Zitat Dr. Strunz am 21. November 2020

Sie werden nie verstehen, richtig zu essen, wenn Sie sich mit der Ernährung beschäftigen. Wenn Sie Bücher lesen oder die Experten befragen. Warum ? Weil es nur ein individuell richtiges Essen gibt. Ein auf die jeweilige Person abgestimmtes Essen. Es gibt kein “richtiges” Essen, das für alle stimmt ! Jeder Mensch hat verschiedene Nährstoffdefizite. Und die kennt man erst, nachdem man im Blut nachgemessen hat.

Die somatische Intelligenz sagt Ihnen, welches Essen für Sie ganz persönlich richtig ist. Das kann sehr komisch sein, den üblichen Ansichten völlig widersprechen und dennoch für Sie präzise stimmen. Die somatische Intelligenz lässt sich wieder zum Leben erwecken. Und zwar durch Laufen, durch Bewegung. Wenn also täglich 10 Mal mehr Sauerstoff durch den Körper gepumpt wird. Dahinter steckt ein Prinzip aus dem Zen-Buddhismus. Wenn man etwas Wichtiges will im Leben, so ziele man nicht ins Schwarze, sondern daneben und man wird es erreichen.

Originalbeitrag:  Das Karnickel und der Zen-Buddhismus

Zitat Dr. Strunz am 7. November 2020

Glück und Zufriedenheit muss man nicht in der Chemie suchen. Die kann man essen, wenn man das Richtige isst.

Aus Tryptophan, der wertvollsten Aminosäure, sollte der Mensch das Glückshormon Serotonin herstellen. Doch leider wird Tryptophan im Blut immer von 7 anderen Aminosäuren in Schach gehalten. Daher kommt nie genügend Tryptophan in das Gehirn, außer man hebt in diesem Moment den Insulinspiegel an.

Originalbeitrag:  Der Wolfsbarsch und das unvergessene Glück

Woher kommt die Müdigkeit am Schreibtisch ?

Fragen Sie sich manchmal, warum Sie als KOPFARBEITER am Schreibtisch sitzend dennoch müde werden ? Obwohl Sie körperlich doch kaum was getan haben ! Na, ganz einfach: Weil man ständig Muskeln anspannt, aber nur zu rund 50 % und sich dadurch verspannt.

Diese rund 50 % Muskelanspannung sind nicht viel, reichen aber aus, um die Muskeln von der Blutzufuhr abzusperren. Die Adern werden zugedrückt. Der Muskel bekommt dann keinen Sauerstoff mehr und wird sauer bzw. produziert Milchsäure.

Die geht ins Blut und ist der stärkste Müdemacher, den der Mensch kennt.

Darum wird der Kopfarbeiter nachmittags um 2 selbst am Schreibtisch sitzend müde. Weil er – völlig überflüssig – seine Müdigkeit durch Milchsäure selbst produziert !

Doch warum tut er das ?

Das ist ein Reflex aus der Steinzeit ! Unter Druck, im Stress verkrampfen wir unsere Muskulatur. Insbesondere die Schultermuskulatur. Ziehen also immer ganz leicht die Schultern hoch. Ein Schutzreflex !

Früher war für den Menschen der Berglöwe das, was heute das Mobiltelefon ist. Ein Stressor. Der Berglöwe sprang den Neandertaler an und versuchte immer, sich in die Halsschlagader zu verbeißen. Die Beute sollte schließlich „ausbluten“. Und dagegen hat sich der Neandertaler instinktiv geschützt, indem er seine Schultern hochzog. Also versuchte, mit den Schulterknochen die Halsschlagader zu schützen. Wie gesagt, ein uralter Reflex.

Den kann man auch beim Autofahren wunderbar studieren. Alle paar Sekunden verkrampfen unsere Oberarme, unsere Schultermuskeln, unsere Nackenmuskeln. Bei schlichtweg jeder Stresssituation. Und sogar schon

beim Gedanken an eine Stresssituation,

verkrampft die Muskulatur und produziert den Müdemacher Milchsäure.

