Schulmedizin aktuell am 4. April 2019

Europa

“Jedes Kind kostet 1 Zahn.” So lautet eine alte Volksweisheit und die lässt sich inzwischen wissenschaftlich untermauern. Mütter mit zumindest 1 Kind haben tatsächlich eine schlechtere Zahngesundheit und damit ein erhöhtes Risiko, in der 2. Lebenshälfte Zähne zu verlieren. Der 12. Mai ist im Jahr 2019 nicht nur Muttertag, sondern auch Europäischer Tag der Parodontologie. Dabei möchte eine Kampagne unter dem Motto “#LoveYourGum – Liebe Dein Zahnfleisch” insbesondere Schwangere auf die frühzeitige Diagnose und Behandlung von Parodontalerkrankungen aufmerksam machen. (Deutsche Gesellschaft für Parodontologie, 04.04.2019)

Bild: Deutsche Gesellschaft für Parodontologie

Eine große europäische Studie zeigte auf, dass 97 % aller untersuchten Polypharmaziepatienten (10 Medikamente im Schnitt) – also fast alle – zumindest 1 Fehler in ihrer Medikation aufweisen. Oft sind es sog. Verschreibungskaskaden, die dazu führen, dass ein Symptom nicht als Nebenwirkung eines Medikaments erkannt wird. Dieses Risiko entsteht schnell, wenn Patienten von verschiedenen Ärzten behandelt werden. (MedUni Wien, 04.04.2019)

Deutschland

Der Boom in der deutschen Fitnessbranche geht weiter: So verzeichneten die Fitnessstudios 2018 rund 11,09 Mio. Mitgliedschaften (+4,5 %) und auch der Gesamtumsatz legte um 2,5 % auf 5,33 Mrd. € zu. Die Anzahl der Fitnessstudios stieg um 3,9 % auf nunmehr 9.343. (Deloitte, 04.04.2016)

Infografik: Deloitte

Erkältungsmittel unterscheiden sich aus Konsumentensicht deutlich in der Wirksamkeit und den Nebenwirkungen, hingegen weniger im Preis und der Anwendbarkeit. Die Consline AG hat für ihren neuen Quality Experience Index die 10 meistdiskutierten OTC Erkältungsmittel im Internet dahingehend analysiert. Nur Aspirin Complex überzeugte bei allen Kriterien. (Consline AG, 04.04.2019)

Infografik: Consline AG

Parodontitis ist in Deutschland weit verbreitet. Laut der aktuellen Deutschen Mundgesundheitsstudie DMS V sind 51,6 % der 35-44-Jährigen und 64,6 % der 65-74-Jährigen von einer moderaten oder schweren Parodontitis betroffen. (Deutsche Gesellschaft für Parodontologie, 04.04.2019)

Die Politik in Deutschland muss dringend die Rahmenbedingungen für eine wirksame Prävention sowie eine umfassende Versorgung von Diabetes Mellitus Typ 2-Erkrankten verbessern. (IKK, 04.04.2019)

25 % der Männer über 50 haben wegen einer gutartigen Prostatavergrößerung zumindest moderate Probleme beim Wasserlassen. Doch manchmal genügt es schon, die Trinkgewohnheiten zu ändern oder an Übergewicht zu verlieren. Genügen solche Lebensstiländerungen nicht, kann der Arzt Medikamente verschreiben, die das Muskelgewebe der Prostata erschlaffen oder schrumpfen lassen. Bei weiterhin starken Beschwerden ist eine Operation nötig. (Apotheken Umschau, 04.04.2019)

Das Qualitätsmerkmal “Made in Germany” ist für pharmazeutische Unternehmen Chance und Risiko zugleich. Das ergab eine Umfrage unter den 260 im BPI organisierten Mitgliedern. (Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie, 04.04.2019)

Dänemark

Die European Sperm Bank ist eine der weltgrößten Samenbanken und hat nun ihre Mehrheitsanteile an die Private-Equity-Investmentgesellschaft Axcel verkauft. Seit dem sog. Samenspender-Registergesetz von 2018 übrigens hat jeder Mensch das Recht zu erfahren, von wem er abstammt. (European Sperm Bank, 04.04.2019)

