Nebenwirkungen von Aspirin, Diclofenac, Ibuprofen, Paracetamol & Co.

Sehr gerne sei hier ein Bericht von Bild.de über die Nebenwirkungen populärer Medikamente veröffentlicht:

Viele Menschen sorgen sich wegen der möglichen Nebenwirkungen der Corona-Impfstoffe, aber kaum über Medikamente, die sie täglich schlucken. „Gegen manche Alltagsmedikamente, die viele Menschen zu sich nehmen, ist der neue Corona-Impfstoff der reinste Nektar“, sagt der Internist und Notfallmediziner Dr. Thomas Assmann. Injektionen mit dem bisher zugelassenen mRNA-Impfstoff könnten etwa zu Fieber, Erschöpfung und Muskelschmerzen führen. In BILD zeigt der Experte, was so als Nebenwirkung im Beipackzettel mancher Alltagsmedikamente steht:

► ACETYLSALICYLSÄURE (in Aspirin, ASS): Magengeschwüre, Magenblutungen, Asthma-Anfälle und Nierenschäden. Auch Nesselsucht, Juckreiz und anaphylaktische Reaktionen (etwa Zuschwellen der Atemwege) sind möglich.

► PARACETAMOL (in Schmerz- und Erkältungs­mitteln): Auf die Maximal­dosierung achten! Sonst drohen Leberschäden, Erbrechen, Übelkeit, Schmerzen im Unterleib oder Appetitlosigkeit.

► DICLOFENAC (in Voltaren): Blutverlust aus Magen und Darm, außerdem Oberbauchbeschwerden, Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre, Kopfschmerzen, Schwindel, und Müdigkeit.

► IBUPROFEN (gegen Schmerzen): Magenschmerzen und -geschwüre – bei manchen Betroffenen nach wenigen Tabletten, bei anderen erst nach Monaten der Einnahme.

► SILDENAFIL (in Viagra gegen Erektionsstörungen): Weil es auch die Venen erweitert, kann es zu einer verminderten Durchblutung des Herzens führen. Herzinfarkt droht.

► BENZOCAIN (in Halstabletten): Möglich ist eine Methämoglobinämie (gefährliche Umwandlung der roten Blutkörperchen). Symptome: Herzrasen, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Atemnot und Verwirrtheit.

► LOPERAMID (in Kapseln gegen Durchfall): Zu viel erwischt ? Es drohen Verstopfung, Bauchschmerzen und Blähungen oder sogar eine schwere Schädigung des Darms.

► METOCLOPRAMID (Tropfen gegen Übelkeit): Wer es nicht verträgt, geht mit krampfhaft schief gehaltenem Hals zum Arzt und braucht ein Gegenmittel gespritzt.

Medizinwitz des Tages 2. November 2020

Die Versorgungslage für Menschen mit Adipositas ist in Deutschland äußerst unbefriedigend. Die meisten Therapien beginnen erst dann, wenn es eigentlich schon zu spät ist und Folgeerkrankungen auftreten.

AdipositasHilfe Deutschland am 02.11.2020

Ein Team von Wissenschaftlern der MedUni Wien konnte in einer im Top-Journal „Allergy“ veröffentlichten Studie zeigen, dass es bei einer Covid-19-Erkrankung mit mildem Verlauf 7 “Erkrankungsformen“ gibt. Diese Erkenntnisse könnten bei der Behandlung von Patienten und der Entwicklung eines potenten Impfstoffes eine wichtige Rolle spielen.

MedUni Wien am 02.11.2020

Ob der Diabetes die Nieren angreift, hängt auch von der erblichen Veranlagung ab.

Deutsche Gesellschaft für Nephrologie am 02.11.2020

Auch manche rezeptfreien Medikamente können die Nieren schädigen, etwa Schmerzmittel mit den Wirkstoffen Ibuprofen, Diclofenac, Acetylsalicylsäure (ASS) und Naproxen.

Diabetes Ratgeber am 02.11.2020

Schon seit 10 Jahren nimmt die Onkologie die Spitzenposition in der biotechnologischen Forschung ein.  Die Suche nach neuen Therapieansätzen im Kampf gegen Krebs bleibt auch weiterhin der Schwerpunkt der  Forschung.

Verband der forschenden Pharma-Unternehmen am 02.11.2020

Krebs gehört zu jenen Erkrankungen mit einem hohen medizinischen Bedarf.

Amgen GmbH am 02.11.2020

Die operative Entfernung des Tumors, Chemotherapie und Bestrahlung sind nach wie vor die am häufigsten angewandten Therapien gegen Krebs.

Amgen GmbH am 02.11.2020

Nur 37 % der deutschen Männer benützen zur Analhygiene mehr als nur Toilettenpapier. 63 % gefährden also wegen mangelnder Analhygiene ihre Gesundheit.

Procty Clean GmbH am 02.11.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Medizinwitz des Tages 9. März 2020

Die Gesamtzahl der jährlich in deutschen Apotheken auf Rezept abgegebenen Medikamente liegt konstant bei rund 650 Mio. Packungen.

ABDA am 09.03.2020

Die G.ST Antivirals GmbH, ein Start-Up der Medizinischen Universität Wien,  hat herausgefunden, wie sich künftig insbesondere das Rhinovirus stoppen und damit Schnupfen bekämpfen lässt. Das sog. Schnupfenvirus reagiert besonders empfindlich darauf, wenn man seine Zuckerverwertung hemmt.

