Medizinwitz des Tages 29. Mai 2020

Dramatischer “Bild”-Appell von Deutschlands Gesundheitsminister Spahn: “Geht zum Arzt, BITTE !”

Bild.de am 29.05.2020

In 12 EU-Staaten wie auch in den USA, Canada und Neuseeland gehört das Impfen in der Apotheke zum Alltag.

Österreichische Apothekerkammer am 29.05.2020

Die nächste Influenza-Welle steht unweigerlich vor der Tür und wird dem österreichischen Gesundheitssystem eine zusätzliche Belastung bescheren, die nicht notwendig wäre.

Österreichische Ärztekammer am 29.05.2020

In Deutschland sind es nur noch 30 Weizensorten, die an Klima und Boden angepasst sind. Und in Österreich gibt es auch nur mehr 500 verschiedene Apfelsorten.

Verein Arche Noah am 29.05.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Sativex und Canemes: Bilanz über 1 Jahr Medizinalhanf in Deutschland

Seit dem 10. März 2017 können Ärzte in Deutschland schwerkranken Patienten Cannabisblüten „als Rezepturarzneimittel“ verordnen. Dem haben die Apotheken zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen bislang auch rund 44.000 Mal entsprochen. Dazu wurden 13.593 Anträge auf Kostenübernahme gestellt und auch 61 % davon – mit 10 € Zuzahlung – bewilligt.

Infografik: obs / Leafly Deutschland / Leafly.de

„Deutschland importiert aktuell 700 kg Cannabisblüten aus den Niederlanden. Weitere Blüten kommen aus Kanada. Doch die gelieferten Mengen reichen bei weitem nicht aus den Bedarf zu decken“, weiß Sandrina Kömm-Benson, Chefredakteurin von Leafly.de. Auch die für 2019 geplante Ernte in Deutschland, die durch die Cannabisagentur ausgeschrieben wurde, sei (rechtlich) in weitere Ferne gerückt. „Rund 1,5 Tonnen wurden ausgeschrieben, gebraucht wird aber das Dreifache. Da werden also schon wieder Engpässe programmiert.“

Laut einer Umfrage wurden 2017 am häufigsten (51 %) die Fertigarzneimittel Sativex (vor allem bei Multiple Sklerose) und Canemes (bei Krebs gegen Übelkeit und Erbrechen) verordnet. Am zweithäufigsten wurden Zubereitungen mit dem Wirkstoff Dronabinol verschrieben, hingegen „unverarbeitete Cannabisblüten“ am wenigsten (knapp 1.000 Mal). Die Politik wiederum urteilt bzw. bilanziert zweigeteilt. Während die CDU von einem „sehr wichtigen Schritt in der Versorgung Schwerstkranker“ spricht, ärgert sich die Opposition über die hohen Ablehnungszahlen der Krankenkassen.

Die Schranken im Kopf

Eine sehr kluge Ärztin hat kürzlich in den „Erfolgsgeschichten“ (kennen Sie diese Rubrik auf www.strunz.com?) etwas über „Schranken im Kopf“ gesagt. Sind allen Ärzten sehr vertraut. Aber wahrscheinlich auch Ihnen. Heißt in meiner Sprache: Wir wissen zu viel! Wir kennen die Grenzen unserer Mitmenschen … und akzeptieren diese stillschweigend auch bei uns.

Ein grober Fehler.

Als ob nicht jeder Mensch ein eigenes Geschöpf Gottes wäre. Und sich immer und in jedem Fall deutlich von seinen Mitmenschen unterscheidet. Kann man auch molekularmedizinisch beweisen. Kinder wiederum kennen das eigentlich begnadete „Nicht-Wissen“. Kinder wissen nichts von Grenzen, haben keine Bedenken oder gar Schranken im Kopf. Die haben Phantasien, sind neugierig und machen einfach. Wo ist bei denen der Unterschied zur Realität?

Dieses „Nicht-Wissen“, also keine Schranken im Kopf, habe ich persönlich einmal ganz fantastisch erlebt in Canada. Als ich doch glatt die Weltbestzeit im abschließenden Marathon meiner Altersklasse gelaufen bin. Bin noch heute stolz darauf. Noch nie seit Gründung des Ironman war ein Mensch diesen Marathon (nochmal: in meiner AK) schneller gelaufen als ich. Obwohl: Das konnte ich eigentlich gar nicht. Nur: Ich war dabei Kind.

