Medizinwitz des Tages 9. November 2020

Bei der Früherkennung von Prostatakrebs kommen in der Schweiz “falsch positive” Testergebnisse oft vor. Das bedeutet auch, dass ein hoher PSA-Wert zu unnötigen Biopsien führen kann. Nicht abschließend geklärt ist, wie viele Todesfälle durch Früherkennung verhindert werden können und wie oft es zu Überdiagnosen und Übertherapien kommt. Letztere können vielmehr zu unnötigen Prostata-Entfernungen und damit mitunter zu Inkontinenz und Impotenz führen.

Krebsliga Schweiz am 09.11.2020

Allein in Deutschland erhalten täglich rund 1.300 Menschen die Diagnose Diabetes Typ 2. Demzufolge sind rund 7 Mio. Menschen bereits an Diabetes Typ 2 erkrankt. In den nächsten 20 Jahren dürften es dann schon 12 Mio. sein. Experten sprechen bereits von einer regelrechten Diabetes-Pandemie. … Mangelnde Bewegung und ungesunde Ernährung können der Auslöser von Typ-2-Diabetes sein.

Diabetes Ratgeber am 09.11.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Frohmedizin behandelt den ganzen Menschen

Frohmedizin, also der Gedanke sich nicht mit einer speziellen Krankheit, sondern mit dem gesamten Menschen zu beschäftigen, hält zunehmend Einzug in die Gedankenwelt nicht nur von Ärzten, sondern auch von Patienten. Neue Bücher, in denen Krankheiten besprochen werden, beschäftigen sich mehr und mehr mit

ganzheitlicher Medizin.

Mit dem Menschen (als Ganzes). Also nicht mit einer Krankheit als Teil davon. Ganzheitsmedizin, wenn man so will. Verstehen Sie den Unterschied?

Nun erschien soeben – ganz neu 2020 – ein kleines Büchlein mit dem Titel „Das Alzheimer Stopp Programm“ von Dr. Werner Krag. Dessen Vater an Alzheimer erkrankte und der sich deshalb intensiv mit diesem Thema auseinander gesetzt hatte. Mit neurologischen Erkrankungen wie Alzheimer, Parkinson, MS … In dem Büchlein stehen den Lesern hier wohlvertraute Sätze, die der Schulmedizin aber immer noch fremd sind. Nehmen wir z. B. PARKINSON.

Die Schulmedizin geht vom einfachen Modell der untergehenden Nervenzelle aus, die das notwendige Dopamin nicht mehr produzieren könne. Also gibt der Neurologe Dopamin … Nur funktioniert dieser im Grunde „logische“ Ansatz in der Praxis nur schlecht …

Dr. Krag schlägt stattdessen vor

… den Körper als Gesamtsystem zu betrachten. Der Körper leidet nicht an einer bestimmten Störung oder Krankheit, sondern vor allem daran, dass man ihm bestimmte Stoffe vorenthält, die er unbedingt zum guten Funktionieren braucht (Mineralstoffe, Vitamine, Eiweiß, Hormone)

… oder ihn mit Verhaltensweisen traktiert, die er nur schlecht kompensieren kann (Übergewicht, Bewegungsmangel, Gifte, schlechte Ernährung).

Und:

  • Gleichen Sie Ihr praktisch immer bestehendes Defizit an Vitamin D aus.
  • Nehmen Sie Omega-3 Fettsäuren zu sich.
  • Erwecken Sie Ihre Mitochondrien wieder zum Leben !!!
  • Nützen Sie Glutathion als starkes Antioxidans und zum Ausleiten von Giften.
  • Taurin ist ein wichtiger Neurotransmitter …
  • Mineralstoffe und Spurenelemente sollten allesamt ausgeglichen werden.

Kommt auch noch hinzu, der uns allen wohl vertraute Rat:

Versuchen Sie entweder vorübergehend (einige Wochen) eine ketogene Ernährung oder langfristig eine Low carb-Ernährung.

Und ein weiterer ganz zentraler Gedanke:

MESSEN

Ohne Messung keine Werte. Und ohne Werte kein Wissen. Keine Ganzheitlichkeit ! Was dann schließlich in der Essenz der Frohmedizin mündet samt der Frage aller Fragen:

Hat Ihr Arzt bei Ihnen schon einmal ein AMINOGRAMM erstellt ? Ihre Aminosäuren im Blut gemessen ?

Kurz und gut: Ein sehr komplettes, sehr modernes Büchlein von Dr. Krag auch über neurologische Erkrankungen, die in Deutschland stark zunehmen. An denen sich die Schulmedizin in aller Regel die Zähne ausbeißt …

QUELLE: „Das Alzheimer Stopp Programm“ von Dr. Werner Krag (Trias Verlag)

Medizinwitz des Tages 11. Oktober 2019

Forschung ist der Motor für den medizinischen Fortschritt, denn mit der Medizin von gestern kann man die gesundheitlichen Herausforderungen von morgen nur unzureichend oder gar nicht lösen.

Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie in Österreich (FOPI) am 11.10.2019

Ähnlich wie bei Osteoporose gibt es in der Schweiz bei kardiovaskulären Erkrankungen erhebliche Behandlungslücken, obwohl die wichtigsten modifizierbaren Risikofaktoren wie Hyperlipidämie, Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes, Adipositas, psychosoziale Faktoren, Ernährung und Bewegungsmangel längst herausgefunden sind. Auch ist die nachhaltige Verringerung der LDL-Cholesterin-Werte mit einer signifikanten kardiovaskulären Risikoreduktion verbunden. Z.B. führt die Senkung des LDL-Cholesterins um 1 mmol/l über 5 Jahre zu einer Reduktion des kardiovaskularen Risikos um 21 %. Allerdings wird das empfohlene Ziel von 1,4 mmol/l nur bei 10 % der Patienten nach einem akuten Koronarsyndrom erreicht, obwohl LDL-Cholesterin nachgewiesener Maßen der wichtigste Risikofaktor für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung ist.

Amgen Switzerland AG am 11.10.2019

Wann handelt der Wiener Bürgermeister endlich und sorgt dafür, dass im Spitalswesen Dilettanten endlich durch Fachleute ersetzt werden, wenn sogar schon führende Ärzte den Zusammenbruch des Wiener Gesundheitssystems beklagen.

FPÖ Wien am 11.10.2019

Die Wiener Gemeindespitäler sind ein milliardenschwerer Sanierungsfall !

NEOS Klub im Wiener Rathaus am 11.10.2019

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Vitamin D und Selen

Schützen übrigens beide vor Krebs. Das (Sonnen-)Vitamin D verhindert auch noch Herzinfarkt, Diabetes Typ I, Depression oder Parkinson. Dieses Wissen hat sehr schön „Focus online“ zusammengefasst:

Eine Reihe von Studien zur Wirksamkeit von Vitamin D sorgt derzeit für Aufsehen in der medizinischen Fachwelt: Ein Mangel dieses Nährstoffs kann offenbar bislang ungeahnte Konsequenzen haben. Er zerrüttet die Gesundheit womöglich ebenso stark wie Übergewicht, Rauchen und Bewegungsmangel.
Umgekehrt beugt die ausreichende Versorgung mit Vitamin D offenbar zahlreichen Krankheiten vor. Den Studien zufolge scheint das Vitamin fast wie eine Wunderpille zu wirken. Es schützt vor Herzinfarkt und den verschiedensten Krebsarten, beugt Diabetes vor, verhindert Multiple Sklerose und wirkt sich positiv auf die Psyche aus. Die Bedeutung von Vitamin D für gesunde Muskeln und Knochen ist schon länger bekannt.

Doch – und jetzt kommt’s – seit ich bei Ihnen routinemäßig Vitamin D im Blut messe, erschrecke ich regelmäßig. Kaum jemand hat einen rettenden Vitamin D-Wert.

Fast niemand ist ausreichend geschützt !!

Die Sonne hierzulande reicht im Winter ab Höhe Göttingen nicht mehr aus für genügend Vitamin D. Wussten Sie das ?

Also doch lieber NEM – oder ?

Und liegt vor mir ein eng gedrucktes Literaturverzeichnis mit über 100 Quellenangaben aus amerikanischen wissenschaftlichen Zeitschriften zum Thema „Selen schützt vor Krebs“. Darunter die berühmte Clark‐Studie auf höchstem wissenschaftlichen Niveau – multizentrisch, randomisiert, doppelblind, placebokontrolliert an 1.312 Patienten. Veröffentlicht in JAMA 276(24),1957(1996). Die hatten über 4,5 Jahre täglich 200 mcg Selen eingenommen. Die Folge: Selen vermindert

  • Krebssterblichkeit um 56 %
  • Lungenkrebsrisiko um 46 %
  • Dickdarmkrebs um 58 %
  • Prostatakrebs um 63 %.

Oder auch direkt im Blut gemessen [J.Urol.166 (6,2034),(2001)]: Je höher der Selenspiegel im Plasma, desto seltener kommt es zu Prostatakrebs. Umgekehrt: Bei wenig Selen im Plasma ist das Risiko für Prostatakrebs um den Faktor 4-5 erhöht.

Weiters eine Studie im J Natl Cancer Inst, 90(16), 1219 (1998), in der gezeigt wird, dass Menschen mit höherer Seleneinnahme (159 mcg täglich) nur ein halb so großes Risiko an Prostatakrebs haben wie Männer mit der täglichen Einnahme von 86 mcg.

Und so geht das schier endlos weiter. Ich berichte Ihnen das, weil viele wieder von einer ergebnislosen Studie (SELECT) über Krebs und Selen gelesen haben und bei mir anfragen. In dieser hätten 200 mcg Selen täglich nichts bewirkt. Meine Erklärung dessen stand schon in den News vom 19.09.2008.