ESB-Chefin Annemette Arndal-Lauritzen. (Foto: European Sperm Bank)

Österreich

Migräne ist eine Volks- und keine Zivilisationskrankheit. Mit der Entwicklung der monoklonalen CGRP-Antikörper für die Vorbeugung (Prophylaxe) kann man zurecht über einen Meilenstein in der Therapie von Migräne sprechen. … Wichtig ist, dass die Betroffenen den Weg zur Neurologin bzw. zum Neurologen finden. (Österreichische Kopfschmerzgesellschaft, 04.04.2019)

Pressekonferenz von Novartis Pharma u.a. mit der Vizepräsidentin der ÖKSG. (Foto: Novartis Pharma GmbH / APA-Fotoservice / Hörmandinger)

Frauen sind 2-3 Mal häufiger von Migräne betroffen als Männer. Und am stärksten ausgeprägt ist die Migräne im Alter von 30-39 Jahren – also genau dann, wenn die Betroffenen voll im Berufsleben stehen und vielleicht eine Familiengründung planen. (Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien, 04.04.2019)

In Österreich wurden 2018 bei 178 Aufgriffen der Zollbehörden rund 10.500 Medikamentenplagiate beschlagnahmt. Zudem wurden 2.639 Sendungen mit 1,186.951 illegalen Medikamenten aus dem Verkehr gezogen. (Österreichische Ärztekammer, 04.04.2019)

In Österreich dürfen rezeptpflichtige Arzneimittel nicht über das Internet bestellt werden, sondern müssen in der Apotheke gekauft werden. (Pharmig, 04.04.2019)

Je älter und kränker Menschen werden, desto mehr Medikamente bekommen sie gegen ihre Leiden verschrieben. Dann nehmen immer mehr Menschen regelmäßig mehrere verschiedene Medikamente ein und das wiederum steigert das Risiko von unerwünschten Wirkungen. Wer regelmäßig 5 oder mehr verschiedene Medikamente einnimmt, gilt als Polypharmaziepatient. (MedUni Wien, 04.04.2019)

Nur 1-3 % der Zecken in Österreich tragen das FSME auslösende Virus in sich. Doch das Problem dabei ist, dass es bei FSME keine Therapie gibt, sondern nur die Symptome behandelt werden. (ÖVIH, 04.04.2019)

Schweiz

Liebe Medienschaffende, obwohl die Kosten für die Koloskopie oder den Blut-im-Stuhl-Test seit 2013 für Schweizer im Alter von 50-69 Jahren von der obligatorischen Krankenversicherung übernommen werden, profitiert nur ein kleiner Teil der Bevölkerung von der Darmkrebsfrüherkennung. (Krebsliga Schweiz, 04.04.2019)

Die Schweizer Medizintechnik-Branche arbeitet mit Hochdruck an der Umsetzung der neuen EU Verordnung über Medizinprodukte. Indessen zeichnet sich wegen des Brexits immer deutlicher ein Versorgungsengpass ab. Rund 40 % der Medizinprodukte in der EU wurden in GB zertifiziert. (Swiss Medtech, 04.04.2019)

Schulmedizin aktuell am 2. April 2019

Welt

Rund 113 Mio. Menschen in 53 Ländern litten 2018 unter Ernährungsunsicherheit, 2017 waren es noch 124 Mio.. Das geht aus einem Bericht der EU, FAO und UN hervor. Fast 2 Drittel der hungernden Menschen verteilen sich auf folgende 8 Länder: Afghanistan, Demokratische Republik Kongo, Äthiopien, Nigeria, Südsudan, Sudan, Syrien und Jemen. (EU Kommission, 02.04.2019)

Viren können krank machen. Neben Infektionen wie Masern oder Grippe verursachen sie weltweit jede 6. Tumorerkrankung. Viren können aber auch nützlich sein. (Deutsche Krebshilfe, 02.04.2019)

