Medizinwitz des Tages 28. Juli 2020

Einem durch Medikamente verursachten Mangel an Vitaminen oder Mineralstoffen wird in der Medizin kaum Beachtung geschenkt.

Gesellschaft für Biofaktoren am 28.07.2020

Die Pille ist kein Lifestyle-Präparat, sondern greift in den Hormonhaushalt der Frau ein und kann auch Nebenwirkungen wie z.B. Depression hervorrufen. Zur Verhütung einer Schwangerschaft erhalten noch immer 54 % der Frauen in Deutschland die wegen Thrombosen und Embolien risikoreiche “Pille”.

AOK-Bundesverband am 28.07.2020

Arzneimittel können die Aufnahme von Biofaktoren wie Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen in den Körper hemmen oder sogar deren Ausscheidung fördern. Dadurch steigt das Risiko für einen Nährstoffmangel und daraus resultierende gesundheitliche Störungen.

Gesellschaft für Biofaktoren am 28.07.2020

Recherchen haben ergeben, dass der positive Effekt der Sonne maßlos überschätzt wird und die Gefährlichkeit deutlich unterschätzt werden. Eine gesunde Hautbräune gibt es nicht !

Yuma Health UG am 28.07.2020

Hautkrebs gehört zu den gefährlichsten Tumorerkrankungen.

Yuma Health UG am 28.07.2020

Die Bildung von Vitamin D, die oft als Grund für ausgiebiges Sonnenbaden genannt wird, ist schon nach kurzer Zeit im Freien ausreichend.

Yuma Health UG am 28.07.2020

Der Generikaverband und der Pharmaverband in Österreich sprechen sich gleichermaßen gegen eine Regelung aus, mit der nur noch Wirkstoffe und keine Medikamentennamen mehr verordnet werden sollen. Das würde nämlich nicht nur die Therapietreue der Patienten gefährden, sondern auch die Versorgung mit Arzneimitteln insgesamt.

Pharmig am 28.07.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Deutschlands Apotheker sehen Zukunft skeptisch

Die selbständigen Apotheker in Deutschland schätzen 2017 die Zukunft ihrer Branche und des eigenen Betriebs deutlich pessimistischer ein als noch 2016. Das ist nur ein Ergebnis, welches dem Apothekenklima-Index 2017 zu entnehmen ist, einer Umfrage der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA). Demnach erwarten 4 von 10 Apothekern in den kommenden 2-3 Jahren eine etwas oder sogar deutlich schlechtere Entwicklung für ihr Geschäft. Und für die gesamte Branche “Apotheken” rechnen sogar fast 2 Drittel (64,4 %) der Apothekeninhaber mit einer Verschlechterung in naher Zukunft.

Noch vertreten ABDA-Präsident Schmidt und Vizepräsident Arnold knapp 20.000 Apothekeninhaber … (Foto: obs / ABDA / Hinz)

Wesentlicher Grund für die Stimmungseintrübung ist das Urteil des Europäischen Gerichtshof vom Oktober 2016, wonach ausländische Versandhändler sich nicht mehr an die in der Arzneimittelpreisverordnung verankerten (einheitlichen) Preise für rezeptpflichtige Medikamente halten müssen. Die Apotheker in Deutschland sehen darin eine Schieflage im Wettbewerb entstehen, weshalb auch mehr als die Hälfte davon ihre Investitionen bremsen wollen. Ein Drittel der Betreiber wolle sogar Personal einsparen. Zudem dürfte in Orten mit weniger als 5.000 Einwohnern der Umfrage zufolge auch die Ausbildung unter dem EuGH-Urteil leiden. 80 % der deutschen Apothekeninhaber wollen daher wieder ein Verbot des Versandhandels mit rezeptpflichtigen Medikamenten.

“Dass die Zahl der Apotheken in Deutschland bereits seit Jahren sinkt, ist bekannt. Wenn sich nun auch noch das Klima in den Apotheken innerhalb eines Jahres so massiv trübt, dann ist das noch mehr Grund zur Besorgnis. Schließlich wollen und müssen wir die gute Arzneimittelversorgung zwischen Usedom und Schwarzwald aufrecht halten”, kommentiert Friedemann Schmidt, Präsident der ABDA, den Bericht. Mit ihren “Kernpositionen zur Bundestagswahl 2017” hatte sich die Bundesvereinigung bereits im Frühjahr 2017 zu der freiberuflichen Leistungserbringung, einer Stärkung der flächendeckenden Versorgung und einer Weiterentwicklung des Honorarsystems bekannt.