Schon 1913

Früher, damals, als es weder Fernsehen noch Internet gab, war den Menschen wahrscheinlich sehr, sehr langweilig. Da gab es viel Zeit zum sprichwörtlichen “totschlagen”. Und als Wissenschaftler saß man wohl den ganzen Tag im Büro und hat … hin und her überlegt. Zwangsläufig. Handys gab’s damals auch noch keine … Und weil man viel mehr Zeit zum Nachdenken hatte, kamen einem auch viel mehr gute Ideen ???

Ist nur mein Verdacht. Darum stöbere ich so gerne in der wissenschaftlichen Uralt-Literatur. Und fand dort ein Experiment von 1913, das mich “buchstäblich umhaut”.

Zwei Forscher (Eleanor Van Ness Van Alstyne und Silas P. Beebe; J Med Res 1913, 217-232) hatten 303 Ratten zur Verfügung und denen dann einen schlimmen Krebs eingeimpft, das sog. Buffalo Sarkom. Doch einer Hälfte der Ratten gaben sie schon wochenlang vorher 0 Kohlenhydrate zu fressen. Wirklich 0. Der anderen Hälfte weiterhin auch Brot und Laktose, also Kohlenhydrate. Das Resultat war verblüffend:

Die ohne Kohlenhydrate ernährten Ratten hatten “much less tumor growth and mortality rates”, also viel geringeres Tumorwachstum und Todesraten. Der Unterschied war so evident, dass kein Raum für Zweifel blieb. Dass die kohlenhydratfreie Diät den Ratten erlaubte, “dem Tumor zu widerstehen”. Den man ihnen eingeimpft hatte.

Nun hatten diese Forscher – wie gesagt – weder TV noch Internet. Auch keine Computerspiele … jedoch viel Zeit. Die haben dann das gleiche Experiment wiederholt, aber die kohlenhydratfreie Kost erst am Tage der Krebsimpfung gestartet. Jetzt war der Erfolg nur noch schwach und viel weniger deutlich.

Haben Sie den Knackpunkt verstanden ?

Will man Krebs bekämpfen, so lohnt es sich, schon davor zu beginnen. Nicht erst dann, wenn er schon da ist. Das wusste man also schon 1913.

Ich finde das sensationell !

Und denke an einen Nürnberger Chefarzt für Onkologie. Der behauptet doch glatt: “Eine Anti-Krebs-Diät gibt es nicht.” Mensch, was täten wir alle ohne die Hoffnungslosigkeit der Schulmedizin … ??

Freilich, freilich: Man müsste englisch lesen können … und man müsste überhaupt erst mal zum Lesen kommen. Dafür hat ein Chefarzt nun wirklich keine Zeit. Versteht man. Nur: Hat ein Krebspatient Anspruch auf das Wissen der Medizin ? Bitte denken Sie mal wirklich darüber nach. Schließlich könnten auch Sie eines Tages in diese Situation kommen …

Also: Handeln Sie rechtzeitig. Am besten gleich ab jetzt. Los !

Zahnärzte sehen „digitale Praxis“ kommen

So gut wie alle Zahnärzte (in Deutschland) erwarten eine zunehmende Digitalisierung ihres beruflichen Umfeldes und 68 % davon haben auch eine große Bereitschaft, Prozesse wie Abrechnung, Verwaltung und medizinische Dokumentation zu digitalisieren. Das erhob die Health AG in einer Umfrage.

Infografik: obs / Health AG

Der Hauptgrund für diese Digitalisierungsbereitschaft unter Zahnärzten ist laut Jan Schellenberger, CTO der Health AG, die wachsenden bzw. sich verändernden Ansprüche der Patienten. Zum Arbeitsalltag vieler Zahnärzte gehöre mittlerweile auch, den Patienten stärker als früher Rede und Antwort zu stehen. Vor allem die 18- bis 35-Jährigen kämen immer öfter vorinformiert in die Praxis und würden die Behandlung hinterfragen. Diese Erfahrung machen zumindest 53 % der Zahnärzte.

