Medizinwitz des Tages 28. Mai 2019

Die Österreichische Ärztekammer warnt: “Notfallversorgung nur durch Ärzte”

Österreichische Ärztekammer am 28.05.2020

Bei einem Virus, das man erst so kurze Zeit kennt wie das Corona-Virus, sollte man sehr, sehr vorsichtig sein. Selbstkritisch räumt der Virologe Martin Stürmer von der Universität Frankfurt ein, dass auch Virologen nicht immer optimal kommuniziert hätten. “Da muss man sich vielleicht vorwerfen lassen, dass am Anfang zu sehr die Infektionszahl im Vordergrund stand, dann gab es eine Verdopplungszeit, dann gab es die Reproduktionszahl. Jetzt haben wir einen Dispersionsfaktor. Also, da kann natürlich der Eindruck entstehen, dass die Virologen immer neue Zahlen erfinden, um Lockerungsmaßnahmen zu vermeiden.”

Phoenix am 28.05.2020

Wir glauben, dass mehr als ein Impfstoff benötigt wird, um dieser globalen Corona-Pandemie zu begegnen,

GlaxoSmithKline GmbH am 28.05.2020

Angesichts der Vielzahl an Erkrankungen und Todesfällen durch Tabakzigaretten ist der Stand der Aufklärung in Deutschland über Schaden minimierende Alternativen auf einem alarmierenden Niveau.

Bündnis für Tabakfreien Genuss, 28.05.2020

Babymilch der Firmen Nestle, Rossmann, Novalac und Humana waren bei amtlichen Untersuchungen der Chemischen und Veterinäruntersuchungsämter Münster und Stuttgart mit gesundheitsgefährdenden Mineralölen verunreinigt. 14 der untersuchten Proben enthielten sogar die besonders gefährlichen aromatischen Mineralöle (MOAH), die laut Europäischer Lebensmittelbehörde EFSA im Verdacht stehen, Krebs auszulösen und das Erbgut zu schädigen.

Foodwatch am 28.05.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Medizinwitz des Tages 2. Dezember 2019

Immer öfter wenden sich Menschen in Deutschland von der klassischen Schulmedizin ab oder suchen zumindest ergänzend nach alternativen Heilungsansätzen. … Das hohe Maß an Skepsis gegenüber der klassischen Medizin kombiniert mit dem ausgeprägten Glauben an die Wirksamkeit alternativer Heilmethoden und Nahrungsergänzungsmittel ist eine Bedrohung des bisherigen Verständnisses von Gesundheit.

Max Grundig Klinik Bühlerhöhe am 02.12.2019

Kein Mensch, der sich vielfältig und gesund ernährt, braucht im Normalfall Nahrungsergänzungsmittel, deren Wirksamkeit wissenschaftlich so gut wie nicht nachgewiesen ist. Trotzdem schmeißen sich inzwischen viele Manager vermeintliche Wunderpräparate ein, die allenfalls einen Placeboeffekt erzielen.

Max Grundig Klinik Bühlerhöhe am 02.12.2019

Ein einziger kritischer Patient, der auf einer Intensiv- oder Notfallstation behandelt wird, generiert bis zu 100 GB Daten pro Tag. Diese stammen aus der Überwachung des Patienten, aber auch aus Untersuchungen wie Computer- und Magnetresonanz-Tomographien des Gehirns sowie Laborwerten. Aber auch Biosensoren liefern viele Daten. Diese Informationsflut verhindert oft die rechtzeitige Erkennung von Risikokonstellationen und eine rasche Entscheidungsfindung. Zudem lösen herkömmliche Monitoring-Systeme rund 700 Alarme pro Patienten und Tag aus, also rund alle 2 Minuten. Ein beträchtlicher Teil davon sind Fehlalarme.

Schweizerischer Nationalfonds, 02.12.2019

Ohne Grund auf Gluten zu verzichten, das muss eigentlich gar nicht sein. Ernährungswissenschaftler haben sogar festgestellt, wenn man längere Zeit pausiert und dann wieder zu Brot und Nudeln greift, dass es sogar eher zu Problemen im Darm kommen kann. Weil einfach der Verdauungstrakt sich an bestimmte Ernährungsgewohnheiten gewöhnt.

Apotheken Umschau am 02.12.2019

Ein “positives Wartezimmer-Erlebnis” soll der Gewalt in Spitälern entgegenwirken. Damit einher geht auch die Stelle eines Feel-Good-Managers. Dieser hat die Aufgabe, die Kommunikation zwischen wartenden Patienten positiv zu beeinflussen, Patienten auf die Stationen zu begleiten und offene Fragen zu beantworten.

Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien am 02.12.2019

In Österreich sind über 200.000 Menschen von Vorhofflimmern betroffen. 40 % davon können jedoch wegen eines signifikanten Versorgungsengpasses nicht optimal behandelt werden. Diese Unterversorgung gefährdet die Herzgesundheit in Österreich.

zbc3 GmbH am 02.12.2019

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Psychische Erkrankungen: 10 Tipps für Unternehmen zum Gegensteuern

Wegen psychischer Erkrankungen nehmen in Firmen nun schon seit Jahren die Arbeitsunfähigkeitstage zu. Auch die Anzahl an diesbezüglichen Krankenständen hält die GS Consult GmbH für „alarmierend“: Mit mehr als 17 % kamen 2016 nämlich die psychischen Erkrankungen erstmals an 2. Stelle. Nur übertroffen vom Muskel- und Skelett-System mit 22,2 %. Solche Ausfallzeiten sind für Unternehmen natürlich eine hohe finanzielle Belastung.

Foto: obs / GS Consult GmbH / B. Jackson

Laut der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) werden sich bis 2030 die dadurch verursachten direkten Kosten in Deutschland auf rund 32 Mrd. € belaufen. Darum auch sind Firmen seit 2013 ausdrücklich dazu verpflichtet, bei der vorgeschriebenen Gefährdungsbeurteilung von Arbeitsbedingungen auch psychische Belastungen zu berücksichtigen. Giovanni Sciurba von GS Consult hat für Führungskräfte folgende 10 Tipps für die Praxis im Firmenalltag parat:

(1) Durch eine Verbesserung der Arbeitsabläufe mit klaren Aufgaben lässt sich das Stressempfinden der Mitarbeiter reduzieren. (2) Ein bewusster Umgang mit modernen Kommunikationsmitteln – wie z.B. Verzicht auf E-Mails nach Feierabend – nimmt ebenfalls Druck. (3) Bei Veränderungsprozessen im Unternehmen sollte stets offen und transparent kommuniziert werden. (4) Voraussetzung für eine gute und konstruktive Zusammenarbeit ist die Wertschätzung der Arbeitnehmer durch eine faire Gehalts- und Personalpolitik sowie einer Kommunikation auf Augenhöhe.

Tipps 5-10

(5) Große Bedeutung für das psychische Wohlbefinden hat die Einbindung in Entscheidungsprozesse. (6) Vorgesetzte sollten die Beschäftigten immer entsprechend ihrer individuellen Fähigkeiten, Stärken und Interessen einsetzen. (7) Das Definieren von Zielen und Perspektiven in Entwicklungsgesprächen erhöht die Motivation der Angestellten. (8) Durch die Personalplanung sollte vermieden werden, dass Beschäftigte oft Überstunden machen müssen. (9) Bei Konflikten sollten Führungskräfte hinhören und zu Lösungen beitragen. (10) Eine ausgewogenen Work-Life-Balance kann die Mitarbeiter langfristig gesund und zufrieden erhalten.

Die App “Mobile Lebensretter” soll Leben retten

Alljährlich und allerorts sterben tausende Menschen, weil bis zum Eintreffen der Rettungsdienste kostbare Zeit ohne Erste Hilfe vergeht wie z.B. bei einem Herzinfarkt. Das will jetzt ein gewisser Norbert Grüntjens  ändern und hat darum die App Mobile Lebensretter als karitatives Projekt ins Leben gerufen. Damit könne jeder mit seinem Smartphone andere Nutzer in der Nähe alarmieren und zeitgleich den Rettungsdienst anrufen.

Bild: obs / Mobile Lebensretter

Alle Helfer, die den Alarm annehmen, bekommen die genaue Position des Hilfesuchenden übertragen und können sich per Navigation schnellstmöglich dorthin leiten lassen. “Keine andere App weltweit nutzt die in Smartphones zur Verfügung stehende Technik so konsequent aus wie Mobile Lebensretter”, betont der App-Entwickler. Zudem mache der direkte Alarm zwischen den Nutzern das koste- und werbefreie System “extrem schnell”. Neben dem roten Alarmknopf bei Lebensgefahr gibt es seit kurzem auch einen blauen Knopf für Bedrohung bzw. Angst.

ÖÄK: Neue Regierung muss Probleme des Gesundheitssystems lösen

Die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) fordert von der neuen Bundesregierung “die Probleme des Gesundheitssystems zu beheben”. Zu den “offenen Großbaustellen” zählt ÖÄK-Präsident Thomas Szekeres  den sich verschärfenden Ärztemangel, volle Ambulanzen sowie das Ärztesterben am Lande. “Alarmierend” sei auch die Tatsache, dass Österreichs Gesundheitsversorgung im internationalen Vergleich “abgestürzt ist”.

Die Spitze der ÖÄK mit der scheidenden Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner. (Foto: ÖÄK)

Szekeres bezeichnet die Ärzte “als erste Experten für Gesundheitspolitik” und freue sich daher auf eine enge Zusammenarbeit mit der neuen Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein. Zudem appellierte der Ärtzekammerpräsident an die neue Regierung aus ÖVP und FPÖ, dem Thema Gesundheit dieselbe Priorität einzuräumen wie anderen Bereichen, die “für die Zukunft des Standorts Österreich von essentieller Bedeutung” seien. So würden etwa Deutschland oder die Schweiz im Verhältnis zum BIP mehr Geld für Gesundheit ausgeben.