haben. Falls nicht, dann wissen Sie offensichtlich nicht genau, was Sie da empfehlen, und sind dann definitiv der Falsche für mich.”

Wenn Sie von jemandem einen Rat annehmen, egal ob es um Geld geht, ein schönes Reiseziel oder die Gesundheit, dann

SOLLTEN SIE NUR AUF JEMANDEN HÖREN, DER (1.) WEISS, WOVON ER SPRICHT, UND DER (2.) AUCH ENTSPRECHENDE ERFOLGE VORWEISEN KANN.

Wem glauben Sie also, wenn es um Ihre Gesundheit geht ? Einem übergewichtigen, grauhaarigen Arzt mit Brille ? Dem Internet ?

Nun, hier mein Ratschlag:

  • Glauben Sie einem Arzt, der Gesundheit persönlich vorlebt ! Einem Arzt und 19-fachen Ironman. Der auch Dutzende Marathons in den Beinen hat. Der kennt sich mit Gesundheit sicherlich bestens aus …
  • Wenn es um den Beruf geht, den Erfolg und die Vermögensbildung, dann könnten Sie ebenfalls einem bestimmten Arzt glauben, der einen gewissen Lebenserfolg verzeichnen kann: Rund 100 TV-Auftritte, über 1.000 Vorträge und Seminare, Bücher in 16 Sprachen, Millionen verkaufter Exemplare … Meinen Sie nicht, der hat bewiesen, dass er etwas kann, etwas weiß und etwas zu sagen hat ?
  • Und wenn es schließlich um die Familie geht, die Lebensfreude und Lebensenergien, dann wäre vielleicht ebenfalls ein Arzt mit 40-jähriger, glücklicher Ehe und 2 (schlanken) Kindern ziemlich glaubhaft. Und an den Kindern erkennt man die Eltern, heißt es im Volksmund: Beide Marathonläufer, kariesfrei und bald Doktoren. Der Sohnemann bereits Dozent.

Fakten sind nun einmal Fakten … Ich habe darum auch nur einen kleinen, überschaubaren Freundeskreis. Sie verstehen – oder ?

Sind wir auf Überanstrengung programmiert ?

Gegenwind ist blöd. Da bewältigen z.B. 2 Skifahrer einen Abfahrtslauf. Der eine hat Rückenwind, der Andere Gegenwind. Als Zuschauer merkt man da keinen Unterschied, doch im Ziel ist der Eine der Held, der Andere der Verlierer. Oder noch schlimmer: Der Eine gilt als gut, der Andere als schlecht. Dabei stimmt das gar nicht. Es war (nur) der Gegenwind …

Das war die Welt des (Spitzen-)Sports, wenn Sie so wollen. Aber

Gegenwind machen wir uns im Alltag auch oft selbst.

Durch einen gar seltsamen Trick. Darauf hat mich das Rad-Training mit meiner sportlichen, kleinen Frau gebracht. War doch in den letzten Wochen so herrliches Wetter. Also haben wir uns auf’s Rad geschwungen – täglich 4 Stunden Kraftausdauer. Hieß dann am Kanal entlang fahren, auf Schotterwegen, ohne Straßenverkehr. Und das alles in wunderschöner Landschaft.

Und am Kanal hat man entweder Rückenwind oder Gegenwind. Weil der wie eine Schlucht wirkt, wo der Wind so richtig durchpfeifen kann. Fahren wir also los mit einem Rückenwind von 20 km/h. Den merkt man. Und was tut meine zähe Frau? Die fährt gleich 30 km/h. Also schneller als der Rückenwind weht. Und das bedeutet netto Gegenwind !

Aus Rückenwind wird wieder Gegenwind, wenn man zu sehr Gas gibt !

Wenn man sich zu sehr anstrengt. Wenn man zu verbissen kämpft …. Dabei hätte man eigentlich Rückenwind. Der liebe Gott meint es mit niemandem schlecht. Stattdessen machen machen wir uns den Gegenwind selbst. Statt das Leben zu genießen, vermiesen wir es uns !

Und dann folgt die übliche Leier sozusagen als Volksweisheit: Das Leben ist hart, ungerecht, kurz. Es würde einem nichts geschenkt usw.. Erkennen Sie sich wieder ? Was also tun ?

Sie sollten sich im Leben mäßig anstrengen und nicht übermäßig !

Das ist die Kunst. Denn dieses Prinzip gilt nicht nur für Sport (da ist es einfach), sondern auch für das Berufsleben. Für den Alltag. Da braucht es oft auch eine gewisse Lässigkeit, eine bewusste Zurückhaltung und dergleichen. Sie verstehen ?

Nun scheint dabei aber das eigentliche Problem zu sein, dass wir (jedenfalls wir Deutsche) auf Überanstrengung programmiert sind. Da beginnen die “Kämpfe” schon im Kindergarten. Werden dann in der Schule, im Sport, im Beruf weitergeführt … Mitunter auch in der Partnerschaft und Ehe. Überall möchte man der Beste sein. Erster sein ! Was sonst ?

