Jetzt gleich

Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass viele Mitbürger regelmäßig warten ? Auf den Traumpartner, auf das neues Auto, auf die Beförderung, auf das Abendessen im Restaurant usw. usw. Schließlich noch auf den nächsten Arzttermin. Für diese Mitmenschen scheint das Leben aus Warten zu bestehen.

Und genauso wird auch auf das Glück gewartet. Vielleicht sogar den Jackpot im Lotto. Meistens aber schuftet und plagt man sich jeden Tag mit dem Ziel, irgendwann einmal glücklich zu sein. Irgendwann mal im Leben fitter, gesünder, vielleicht auch reicher zu sein. Wie gesagt:

Irgendwann einmal …

Der Volksmund hat dafür auch Sprüche kreiert: Warten, bis man schwarz wird. Sich die Beine in den Bauch stehen. Wurzeln schlagen. Oder: Warten, bis sich die Wogen geglättet haben. Oder – tröstend – etwa von Graf Leo Tolstoi: “Alles nimmt ein gutes Ende für den, der warten kann.” … Dennoch:

Warten Sie nie, bis Sie (endlich) Zeit haben !

Bild: www.strunz.com

So etwa an einem Sonntagmorgen: Man wartet wieder einmal auf das Frühstück. Auf die Morgenzeitung. Auf den bequemen Sessel. Doch, darf ich Ihnen einen Vorschlag machen ? Hören Sie auf zu warten und fangen Sie an zu leben ! Jetzt. Ich meine in diesem Moment. Stehen Sie auf. Tun Sie‘s einfach: Stehen Sie auf ! Kramen Sie irgendwo ein paar Sportschuhe heraus und

LAUFEN SIE.

Laufen Sie jetzt gleich ! Nachdem Sie diese News fertig gelesen haben ! Langsam, locker, lächelnd – ohne Atemnot. Mehr tänzelnd, trippelnd als laufend, innerlich mehr schwebend als grübelnd … Der Sauerstoff durchflutet Ihre 70 Billionen Körperzellen. Automatisch. Ist ein physiologisches Gesetz. Und das merken die Körperzellen. Die blühen dann auf. Jeder Schritt lockert den Geist, räumt im Kopf auf. Im Bauch öffnet sich ein KOKAIN-KÄSTCHEN und überflutet den Körper mit Fröhlichkeit.

Das ist Glück ! Das macht Freude. Also, worauf warten Sie noch ?

Laufen ist das Tor zu Ihrer Gesundheit und das Türchen zum Glück. Laufen macht uns durch Muskelmedizin mit dem inneren Doktor gesund und mit Nervenbotenstoffen zufrieden. Laufen schenkt uns stilles Glück genauso wie neue Ideen oder rauschhafte Begeisterung. Wer das einmal gefühlt hat – nicht verstanden, sondern gefühlt !! – wird ab sofort sein Leben lang laufen wollen. Das ist auch sehr gut so, denn

  • Laufen weckt die somatische Intelligenz, die uns wieder instinktiv richtig essen lässt.
  • Es stoppt den inneren Dialog, die Quelle von chronischem Stress. Der uns ein ganzes Leben lang daran hindert, zu uns selbst zu gelangen.

Mein Lieblingssatz über das Laufen lautet schließlich: Laufen ist die Wunderpille, für die jeder von uns ein Vermögen ausgeben würde, könnte man sie in der Apotheke kaufen.

QUELLE: „Der kleine Laufcoach“, Seite 8

Oder wie – ganz aktuell – Deutschlands Bundesverband Niedergelassener Kardiologen meint (Zitat):

Bewegung ist das “Medikament ohne Nebenwirkung”, jedoch mit vielen positiven Auswirkungen. Durch Bewegung werden die Kontraktion des Herzmuskels und die Blutversorgung der Herzmuskulatur verbessert, die Leistungsfähigkeit der Lungen vergrößert, die Atem- und Herzfrequenz sowie der Blutdruck gesenkt. Die Fließeigenschaften des Blutes werden verbessert und die Blutmenge erhöht. Auf der metabolischen Ebene steigt das Volumen der Mitochondrien, der Kraftwerke der Zellen. Die Cholesterinzusammensetzung verändert sich durch die Verbesserung des HDL/LDL-Verhältnisses. Auch die Muskelkraft und Muskelausdauer verbessern sich. Bewegung also steigert die Lebensqualität, indem sie positiv auf Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination zielt. Die Möglichkeiten für Bewegung sind vielfältig und beginnen im Alltag.