Millionenschwere Kampagne: Deutschlands Apotheken nennen sich „unverzichtbar“

Deutschlands Apotheken halten sich in der Imagekampagne für das Jahr 2018 für „unverzichtbar“. Aus „Näher am Patienten“ wird ab Mai 2018 „Einfach unverzichtbar“. „Der neue Claim steht für den Anspruch, dass es zur Apotheke vor Ort keine Alternative gibt”, erklärt ABDA-Kommunikationsleiter Reiner Kern die jährlich 2 Mio. € teure Werbung.

Plakat der ABDA-Kampagne 2018 (Foto: obs / ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände)

“Zugleich werden wir damit die Imagearbeit und die politische Kommunikation unter einem Kampagnendach zusammenführen. Mit dem Hashtag #unverzichtbar transportieren wir die Kampagneninhalte im digitalen Raum.” Die neue Kampagnenwelle wird am 1. Mai 2018 mit neuen Motiven in Apotheken, out-of-home-Schaltungen, Print-Anzeigen sowie einer intensiven Social-Media-Kommunikation starten. Eine weitere Welle sei dann von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände für den Herbst 2018 geplant.

60 Jahre Sozialstaat (ASVG) Österreich

Vor 60 Jahren, am 9. Sept. 1955, beschloss Österreichs Nationalrat das geltende Allgemeine Sozialversicherungsgesetz (ASVG) und bewirkte damit eine soziale Absicherung der Bürger in sämtlichen Lebenslagen. „Das ASVG ist die wichtigste sozialrechtliche Grundlage unseres Landes, quasi der in Paragraphen gegossene Sozialstaat österreichischer Prägung“, sagte auch Arbeits- und Sozialminister Rudolf Hundstorfer anlässlich des Jubiläums.

Angehörige profitieren ohne Beitragsleistung

„Heutige Selbstverständlichkeiten wie eine Pension im Alter oder die Absicherung im Krankheitsfall und bei Unfällen samt freiem Zugang zu allen medizinisch notwendigen Leistungen wurde im ASVG grundgelegt.“ Das Gesetz sei mit seinem Umlageverfahren „ohne Zweifel“ Ausdruck einer gelebten Solidarität hierzulande und habe seither auch zum ökonomischen Aufschwung beigetragen, so der SPÖ-Politiker. Laut AK Oberösterreich ist die Pflichtversicherung der Ausgangspunkt für die Einhebung der Sozialversicherungsbeiträge.

Schon der Bestand eines Arbeitsverhältnisses über der Geringfügigkeitsgrenze führe zu einer Pflichtversicherung, von der nicht nur Beitragszahler, sondern auch dessen/deren nahe Angehörige profitieren – „und das in der Regel ohne eigene Beitragszahlung“. Für Johann Kalliauer, Oberösterreichs AK-Präsidenten, ist der Leistungskatalog des ASVG jedenfalls klar und transparent gestaltet. „Und weil es sich dabei um öffentlich-rechtliche Ansprüche handelt, können im Streitfall sogar unabhängige Gerichte angerufen werden!“

84 Novellen

Die Leistungen des ASVG würden insgesamt, so der AK-Funktionär, den gesellschaftlichen Wohlstand sichern und Armut vermeidend wirken. „Die Beiträge richten sich jeweils nach der Leistungsfähigkeit der Versicherten.“ Durch jährliche Anpassungen werde die Inflation mitberücksichtigt und so die Kaufkraft erhalten. „Wenn die sozialversicherungsrechtlichen Geldleistungen die Lebenserhaltung nur unzureichend sichern, dann wird aufgestockt“, erklärt Kalliauer. Ein Beispiel sei die Ausgleichszulage oder der Mindestbetrag beim Rehabilitationsgeld. Seit 1955 hätten auch ganze 84 Novellen das ASVG stehts am Puls der Zeit gehalten.