Alles Gegenwind für Ihr Leben. Hätten Sie gerne Rückenwind ? Dann schauen Sie doch zuerst, ob er nicht schon da ist …

Komplettphilosophie

Meine (langjährige) Ehe wird seit Monaten von einem bestimmten Satz geprägt. Und zwar:

Dein Haar wird voller.

Und dann wird – typisch Frau Strunz – ohne jede Hemmung gewuschelt, gezupft, gekrault. Herrlich, sag ich Ihnen ! Volleres Haar ? Haben Sie sich das auch immer gewünscht? Seit Reinhold Messner (mittlerweile 74) wissen wir, dass volles Haar auch im Alter möglich ist. Auch in diesem Punkt habe ich ihn immer bewundert …

Nun erfahre ich aktuell bei mir persönlich die Umkehr: Von immer dünnerem Haar, der beginnenden Mönchstonsur – ängstlich bedeckt vom Friseur, zurück zur strahlenden Haarpracht. Jemand Anderem würde ich das nicht glauben, aber … die eigene Erfahrung ist als Beweis unschlagbar.

Und jetzt fragen Sie sich sicher, wie ich denn das gemacht habe ? Meine Antwort: Das weiß ich auch nicht ! Soll heißen: Es gab nicht das eine geheimnisvolle Rezept wie z.B. Finasterid oder der gefüllte Eisenspeicher oder das gestiegene Magnesium oder das perfekte Aminogramm oder der endlich richtige Wert Vitamin D-Wert von 70 bis 100 ng/ml. Alles bereits beschriebene, sehr wirksame Mittel, um die Haarpracht zurückzugewinnen.

DAHER: Nehmen Sie doch bitte meine Lebensphilosophie ein bisschen ernster. Eine Philosophie, die sich um die Wörter komplett, vollständig, ideal und optimal dreht. Soll heißen: Sie werden für die meisten körperlichen oder psychischen Problem nie so wirklich die Patentlösung finden. Sie sollten sich daher auch lösen von der oft “verzweifelten” Suche danach und ganz einfach gleich

genetisch korrekt leben !

Dieser Begriff ist ohnehin streng definiert. Ihren Genen entsprechend leben. Und haben Sie genau gelesen? Da steht

IHREN Genen entsprechend leben.

Dann kann es auch zu solch überraschenden Wendungen kommen wie einer vollen Haarpracht. Vielleicht sogar unerwartet – wie bei mir. Und weil Sie mich doch wieder löchern werden: Neu waren bei mir Bor, Tocotrienol, mehr DHEA, Jod, 2 immer glücklichere Kinder, aber leider auch immer stärkere (nicht kurierbare) Schmerzen. Suchen Sie sich etwas aus …

Sie sind der Boss

Sie bestimmen selbst Ihr Schicksal ! Stand schon in den News vom 20.04.2016. Allerdings ruft dieser schillernde Satz bei vielen Menschen sofort Widerspruch hervor. Ja schon, aber doch nicht in jeden Fall, heißt es dann. Lässt aber auch einige Wenige mit dem Kopf nicken. Das sind die Beneidenswerten. Die um die Wahrheit dieses Satzes wissen. Im Guten wie im Bösen.

Woher ich weiß, dass dieser Satz stimmt? Weil er bereits auf molekularer Ebene stimmt. Bereits auf der Stufe der Gene wahr ist. Und weil wir das jetzt schon 65 Jahre lang wissen. Das Wissen ist da, nur die Menschen wissen es nicht. Erinnert mich an das Gebäude der Medizin. Auch hier ist das Wissen da, nur die Menschen leiden weiter.

Also, wie gesagt, Sie bestimmen Ihr Lebensglück. Es geht wieder einmal um Eigenverantwortung. Auch in dem neuen Glück-Ratgeber mit dem Titel „Die Formel für Glück“. Der Autor heißt Mo Gawdat und formuliert ziemlich gnadenlos. Das kritisiere ich als Arzt, obwohl ich völlig seiner Meinung bin. Ich tendiere dann doch zum Mitleid (mit Ihnen).

Wir lesen also dort:

  • Was ist Glück, Herr Gawdat? Glück beginnt mit einer bewussten Entscheidung. Jeder Mensch hat die Wahl, ob er glücklich oder unglücklich sein will.
  • Wirklich so einfach? Warum sind dann so viele Menschen unglücklich? Gegenfrage: Warum sind so viele Menschen übergewichtig?
  • Weil sie zu viel essen und sich zu wenig bewegen? Richtig. Und es reicht nicht aus, das zu wissen. Man muss sich auch dementsprechend verhalten. Wenn Sie heute ein Stück Kuchen essen, dann müssen Sie am Morgen danach eben joggen. Wenn es Ihnen wichtig ist, dann tun Sie das auch. Viele Menschen sind nur deshalb unglücklich, weil Glücklichsein nicht ganz oben auf deren Prioritätenliste steht.

