Glück und Gesundheit hängen zusammen

„Viel Glück und vor allem Gesundheit“, das wünscht man sich zumeist an Neujahr. Nennt damit wohl 2 Hauptsäulen des Lebens: Einerseits glücklich, zufrieden und zugleich motiviert zu sein, andererseits keine Beschwerden, Schmerzen oder sonstige Behinderungen zu haben. Gesundheit eben …

Und was im Volksmund gemeinhin so im selben Atemzug genannt wird, hängt tatsächlich zusammen. Wer gesund (schmerzfrei) ist, der kann sich mit Recht „glücklich“ schätzen. Umgekehrt stimmt es auch:

Wer glücklich ist, ist in der Regel auch gesund.

Wie das ? Beweist uns die Biochemie. Da glänzen auch meine Äuglein:

Ein internationales Forscherteam rund um Prof. Josef Penninger vom Wiener IMBA (Institut für molekulare Biotechnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften) und Prof. Clifford Woolf, Harvard University, haben Ende 2018 völlig neue Erkenntnisse über die Biologie von Immunzellen gewonnen. Demnach werden Immunzellen, sog. T-Zellen, aktiviert durch ein Molekül, das man aus dem Nervensystem kennt.

Wie bitte ? Nerven und Immunsystem ? Damit gemeint ist BH4, ein Molekül, das der Körper für die Herstellung von Glückshormonen wie Serotonin und Dopamin benötigt. Das ist bekannt. Neu hingegen ist, dass dieses Molekül BH4 zwingend nötig ist, um die Immunabwehr von T-Zellen zu aktivieren !

ALSO: Ein Molekül, das der Körper zur Produktion von Glückshormonen schon immer gebraucht hat, hat auch eine Schlüsselrolle bei der Aktivierung des Immunsystems. Na, wenn das keine Entdeckung ist !! Damit ist der enge Zusammenhang von Glück und Gesundheit biochemisch und ich glaube auch erstmals bewiesen worden.

Publiziert übrigens in Nature, 2018, doi: 10.1038/s41586-018-0701-2

Wie Gesundheit geht, wissen Sie längst. Aber auch Glück ist leicht machbar. Stand schon in den News v. 31.05.2010. Der entscheidende Tipp dazu lautet:

Glück lässt sich nur durch Wahrnehmung von Glück erzeugen.

Will heißen, wenn man seine Wahrnehmung immer wieder gezielt auf schöne Dinge richtet, so wird man nach einiger Zeit feststellen, dass das Gehirn eine neue Angewohnheit entwickelt. Dass das Gehirn anfängt, automatisch nach schönen Dingen statt nach potentiellen Problemen Ausschau zu halten. Sobald dieser Automatismus einmal in Gang gesetzt ist, ist er kaum noch aufzuhalten …

Und hat man sich auf diesem Weg einmal von (materiellen) Zielen wie der Gehaltserhöhung, dem Sportwagen oder einer Traumfrau gelöst, dann kann man selbst im Unglück noch glücklich sein.

Glück ist ein Lebensstil. Den kann man erlernen und auch messen ! (News v. 11.05.2006)

“Entscheidende” Moleküle

Manchmal könnte man sich über das wissenschaftliche Arbeiten direkt lustig machen. Über das wissenschaftliche Arbeiten unter Zeitdruck und Geldmangel …

Will heißen, 1.200 Studien selektieren. Dann die Zusammenfassungen (engl. abstract) von ca. 400 Studien durchlesen. Wenn gefühlt (gefühlt deshalb, weil für mehr keine Zeit bleibt) 50 % des Inhalts der Zusammenfassung dem entspricht, was man sucht, so liest man das Fazit (engl. conclusion). Übrig bleiben dann vielleicht 100 Studien. Und von diesen, wenn noch Zeit bleibt, schaut man sich letztlich ein paar noch genauer an.