Europa

Die europäische Pharmaindustrie investiert jährlich fast 34 Mrd. € in Forschung und Entwicklung. (FOPI, 02.04.2019)

Deutschland

Jahrzehnte lang galt Milch als gesund und gut für die Knochen und Zähne. Milch gehörte zu jedem Frühstück wie selbstverständlich dazu. Mittlerweile aber hält sie jeder 3. Deutsche für schädlich und verzichtet sogar darauf. (Oatly, 02.04.2019)

Essen dient längst nicht mehr nur der Nahrungsaufnahme, sondern ist durch die Medien eine Art Popkultur geworden. Immer wichtiger wird daher eine zielgruppengerechte Übersetzung gesundheits- und ernährungsrelevanter Forschungsergebnisse, damit die Konsumenten den Überblick behalten können. Zudem gibt es viele widersprüchliche Informationen über die Ernährung. nutriCARD erforscht daher die Ernährungskommunikation als Einflussfaktor auf das Essen. (nutriCARD, 02.04.2019)

In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 60.700 Männer neu an Prostatakrebs. Damit ist diese Tumorart die häufigste Krebserkrankung bei Männern, gefolgt von Lungen- und Darmkrebs. Und schon vor über 100 Jahren waren Ärzte erstaunt, dass zufällige Infektionen bei Krebspatienten bösartige Tumore schrumpfen ließen. Heute verändern Wissenschaftler Viren mit gentechnischen Methoden so, dass diese fähig sind, Krebszellen anzugreifen. Die Eigenschaft der Viren, in Körperzellen einzudringen und sich zu vermehren, unterstützt diese Methode. (Deutsche Krebshilfe, 02.04.2019)

Auch Menschen mit wenigen Leberflecken und einem eher unempfindlichen Hauttyp sollten alle 2 Jahre zum Hautkrebsscreening gehen. Denn selbst aus einem kleinen, eher unscheinbaren Fleck kann sich ein bösartiger Tumor entwickeln. In fast allen Fällen ist das Sonnenlicht die Ursache dafür, dass sich Hautzellen verändern und zu bösartigen Tumoren werden. (HausArzt, 02.04.2019)

Arzneimittel gelangen zu 88 % durch Privathaushalte, Krankenhäuser und falsche Entsorgung in die Umwelt. … Retardkapseln geben den Wirkstoff nur langsam über den Tag verteilt ab. Dadurch wirkt die Arznei gezielt im Körper und wird weniger ausgeschieden. Monoklonale Antikörper gehören zu den sog. Biopharmazeutika. Diese Arzneistoffe sind im Körper besser abbaubar, da sie nicht durch chemische Synthese hergestellt werden, sondern gentechnisch mit Hilfe tierischer oder pflanzlicher Organismen. (BPI, 02.04.2019)

Mit der Digitalisierung medizinischer Einrichtungen rücken die klinischen Versorgungsprozesse für das Gesundheitswesen immer stärker in den Mittelpunkt. So dient IT längst nicht mehr nur der Dokumentation und Abrechnung, sondern hat den Anspruch, die medizinische Behandlung entlang der gesamten Versorgungskette zu verbessern und dabei den Patienten einzubinden. Letztlich will jedes Krankenhaus durch die Digitalisierung Effizienzen heben und die Produktivität steigern. Wer dabei analoge Prozesse einfach nur digital abbildet, verschenkt Chancen. (DMEA 2019, 02.04.2019)

TI as a Service ebnet Kliniken den Weg zu digitalen Anwendungen wie dem eMedikationsplan oder Notfalldatenmanagement. Der Clou: Eine Ambulanz oder Praxis muss die Technik dafür nicht selbst anschaffen und betreiben, sondern kann die Dienstleistung komplett mit Vertrag einkaufen. (Concat AG, 02.04.2019)

