Medizinwitz des Tages 2. September 2019

Mit Dr. Google ist es wie beim Fußball: Dort sind auch alle Trainer und Experten. Inzwischen scheint es in Deutschland 80 Mio. Mediziner zu geben. Viele Patienten glauben noch dazu, es heute besser zu wissen als der Arzt. Gerade Unternehmer, Manager und Selbständige sind anfällig für diesen Virus und überschätzen ihre medizinische Bildung gefährlich.

Max Grundig Klinik Bühlerhöhe am 02.09.2019

Dass bis zu 23 % der Führungkräfte in Deutschland im Internet Medikamente bestellen, ohne davor mit einem Arzt gesprochen zu haben, das geht entschieden zu weit. Natürlich besitzt die Selbstanalyse via Internet seine Reize: Schnelle Hilfe und Rat, kein stundenlanges Herumsitzen  im Wartezimmer, keine Ansteckungsgefahr durch andere Patienten. Zudem sind viele Patienten heutzutage nicht mehr mit der Betreuung durch ihren Hausarzt zufrieden. Aber Medikamente sollte natürlich weiterhin nur ein Arzt verschreiben.

Max Grundig Klinik Bühlerhöhe am 02.09.2019

Das österreichische Gesundheitssystem gleicht einem Drogensüchtigen. Es kommt von der Droge Arzt nicht los und braucht sogar immer höhere Dosen.

Prof. Dr. Markus Müller (Rektor MedUni Wien) auf ORF.at am 02.08.2019

Es sind oft ganz banale Dinge, welche die Einnahme von Medikamenten erschweren. … So sind etwa Haushaltslöffel als Dosierhilfe für Arzneimittelsäfte ungeeignet.

Apotheken Umschau am 02.09.2019

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Medizinwitz des Tages 2. August 2019

“Das jüngste Jahrzehnt Ernährungswissenschaft hat klar bestätigt: Es gab nie Beweise für gesunde Ernährung, es gibt bis heute keine und es wird sie auch niemals geben. Die Märchenstunde von schlank-machendem Essen, das vor Krankheiten und Alterung schützt sowie Körperzellen detoxt und verjüngt, die ist endgültig vorbei”, erklärt Uwe Knop in seinem neuen Buch. Stattdessen plädiert der Diplom-Ökotrophologe für mehr Vertrauen in den eigenen Körper: “Wer außer Ihrem Organismus kann wissen, welche Nährstoffe Sie wann benötigen und welches Essen gut, verträglich und gesund für Sie ist? Ganz einfach: Niemand.”

Polarise Verlag am 02.08.2019

Ärzte sind keine Versuchskaninchen.

 Österreichische Ärztekammer am 02.08.2019

Dank dieser besonders natürlichen Methode der Brustvergrößerung sind Brustimplantate jetzt weder sichtbar noch spürbar.

Dr. med. Maximilian Eder am 02.08.2019

Palliativmedizin: Gut betreut bis zuletzt.

 Senioren Ratgeber am 02.08.2019

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Medizinwitz des Tages 28. März 2019

Wer in Deutschland täglich mehr als 5 Medikamente einnimmt, braucht eine systematische Betreuung in der Apotheke, um gefährliche Nebenwirkungen oder gar lebensbedrohliche Krankenhauseinweisungen zu vermeiden.

ABDA am 28.03.2019

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder die Konsequenz “absurd” ist …

Wird „die Pflege“ zur volkswirtschaftlichen Katastrophe ?

Laut Hilfswerk Österreich werden „die Realitäten in der Pflege völlig falsch eingeschätzt”, denn, so dessen Geschäftsführerin Elisabeth Anselm, die Diskussion drehe sich vor allem um die stationäre Langzeitpflege bzw. die 24-Stunden-Betreuung. Doch diese beiden Modelle würden im 1. Fall nur 16 % aller Pflegefälle ausmachen und im 2. Fall 5 %.