Ein Verhaltensökonom muss dabei wohl im Trüben fischen, denn bei dieser enormen Vorselektion kann es passieren, die Studien nicht gänzlich objektiv auszuwählen. Das wäre dann eine Voreingenommenheit (engl. bias). Und das Entscheidungsverhalten von Menschen ist enorm komplex, wie man sich vorstellen kann. Eine Untersuchung dieses Verhaltens daher entsprechend kompliziert.

Während des Kalten Kriegs erfolgte das mittels Zahlen und Formeln. Genannt Spieltheorie. Jedoch belegte der Träger des Alfred Nobel-Gedächtnispreises für Wirtschaftswissenschaften, Jean Tirole, zusammen mit Drew Fudenberg mathematisch (!) (siehe „Game Theory“, von Tirole/Fudenberg), dass es unmöglich ist, mittels logisch interpretierter Zahlen das menschliche Entscheidungsverhalten vorherzusehen. Ein Beispiel: Das Kaufverhalten an der Börse.

Der novellierte Ansatz besteht nun darin, die Neurowissenschaften, Psychologie, Biologie und den Kognitivismus in die Spieltheorie mit einzubeziehen. Heißt dann alles zusammen

„Neuropsychoeconomics“.

Und was hat diese ökonomische Speerspitze der Wissenschaft herausgefunden? Sie hat herausgefunden, dass

Moleküle das Entscheidungsverhalten der Menschen steuern.

Z.B. das Hormon Oxytocin oder Kuschelhormon. Nachzuschlagen bei Krueger et al. (2007) und Kosfeld et al (2005). Oxytocin regelt bekanntlich das Gefühl von Vertrauen. Dopamin den Antrieb usw..

Man wollte dann auch wissen, ob die gerechtfertigte Bestrafung einer Person in uns Glückshormone freisetzt. Das ist tatsächlich der Fall und von Person zu Person verschieden. Man fand heraus, dass die dafür zuständigen Gehirnregionen besonders aktiv sind bei jenen Personen, die auch nicht davor zurückschrecken, viel zu opfern, nur um eine Person „zu Recht“ bestrafen zu können.

Sind wir diesen Molekülen also ausgeliefert ? Haben wir keinen freien Willen ?

Eben nicht. Ich denke vielmehr und in aller Bescheidenheit, ich war dieser Speerspitze der Wissenschaft einen Schritt voraus. Denn:

Man hat Kontrolle über seine Moleküle !

Folglich kann man die Moleküle seines Entscheidungsverhaltens beeinflussen, sogar steuern. Man kann Gene aktivieren und stumm schalten. Die Wissenschaft dahinter, den entscheidenden Schalter dazu kennen Sie:

Epigenetik.

Genetisch korrekte(s) Bewegung, Ernährung, Denken.

Zum Nachlesen: Sie sind der Boss (News v. 15.12.2017)

Das biologische Alter

Jung oder alt: Was wären Sie denn lieber? Die Wahrheit ist: Das haben Sie selbst in der Hand. Denn angeblich – so die Süddeutsche Zeitung am 02.03.2018 – ist das wahre Alter eines Menschen weniger eine Frage der Lebensjahre, sondern mehr der Biologie. Und … ganz überraschend für deutsche Medien: Diese Biologie ließe sich „in allerlei Körperflüssigkeiten“ messen. Messen !!

So im Blut, im Speichel und auch im Urin. Urin ist auch das Stichwort: Erschien kürzlich ein Bericht in „Frontiers in Aging Research“, dass chinesische Forscher das geheimnisvolle 8-Oxo-Gsn bestimmen können, das als Marker für oxidativen Stress gilt. Wozu das ? Die Forscher hätten nämlich zeigen können, dass dieser Marker „mit dem biologischen Alter zunimmt“. Aha.

8-Oxo-Gsn

Früher klang das noch anders:

1963 im „Scientific American“ wurde das Kollagen, also das Bindegewebe als Maß des biologischen Alters angesehen. Die Fasern dieses Proteins würden nämlich im Laufe der Jahre schwächer.