Infografik: Concat AG

Österreich

Getreu dem Motto “Bewegung ist ein Gebet mit dem ganzen Körper” werden Ordensleute aus ganz Österreich beim Vienna City Marathon 2019 mitlaufen und 3 Staffeln bilden. (Ordensgemeinschaften Österreich, 02.04.2019)

Menschen sind mehr als ihre Krankheit. Gerade Menschen mit Demenz sind sehr viel mehr als ihre Krankheit. (Diakonie Österreich, 02.04.2019)

Plakat 2019 der Diakonie Österreich

Die Entwicklung von Arzneimitteln gleicht einem Marathonlauf. … 2018 wurden von der EU 41 solche neuen Wirkstoffe auch für Österreich zugelassen, darunter 11 Krebsmedikamente, 5 Arzneimittel für lebensbedrohliche Blutgerinnungsstörungen, 5 Medikamente für seltene Erkrankungen sowie 2 innovative HIV-Therapien. (FOPI, 02.04.2019)

Pressekonferenz des FOPI u.a. mit Präsident Ingo Raimon. (Foto: FOPI / APA-Fotoservice / Hörmandinger)

Emicizumab, die 2 Onkologika Axicabtagen-Ciloleucel und Tisagenlecleucel sowie Burosumab sind aus Sicht der AGES die besten Beispiele für Arzneimittel-Innovationen des Jahres 2018. (AGES, 02.04.2019)

Weil Herr und Frau Österreicher im Jahr 33,4 kg Zucker konsumieren, haben SPAR, Ärzte und Lebensmittelproduzenten eine Allianz gegen zu viel Zucker gegründet. Zweck der Initiative ist, auf den erhöhten Zuckerkonsum in Österreich aufmerksam zu machen, aus Produkten Zucker zu entfernen und damit den Körper an weniger Süße zu gewöhnen. Zuckerreduktion passiert nicht von selbst. (SPAR Österreichische Warenhandel AG, 02.04.2019)

V I D E O

Die Fachtagung „Gute Arbeit für wenig Geld” zeigt Mängel bei Kollektivverträgen und Entlohnung von Österreichs PsychotherapeutInnen auf. (Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie, 02.04.2019)

Schweiz

1.800 Standorte, 21.700 Beschäftigte und täglich 340.000 Kunden: so lauten die Eckdaten der Apotheken in der Schweiz. (pharmaSuisse, 02.04.2019)

Plakat “Juckts? 2019” von pharmaSuisse

Eine Infektion mit dem Cytomegalovirus (CMV) ist sehr häufig. CMV ist eine Art Herpesvirus. Bluttests zeigen, dass 60-90 % der Erwachsenen irgendwann eine CMV-Infektion erleiden. (Merck Sharp Dohme AG, 02.04.2019)

Dänemark

Beim CCL22 handelt es sich um ein von Makrophagen abgeleitetes Chemokin, das immunsuppressive Wirkungen durch die Aufnahme von regulatorischen T-Zellen in die Tumormikroumgebung (TME) ausübt. CCL22 wird von Zellen in der TME in vielen verschiedenen Krebsarten wie Melanom, Brust-, Lungen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs exprimiert und soll eine immunsuppressive Wirkung durch die Aufnahme von regulatorischen CD4+ T-Zellen vermitteln. Wie schon erwähnt, können CCL22-spezifische T-Zellen von Krebspatienten CCL22-exprimierende Tumorzellen abtöten. Die Aktivierung von CCL22-spezifischen T-Zellen kann die CCL22-Konzentration in der TME direkt beeinflussen, was darauf hindeutet, dass CCL22 ein wichtiges Ziel für einen immunmodulatorischen Impfstoff darstellen könnte. IO Biotech hat dieses Konzept weiter untersucht. (IO Biotech, 02.04.2019)

Österreichs Gesundheitssystem 2016 wieder 1,24 Mrd. € teurer

Die Gesundheitsausgaben der Schulmedizin einschließlich der Kosten für die Langzeitpflege haben 2016 in Österreich 36,88 Mrd. € betragen und damit 10,4 % (2015: 10,3 %) vom Bruttoinlandsprodukt (BIP). Das meldet die Statistik Austria in einer Aussendung. Gegenüber 2015 sei das ein Anstieg um 1,24 Mrd. €. Die Zahlen wurden übrigens nach der Berechnungsmethode des System of Health Accounts ermittelt.

