Medikamente: Österreich startet die sog. E-Medikation

„Rund ein Viertel der versicherten Österreicher nimmt regelmäßig 5 oder mehr Medikamente ein, die bis zu 10 Wechselwirkungen auslösen können“, sagte Alexander Biach, Vorsitzender im Hauptverband der Sozialversicherungsträger. Daher könne die Lösung nur E-Medikation heißen. Dazu gebe es auch schon seit 2012 einen gesetzlichen Auftrag, doch werde die Datenbanklösung erst ab jetzt und bis 2019 schrittweise in Österreich eingeführt.

Bundesländerfahrplan zur E-Medikation in Österreich. (Infografik: SVC)

„Damit wissen dann die beteiligten Ärzte und Apotheker, welche Medikamente dem Patienten verordnet wurden und können dementsprechend reagieren.“ Dank der E-Medikation würden sich die Ärzte „wertvolle Zeit in der Anamnese“ ersparen, glaubt Johannes Steinhart, Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer. Und laut Gerhard Kobinger sind sogar Österreichs Apotheker „gerne bereit, diesen Mehraufwand für höchstmögliche Arzneimittelsicherheit zu übernehmen“. Patienten müssten dazu dann überall die sog. E-Card vorweisen.