Die Übersetzung der Messung

Die Messung der Blutwerte ist nicht nur der Startschuss von Frohmedizin, sondern könnte auch zum sprichwörtlich „roten Faden“ Ihres Lebens werden. (News 16.11.2018) Die ist mittlerweile auch zu einem

Markenzeichen meiner Arztpraxis in Roth

geworden. Dort vermuten wir nicht, plaudern zwar mit Ihnen, aber erzählen keine der üblichen Märchen, sondern wir messen. Wir messen exakt in Ihrem Blut, noch genauer im Serum. Das ist der Weltstandard. Und auch danach können wir weiter sehr präzise vorgehen !

Diese ausgefeilte Methode beendet übrigens auch die oftmals leidige Vitamindebatte. Jeden Monat werden die lebenswichtigen Vitamine, die Nahrungsergänzungsmittel entweder verteufelt oder in den Himmel gehoben. Da mische ich mich aber nicht mehr ein: Wir messen im Blut, stellen absolut korrekt Nährstoffdefizite fest und gleichen die dann in der Höhe dank unserer Jahrzehnte langen Erfahrung wieder aus. Wir wissen (!) mittlerweile sehr genau, was Patienten oder auch Sportprofis brauchen – kümmern uns also, mit Verlaub, nicht mehr um Kritik oder Kritiker.

Wir messen und wissen !

Nur, so erfahre ich immer wieder: Sie, die Patienten, haben davon ein ganz anderes Bild als ich. Messen könnte nämlich auch Ihr Hausarzt. Der könnte Ihr Blut auch in spezialisierte Labore einschicken und dann die Messwerte bekommen. Doch die ärztliche Kunst beginnt erst nachher … Mit der Übersetzung, mit der Deutung dieser Werte. Mit einem Laborwert allein kann man in aller Regel sehr wenig anfangen … Erst recht, wenn man ihn aus schulmedizinischer Sicht betrachtet.

Ein Beispiel:

Besuchte uns ein Zahnarzt. War früher mal Hochleistungssportler. Ein drahtiger Mann mit heute riesiger Zahnarzt-Praxis. Der klagte über (na, über was glauben Sie …) Müdigkeit, Leistungsschwäche und Lustlosigkeit, die er natürlich mit seiner Arbeitsüberlastung begründete. Das stimmt wohl auch, nur die Arbeit kann man nicht ändern. Weniger arbeiten, wie geht das ???

Also, was tun ?

Und immer wieder, jeden jeden Tag verblüfft meine Antwort: MESSEN ! Scheinbar erwarten Sie irgendein Wunderkraut in Tablettenform oder dergleichen. ABER, dann eben auch die Messergebnisse ÜBERSETZEN. Da umfasst unser Befund so 20 Punkte und ist damit wahrlich ausführlich. Die ersten 6 möchte ich Ihnen hier einfach mal abdrucken. Damit auch Sie ein Bild bekommen, wie ich es in mir trage:

(1) Die Müdigkeit des Patienten wird fortbestehen, weil der so entscheidende Eisenspeicher Ferritin nur leicht auf jetzt 40 zugenommen. Das ist ein für einen Sportler oder Kopfarbeiter unmöglicher Wert. Sir Sebastian Coe, immerhin Weltmeister, trat bei Werten unter 140 gar nicht an. Ich persönlich habe konstant über 300 (… will mich doch in Hawaii nicht blamieren !). Bedeutet Sauerstoffversorgung von Muskulatur und Herz und damit Ausdauer. In Ihrem Fall jetzt: Eisen 5‐6 x spritzen lassen. Oder besser Infusion.

(2) Kommt hinzu, dass der Druck im Ihrem Leben extrem angestiegen ist: Stresshormon Cortisol jetzt mit 262 weit über der gefährlichen Schwelle 200. Ab 250 werden Sie katabol (Eiweißabbau, Immunsystem). Der Zielbereich aber liegt deutlich unter 100. Erreicht man nur (!) mit Meditation oder langen Läufen. Daher das Buch „Laufend gesund“.

(3) Die unangenehme Folge ist, dass der Gegenspieler Testosteron, Ihr innerer Antrieb, jetzt unter die Untergrenze abgesunken ist. Das ist für das Lebensgefühl nicht besonders förderlich. Also für Antrieb, Libido, Aufbau von Eiweiß (Immunsystem !) Natürlich könnte man Testosteron zuführen (Gel).

(4) Den Druck erkennt man wieder am kämpfenden Immunsystem. Das wird mit den Folgen des EBV (Mononukleose) nicht so recht fertig. Macht zunächst nichts, jedoch raubt dieser ständige Kampf zusätzlich Lebensenergie. Ein typischer Befund bei Hochleistungssportlern.

