Das Ich auflösen

Menschen, die ihr “Ich” aufgelöst haben, gleichsam abtauchen wie ein weißes Farbblatt in weißen Untergrund, berichten in Studien von traumhaft schönen Erlebnissen und tiefen Erkenntnissen. Und Menschen, die ihr “Ich” aufgelöst haben, ändern ihr Gehirn messbar und nachhaltig. Die „Entropie“, also die Informationsstruktur, wird durch diese Erfahrung geändert.

Die Persönlichkeit ist danach eine andere.

Das, was man als Ich empfindet, unterscheidet sich in der Regel vom Rest „der Umwelt“. Man trennt also zwischen dem Ich und der Welt um sich herum. Tief in der Meditation wird dieser Unterschied jedoch irrelevant. Man unterscheidet nicht mehr. Dieser Effekt tritt dann auf, wenn das Gehirn umprogrammiert wird. Das kann wie gesagt durch Meditation erfolgen !

Im Buch „Arsch hoch beginnt im Kopf“ habe ich Ihnen Meditation als Instrument für alltägliche Konzentrationsübungen beschrieben. Meditation eignet sich freilich auch hervorragend um

das “Ich” aufzulösen.

Man spricht dabei gerne und ganz dramatisch vom „ego death“. Dem völligen Verlust der subjektiven Identität. In Fachjournalen auch als „ego-dissolution“ beschrieben.

Für die Messbarkeit dieses Effekts benutzt man hauptsächlich LSD (Lysergic acid diethylamide). (Carhart-Harris et al., 2016) Nach dessen Einnahme steigt im Gehirn die Aktivität des Visuellen Cortex, der visuellen Wahrnehmung. Das Gehirn erhält quasi bei geschlossenen Augen ein Video-Signal. Zudem sinkt die Kommunikation zwischen dem Gyrus hippocampi und dem Retrosplenial cortex.

Der Gyrus hilft beim Erkennen und Erinnern, der Retro beim räumlichen Sehen. Doch die 2, Gyrus und Retro, reden weniger miteinander. Und plötzlich … löst sich das ICH auf. Mit den eingangs geschilderten, angenehmen Folgen !

Diesen Effekt kann man bekanntlich auch mit Drogen wie Kokain oder LSD erzielen. Das machen auch hunderte Millionen Menschen. Aber die finden ihr Glück für vielleicht 2-3 Stunden und geben noch dazu viel Geld aus dafür. Mit, durch oder dank Meditation kann man das jeden Tag haben. Kostenfrei und ein Leben lang !

Der Kern der Meditation ist, von der einen Wahrnehmung wahrgenommen zu werden. Das aber ist vielen zu schwammig, zu esoterisch, zu verträumt. Einverstanden. Manche möchten es lieber greifbar, rational und messbar. Darum gibt’s zum Abschluss auch eine

Studie über die Messbarkeit der Meditation.

Zitiert aus dem Journal „PNAS“ – „Proceedings of the National Academy of Sciences“. Hersch-Index von 699, Impact-Factor von 9.38, seit 1914 etabliert. Mit das einflussreichste wissenschaftliche Fachjournal der Welt.

Also:

Carhart-Harris, R. L., Muthukumaraswamy, S., Roseman, L., Kaelen, M., Droog, W., Murphy, K., … Nutt, D. J. (2016). Neural correlates of the LSD experience revealed by multimodal neuroimaging. Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America, 113(17), 4853–4858. (LINK)

Medizinwitz des Tages 2. September 2019

Mit Dr. Google ist es wie beim Fußball: Dort sind auch alle Trainer und Experten. Inzwischen scheint es in Deutschland 80 Mio. Mediziner zu geben. Viele Patienten glauben noch dazu, es heute besser zu wissen als der Arzt. Gerade Unternehmer, Manager und Selbständige sind anfällig für diesen Virus und überschätzen ihre medizinische Bildung gefährlich.

Max Grundig Klinik Bühlerhöhe am 02.09.2019

Dass bis zu 23 % der Führungkräfte in Deutschland im Internet Medikamente bestellen, ohne davor mit einem Arzt gesprochen zu haben, das geht entschieden zu weit. Natürlich besitzt die Selbstanalyse via Internet seine Reize: Schnelle Hilfe und Rat, kein stundenlanges Herumsitzen  im Wartezimmer, keine Ansteckungsgefahr durch andere Patienten. Zudem sind viele Patienten heutzutage nicht mehr mit der Betreuung durch ihren Hausarzt zufrieden. Aber Medikamente sollte natürlich weiterhin nur ein Arzt verschreiben.