Finde ich alles richtig, aber dennoch ziemlich gnadenlos. Und die Behauptung: „Jeder Mensch hat die Wahl, ob er glücklich oder unglücklich sein will“ klingt doch recht harsch. Jeder von Ihnen würde sofort Entschuldigungen anbringen dafür, dass er gar keine Wahl hat. Seine soziale Lage. Die kaputte Ehe. Die missratenen Kinder. Der böse Chef. Kurz und gut: Schuld sind immer die Anderen.

Aufwachen ! Einmal sich stolz auf sich selbst besinnen? Das passiert fast nicht. Aber in dem Buch von Gawdat folgen ohnehin noch ein paar andere Bemerkungen:

Wer nach London fährt und Sonnenschein erwartet, ist enttäuscht, wenn es in Strömen regnet. Demjenigen, der einen Regenschirm einpackt, passiert das nicht. Es ist nicht der Regen, der Sie glücklicher oder unglücklicher macht, sondern Ihre Erwartung.

Da hat er Recht, denn:

Glück resultiert nicht aus dem, was das Leben einem gibt. Es ist eine Frage der Perspektive, mit der man an das herangeht, was es einem hinwirft.

Das müsse man erst einmal akzeptieren. Das Leben wirft einem etwas hin. Darüber kann man sich dann freuen oder daran zugrunde gehen. Genial übrigens wie der Autor beweist, dass man wirklich selbst verantwortlich ist. Dass alle Entschuldigungen sinnlos sind. Wie er das schafft?

Er spricht vom inneren Dialog. Dem endlosen Gedankenstrom, der alles, was man tut, kommentiert und kritisiert. Negativ. Lästig. Sogar unsere Gesichtszüge bestimmt. Die Mundwinkel nach unten zieht usw.. Und davon behauptet Gawdat, dass Sie diesen quälenden inneren Dialog abstellen können und es auch sollten.

Frage: Kann ich das einfach so beschließen ?

Aber natürlich ! Oder haben Sie Ihrem Gehirn schon einmal befohlen, die linke Hand zu heben, und es hat geantwortet: „Nö, ich fühle mich heute nicht danach.“ Sie sind der Boss. Sie machen die Ansagen.

Das ist auch der Tenor des ganzen Buches. Sie sind der Boss ! Und keine Ausrede ist erlaubt … Außer vielleicht Ihre 1. Blutanalyse. Aber wirklich nur die Erste !

Sex

Ist die treibende Kraft der Evolution. Der geht es ausschließlich um Erhaltung der Arten, um Weiter-Vererbung. Und im Prinzip können Sie Sex in 2 Schubladen stecken: Das Verlangen und das Können. Die Libido und die Potenz. (News 25.05.2014) Liebend gerne würde ich darüber 1.000 Seiten anfüllen. Als praktischer Arzt natürlich auch mit Praktiken. Einem solch tiefgründigen „Erfahrungsbuch“ steht leider unser aller (christliche) Erziehung entgegen. Da wurde nämlich aus der neutralen, sogar existentiellen Kraft des Sex etwas „Schlechtes“ gemacht.

Das freie, das aktive Testosteron schafft unsere Libido. Geht übrigens auch sehr gut mit täglich 10 mg Magnesium pro Kilo Körpergewicht. (News 27.11.2013) Und zur Verteidigung der Männer sei hier, sehr verehrte Damen, auch einmal folgendes gesagt: Sie haben keine Ahnung, wie dabei ein Mann tickt, außer Sie lassen sich einmal im Leben massiv Testosteron spritzen. Dann nämlich würden Sie erfahren, was es heißt, sich täglich sexuell ungeheuerlich disziplinieren zu müssen ! Da werden Sie plötzlich Mitleid mit uns Männlein bekommen, weil wir uns so zurückzuhalten müssen.

Und lassen Sie mich heute einen 2. kleinen Schleier lüften. Ich will das etwa mit dem Satz umschreiben: „Aufregung fördert die Anziehung“

Dahinter steht ein Experiment mit der Schlussfolgerung: Wenn wir nach einer aufregenden Situation oder auch nach starker körperlicher Anstrengung auf einen sexuell attraktiven Menschen treffen, so reagieren wir emotional heftiger als wenn wir ihm nach einer (neutralen) Alltagssituation begegnet wären. Außergewöhnliche gemeinsame Erfahrungen dürften also die Lust aufeinander steigern ! Oder ein bisschen präziser:

Paare, die gerne neue, spannende Erfahrungen sammeln, sind in ihrer Partnerschaft zufriedener.

Ich bin überzeugt, dass das Geheimnis einer 40-50 Jahre währenden Ehe Sex ist. Also die Antwort die Evolution ist. Sex kann etwas sehr Spannendes sein, etwas lange Andauerndes, Berauschendes. Ja, sogar etwas Heiliges. Also nicht das, was normalerweise so Land auf Land ab praktiziert wird. Und „neue, spannende Erlebnisse“ kann man auch noch mit 70 oder 80 Jahren haben, nach denen dann im Schlafzimmer …