Genau … JETZT

Medizinwitz des Tages 27. Juli 2020

Antibiotika sind das Rückgrat der modernen Medizin.

Sandoz Austria GmbH am 27.07.2020

Gerade bei der Herstellung von Antibiotika ist eine Stärkung des Standortes Europa von größter Bedeutung.

Österreichische Ärztekammer am 27.07.2020

Pestizidrückstände in Obst und Gemüse sind in Österreich noch immer ein Problem. … Pestizide sind Giftstoffe, die in der Land- und Forstwirtschaft gegen Tiere, Krankheiten oder Unkraut eingesetzt werden.

Verein für Konsumenteninformation am 27.07.2020

Natürlich hängt die Qualität der Patientenversorgung auch mit der wirtschaftlichen Situation eines Landes zusammen. Wenn es z.B. nicht gelingt, faire, der Kaufkraft Österreichs entsprechende Medikamentenpreise zu gewähren, dann wird die Versorgung der Patienten weiter leiden. Auch eine Aufweichung des Patentschutzes ist diesbezüglich kontraproduktiv.

Pharmig am 27.07.2020

Wichtig ist, dass die Pharmaindustrie mit der Politik im Dialog bleibt, um nachhaltige Preismodelle für Generika gestalten zu können, die auch eine kostendeckende Produktion in Europa erlauben.

Novartis Austria GmbH am 27.07.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Testosteron und innerer Dialog

Testosteron ist das wichtigste Hormon. Gilt für Männer und Frauen. Testosteron bestimmt nämlich den inneren Antrieb (das Wollen, die Motivation). Wirkt anabol, also Eiweiß aufbauend (das Immunsystem besteht aus Eiweiß !). Und Testosteron regiert die Libido. Sie wissen schon, die sexuelle Lust.

Und verstehen Sie das ?

  • Männer mit tiefem Testosteron haben häufiger Prostatakrebs. Der Zusammenhang könnte sein: Wenig anaboles Hormon heißt wenig Immunsystem. Der Nobelpreis 2018 erklärt jetzt, weshalb es dann zu mehr Krebs kommt …
  • Depressive Menschen haben, so Prof. Florian Holsboer, häufig erhöhtes Cortisol, das Stresshormon. Cortisol ist der Gegenspieler von Testosteron. Depressive Menschen haben also weniger Antriebshormon und eine geringere Libido.

Nun frägt mich ein Professor in der E-Mail von heute, warum sein Testosteron so tief ist. Wir Frohmediziner antworten natürlich lieber, wie es sich denn steigern ließe: Und da gibt es neben einigen biologischen Hilfen wie Eiweiß und Zink, aber auch Kraftsport und Ausdauersport, die MEDITATION. Also durch innere Ruhe. So könnte man das Cortisol senken und damit sein Testosteron anheben.

Doch worum geht es bei dem diffusen Wörtchen „Stress“ genau ?

Es geht um den sog. inneren Dialog. Die andauernden Selbstgespräche. Das Affengeschnatter oder „awfulizing“.

Stress lässt sich festmachen an einem bösen, schlechten, negativen inneren Dialog !

So z.B. die negativen Schlagzeilen der Medien. Die man dann „bedenkt“. Oft auch weitererzählt. Somit wiederholt und sich einprägt. Da braucht man sich dann nicht zu wundern, wenn zu wenig Testosteron entsteht. Der Antrieb abnimmt und der Sex weniger wird.

Testosteron reagiert sehr empfindlich auf Ihre Selbstgespräche !

Diese Erkenntnis ist so wichtig, weil genau darin die Lösung des Problems liegt. Die Hilfe. Man dort die Tür zum Himmelreich öffnen könnte. Also entweder man stoppt seinen inneren Dialog oder man ändert ihn. Wie man ihn stoppt, hören Sie jetzt seit 30 Jahren von mir. Nachzulesen im „praxisbuch mentalprogramm“. Also z.B. durch Mantra-Meditation.