(5) Die einzige Abhilfe ist ein stärkeres Immunsystem. Und das besteht aus Eiweiß. Ihr Eiweißspiegel ist unverändert traurig tief mit 6,97. Sie erinnern sich: deutscher Durchschnitt 7,65. Durchschnitt sollte man wenigstens erreichen. Sieger haben über 8,0 g% (Namen geläufig).

(6) … Aminogramm, Zink, Vitamin D. …

Die Messung im Blut ist in der Frohmedizin einerseits der Ausgangspunkt und andererseits ein Kontrollpunkt (der Auffüllung). Danach hat immer die ÜBERSETZUNG der Blutwerte – mit sogar emotionaler Deutung – zu erfolgen. Und genau diese Arbeit, diese Übersetzung wird in Deutschland noch wenig geleistet. Weil: Die braucht enorm viel Zeit und noch mehr Energie. Tag-täglich. Familie kann man sich dann als Arzt wohl abschminken …

Doch genau darum kommen meine Patienten oft sogar von weit her in meine Praxis. Das allein schon ist eine Anerkennung. Vielen vielen Dank !

Zum Nachlesen: Trockenblutanalyse (News 03.12.2018), Kontrollen sind das A und O (News 26.10.2017)

Taten und nicht Emotionen steuern das Tun

Gelegentlich landen auf meinem Schreibtisch eher kryptische Texte. Sind nicht gleich verständlich. Muss man dann mehrmals lesen, um sie zu verstehen. Texte, die einem aber oft einen Schritt weiterhelfen, durchaus klüger machen. Hier unterhalb sehen Sie so ein Exemplar. In dem Text geht es um Emotionen und das Handeln. Das Tun. Da wird eine sehr wesentliche Stufenleiter aufgebaut !

Gemeinhin sind wir einverstanden mit der Feststellung, dass unsere Emotionen das Handeln steuern. Wenn wir lieben, tun wir dies, wenn wir hassen, tun wir das. Einverstanden. In dem mir übermittelten Text wird das aber ein bisschen aufgedröselt:

Nicht Emotionen steuern unser Handeln, sondern Emotionen sind das Resultat einer Handlung. Also umgekehrt ! Allerdings ist der Sprung von der Emotion zum Gefühl (noch) unklar. Jeder fühlt anders. Aber: Emotionen sind die Ziegelsteine für das Gefühl.

Ein Gefühl entsteht also aus Emotionen. Es wird aufgebaut wie eine Mauer aus Ziegelsteinen. Weiter im Text:

Liest man Studien über den Zusammenhang von Emotion und Handlung, so wird meistens ein nicht linearer, inverser U-shaped Zusammenhang festgestellt.

Heißt übersetzt: Kleine Emotion (z.B. wenig Liebe), keine Handlung. Mittelgradige, vernünftige Emotion: Handlung. Zu starke Emotion (z.B. Hass): Keine Handlung. Stillstand. Starre. Das wird in dem Text allerdings anders gedeutet:

Unser Handeln wird von den im Gehirn kreierten Erwartungswerten beeinflusst. Und deren Bildung wird enorm von Molekülen beeinflusst. Wie z.B. vom Kuschelhormon Oxytocin, vom Antriebshormon Dopamin, vom Glückshormon Serotonin usw..

Weil wir dank Epigenetik, also dem Aktivieren und Stummschalten von Genen, beeinflussen können, welche Moleküle uns erreichen, und das (ein gewisser) Prof. Barrett auch aufzeigt, dass das Gehirn von Handlung lebt und nicht von Denken (Vorsicht: Meditation ist tun, handeln !) … beeinflusst …. unser Handeln unser Tun und nichts anderes. Dazu folgende Erläuterung:

In einer Studie mit Surfern wurde festgestellt, dass gute Wellen von Amateuren gleich gut erkannt werden wie von Profis. Allerdings erkennen Profis riskante Wellen deutlich besser als Amateure. Gefährliche Wellen erfordern mehr Erfahrung, erkannt zu werden, weil man auf ihnen schon einmal geritten sein muss. Das bessere Erkennen gelingt also nur durch Handlung.

Es sind eben Handlungen, die unsere Handlungen steuern. Nicht Emotionen. Das ewige Pendel der Handlung, der Kausalität, schwingt immer weiter.

Soweit der Text. Für mich bleibt hängen: Handeln beeinflusst unser Handeln. Taten unser Tun. Denn Handeln (Bewegung, Ernährung, Denken) reguliert über Epigenetik Hormone in unserem Gehirn, die ihrerseits Gefühle vermitteln, die dann Handlung anstoßen.