Max Grundig Klinik Bühlerhöhe am 02.09.2019

Das österreichische Gesundheitssystem gleicht einem Drogensüchtigen. Es kommt von der Droge Arzt nicht los und braucht sogar immer höhere Dosen.

Prof. Dr. Markus Müller (Rektor MedUni Wien) auf ORF.at am 02.08.2019

Es sind oft ganz banale Dinge, welche die Einnahme von Medikamenten erschweren. … So sind etwa Haushaltslöffel als Dosierhilfe für Arzneimittelsäfte ungeeignet.

Apotheken Umschau am 02.09.2019

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Mehl und Hitze

Ist eine gar grausliche Kombination. Ich muss Ihnen das so deutlich sagen – wegen meiner Frau. Die klärt mich nämlich von Zeit zu Zeit (lächelnd) auf, dass mich die Menschen nicht so recht ernst nehmen würden. Ich sei „zu höflich“. Ich müsse die Wahrheiten viel direkter aussprechen. Da denke ich mir:

Noch direkter ?!

Also habe ich mir für diese News ein Experiment überlegt. Ich sage Ihnen ‐ erstmals genau ‐ was „Industriemüll“ ist. Und warum es wirklich Müll ist. Und danach sage ich Ihnen vorsichtshalber doch noch, was damit gemeint ist. Denn Sie erinnern sich vielleicht an einen meiner besten Sätze: Ernährung ist die stärkste Droge, die der Mensch kennt. (News vom 21.02.2011)

Dazu drucke ich Ihnen folgende 2 Tabellen ab. Es geht wie gesagt um Ihre vermeintlichen Lebensmittel:

Mehl (davor noch Getreide) verliert

Mangan 86 %, Magnesium 85 %
Zink 78 %, Eisen 76 %
Phosphor 71 %, Kalzium 60 %
Kupfer 68 %, Chrom 40 %.

Hitze (beim Backen, Kochen) zerstört

Vitamin C 100 %, Folsäure 100 %
Vitamin B1 80 %, Biotin 60 %
Vitamin E 55 %, Pantothensäure 50 %
Vitamin A 40 %, Vitamin B6 40 %
Vitamin D 40 %, Niacin 25 %
Vitamin B12 10 %.

So, und jetzt ganz deutlich: Was auch immer Sie beim Bäcker oder beim Konditor kaufen, hat genau diese 2 Tabellen überlebt. Getreide wurde zu Mehl pulverisiert und dann auch noch erhitzt. Bei 200 Grad und mehr …

Diesen Weg mussten auch Teigwaren (Nudeln) gehen. Und auch Kartoffeln und Reis werden gekocht, wo dann deren Kalium und Zink ins Kochwasser verloren geht. Das Prinzip ist immer dasselbe !

Und Sie, liebe Leserinnen und Leser, wundern sich dann, wenn Sie immer so müde sind. So leistungsschwach. So antriebslos. So infektanfällig. Und hoffentlich erst viel später so krebskrank. Und Sie, liebe Leistungssportler, wundern sich, dass Ihnen die letzten paar Prozent fehlen. Dass Sie gerade nicht gewinnen oder sogar abgeschlagen im Feld landen.

Haben Sie es jetzt verstanden: Sie essen Brot und Nudeln …

Das ist leeres Zeug! Und ganz Unwissende sind auch noch stolz darauf … Naturvölker, einschließlich der Eskimos, schütteln da nur den Kopf. Die sind lieber wach, frisch, fröhlich, energiegeladen und kriegen keinen Krebs. Das hatte 1913 auch schon einen gewissen Albert Schweitzer gewundert.

Jeder Tropfen Alkohol

Ist Gift. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) gilt jeder Mann als Alkoholiker, der täglich mehr als 1 halben Liter Bier trinkt oder 1 Viertel Wein. Für Frauen gilt sogar die Hälfte. Aber was mich so richtig amüsiert: Zu meiner Zeit an der Universität war noch die zwei‐ bis dreifache Menge völlig unbedenklich. Ganz offensichtlich hat man Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, da jahrzehntelang belogen … Und tut es natürlich weiter.

Alkohol ist eine Droge. Die ganz massiv dazu beiträgt, dass jeder 3. Deutsche an Krebs erkrankt. Hierzu gibt Studien in Hülle und Fülle. So die Heidelberger Krebs‐Studie, die zeigt, dass Männer wegen 2 Glas Wein 2,3‐fach mehr Kehlkopfkrebs und 3,6‐fach mehr Mundhöhlenkrebs bekommen verglichen mit Männern, die (nur) 1 Glas Wein trinken. Interessant:

Den Vergleich mit 0 Glas Wein, also dem Sollzustand, den gibt es nicht.