MedUni Wien am 09.03.2020

37 % der Frauen in Österreich und 26 % der Männer bewegen sich zu wenig. Als Richtwert gilt die WHO-Empfehlung von zumindest 150 Min. körperlicher Betätigung pro Woche.

Generali Versicherung AG am 09.03.2020

Lieferengpässe bei Arzneimitteln sind leider schon seit Jahren ein großes Problem für die Versorgung von Millionen Patienten. Eine Rangliste der Nichtverfügbarkeiten 2019 ergab Candesartan (Blutdrucksenker; 1,8 Mio. Packungen) auf Platz 1 vor Allopurinol (Gichtmittel) und Valsartan (Blutdrucksenker) mit je 0,8 Mio. auf Platz 3. Dahinter folgen Venlafaxin (Antidepressivum) und Diclofenac (Schmerzmittel) mit je 0,7 Mio..

ABDA am 09.03.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Rückenschmerzen richtig verstehen

Die sind nämlich fast immer gutartig. Und gehen – fast immer – wieder weg, wenn man seine Komfort-Zone verlässt. Wenn man die Beine in die Hand nimmt und aktiv wird. Das ist die Botschaft hinter einem selten glücklichen, psychologisch außerordentlich geschickten Interview im neuen “Spiegel” (DER SPIEGEL 6/2018, S. 96). Es äußert sich ein Physiotherapeut vom Rückenzentrum Am Michel in Hamburg.

Der nachgedacht hat. Und sehr viel davon hält, dass der Patient seinen Schmerz „verstehen“ sollte. Was in der Regel eben nicht der Fall wäre. Der Patient bekäme viel mehr ein drohmedizinisches, falsches wie schlimmes Bild von seiner Wirbelsäule und/oder von seinen Bandscheiben vermittelt. Verzweifelt dann innerlich und … steht der Heilung selbst im Weg. Das Interview ist so geschickt und klug, dass ich es hier einfach wörtlich wiedergeben möchte. Also Zitat:

SPIEGEL: Sie sagen, viele Patienten hätten eine falsche Vorstellung, warum der Rücken wehtut. Was meinen Sie damit?

Richter: Unbedachte Aussagen von Ärzten, Osteopathen, Physiotherapeuten werden als Drama und Katastrophe verstanden. Ein Beispiel: Wenn der Behandler sagt, die Lendenwirbelsäule sei nicht stabil genug, dann meint er eigentlich nur, die Muskulatur arbeite nicht harmonisch – doch der Patient hört, die Region könnte bald auseinander brechen oder sei verrutscht. Tatsächlich ist es aber eine normale Erscheinung des Alterns. Auch Begriffe wie “degeneriert” oder “verschlissen” werden so verstanden, dass der Rücken kaputt ist. Daraufhin schützt und schont der Patient seine Lendenwirbelsäule – und macht den Schmerz hierdurch noch schlimmer.

SPIEGEL: Wer zu verschiedenen Behandlern geht, der bekommt oft sehr unterschiedliche Erklärungen für seinen Schmerz serviert. Warum ist das so?

Richter: Die Erklärungsmodelle der verschiedenen Heilberufe können sehr unterschiedlich sein, erst recht, wenn die Beschwerden bei einem Patienten nicht weggehen. Deswegen bekommt er unzählige Befunde und Diagnosen zu hören. Der Patient versteht das leider so: Was ich habe, ist so komplex, dass keiner die Ursache finden kann. Wir sehen Patienten, die kommen mit Aktenordnern voller Diagnosen und Berichte. Sie werden vom System regelrecht krank gehalten.

SPIEGEL: Was empfehlen Sie?

Richter: Zu Beginn sollte der Behandler den Patienten systematisch informieren: Schmerz ist ein Frühwarnsystem, das bereits aktiviert wird, wenn potenzieller Schaden droht oder erwartet wird, auch wenn gar keine Struktur beschädigt ist. Schmerz ist also nicht identisch mit einem Gewebeschaden – und deshalb kann man trotz Rückenschmerzen aktiv sein. Mit dieser Botschaft bekommen wir viele chronische Patienten wieder zurück in die Aktivität.

SPIEGEL: Hilft Ihr Ansatz auch Menschen mit nur gelegentlichen Beschwerden?

Richter: Rückenschmerz ist nahezu immer gutartig und geht von allein weg – wenn das mehr Menschen wüssten, dann gäbe es für viele Hausärzte, Orthopäden und Physiotherapeuten gar nicht mehr die Möglichkeit, das Krankheitsbild Rückenschmerz so aufzubauschen.

FAZIT: Wir Ärzte sollten sehr auf unsere Worte achten. Meinen es oft gar nicht böse, werden aber noch schlimmer verstanden – mit schwerwiegenden Folgen für den Krankheitsverlauf. Und besonders wichtig scheint mir auch die Aussage, dass man „trotz Rückenschmerzen aktiv sein“ solle. Also sich eben gerade nicht schonen müsse. Wieder einmal lernen wir, dass Heilung auf Aktivität beruht !

Übrigens: Das Schmerzmittel Diclofenac (ein NSAR) hilft Ihnen auch, schädigt aber über Jahre genommen ziemlich sicher und unwiderruflich die Nieren. (News vom 11.03.2018)