Noch eleganter, weil wer von Ihnen meditiert schon im Arbeitsalltag, aber finde ich das Umfunktionieren Ihres inneren Dialoges. Und weil man 2. da schon eine geniale Technik eingebaut bekommen hat. Darauf sollte man ruhig stolz sein. Was also genau ? Die Selbstgespräche ! Man schwätzt gedanklich doch andauernd mit sich selbst. Das kann man üblicherweise perfekt.

Diese Technik kann man in weiterer Folge auch zu seinem Vorteil nutzen. Man müsste nur positiv, freundlich und motivierend mit sich sprechen. Die Folgen wären wohl atemberaubend ! Ihr Sensibelchen, gemeint ist das Testosteron, würde aufwachen, Ihr Cortisol gleichzeitig sinken. Und schwupps hätte man wieder seine alte Dynamik !

Ich z.B. bin in meinem Alltag so oft wie möglich in Hawaii. Zumindest gedanklich und bespreche die herrlichen Bilder, die da in mir aufleuchten. Erzähle mir (innerer Dialog), wie herrlich es dort war. Die Wärme, das Triumphgefühl im Ziel usw. usw.

FAZIT: Lassen Sie doch in Zukunft die negativen Bilder und Berichte der Medien links liegen. Wenn die inneren schönen Bilder nicht mehr von außen getrübt werden, dann bleibt man souverän. Unangetastet. Kann dann auch nicht mehr so leicht manipuliert werden !

Sie sind der Boss

Sie bestimmen selbst Ihr Schicksal ! Stand schon in den News vom 20.04.2016. Allerdings ruft dieser schillernde Satz bei vielen Menschen sofort Widerspruch hervor. Ja schon, aber doch nicht in jeden Fall, heißt es dann. Lässt aber auch einige Wenige mit dem Kopf nicken. Das sind die Beneidenswerten. Die um die Wahrheit dieses Satzes wissen. Im Guten wie im Bösen.

Woher ich weiß, dass dieser Satz stimmt? Weil er bereits auf molekularer Ebene stimmt. Bereits auf der Stufe der Gene wahr ist. Und weil wir das jetzt schon 65 Jahre lang wissen. Das Wissen ist da, nur die Menschen wissen es nicht. Erinnert mich an das Gebäude der Medizin. Auch hier ist das Wissen da, nur die Menschen leiden weiter.

Also, wie gesagt, Sie bestimmen Ihr Lebensglück. Es geht wieder einmal um Eigenverantwortung. Auch in dem neuen Glück-Ratgeber mit dem Titel „Die Formel für Glück“. Der Autor heißt Mo Gawdat und formuliert ziemlich gnadenlos. Das kritisiere ich als Arzt, obwohl ich völlig seiner Meinung bin. Ich tendiere dann doch zum Mitleid (mit Ihnen).

Wir lesen also dort:

  • Was ist Glück, Herr Gawdat? Glück beginnt mit einer bewussten Entscheidung. Jeder Mensch hat die Wahl, ob er glücklich oder unglücklich sein will.
  • Wirklich so einfach? Warum sind dann so viele Menschen unglücklich? Gegenfrage: Warum sind so viele Menschen übergewichtig?
  • Weil sie zu viel essen und sich zu wenig bewegen? Richtig. Und es reicht nicht aus, das zu wissen. Man muss sich auch dementsprechend verhalten. Wenn Sie heute ein Stück Kuchen essen, dann müssen Sie am Morgen danach eben joggen. Wenn es Ihnen wichtig ist, dann tun Sie das auch. Viele Menschen sind nur deshalb unglücklich, weil Glücklichsein nicht ganz oben auf deren Prioritätenliste steht.

Finde ich alles richtig, aber dennoch ziemlich gnadenlos. Und die Behauptung: „Jeder Mensch hat die Wahl, ob er glücklich oder unglücklich sein will“ klingt doch recht harsch. Jeder von Ihnen würde sofort Entschuldigungen anbringen dafür, dass er gar keine Wahl hat. Seine soziale Lage. Die kaputte Ehe. Die missratenen Kinder. Der böse Chef. Kurz und gut: Schuld sind immer die Anderen.

Aufwachen ! Einmal sich stolz auf sich selbst besinnen? Das passiert fast nicht. Aber in dem Buch von Gawdat folgen ohnehin noch ein paar andere Bemerkungen:

Wer nach London fährt und Sonnenschein erwartet, ist enttäuscht, wenn es in Strömen regnet. Demjenigen, der einen Regenschirm einpackt, passiert das nicht. Es ist nicht der Regen, der Sie glücklicher oder unglücklicher macht, sondern Ihre Erwartung.

