Moderne Medizin heißt Epigenetik

Heute. Die Tatsache, dass man Gene an- und abschalten kann. Die Tatsache, dass man durch den LEBENSSTIL selbst schwere Krankheiten beeinflussen kann. Und Lebensstil kann etwas so simples bedeuten wie täglich laufen. Wird von der Allgemeinheit in der Regel so nicht verstanden oder gar als „Spinnerei“ abgetan. Lebensstil kann auch heißen, sich naturnah zu ernähren. Stichwort Bio …

Was moderne Medizin bzw. Veränderung des Lebensstils in der Praxis bedeutet, möchte ich Ihnen noch einmal am Beispiel Bluthochdruck verdeutlichen:

Sie wissen aber genau, was passiert, wenn Sie mit Bluthochdruck zu Ihrem Hausarzt oder in eine Klinikambulanz kommen. In 80 % der Fälle bekommt man Tabletten. Und warum gerade zu 80 %? Das stand schon in den News vom 09.01.2009 auf www.strunz.com.

Zum Glück gibt es nämlich 20 % deutsche Ärzte, die auch über hochmoderne Therapie, also die Epigenetik, Bescheid wissen. Wie das dann abläuft, schreibt mir ein freundlicher Mitbürger:

Vor einigen Wochen stellte mein Hausarzt bei mir erhöhten Blutdruck (180/120 mmHg) fest. Da ich aber erst 38 Jahre alt bin, hat er sich geweigert, mir Medikamente zu verschreiben. Er hat mir in aller Deutlichkeit die Schwere der Situation erklärt und Nordic Walking empfohlen.

Zuerst war ich abgeschreckt, da Nordic Walking für mich immer ein Hausfrauen-Sport war. Habe mir dann aber doch eine Ausrüstung gekauft und mit 3 Mal pro Woche ca. 45 Minuten begonnen. Das mache ich jetzt seit 7 Wochen und habe meinen Blutdruck nachhaltig auf 155/100 mmHg senken können.

Erzählen Sie das bitte mal einem deutschen Professor der Kardiologie. Oder besser noch, tun Sie es nicht. Aber weiter im Text:

Das ist zwar immer noch zu hoch, aber den Rest kriege ich auch noch hin. Gewichtsreduktion steht ohnehin am Programm.

Da hat ein Hausarzt zusammen mit dem Patienten nach den modernsten epigenetischen Richtlinien gearbeitet und … natürlich Erfolg gehabt. Und zwar

Erfolg auf Dauer !

Erinnern Sie sich? In Deutschland sind praktisch folgende 2 Tatsachen unbekannt:

  • Nur 15 % der mit Tabletten versorgten Patienten sind richtig eingestellt. Sagt der Präsident der Hochdruckliga‐Tagung 2007 in Berlin, Prof. Lars Rump (News vom 04.05.2017).
  • Den Blutdruck kann man mit Tabletten zwar senken. Jedoch zeigen Studien leider, dass damit das Risiko von Schlaganfall oder Herzinfarkt aber nur um klägliche 1-3 % abnimmt (News vom 05.05.2017).

Haben Sie das jemals verinnerlicht? Sie lesen doch hier meine täglichen News. In aller Unbescheidenheit: Die modernste Medizin Deutschlands.

Laut Apothekerkammer wirken nur 41 % der Blutdrucktherapien

Wenn es stimmt, dass Bluthochdruck einer der bedeutendsten Risiko-faktoren für „die Gesamtsterblichkeit weltweit“ darstellt, dann ist ein Studienergebnis der Apothekerkammer (NÖ) für das heimische Gesundheitssystem nahezu blamabel. Demnach zeigte sich nämlich, dass bei 4.303 untersuchten Patienten „nur 41 % der diagnostizierten, behandelten und vorwiegend therapietreuen Patienten” das Blutdruckziel erreichten. „Das ist ein alarmierender Wert“, sagte Studienleiter Miklos Rohla vom Wiener Wilhelminenspital bei einer Pressekonferenz.

Status Quo der Hypertonie in Österreich
Status Quo der Hypertonie in Österreich “alarmierend”. (Foto: Österreichische Apothekerkammer / APA / Nielsen)

Im Mittel wurden den Patienten nämlich sogar „2,2 verschiedene antihypertensive Substanzen verschrieben“ und 45 % erhielten „ein modernes Kombinationspräparat“. Bei einem Grenzwert 140/90 mmHg erreichte also nur die eingangs erwähnte Anzahl die gewünschten Blutdruckwerte. „Bei durchschnittlich 2,2 Blutdruck senkenden Substanzen bestünde ausreichend Spielraum zur Steigerung der Therapie. Basierend auf diesen Daten sollten Disease Management Programme auch die Aufmerksamkeit des Arztes zur Therapieintensivierung beleuchten“, propagiert Rohla.

„Die Vorsorge und Behandlung von Bluthochdruckerkrankungen sind ein großes Thema bei der NÖGKK“, sagte auch deren Generaldirektor Jan Pazourek, zumal 20 % der NÖGKK-Versicherten Medikamente gegen Hypertonie bekäme. „2015 waren das 3,7 Mio. Packungen um insgesamt 41 Mio. €.“ Und zugleich wisse man, dass die Dunkelziffer der Hypertoniker Niederösterreichs noch viel höher liegt. „Viele Betroffene kennen ihre Gefährdung noch gar nicht, weil man Bluthochdruck kaum spürt“, so Pazourek.

Besorgniserregend

Und “besorgniserregend” sei weiters, dass dann „die verschriebenen Medikamente nicht oder nicht ausreichend eingenommen werden“. Das kommentieren wir vom Molner Health Center ausnahmsweise: „Ein Teufelskreis – oder vielleicht nicht?“