Dann gab’s 2009 den Nobelpreis für die Entdeckung der Telomere, also der Schutzkappen an den Enden der Chromosomen. Die verkürzen sich im Lauf der Jahre. Habe ich übrigens bei mir einmal messen lassen (in Barcelona). Streichelt die Seele. Wiederholte Messungen würden Ihren Lebensstil – hoffentlich – bestätigen. Denn wir können ohnehin das Schutzenzym Telomerase beliebig bilden, um die Telomere länger zu halten. Und wie man Telomerase vermehrt ? Na, raten Sie mal … (News vom 29.03.2017, 18.02.2010, 17.02.2010)

Die moderne Genetik nun hat behauptet, dass die Anzahl und das Muster der Mutationen, die zwingend auch unsere Gene betreffen, sich mit dem biologischen Alter verändern. Könne man auch als Maß verwenden …

Schlussendlich die Epigenetik. Da würden kleine Molekül-Gruppen wie Fähnchen an die Gene gehängt. Über das gesamte Erbgut verteilt. Diese Fähnchen sind Ein- oder Ausschalter der Gene. Das Muster würde sich im Lauf der Jahre verändern. Ja, freilich: Dieses Fähnchenmuster ist Epigenetik, hängt eindeutig von unserem Lebensstil ab !

Das FAZIT nun steht sozusagen in einer nagelneuen norwegischen Studie und ist für Sie hoffentlich keine Enttäuschung: Mediziner hatten nämlich 5.000 Norweger untersucht und dabei herausgefunden, dass Menschen, die

lebenslang Ausdauersport auf Wettkampfniveau

betreiben, biologisch betrachtet bis zu 20 Jahre jünger sein können als Gleichaltrige, die sich moderat oder gar nicht sportlich betätigen.

Nahezu bösartig ist wohl das Wort „moderat“, denn damit sind wir gemeint. Die Hobbysportler. Und die Spinner, die da auf Wettkampfniveau durch den Wald huschen, sind … die Glücklichen, die 20 Jahre jünger werden. Einfach so ! Was also das biologische Alter betrifft, so kommt es letztlich auf Ihre Lebensführung an. „8-Oxo-Gsn“ hin oder her …

Gesundheitskosten der Schulmedizin steigen jährlich und weltweit um 4 %

“Bis 2021 werden die weltweiten Gesundheitsausgaben pro Jahr um über 4 % steigen. Grund dafür ist u.a. eine steigende Lebenserwartung, die dann bei 74,1 Jahren liegen wird.“ Das sind nur einige Zahlen aus dem Global Health Care Outlook 2018 von Deloitte. Zudem werden chronische Zivilisationskrankheiten eine größere Rolle spielen. „Schon heute erkrankt alle 3 Sek. jemand an Demenz und schon heute kostet deren Behandlung weltweit Billionen”, weiß Sebastian Krolop von Deloitte.

Infografik: obs / Deloitte Life Sciences & Health Care

Damit die Gesundheitskosten der Schulmedizin finanzierbar bleiben, braucht es laut der Experten „völlig neue Strategien, die das Gesundheitssystem deutlich smarter machen“. Im Zentrum neuer Strategien könnten innovative Technologien stehen wie etwa Big Data-Analysen und Mobile Health-Produkte. „Erst sie erlauben einen Wechsel vom Reparaturansatz zu präventiver Versorgung“, so Krolop. Ansätze zur Kostenreduktion und Erhöhung der Profitabilität gebe es schon zur Genüge.

Weiters würden Cognitive Computing und cloudbasierte, interoperable Krankenakten eine genauso wichtige Rolle wie das Internet der Dinge. „Darüber hinaus kann ein patientenzentriertes Gesundheitswesen maßgeblich von Technologien wie synthetischer Biologie, 3D-Druckern, Nanotechnologie oder Biosensoren profitieren.“ Doch diese müssten dafür zuerst in die bestehenden Strukturen integriert werden. Auch die Themen Telemedizin und Virtuelle Realität seien nicht zu vernachlässigen.