Da hat er Recht, denn:

Glück resultiert nicht aus dem, was das Leben einem gibt. Es ist eine Frage der Perspektive, mit der man an das herangeht, was es einem hinwirft.

Das müsse man erst einmal akzeptieren. Das Leben wirft einem etwas hin. Darüber kann man sich dann freuen oder daran zugrunde gehen. Genial übrigens wie der Autor beweist, dass man wirklich selbst verantwortlich ist. Dass alle Entschuldigungen sinnlos sind. Wie er das schafft?

Er spricht vom inneren Dialog. Dem endlosen Gedankenstrom, der alles, was man tut, kommentiert und kritisiert. Negativ. Lästig. Sogar unsere Gesichtszüge bestimmt. Die Mundwinkel nach unten zieht usw.. Und davon behauptet Gawdat, dass Sie diesen quälenden inneren Dialog abstellen können und es auch sollten.

Frage: Kann ich das einfach so beschließen ?

Aber natürlich ! Oder haben Sie Ihrem Gehirn schon einmal befohlen, die linke Hand zu heben, und es hat geantwortet: „Nö, ich fühle mich heute nicht danach.“ Sie sind der Boss. Sie machen die Ansagen.

Das ist auch der Tenor des ganzen Buches. Sie sind der Boss ! Und keine Ausrede ist erlaubt … Außer vielleicht Ihre 1. Blutanalyse. Aber wirklich nur die Erste !

Jeden Tag Meditation

Jede Religion behütet und lehrt das gleiche zentrale Geheimnis: das Stoppen des sog. inneren Dialogs. Das Öffnen der Tür zum Unterbewusstsein. Der Zugang zu Gott, wenn Sie so wollen. Der Weg dorthin, die Gebrauchsanleitung dazu heißt „Meditation“.

Für den griechischen Philosophen Platon war das Meditieren das Endziel allen menschlichen Strebens, das absolut Schöne. In der christlichen Tradition kann die Meditation zu höchstem Glück führen. Auch in den östlichen Traditionen wie dem Joga oder Zen ist die Meditation zu Gott ein Weg zu höherer Selbsterkenntnis und Transzendenz.

Ein angenehmer und höchst erwünschter Nebeneffekt dieser Technik ist der Abbau von Stress durch Entspannung. Durch tägliches Üben können Sie zu einer deutlich höheren Stressresistenz gelangen. Eine kürzest‐mögliche Gebrauchsanleitung finden Sie im Buch „Das Mental‐Programm“ (S.252).

PS: Haben Sie jetzt das Hauptwort mitbekommen? Oder haben Sie es doch wieder überlesen? „Achtsamkeit“ übrigens ist ein Begriff, ein Resultat der Meditation, der dem Leben endlich wieder Farbe verleiht. Als Kind waren Sie achtsam. Die Welt, das Leben war farbig. Sie waren „präsent“. Also achtsam. Bis zum 4. Lebensjahr übrigens befindet sich der Mensch praktisch nur im Alpha-Zustand. Ist also schon im Ziel. Das erklärt auch das phänomenale Sprachen-Lernvermögen kleiner Kinder.

Aber zurück zu Ihnen: Haben Sie es also gelesen? Das Wort

Stressresistenz

Genau das, was Sie von mir für sich immer wünschen. Jeden Tag. Aus gutem Grund. Ich verstehe Sie. Und wie man das schafft? Hier nochmals meine 4 Antworten:

  • Magnesium über 1,0 mmol/l im Blut
  • Tryptophan im Blut im oberen Normbereich
  • Waldlauf täglich 1 Stunde
  • MEDITATION täglich

Und vielleicht erinnert sich der Eine oder Andere von Ihnen noch an die News vom 03.10.2011 mit dem „Störsender“. Ein Störsender verhindert normalerweise, dass Sie gewünschte Informationen empfangen. Ihr Störsender heute, das ist Ihr Alltag. Das ist eine meist quälende Informationsflut, die Ihrem Gehirn einen Beta-Rhythmus aufzwingt. Meditation bedeutet das Ausschalten dieses Störsenders.

News zum Nachlesen: Meditation verlängert Telomere (04.09.2015), Meditation klappt nicht ? (22.06.2015)