Medizinwitz des Tages 24. Juni 2020

Die Auswirkungen der Corona-Krise zeigen sich besonders drastisch im Gesundheitssektor.

TransCare Service GmbH am 24.06.2020

H+ Die Spitäler der Schweiz begrüßt, dass sich der Bundesrat seiner Verantwortung für die Folgen der angeordneten Maßnahmen während der Corona-Krise bewusst ist. H+ Die Spitäler der Schweiz bedauert jedoch, dass der Bund für die Einnahmenverluste wegen des Operations- und Behandlungsverbots nicht aufkommen wird, obwohl diese eine Folge seines Beschlusses waren.

H+ Die Spitäler der Schweiz am 24.06.2020

Wenn die Hürde der Impfstoffentwicklung gegen Covid-19 geschafft ist, gilt es, die Hürde der Impfstoffverteilung zu überwinden. Selbst beim von der WHO vorgelegten Plan werden nur für die Versorgung der 3 bevorzugten Risikogruppen in Summe schon über 4 Mrd. Dosen des Impfstoffes nötig sein. Und zwar für etwa 115 Mio. Angehörige der Gesundheitsberufe, ca. 1,5 Mrd. für Ältere über 65 sowie etwa 2,65 Mrd. für die Erwachsenen mit Komorbiditäten wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Adipositas. Diese Berechnung basiert auf der Annahme, dass pro geimpfter Person 2 Impfungen gemacht werden müssen und inkludiert zudem einen Verschleißanteil von 15 %.

Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs am 24.06.2020

Hitze kann Arzneimittel beschädigen, ohne dass das äußerlich erkennbar ist. Daher sollten die meisten Arzneimittel bei 15-25 Grad Celsius gelagert werden, einige aber sogar im Kühlschrank. Doch Vorsicht, diese dürfen dann nicht gefrieren.

ABDA am 24.06.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Endgültig bewiesen: B-Vitamine verhindern Lungenkrebs

Nachdem wir soeben durch die nagelneue VITAL-Studie geschockt wurden (News vom 13.10.2017), die uns zu zeigen versucht, dass Vitamin B6 und Vitamin B12 das Lungenkrebsrisiko bei gemischter Bevölkerung (Raucher und Nichtraucher) um etwa 1 Promille im Jahr (nicht 1 %, 1 Promille) steigern und daraufhin wieder einmal der Eindruck entstehen könnte, dass Vitamine gefährlich seien, kommt jetzt ein Widerruf. Nicht von den Studienautoren, sondern von weit höherer Stelle: Aus der EPIC-Studie, an welcher 520.000 Menschen teilnahmen und von denen 386.000 auch Blut gespendet hatten !

Da wurden die Werte der B-Vitamine auch tatsächlich im Blut gemessen. Und wie wir wissen, heißt nur messen auch wirklich wissen. Bei der eingangs erwähnten VITAL-Studie gab’s keine Messungen, sondern nur die Annahme, dass Kapseln geschluckt wurden. Sagen wir’s mal so: Ein klitze-kleiner Unterschied …

Für mich aber der Unterschied zwischen Märchen (Schulmedizin) und Wahrheit (Molekularmedizin). Und die riesige EPIC-Studie z.B. zeigt uns “das kumulative Lungenkrebsrisiko” für Männer wie folgt:

  • 0,5 % für Nichtraucher
  • 3,4 % für ehemalige Raucher
  • 10,8 % für aktuelle Raucher

So deutlich habe ich das noch nirgendwo gelesen. Und in diesem Rahmen wurden folgende 3 Stoffe gemessen: Vitamin B6, Folsäure (Vitamin B9) und Methionin, eine Aminosäure. Gemessen, wohlgemerkt! Und dann hat man die Versuchspersonen ganz einfach eingeteilt in

Menschen mit überdurchschnittlicher Serumkonzentration und
Menschen mit unterdurchschnittlicher Serumkonzentration.

Gefunden wurden schließlich folgende 6 Zahlen. Sechs Zahlen, denke ich, kann Ihnen zumuten. Also, es geht noch immer um das “kumulative Lungenkrebsrisiko”:

  • Aktuelle Raucher: 6,6 % bei hohen Serumspiegeln, 14,9 % bei tiefen Serumspiegeln
  • Ehemalige Raucher: 2,7 % bei hohen Serumspiegeln, 5,2 % bei tiefen Serumspiegeln
  • Nichtraucher: 0,32 % bei hohen Serumspiegeln, 0,9 % bei tiefen Serumspiegeln

Und da wissen Sie doch sicher gleich, wo Sie dabeisein möchten? Bei den Nichtrauchern mit 0,32 %, nehme ich an, also praktisch 0. Kann auch jeder von Ihnen haben! Das Gegenteil wären stolze 14,9 % Krebsrisiko. Dann, wenn Sie rauchen und zugleich wenig B-Vitamine und Methionin haben. Heißt dann in der Studie: Bei hohen Serumspiegeln von Vitamin B6 und Methionin sinkt Ihr Lungenkrebsrisiko um über 50 %.

Für mich eine fantastische Aussage, die nur mehr von Folsäure getoppt wird. Ist nämlich nicht nur Vitamin B6 und Methionin im Spiel, sondern auch noch Folsäure (Vitamin B9) – und zwar über dem Durchschnitt (14,4 nmol/l) -, so sinkt das Lungenkrebsrisiko doch tatsächlich um

68 % !

Wichtig ist noch zu erwähnen, dass die Zahlen auch für Vitamin B6 getrennt und Methionin getrennt in ähnlicher Größenordnung stimmen. Daher mein Vorschlag: Teilen wir doch Studien bitte in Zukunft ein in 2 Klassen: In Studien, wo (nur) gefragt und nicht gemessen wurde und in Studien, wo gefragt und gemessen wurde. Nur Letztere haben Relevanz !

Quelle: JAMA, 16.06.2010, Vol 303, No. 23, S. 2377