Verwaltung 4,2 %, Prävention 2,2 %

Davon werden 74,1 % (27,3 Mrd. €) öffentlich finanziert, das heißt von Bund, Ländern, Gemeinden sowie den Sozialversicherungen getragen. Die restlichen fast 10 Mrd. € bezahlten private Haushalte, freiwillige Krankenversicherungen, private Organisationen sowie Unternehmen. Mit den 10,4 % des BIP liegt Österreich im OECD-Vergleich auf dem 10. Platz, soll heißen „nahezu gleichauf mit Belgien und Dänemark und im oberen Mittelfeld der 35 OECD-Mitgliedstaaten“. Der OECD-Durchschnitt beträgt 9 % des BIP, jener der 22 EU-Mitgliedstaaten in der OECD 8,8 % des BIP.

Der größte Brocken im „Gesundheitssystem“ sind traditionell die Leistungen der Spitäler, Kur- und Pflegeheime sowie Rehabilitationseinrichtungen und haben 2016 in Österreich 15,3 Mrd. € oder 41,5 % aller Ausgaben betragen. Davon haben 9,26 Mrd. € „ambulante Leistungen“ betroffen. Weitere 17 % (6,24 Mrd. €) wurden für sog. pharmazeutische Erzeugnisse und medizinische Gebrauchs- und Verbrauchsgüter (u. a. Medikamente und Hilfsmittel aller Art) ausgegeben. Die restlichen Ausgaben verteilten sich u.a. auf die häusliche Langzeitpflege (7,1 %), die Verwaltung (4,2 %), und sogar „die Prävention“ (2,2 %).

Telefonische Beratung von AWP und GOIN soll Spitäler entlasten – Pilotprojekt

Allianz Worldwide Partners (AWP) und das Praxisnetzwerk GOIN haben in Ingolstadt die erste regionale Telefonberatung bei medizinischen Notfällen gestartet. Der medizinische Beratungsdienst von AWP und den 430 niedergelassenen Ärzten (aller Fachrichtungen) stehe dabei Patienten kostenfrei rund um die Uhr zur Verfügung, heißt es in einer entsprechenden Presseaussendung. „Das Team von AWP unterstützt bei GOINakut die Anrufer, indem es eine Empfehlung zur Vorgehensweise bei Beschwerden liefert. Ein wissenschaftlicher Fragebogen hilft dabei, die Situation richtig einzuschätzen“, erklärt Olaf Nink, CSO von AWP Service Deutschland.

Bei Beschwerden kann man neuerdings auch 0841/8866 866 wählen. (Infografik: obs / Allianz Global Assistance / www.goinakut.de)

Oder treten z.B. nachts plötzlich Bauchschmerzen auf und der Hausarzt ist nicht zu erreichen, dann kann der medizinische Experte von AWP einschätzen, ob eine Aufnahme in der Notambulanz oder ein Bereitschaftsarzt notwendig ist oder ein Besuch am nächsten Tag beim Fach- oder Hausarzt ausreicht. Ziel dieses „Pilotprojektes“ ist laut Nink die beste Patientenbetreuung samt Entlastung der Notauf-nahmen der Spitäler. „Der telefonische Kontakt hat hierbei eine rein beratende Funktion: Der Triage Service erstellt keine Diagnosen, bei Notfällen und lebensbedrohlichen Situationen sollte man aber weiterhin den Notruf 112 wählen.“

Um den genannten Service von AWP nutzen zu können, müssen sich Patienten allerdings vorab online, per App oder schriftlich registrieren und eine Einwilligungserklärung abgeben! Ähnliche Projekte hätten in England, Dänemark und der Schweiz bereits „positive Ergebnisse“ erzielt, so der AWP-Manager.