Infografik: Hilfswerk Österreich

Noch dazu würden beispielsweise in Österreich 84 % aller Pflegebedürftigen zuhause betreut und zwar konkret zu 45 % durch Angehörige, zu 32 % von mobilen Pflegediensten und nur zu 5 % mittels 24-Stunden-Betreuung. Derzeit koste, so die Expertin, ein Platz im Pflegeheim in Österreich im Durchschnitt 34.600 € pro Jahr, die mobile Betreuung zu Hause hingegen nur 4.200 €. Das sei aus volkswirtschaftlicher Sicht „die mit Abstand günstigste Lösung“.

Laut Anselm kann daher nur ein forcierter Ausbau der mobilen Dienste die volkswirtschaftliche Katastrophe eines Pflegenotstandes verhindern. Erst recht als in 20 Jahren rund 50 % der Männer und 75 % der Frauen pflegebedürftig sein dürften. „Die Phase der Pflegebedürftigkeit einer Person dauert im Schnitt etwa 7 Jahre. Und fragt man die Österreicher, wo sie gepflegt werden möchten, dann ist die Antwort recht eindeutig: zuhause und zwar so lange wie möglich!“

GDI: Kommt die Pflegegesellschaft oder doch „Big Doctor“ ?

Geht es nach dem Schweizer Gottlieb Duttweiler Institute (GDI), dann steht die Pflegebranche vielerorts vor einer Revolution. Kurz gesagt: Aus einem angebotzentrierten System weniger (staatlicher) Anbieter wird ein nachfrageorientiertes (individuelles) System vieler (privater) Anbieter. Allein die Schweiz benötigt bis 2020 an die 17.000 zusätzliche Pflegekräfte.

SZENARIOStatus Quo PlusPflege-
bedarf
Care
Convenience
Big
Doctor
Wer pflegt ?Hauptsächlich professionelle PflegekräfteJeder jedenPlattform-
betreiber
bringen
Angebot und Nachfrage zusammen
Hausarzt, Technik
samt Algorithmus
Wo wird gepflegt ?mehr ambulant, weniger stationärin der Nachbar-schaft (geo-
grafisch oder kommunikativ bestimmt)
wo auch immerwo sich Person
aufhält
Wann wird gepflegt ?möglichst oft nach Bedarfimmerwann auch immerdigital: rund
um die Uhr
analog: before demand
Wie wird die Pflege organisiert ?Plege-Management, Best-Practice-Orientierungkleinräumig, auf kommunaler Ebenestaatliche Regulierung definiert den Rahmen für kommerzielle PlattformenEinigung auf von Mensch und Maschine zu respek-
tierende Werte

Auf jeden Fall werde das Geschäftsmodell bisheriger Anbieter von Betreuungsleistungen, ob Unternehmen oder Institutionen, in Frage gestellt, denn in einem nachfrageorientierten System würden zwar die direkt erbrachten Leistungen bezahlt, jedoch nicht die vom Anbieter aufgebauten Kapazitäten und Infrastrukturen. Demnach ergeben sich laut GDI für die Pflegeeinrichtungen folgende 4 Szenarien (s. Tabelle): Status quo plus, die Pflegegesellschaft, Care-Convenience (mit viel Potenzial für PPP-Modelle) und die „Big Doctor“ Lösung.

Während in einer Pflegegesellschaft die soziale Zuwendung dominiert, rückt „Big Doctor“ die Gesundheit des Menschen in den Mittelpunkt. Dabei werden digitale Diagnose-Systeme eine zentrale Rolle spielen und den Körper wie das Verhalten des Pflegebedürftigen überwachen. Dazu werden „Before-Demand-Lösungen“ insofern entscheidend beitragen, als sie aus den Körperdaten bevorstehende Komplikationen herauslesen können; etwa Herzinfarkt, Schlaganfall oder Über- bzw. Unterzuckerung. Durch ein rechtzeitiges Warnsignal sollte es dann gar nicht zum Ernstfall kommen !