Das erklärt auch, warum man nicht von hier bis nach Sizilien durchfahren kann, ohne müde zu werden. Obwohl doch Autofahren im Grunde eine völlig entspannte Sache sein könnte. Lassen Sie darum in Zukunft

so oft wie möglich die Schultern fallen und … atmen Sie auuus !

Denn eine weitere negative Stressreaktion ist das schnelle Einatmen. Immer wenn man erschrickt oder unter Druck gerät, atmet man ein. Und wenn man den ganzen Tag immer ein bisschen mehr einatmet als ausatmet, dann steigt der pH-Wert im Blut und zugleich sinkt der Kalziumspiegel. Das alles strapaziert dann das Nervenkostüm. Man wird nervös und leicht reizbar !

Gibt’s eine Lösung ?

Ja. Als Lösung schlage ich Ihnen vor, den alten Schutzreflex in einen Entspannungsreflex umzuprogrammieren. Schreiben Sie groß und deutlich auf ein Blatt Papier den Satz:

„Auuuuusatmen und Schultern fallen lassen.“

Kleben Sie das dann an Orten auf, die Ihnen häufig Stress machen. Kommt dann wieder einmal das Gefühl von Stress auf, von Druck oder Ärger, dann werden Sie automatisch daran erinnert, auszuatmen und entspannt die Schultern fallen zu lassen. Geht das ein paar Wochen lang, dann hat man den Schutzreflex in einen Entspannungsreflex umprogrammiert.

Stress kann man also „wegatmen“ ! Das ist äußerst wichtig, denn Dauerstress ruiniert das Immunsystem. Und was ein schwaches Immunsystem letzten Endes bedeutet, wissen Sie bereits: Depression bis hin zu Krebs. Ich, in meiner Praxis, lebe von dem beschriebenen Entspannungsreflex beinahe minütlich …

Gene brauchen Aminosäuren

(Artgerechtes) Leben kann so einfach sein. Ist es auch, ehrlich gesagt. Da braucht man z.B. nur mal über die menschlichen Gene nachdenken … Die würden wie selbstverständlich unser Leben, unsere Existenz steuern und kontrollieren. Ob jetzt eingeschalten (Aktivität) oder ausgeschalten (Inaktivität). Erinnern Sie sich an die News 12.01.2020 ? Doch im Grunde haben Gene nur eine einzige Funktion, die da lautet:

Produktion von Eiweiß

Dazu tragen die jeweiligen Gene auch verschiedene Information in sich, erfüllen verschiedene Programme, die dann den Zellkernen sagen, welche Eiweißketten sie gefälligst liefern sollen. Und bekanntlich entsteht

Eiweiß aus Aminosäuren.

Diese werden wie bei einer Perlenkette aneinandergereiht, wodurch jedes Mal ein anderes Eiweiß entsteht. Ob nun Tryptophan, Glutamin, Lysin, … Jedes Mal entsteht ein anderes Eiweiß. Jedes Mal ein anders Enzym (Reineiweiß) – und das alles steuert den Körper. So weit, so gut. Alles sehr einfach und übersichtlich.

Doch da beschleicht mich auch gleich wieder eine zunächst schreckliche Idee: Was ist, wenn da 1 Aminosäure fehlt ? Oder, wenn da gar 4 Aminosäuren den Genen in zu geringer Menge angeliefert werden ? Was ist dann ?

Tja, dann gibt‘s eben zu wenige, funktionstüchtige Eiweiße. Dann funktionieren auch die Enzyme nicht. Dann hat man z.B. zu wenig rotes Blut (zu wenig Sauerstoff) im Körper. Dann sind z.B. die Knochen brüchig (Osteoporose), das Immunsystem schwach uvm. Gerade beim Wort Immunsystem sollten man anno 2020 hellhörig werden !!

ALSO: Die Gene können ihre so unbegreiflich geheimnisvolle Funktion nur dann ausüben, wenn man ihnen genügend Aminosäuren liefert. Lieferanteneingang ist der Mund. Das wars auch schon !