Bei Frauen ist die Wirkung von Alkohol noch viel schlimmer: mehr als 1 Viertel Liter Bier oder 1 Achtel Liter Wein pro Tag lässt das Risiko für Kehlkopfkrebs um das 18‐fache hinaufschnellen. Aber auch schon weniger als 1 Achtel Liter Wein pro Tag (also fast gar nix) erhöht das Brustkrebsrisiko …

Alles bekannt, nur eben nicht der beruhigt Alkohol konsumierenden Bevölkerung.

Lustiger klingt da schon Univ.-Prof. J. Böning, der einmal klar Stellung nahm zur sogenannten gesundheitsfördernden Wirkung von Alkohol. Die gäbe es nämlich nur in wenigen Ausnahmefällen bei “älteren Männern mit Herzinfarkt‐ oder Schlaganfallrisiko”, aber: “Der Effekt wird maßlos überschätzt”. Bei dieser Risikogruppe sei es genauso wirkungsvoll, abends einmal um den Block zu gehen.

Abends einmal um den Block gehen … ! Das Marketing der Alkoholindustrie ist einzigartig, finde ich. Davon könnte auch die Tabakindustrie noch einiges lernen …

Aber im Ernst: Bitte vergessen Sie nie, dass Alkohol reiner, schnellst-wirkender Zucker ist. Daher gibt’s auch den unvermeidlichen Bierbauch sogar bei Marathonläufern. Viele von denen kennen diesen Grund einfach nicht: „Die wenigen Kalorien lauf ich doch morgen weg“, heißt es dann oft. Allerdings: Erstmal wird die Fettverbrennung gestoppt. Die ganze Nacht. Und ob das Fett am nächsten Nachmittag so leicht verschwindet … ?

Alkohol raubt die Energie

Alkohol ist in Deutschland zu einem Nahrungsmittel geworden. Nennt sich dann Bier oder Wien und soll sogar gesund sein. In der übrigen Welt ist Alkohol ein Gift (Proc.Nutr.Soc. 2004; 63:81) oder zumindest eine Droge. Und über Alkohol rede ich ungern, denn Drogenabhängige sind Argumenten nicht zugänglich. Nur habe ich langsam die 1. täglichen und 2. vergeblichen Telefonate satt, die wir in der Praxis zu den immer gleichen Fragen führen (müssen):

  1. Warum steigt mein Eiweiß nicht an?
  2. Warum ist mein Testosteron (Antrieb, Sex) so tief?
  3. Warum habe ich so wenig Energie?

Denn der Grund ist in allen 3 Fällen gleich. Wollen Sie nur nicht wahrhaben:

Es ist der Alkohol !

“Täglich ein Glaserl … Bier oder Wein seien doch Kultur”, sagen Sie mir dann. Ein Genuss, der einfach zum Leben dazugehöre. Den dürfe ich Ihnen doch nicht verbieten. Ein Achterl Wein sei sogar gesund, würden andere Ärzte sagen. Und was auch immer ich mir da noch anhören darf … Aber nach über 20 Jahren Messung in Ihrem Körper weiß ich:

  • Eine Leber, die täglich Alkohol zu verarbeiten bekommt, produziert aus den (durchaus vorhandenen) Aminosäuren nun einmal kaum Eiweiß.
  • Testosteron verschwindet völlig dann, wenn Sie täglich Alkohol trinken. Und wie soll Eiweißaufbau („anabol“) ohne Testosteron gehen?
  • Schon das 1. Glas Wein spült Ihr Magnesium die nächsten 3 (!) Tage dermaßen aus dem Körper, dass sie es mit noch so großen Bemühungen nicht wieder aufholen können. Und

Magnesium ist Energie !

Magnesium ist Energie: Können Sie nachlesen in der berühmtesten Fachzeitschrift Nature 2016, April 21, 532 (7509): 375. Wo in einer hoch komplizierten biochemischen Laborstudie festgestellt wird, dass

  • Magnesium ein Co-Faktor für ATP ist,
  • über 600 Magnesium-ATP abhängige Enzyme den Energieumsatz in der Zelle regulieren und
  • der Eiweißaufbau als energieintensivster Prozess der Körperzelle bezeichnet wird.

ATP verstehen Sie. Ist die Abkürzung für Energie. Eine andere Form gibt es im Menschen nicht. Ein Phosphat (Stichwort Nüsse). ATP also ist „essentiell!“ von Magnesium abhängig. Ist übersetzte Biochemie. Heißt für Sie:

Bitte nicht saufen und dann über zu wenig Energie klagen …

Das ist übrigens wieder so eine News, die ich in Abkürzung der nächsten 100 Telefonate gleich verschicken werde !