Nieren reinigen täglich 300 Mal das Blut

Rund 80.000 Patienten in Deutschland sind dauerhaft auf Dialyse angewiesen. Eine Aufgabe, die normalerweise die Nieren übernehmen – und zwar 300 Mal am Tag. Darauf macht das Biotechnologie-Unternehmen Amgen anlässlich des sog. Weltnierentag am 8. März aufmerksam. Zudem erfolgen alljährlich rund 2.100 Nierentransplantationen in Deutschland.

sHTP hat Folgen

Die Nieren filtern wie gesagt schädliche Stoffe aus dem Blut, damit diese über den Urin wieder aus dem Körper geschleust werden können. Die Nieren reinigen aber nicht nur das Blut, sondern sie regulieren auch den Wasserhaushalt, den Blutdruck, den Hormonhaushalt und das Säure-Basen-Gleichgewicht des Körpers. Arbeitet eine Niere nicht mehr richtig, so kann das Bluthochdruck, Blutarmut und Knochenerkankungen zur Folge haben.

Eine häufige Begleiterscheinung einer chronischen Nierenerkrankung ist der sekundäre Hyperparathyreoidismus (sHPT): Nimmt die Nierentätigkeit ab, so wird auch die Regulierung von Vitamin D, Kalzium und Phosphat – alle 3 sind essentiell – beeinträchtigt und in weiterer Folge Kalzium und Phosphat aus den Knochen freigesetzt. Und laut Amgen würden dann mit einer sHPT-Erkrankung verkalkte Gefäße, Herz-Kreislauf-Komplikationen sowie schwere Knochenschäden einhergehen.

Jeder 10. Deutsche ist zuckerkrank

In Deutschland werden immer mehr Menschen zuckerkrank. Das meldet das neu gegründete Institut „Länger besser leben“ an der Universität Bremen. Waren es 2009 noch 8,9 % der Bevölkerung mit Diabetes Typ 1 und 2, so stieg diese Zahl 2015 auf 9,8 %. In Österreich sind es 8-9 %. Dabei sind die Auslöser von Diabetes längstens bekannt: falsche Ernährung, Übergewicht, Bewegungsmangel und das Rauchen. Und es stechen vor allem 2 Fakten ins Auge: Männer sind deutlich häufiger zuckerkrank als Frauen und auch bei den Bundesländern gebe es große Unterschiede.

Das Institut will den “eingeschlagenen Präventionspfad konsequent fortführen”. (Logo: obs / BKK24)

Besonders groß sei, so, der Unterschied im Alter von 65-75, wo die Krankheit bei den Frauen 20-25 % betrifft, jedoch bei den Männern 25-30 % 30 Prozent der Männer. Das bereits erwähnte Übergewicht führt laut Institutsleiter Gerd Glaeske dazu, dass bei der Ernährung die Insulinproduktion zur Verarbeitung des Zuckers nicht mehr so gut funktioniert. Dann leiden die Blutgefäße und es kommt zu Durchblutungsstörungen – vor allem in Beinen und Füßen, Nieren und den Augen. Und letzten Endes drohen die Amputation von Zehen oder Füßen, die Dialyse bis hin zur Erblindung.