Und dann tut man’s einfach !

Die eingangs erwähnte sehr kluge Ärztin hat auf Grund ihrer Lebenserfahrung eine andere bemerkenswerte Feststellung gemacht:

“Dr. Strunz hat mit seiner Frohmedizin die Perspektive auf den Kopf gestellt.“

Was sie damit meint? Ich zitiere weiter:

“In einer Gesellschaft, wo für die Senioren meistens Friedhofsführungen organisiert werden oder als Fortbildung in Universitäten Kurse über das Älterwerden stattfinden, da hat jemand diese Perspektive auf den Kopf gestellt. Man kann sich aber auch in den Spiegel schauen und feststellen, alles was man sieht, ist das Ergebnis der letzten Jahre. Und die neue fantastische Aussicht lautet: Es ist nie zu spät! Alles, was man verpasst hat, kann man schrittweise nachholen.“

Nachholen? Woher weiß sie das? Die Dame hat’s einfach gemacht. Genau das ist der springende Punkt. Überzeugungen gibt es viele, Schwätzer übrigens auch. Aber hier wird bewiesen. Zitat:

„Wenn man mit richtiger Ernährung beginnt, merkt man förmlich, wie beim Sport die Kraft wieder kommt. Jeden Tag ein bisschen mehr und man fühlt sich nicht dem Alter ausgeliefert. Dieses Gefühl kann die bisherigen Schranken im Kopf ausräumen. Richtige Ernährung und Bewegung können das Leben wieder sonnig und lebenswert machen.“

Lassen Sie mich immer und immer wieder betonen, dass solche Zuschriften, solche Schilderungen für mich jeden Tag ein Wunder bedeuten. Das sind keine Ergebnisse von “Schrottstudien”, die hier publiziert werden, sondern Erfahrungen von Betroffenen, von Lesern. Mehr Wahrheit (siehe Max Planck) gibt es nicht !

Selen hilft phänomenal

Dank Selen können Sie die Leichtigkeit des Seins spüren. (News vom 12.10.2006) Und das nicht nur, weil es lähmende Schwermetalle aus dem Körper spült. (News vom 05.04.2010) Hatte ich Ihnen erklärt mit der Entgiftungswirkung (die gewohnte Lähmung, Energielosigkeit verschwindet) und mit der Aktivierung der Schilddrüse (aus T4 wird T3). Und wann immer man in der wissenschaftlichen Literatur (inzwischen über 20.000 Arbeiten) über Selen stöbert, findet man Neues. Verblüffendes. Nicht nur mein Fazit:

Selen hilft.

Hilft gerade uns Europäern besonders gut, weil wir alle ohnehin sehr wenig Selen im Blut haben. Und Sie wissen, wenn ein Vitalstoff deutlich fehlt, man ihn aber optimiert, kann man wirkliche Hilfe, Heilung, ja sogar Wunder erwarten. Nehmen wir z.B. Prostatakrebs, den häufigsten Krebs des Mannes.

Prostatakrebs ist überflüssig.

Das sagt man den Männern nur nicht. Schon die Wunderwaffe Vitamin D verhindert grob gesagt die Hälfte aller Darmkrebsfälle genauso wie die Hälfte aller Brustkrebsfälle. Wenn man GENUG Vitamin D im Körper hat ! Sagen Ihnen die Ärzte das auch? Haben Ärzte schon einmal Ihr Vitamin D gemessen im Blut?

Jetzt also SELEN.

Unter 974 urologisch unauffälligen Männern, die 4,5 Jahre doppelblind, placebokontrolliert, zusammen also unangreifbar 200 mcg Selen bekamen, kam es zu einer Verringerung der Prostatakrebs um

63 %.

Mehr brauche ich Ihnen über Selen gar nicht sagen. Hat man noch genauer nachgeschaut, also nur die Patienten mit einem Anfangs-PSA kleiner als 4 mg/ml (also völlig normal), wurde Prostatakrebs in nur 2 Jahren sogar um 74 % verhindert. Warum reden wir dann eigentlich noch über Prostatakrebs?

Die Studie ist übrigens gespickt mit interessanten Details:

  • So war der mittlere Selenspiegel im Blut dieser Patienten 115 ng/ml. Das nannten die in den USA relativ tief.
  • Nach Gabe von 200 mcg Selen stieg der Spiegel auf etwa 190 ng/ml (erreicht, liebe Leser, niemand von Ihnen). Da erst trat die Wirkung ein. Das nannten die in den USA „adäquat“.