Darum ist mir mittlerweile immer unverständlicher, dass Sie mich mit Übergewicht oder wegen einer schweren Depression in der Praxis besuchen, wo doch ein Aminogramm davor schon die wesentlichen Schwachpunkte aufgezeigt hätte. Ja, wofür denke und publiziere ich eigentlich ? Daher noch einmal – in Großbuchstaben:

IHRE GENE BRAUCHEN AMINOSÄUREN !

Zum Nachlesen:  Werden Sie artgerecht gehalten ? (News 13.01.2020), 300 Gramm Eiweiß pro Tag (News 23.12.2017), Gene sind kein Schicksal (News 27.09.2016)

Heißhunger auf Süßes

Den haben die meisten von uns, weil sie – anders als die Kinder, anders als der Steinzeitmensch und anders als die heute noch lebenden Naturvölker – täglich am Schreibtisch kleben. Statt draußen herumzulaufen, bis man so müde würde, dass man einfach einschläft. Einfach so einschläft – nicht dank Fernseher, Alkohol oder Schlaftabletten.

Da sitzt man also unter Hochdruck am Schreibtisch, ohne dem Körper eine Chance zu geben, diesen Druck auch wieder loszuwerden. Damit ist man eindeutig im Stress und fühlt sich heutzutage vielleicht sogar noch ziemlich wichtig, aktiv in jedem Fall und u.U. auch erfolgreich. Nur: Leider ruiniert man sich dadurch die Gesundheit !

Und zwar so:

  • Bei Stress fährt der Körper seine Aktivität hoch.
  • Dazu wird Cortisol freigesetzt. Das erhöht den Blutdruck und bringt die Leber- und Muskelzellen dazu, gespeicherten Zucker (Glykogen) freizusetzen. Aber auch (unsinnige) Diäten können Cortisol dauerhaft erhöhen, denn unser Gehirn wertet den Entzug von Nahrung schnell als Bedrohung !
  • Dieser freigesetzte Zucker überschwemmt das Blut. Und wie immer steigt, wenn der Blutzuckerspiegel steigt, auch das Insulin – obwohl man noch nicht einmal etwas gegessen hat.
  • Kurz darauf stürzt der Blutzucker ab, worauf der Körper (pflichtbewusst) meldet: „Hunger !“ Und zwar: „Hunger auf Zucker !“ Schlimm …
  • Zusätzlich dazu gibt’s den immer noch hohen Cortisolspiegel … für die vermehrte Produktion des Hormons Ghrelin. Das kurbelt den Appetit weiter an. So kommt es dann, dass Menschen „auf Diät“ ständig und oft sogar zwanghaft an Essen denken müssen oder auch von regelmäßig von Heißhungerattacken überrumpelt werden. Eine höllische Achterbahn für Körper und Seele …

Würden wir allerdings so wie in der Steinzeit leben und uns täglich abrackern müssen bis zum sprichwörtlichen Geht-nicht-mehr, dann würde auch unser Stresssystem noch herrlich funktionieren. Heute jedoch ist das zumeist alles anders ! Man muss dazu seinem Körper aktiv (!) die Chance geben. Aktiv die Chance einräumen, den Stresspegel auch wieder herunterzufahren. Durch Sport, durch Meditation – das möglichst jeden Tag.

Und wussten Sie, dass

Stress massiv Tryptophan verbraucht. Das daraus resultierende tiefe Serotonin ist dann mit-verantwortlich für den Heißhunger. Doch kaum hebt man sein Tryptophan an (Sie wissen, wie das geht oder ?), so verliert man auch die quälende Zuckersucht. Ist kein Geheimnis, sondern schon tausendfach erprobt wie gelobt. Unser Leben wird nämlich von Neurotransmittern bestimmt. Und da gibt es im Gehirn grob nur 2 solcher Signalwege:

  • Dopamin für den Antrieb
  • Serotonin für das Glück

QUELLE: Solche interessanten Dinge stehen doch tatsächlich in einem meiner wichtigsten Bücher, nämlich „Warum macht die Nudel dumm?“ (2015, S. 91.). Erinnern Sie sich noch an Kapitel wie „Je dicker der Bauch, desto kürzer das Leben“ oder „Was wieder schlau macht ?“