Zur Selen-Messung muss man den AUSGANGSPUNKT kennen, denn der ist völlig verschieden in der Welt. Z.B. in

Deutschland    22-42 mcg
USA                      60‐150 mcg
Canada               100-220 mcg
Japan                   100‐210 μg

Das heißt, dort wo schon genug Selen gegessen wird, dort bewirkt die Nahrungsergänzung so gut wie nichts mehr. Studien also, in denen der Selenspiegel im Blut nicht gemessen wird, sind wertlos ! Das gilt logischer Weise für alle 47 essentiellen Nährstoffe. (News 05.07.2019).

Und weil es so wichtig ist, vielleicht noch einmal zurück zu Vitamin D. Da hatte mich neulich ein fit wirkender, hoch intelligenter Geschäftsmann gefragt, warum gerade er Gefäßverschlüsse in beiden Beinen samt Operationen erlitt. Die Schulmediziner konnten ihm das nicht erklären.

Doch wozu haben wir die Wissenschaft ? An der Universität Atlanta weiß man u.a., dass Menschen

mit wenig Vitamin D im Blut ein um 64 % höheres Risiko an Gefäßverschlüssen in den Beinen haben.

Aber wie heißt es in Deutschland immer so treffend: Wer sich ausgewogen ernährt, braucht keine Nahrungsergänzung. Steht auch wieder in der aktuellen „Apotheken Umschau“ und gibt’s am 9. Sept. 2019 wieder “im Ersten” zu sehen und zu hören … ! In der Sendungsankündigung heißt es doch tatsächlich:

Für fast jedes Problem gibt es scheinbar passende und häufig teure Nahrungsergänzungsmittel. Dabei ist die Wirkung oftmals nicht erforscht, es drohen Überdosierungen sowie Neben- und Wechselwirkungen.

Hat man noch Worte ???

Strengere Gesetze ?

Politiker sind im Grunde durchaus umgängliche Menschen. Müssen auch von der Statur her „etwas hermachen“, wie wir in Bayern sagen. Und selbst wenn sie im Prinzip alle von subjektiven Zielen (Wiederwahl, Macht) gesteuert werden, so ist und bleibt es deren Job, Gesetze zu machen. Dazu werden sie gewählt und auch bezahlt. Talkshows sollten da nur Mittel zum Zweck sein …

Nun hörte ich in so einer Runde wieder einmal unserem lieben Karl zu, gemeint ist Prof. Dr. Karl Lauterbach, seines Zeichens auch Arzt und Gesundheitssprecher der SPD, als er (selbstkritisch ?) sagte:

Im deutschen Gesundheitssystem haben wir das gleiche Problem wie z.B. beim Klimawandel. Über die Folgen von Bewegungsmangel, Übergewicht und falscher Ernährung wird viel geredet, passieren jedoch tut wenig. Wenn wir dort strengere Gesetze machen würden, bliebe die nächste Generation länger gesund.

Zunächst einmal: Wie wahr. Es wird geschwätzt. Von allen Seiten kommen Ideen und gute Ratschläge. Die sich oftmals auch widersprechen. Beispiele kennen wir alle zur Genüge. Also, was jetzt ? Und der Erfolg des Ganzen ?

Bislang null. Nichts. Deutschland wird immer dicker, bewegt sich viel zu wenig, denkt gar “falsch”. Genau das meint Prof. Dr. Lauterbach. Und ich würde ihm glatt Recht geben, ihm zustimmen, wenn als Lösung nicht „strengere Gesetze“ gemeint wären. Denn das habe ich langsam gelernt: Wir in Deutschland haben genug Gesetze. Sogar sehr gute Gesetze, die unser Zusammenleben fast perfekt regeln.

NUR … werden die Gesetze leider nicht angewandt.

Wir in Roth bei Nürnberg sind da immer schon einen anderen Weg gegangen: Wir haben die Mitmenschen, die Patienten, nicht als Untertanen gesehen, sondern immer als Gleichberechtigte. Wir haben ganz offen mit Ihnen gesprochen, haben Sie danach an der Hand genommen und sind mit Ihnen … durch den Park gerannt. Ich meine buchstäblich.

Ich habe an meiner eigenen Hand viele von Ihnen zum Laufen gebracht ! Zudem haben wir jeden 2. Tag im Jahr Vorträge gehalten. Haben in diesen emotionalen und authentischen Vorträgen die Menschen berührt. Sie mitgenommen auf die Reise in ein neues Leben – wie es bis heute noch oft heißt.

Das alles ohne strengere Gesetze !

Denn die Frohmedizin hält den Menschen für durchaus vernünftig, wenn er oder sie richtig angesprochen wird. Das muss ich Ihnen nach 50 geschriebenen Büchern auch nicht weiter erklären. Schon die Tonart, allein der Stil unterscheidet sich von all den anderen „Gesundheitsratgebern“. Denn es ging immer nur um eins:

Sie an die Hand mitzunehmen ins Glück.

Wir Menschen haben alle ein feines Gespür. Wir merken genau, ob es jemand gut mit uns meint oder nur seinen Job macht.

Zum Nachlesen: Ab morgen eine gesetzliche Laufbandpflicht ? (News 25.10.2017)