Wenn man also eine (gute) Tat vollbringen will, dann muss man … TUN. Nicht nur darüber reden … Und wenn man ein langes, sogar schönes und erfülltes Leben führen will, so nützt der fromme Wunsch allein wenig. Da kann man Jünger um sich sammeln, kann predigen, kann berühmt werden, jedoch wenn man nicht selbst handelt, nicht selbst zur Tat schreitet, erreicht man nichts von diesem Ziel.

Das bringt uns zum denkbar einfachsten TUN, dem Laufen oder Rennen oder zur Bewegung generell. Der bekannte Spruch „Laufen Sie um Ihr Leben“ hat also nicht nur mit dem banalen „am Leben sein“ zu tun, sondern auch mit der Qualität des Lebens. Laufen ist das zentrale Geheimnis (des Lebens). Deswegen hat der Mensch 2 Beine, die nicht nur aus Knochen, sondern auch Muskeln bestehen !

Jedenfalls sollte es so sein.

PS: Als Verfasser des genannten Textes hat sich übrigens mein Sohnemann herausgestellt.

Ist-Werte und Soll-Werte

Der wesentliche Unterschied zwischen einer Ameise und einem Adler ist wohl, dass sich die Ameise abstrampelt und durchs Leben kämpft. Der Adler hingegen schwebt souverän oder gar majestätisch darüber … Haben Sie’s vor Augen? Die beiden Bilder sprechen eine deutliche Sprache, sind aber natürlich nur Symbole. Jeder von Ihnen spürt die Wahrheit dahinter. Und wenn Sie mich nun fragen, wie man von der Ameise (war ich auch 45 Jahre lang) zum Adler werden könnte, dann ist meine spontane Antwort:

Kümmern Sie sich um die Basis !

Damit meine ich die Blutanalyse. Die Molekularmedizin, wenn Sie so wollen. Und darf es Ihnen vielleicht am Beispiel Stress erklären:

Faktum ist: Es gibt Menschen, die tagsüber sehr gestresst sind und abends trotzdem abschalten und gut schlafen können. Bei denen funktioniert die Regeneration. Die können trotz vollen Terminkalenders und großer Verantwortung abschalten und entspannen – auch wenn Aufgaben unerledigt blieben. So erhalten die ihre Gesundheit aufrecht und ihr Wohlbefinden.

Andere können das nicht. Bei denen dreht sich das Karussell mit dunklen Gedanken immer weiter. Auch abends im Bett und selbst in der Freizeit. Nach Erkenntnissen des Karolinska Instituts in Stockholm ist vorrangig nicht der Stress Grund für ein Burnout, sondern Schlafmangel in Kombination mit Stress.

Da frage ich mich: Warum hat denn der Eine Probleme mit dem Schlaf und der Andere nicht? Warum findet man einerseits Abstand und andererseits bleibt man im Hamsterrad hängen? Es ist scheinbar sogar so, dass oft gerade die Menschen, die aufgewühlt sind, innerlich so unruhig und nervös sind, dass sie Entspannung dringend nötig hätten, dazu aber nicht mehr in der Lage sind. Von Meditation will ich da gar nicht mehr reden, denn die Betroffenen kommen mit den üblichen Techniken (ohnehin) nicht zurecht.

Und warum? Weil auch hier gilt:

Erst der Körper, dann der Geist !

Es müssen zuerst die Moleküle des Körpers in Ordnung gebracht werden. Dann erst kann das Gehirn auf Sendeschluss oder Nachtruhe umschalten. Dazu 2 Ihnen hoffentlich längst bekannte Stichwörter:

  • Magnesium (das Salz der inneren Ruhe)
  • Serotonin (das Hormon der Souveränität, des Abstandes).

Und: Ist die Basis gelegt, kommt auch der Schlaf !

Generell stimmt schon, dass täglicher Ausdauersport und Meditation “Pflicht” sind auf dem Weg zum Adler, doch auch dazu braucht man einen gut funktionierenden Körper.

Menschen sind nun einmal unbestreitbar eine Ansammlung von Molekülen. Und zur optimalen Funktion dieser Ansammlung brauchen wir jedes dieser Moleküle in der optimalen Menge. Darum die Grundidee der Blutanalyse. Und es ist nicht nur diese Messung im Blut, die völlig unterschätzt wird, sondern dann auch deren Werte.

Die wahre Kunst dabei ist die Interpretation.

Die Deutung. Das Wissen über die Ist-Werte und über die Soll-Werte. Die Ist-Werte werden Ihnen vom Laborarzt ausgedruckt. Das sind die Durchschnittswerte der Allgemeinheit, der (kranken) Bevölkerung. Die Soll-Werte muss man sich erarbeiten !

Hat mich Jahrzehnte gekostet …

QUELLE: „das schlaf-gut buch“. Erscheint am 15.10.2018 im Buchhandel.