Medizinwitz des Tages 25. November 2020

Schweizer Patienten nehmen eine hohe Zahl an Medikamenten ein, was große Gefahren in sich birgt. … 2019 kamen auch nur 13 neue Wirkstoffe – Krebsmittel und Immunsuppressiva – auf den Markt, wovon lediglich 2 Medikamente als potentielle Innovationen gelten.

Helsana Versicherungen AG am 25.11.2020

In der Schweiz haben 2019 die Kosten für Medikamente zu Lasten der Krankenversicherung umgerechnet 7 Mrd. € betragen. Biosimilars (Nachahmerpräparate) hätten zwar ein großes Einsparungspotential, werden aber leider immer noch praktisch nicht genutzt. Das größte Umsatzwachstum erzielte das Medikament “Keytruda” gegen Krebs.

Helsana Versicherungen AG am 25.11.2020

Seit 2013 ist der Bezug von Medikamenten der sog. Spitex-Patienten in der Schweiz um fast 48 % angestiegen. Durchschnittlich werden parallel 16 (!) Präparate bezogen (Pflegeheimbewohner: 9 Präparate). Eine Einnahme von gleichzeitig mindestens 5 Wirkstoffen wird jedoch als problematisch erachtet (Polypharmazie).

Helsana Versicherungen AG am 25.11.2020

Das Thema Patentschutz ist für die europäische Pharmaindustrie von großer Bedeutung, denn dieser ist ein wichtiger Anreiz für jedwede Forschungstätigkeit.

Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs am 25.11.2020

Die Stärkung der Arzneimittelforschung ermöglicht einen besseren Zugang zu Medikamenten.

Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs am 25.11.2020

Arzt im Web kritisiert: 1.360 € Strafe für Wienerin … Und noch auf der selben Seite eine Werbung von Ratiopharm für “Influbene” !

Bild: Heute

Ist das nicht sonderbar ? Dass das Naturprodukt Vitamin C gegen Grippe hilft, darf man in der Werbung nicht sagen. Aber man darf sehr wohl behaupten, dass das Kunstprodukt “Influbene” von Ratiopharm sogar “perfekt gegen den grippalen Infekt” sei.

Bild: Heute

Zeitung Heute am 25.11.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Medizinwitz des Tages 17. März 2020

Die Pharmaindustrie kämpft mit den Waffen der Forschung gegen das neue Coronavirus und die damit verbundene Atemwegsinfektion Covid-19. Mehrere verschiedene Behandlungsansätze werden derzeit getestet. Auch an Impfstoffen wird geforscht. Für allzu großen Optimismus ist es aber noch zu früh.

Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie am 17.03.2020

Die Arzneimittelforschung ist sehr kostenintensiv.

Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie am 17.03.2020

Der Kampf gegen das Coronavirus, die Erforschung einer Arzneimitteltherapie, die Impfstoffentwicklung sowie das Unterbinden der Ausbreitung des Virus ist eine gemeinschaftliche Aufgabe. Die Pharmaindustrie trägt dazu bei. Das sind gute Nachrichten in schwierigen Zeiten.

Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie am 17.03.2020

Der 123. Deutsche Ärztetag von 19.-22. Mai 2020 in Mainz wird abgesagt. Vor dem Hintergrund der Corona-Epidemie in Deutschland kann jeder Einzelne dazu beitragen, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen, indem man den Kontakt zu anderen reduziert und damit Infektionsmöglichkeiten minimiert. Ärztinnen und Ärzte müssen in diesem Sinne ganz besonders Verantwortung zu übernehmen.

Bundesärztekammer am 17.03.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Medizinwitz des Tages 4. Februar 2020

Derzeit sind der Medizin über 250 Krebsarten bekannt. Die Erforschung und Behandlung jeder Einzelnen davon gilt als äußerst komplex.

Pharmig am 04.02.2020

Der Patentschutz ist eine der Voraussetzungen, dass sich Pharmafirmen in der hoch risikoreichen Arzneimittelentwicklung überhaupt engagieren. Zwar gilt in der Arzneimittelentwicklung ein Patentschutz von 20 Jahren, aber dieser beläuft sich effektiv auf nur 8 Jahre.