Zur Erinnerung: Laut WHO beträgt der Mittelwert von Selen in den USA 160 ng/ml, in Canada 190 ng/ml und in Guatemala 240 ng/ml. So und jetzt fragen Sie bitte mal Ihren Hausarzt oder Ihren Facharzt über den Normalbereich von Selen aus. Die werden nicht einmal das wissen …

  • War der Ausgangspegel von Selen besonders tief, nämlich unter 106 ng/ml, wurde Prostatakrebs sogar um 92 % verhindert. Also praktisch ausgerottet.

Dahinter steckt folgendes Prinzip: Hat man anfangs sehr wenig von der rettenden (heilenden) Substanz im Blut, dann helfen NEM (!!!) besonders stark. Das gilt wohl für alle 47 NEM. Erklärt andererseits auch, warum manche Studien mit Selen keine positive Wirkung gezeigt haben. Dort war der Ausgangswert von Selen schon deutlich über 130 ng/ml. Und bei diesem Grenzwert tritt die Anti-Krebs-Wirkung ja ein. Dennoch werden solche Schrottstudien gemacht (um Selen in Verruf zu bringen ?).

Kurz und gut: Selen hilft phänomenal.

Kein Wunder, dass mein Cousin, Prof. Dr. Detlev Thilo-Körner, sein berufliches Leben diesem Metall verschrieben hatte. (News von 31.07.2017)

PS: Selen ist generell eine Wunderpille gegen Krebs, insbesondere Lungenkrebs und Dickdarmkrebs. Hat Ihnen deshalb schon Ihr Hausarzt täglich 200 mcg Selen verschrieben? Fragen Sie ihn doch, warum noch nicht …

Quelle:  Brit J Urol (1998), 81, 730

Folsäuremangel

An der McGill‐University in Montreal erhielten Testpersonen 3 Wochen lang ohne ihr Wissen Lebensmittel mit sehr wenig Folsäure. Sie wurden reizbar, nervös, bekamen Schlafstörungen. Sie selbst beschrieben Ihren Stresspegel während dieser Zeit als „sehr hoch“ bis „extrem“. Wurde daraufhin die Ernährung auf mehr Folsäure umgestellt, verschwanden diese Stresssymptome innerhalb von 2 Tagen.

Kommentar: In Canada und den USA wird Folsäure per Gesetz jedem Mehl beigesetzt. Als tiefer Wert gilt dort 8 ng/ml, hoch ist über 18 ng/ml. In Deutschland ist laut DGE Folsäure das Mangelvitamin Nr. 1. Aber darum müssen Sie sich selbst kümmern. Kennen Sie überhaupt Ihren Folsäurespiegel im Blut? Sind Sie ausreichend versorgt mit diesem B-Vitamin? Erst eine Messung gibt Ihnen Sicherheit – und Stressresistenz.

Und dabei finden wir gemessene Werte so zwischen 2 und 10 ng/ml. Offenbar kein Problem in Deutschland. Laut den meisten Labors „normal ab 2 ng/ml“. Medizin in Deutschland … Ich korrigiere dann solche Laborzettel und fordere statt 2 ng/ml von Ihnen 20. Wissen Sie, warum? Weil erst bei diesem 10-fach höheren Spiegel Ihr Risikofaktor Homocystein unter die gefährliche Schwelle sinkt. Ich richte mich also nach Ihrem Körper, nach der Natur und nicht nach Laborzettel. (News vom 16.09.2009)

Mehr über Folsäure steht übrigens auch in „Topfit mit Vitaminen“ (dtv, S. 65).

Hier nur in Kürze: Ihr typisch tiefer Folsäurespiegel im Blut ist der Engpass bei der Herstellung des

  • Antriebshormones Dopamin
  • Glückshormones Serotonin
  • positiven Streßhormones Noradrenalin

Und wissen Sie, was ich tag-täglich denke, wenn ich so Ihre tiefen Folsäurespiegel sehe? „Selbst Schuld“. Wären wir wieder bei der Eigenverantwortung … Als Frohmediziner empfehle ich Ihnen die Einnahme von 0,4-0,8 mg Folsäure täglich.

PS: In Schweizer Supermärkten kann man schon 300 eigens mit Folsäure angereicherte Produkte zu kaufen!