Infografik: obs / Deloitte Life Sciences & Health Care

Wie Deloittes “Global Life Sciences Outlook” deutlich macht, wird ein stärker patientenzentrierter, personalisierter Ansatz auch in der Life-Sciences-Industrie die weitere Entwicklung maßgeblich bestimmen. Experten prognostizieren für den weltweiten Markt an personalisierten Arzneimittel eine jährliche Wachstumsrate von 11,8 %. Laut Deloitte könnten theoretisch über 40 % aller Rezepturen und sogar 70 % der Krebsmedikamente ohne größere Probleme personalisiert werden.“

Der 1. Deutsche Jod Kongress

Findet am 3. März 2018 in Düsseldorf statt. Warum Sie das wissen sollten? Warum Sie dort hingehen sollten? Weil Sie dort

zum 1. Mal

in Deutschland wirklich über Jod informiert werden. Hier geht’s noch zur Anmeldung. Ich übrigens nehme nun schon seit einem Jahr die tausendfache Überdosis Jod. Da haben mich die Japaner überzeugt. Und ich lebe noch … !

Beim 1. Deutschen Jod Kongress werden Sie in ein heute noch großes Geheimnis eingeweiht. Jod wird in Deutschland nämlich erst entdeckt. Obwohl es auch schon jodiertes Speisesalz gibt. Aber die wahre Bedeutung von Jod … wird noch völlig unterschätzt. Vitamin D, dem spät entdeckten Hormon, war es auch so ergangen …

In Sachen Jod führend ist in Deutschland Frau Kyra D. Kauffmann (früher Hoffmann). Ihr Buch sollten Sie schon kennen (News 28.07.2017). Der 1. Deutsche Jod-Kongress war auch die Idee dieser bemerkenswerten Dame. Die Heilpraktikerin wird dann auch durch den Kongresstag führen.

Um Ihnen Appetit darauf zu machen, drucke ich Ihnen das Kongressprogramm einfach ab. Und die Experten unter Ihnen freuen sich auch sicher schon auf so berühmte Namen wie Prof. Dr. med. Spitz oder Frau Dipl. oec. troph. Gonder. Übrigens 2 sehr kluge Menschen, die sich das Motto von Hippokrates (Ernährung ist unser Heilmittel) zur Lebensaufgabe gemacht haben. Also dann mal los:

1. Deutscher Jod Kongress

3. März 2018 in Düsseldorf

P R O G R A M M

  • Begrüßung und Einführung (Frau Kyra D. Kauffmann)
  • Was Jodkritiker sagen und was aus medizinischer Sicht davon zu halten ist? (Prof. Dr. med. Roland Gärtner, Endokrinologe, Uni München)
  • Die Diagnostik des Jodmangels – Neue Möglichkeiten (Dr. med. Firoz Sojitrawalla, Nuklearmediziner)
  • Jod – Mehr als nur Schilddrüse (Dr. rer. nat. Adriana Radler-Pohl, Biologin)
  • Bedeutung des molekularen Jods in der Prävention und Therapie bösartiger Erkrankungen (Dr. med. Elio Torremante, Jod-Forscher, Gynäkologe)
  • Meeresalgen, Brustkrebs, mastopathiewissenschaftliche Daten und klinische Ergebnisse (Frau Dr. med. Bettina Hees, Ernährungsmedizinerin, Algologin)
  • Jod, Umwelt und Evolution (Prof. Dr. med. Jörg Spitz, Ernährungs- und Präventionsmedizin)
  • Jod und seine Aufgaben im Gehirn (Ulrike Gonder, Ernährungswissenschaftlerin)
  • Welche Faktoren regulieren den Natrium–Jod–Symporter? (Dr. rer. nat. Jens Pohl, Biologe)

Zur Einstimmung oder zum Nachlesen, ganz wie Sie mögen, hier noch 2 News: Jodmangel (28.07.2017), Jod tötet Krebszellen (08.08.2017)