Pharmig am 04.02.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Medizinwitz des Tages 20. August 2019

Eine Preisdifferenzierung bei Medikamenten nach der Wirtschaftskraft bzw. Zahlungsfähigkeit eines Staates gewährleistet, dass kein Land wegen zu hoher Preise vom therapeutischen Fortschritt ausgeschlossen wird. Sie gilt von daher international als den Wohlstand fördernd. Aus volkswirtschaftlicher Sicht sind europaweit einheitliche Arzneimittelpreise wenig erstrebenswert.

Universität Duisburg-Essen am 20.08.2019

In Österreich wird der Finanzbedarf der Spitäler bis 2030 von derzeit 12,8 Mrd. € auf 24,6 Mrd. € ansteigen und sich damit verdoppeln. Pro Kopf heißt das, dass die Spitalskosten von 1.452 € auf 2.780 € anwachsen werden.

Philips Austria GmbH am 20.08.2019

Das sog. AMNOG-Paradoxon in Deutschland beschreibt folgenden Teufelskreis: Je erfolgreicher der Versuch ist, die Kosten von Arzneimittel-Innovationen durch Preisregulierung zu dämpfen, desto höher werden die Preise der nachfolgenden Produktgeneration sein, die daraufhin gesundheitspolitisch mit einer noch strengeren Regulierung beantwortet werden und somit paradoxerweise den nächsten Preisschub auslösen. Das Problem dabei ist, dass das nicht ohne reale Konsequenzen bleibt. Denn die auf Kostendämpfung zielenden Preisregulierungen können entsprechende Kürzungen bei den Forschungsetats nach sich ziehen und so eine nachlassende Innovationsdynamik provozieren. Das wiederum würde bedeuten, dass arzneimittel-therapeutische Fortschritte ausbleiben oder sich verzögern.

Universität Duisburg-Essen am 20.08.2019

Dass einige wenige Arzneimittel in Österreich nicht ausreichend zur Verfügung stehen, liegt häufig an den sog. Parallelexporten. Es ist leider gängige Praxis, für den österreichischen Markt bestimmte und hierzulande günstigere Medikamente in höher preisliche Märkte wie Deutschland zu exportieren. Diese Art der Geschäftemacherei auf Kosten heimischer Patienten gehört dringend abgestellt. Die Hersteller produzieren ausreichend Arzneimittel für den heimischen Markt. Engpässe dürfte es eigentlich gar nicht geben.

Fachverband der Chemischen Industrie am 20.08.2019

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Pharmig: Medikamentenforschung bleibt teures Hochrisikogeschäft

Dass die Erforschung neuer Medikamente ein kostenintensives Hochrisikogeschäft ist und bleiben wird, das sagen nicht wir vom Molner Health Center, sondern der Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs (Pharmig). So unterstreiche eine neue Studie wieder “die Komplexität der Arzneimittelforschung”, die noch dazu in die Milliarden gehe. Aktuell würden weltweit rund 7.000 Forschungsprojekte laufen, wovon sich 2.000 Krebs widmen.

10.000 Anfangssubstanzen

Laut Pharmig bilde die Studie (über Krebsmedikamente) aber nur “ein Bruchteil des Marktes” ab und verzerre daher “massiv die Realität”. In der Regel nämlich hätten Pharmakonzerne mehrere Projekte in der Pipeline, würden gleichzeitig an mehreren Wirkstoffen für mehrere Indikationen arbeiten. Und laut Pharmig schafft es von 10.000 “Anfangssubstanzen” im Durchschnitt nur eine einzige bis zur Marktreife. Laut der im „Jama Internal Medicine“ publizierten Studie der Public Citizien Group reicht das Investitionsvolumen bis zur Marktreife von 150 Mio. US-Dollar bis fast 2 Mrd.. Zudem würden neue wissenschaftliche Erkenntnisse sowie regulatorische Anforderungen “laufend” die Höhe der Kosten für Forschungsprojekte beeinflussen.