Medizinwitz des Tages 12. Juli 2020

Bielefeld droht ein massiver Ärztemangel.

health tv am 12.07.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

“Nationaler Aktionsplan Gesundheitskompetenz” für Deutschland

In Deutschland hat ein Experten-Team aus Wissenschaft und Praxis rund um Doris Schaeffer und Ullrich Bauer von der Universität Bielefeld Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe einen „Nationalen Aktionsplan Gesundheitskompetenz” übergeben. Eine kürzlich veröffentlichte Studie ergab, dass 54 % der Bürger eine „eingeschränkte Gesundheitskompetenz“ aufweisen und nur 7 % eine sehr gute.

Der Bundesgesundheitsminister mit den Proponenten bei der Übergabe … (Foto: obs / /Hertie School of Governance / Anita Back)

“Gesundheitskompetenz” definiert die Universität Bielefeld als das Wissen, die Motivation und die Fähigkeit, gesundheitsrelevante Informationen ausfindig zu machen, zu verstehen, zu beurteilen und zu nutzen, um die Gesundheit erhalten, sich bei Krankheiten die nötige Unterstützung durch das Gesundheitssystem sichern oder sich kooperativ an der Behandlung und Versorgung beteiligen und die dazu nötigen Entscheidung treffen zu können. International spreche man von „Health Literacy“.

Zwar stünden heute so viele Gesundheitsinformationen wie noch nie zur Verfügung, was allerdings die Sache noch erschweren würde. So gebe es auch 3 Qualitätssiegel für medizinische Internetseiten, jedoch seien diese 84 % der Bevölkerung erst recht unbekannt. “Was wir in Deutschland brauchen sind evidenzbasierte, transparente und für Laien verständliche Gesundheitsinformationen, aber auch Akteure im Gesundheitswesen, die sie vermitteln können”, sagte der Mitinitiator Kai Kolpatzik (AOK).

Empfehlungen 1-5 vom Nationalen Aktionsplan Gesundheitskompetenz (Foto: MHJ)

Laut dem Aktionsplan soll Gesundheitskompetenz als Standard auf allen Ebenen des Gesundheitssystems verankert werden. Das gesamte System müsse einen Paradigmenwechsel vollziehen und sich im Vorsorge-, Behandlungs- und Versorgungsprozess auf den Patienten ausrichten, so die Experten. Weitere Aktionsfelder würden chronisch kranke Menschen betreffen sowie den systematischen Ausbau der Forschung zum Thema Gesundheitskompetenz, ohne die ein Fortschritt auf diesem Gebiet nicht denkbar sei.