Nur Fleisch ?

Die Frage, ob man nur von Fleisch leben könnte, die wurde längst beantwortet: in Teilen Afrikas, in Alaska, in Grönland. Hatte ich schon einmal erzählt (News 16.07.2013). Etwas Anderes ist die Frage, ob man nur von Fleisch leben sollte ?

Was meinen Sie ?

Da ist die MEDIZIN wieder einmal sehr viel gescheiter als die von mir erlernte und Jahrzehnte ausgeübte Schulmedizin. Die bei chronischen Erkrankungen jämmerlich versagt. Sieht man seit der Corona-Katastrophe immer deutlicher ! Ob man nun also nur von Fleisch leben sollte, hat die MEDIZIN schon 1928/1929 schlüssig beantwortet. Erinnern Sie sich an die News 17.09.2006 ?

Da gab es einst 2 Forscher, Vilhjalmur Stefansson und Dr. Rudolph Anderson, die hatten sich in das Krankenhaus Bellevue Hospital von New York einsperren lassen. Und hatten dann ein Jahr lang nur von Fleisch gelebt. Wurden dabei selbstverständlich von Ärzten überwacht, die auch alles Mögliche untersuchten und maßen. Das Ergebnis wurde dann in 8 Punkten zusammengefasst.

Die 800 g Fleisch täglich bestanden zu

  • 15-25 % aus Eiweiß
  • 75-85 % aus Fett
  • 1-2 % aus Kohlenhydraten.

Zusammenfassend wurde festgestellt:

  1. Zwei Männer ernährten sich ein Jahr lang nur von Fleisch. Die Menge an Fett/Eiweiß blieb ganz dem Wunsch der Probanden überlassen.
  2. Die Eiweißmenge variierte von 100-140 g, Fett von 200-300 g, Kohlenhydrate von 7-12 g.
  3. Am Ende des Jahres waren beide Männer geistig völlig klar, körperlich aktiv und zeigten keinerlei spezifische physische Veränderungen in irgendeinem Teil (System) des Körpers (heißt: in keinem!).
  4. Während der ersten Woche verloren sie an Gewicht: Verantwortlich war der Wasserverlust durch diese Low carb-Diät. Danach blieb ihr Gewicht das ganze Jahr konstant.
  5. Der Blutdruck eines Mannes blieb konstant, der systolische Druck des Anderen sank um 20 mm HG.
  6. Vitaminmängel waren keine feststellbar.
  7. Untersuchungen des Urins und der Nierenfunktion ergaben keinen Hinweis auf eine Nierenschädigung (Anmerkung: Das glaubt kein deutscher Arzt !).
  8. Bei diesen „trainierten“ Männern ergaben klinische Untersuchung und Labormessungen keinen Anhaltspunkt für irgendeine krankhafte Auswirkung einer langanhaltenden, nur aus Fleisch bestehenden Diät.

Mein FAZIT: Der Mensch besteht aus Fleisch. Leider oft aus fettem Fleisch. Alles, was wir essen, wird schlussendlich in Fleisch umgewandelt. Und das beigefügte (unvermeidliche) Fett in Energie. In Lebensenergie.

Damit ist das System Mensch im Grunde kompakt beschrieben !

Jede Abweichung von dieser Regel erfordert zusätzliche Energie. Der Mensch besteht nicht aus Avocado oder Soja, sondern aus Fleisch und Fett. Auch nicht aus Erbsenmehl oder Karotten, sondern aus Fleisch und Fett. Dazu eine wichtige Anmerkung:

Fleisch ist der vitaminreichste Nährstoff, den es gibt ! Nicht Gemüse …

Nur sollte man dabei von echtem Fleisch sprechen, von Biofleisch, auch rohem Fleisch. Und da beginnen heutzutage die Grenzen dieses genialen Rezepts ! Aber sollten Sie eines Tages so richtig krank werden und nicht mehr weiterwissen, dann wäre „nur mehr Fleisch“ ein möglicher Weg zur Heilung.

Das Alles kann man übrigens im Buch „Fleisch for Life“ von Dr. Paul Saladino nachlesen. Das ist einer der Ärzte, die wirklich nachgedacht haben. Das erkennt man schon an folgendem Zitat:

Das Medizinsystem, in dem ich ausgebildet wurde, verhilft den Menschen nicht zu einem besseren Leben. Wenn es um chronische Krankheiten geht und um die Behandlung der Ursachen, dann ist dieses System zum Scheitern verurteilt.

Zum Nachlesen: Rotes Fleisch (News 15.05.2013)

Energie 5.0

Lautet die Überschrift eines ausgesprochenen glücklichen, zusammenfassenden Artikels zum wichtigsten Lebenselixier: Der Lebensenergie. Stammt von Dr. Stefan Siebrecht, dem „Mr. Carnitin“. Der uns in 5 Schritten die praktische Energieerzeugung des Körpers nahe bringt. Die schreib ich Ihnen einfach ab (mehr oder weniger):

(1) Metabolische Energie: Das erste Energiegetränk (Lucozade) wurde 1927 eingeführt. Ein reines Glukosegetränk. Hochwirksam für den körperlichen Arbeiter. Gift für den Sitzenbleiber. Sie kennen sich aus …

(2) Stimulative Energie: Entdeckung des Koffein-Kicks. Typisches Beispiel Red Bull mit der Kombination Koffein und Taurin. Auch hier kennen Sie sich aus (News 13.04.2017). Leider hilft das nur 2 Stunden. Dann kommt so etwas wie ein „Nebennieren-Burnout“. Abhilfe ? Ein schwächeres, länger wirksames Koffein wie Guarana.

(3) Mitochondriale Energie: Mitochondrien sind unsere Kraftwerke. Produzieren Energie. Müssen dafür aber auch „verwöhnt“ werden. Womit ? Mit den nötigen Nährstoffen Magnesium, L-Carnitin, B-Vitamine, Q10. Für Q10 übrigens gab es den Nobelpreis Chemie 1978. Scheint also doch wichtig zu sein. Mit diesen 4 Substanzen steigert man die Leistung seiner Zell-Kraftwerke !

(4) Enzymatische Energie: Hier kommen wir zu dem erst in den letzten Jahren zu Ehren gekommenen Enzym AMPK. Kennen Sie (News 26.05.2019). Das sog. „Enzym der Jugend“. Weil es die altersbedingte Abnahme von ATP (Sie kennen meine Meinung dazu) rückgängig macht. Immerhin. Auch ein Weg. Sie wissen inzwischen, dass AMPK die Rückführung von Monophosphat zu Triphosphat stimuliert und beschleunigt. Also die Regeneration der Zellkraftwerke. Erklärt die phänomenalen Effekte von anstrengendem Sport genauso wie von Fasten.

(5) Genetische Energie: Die basiert auf Erkenntnissen der Mitochondrienmedizin und der Enzym-Biochemie: Beantwortet z.B. die Frage: Woher kommt denn AMPK tatsächlich ? Wer gibt das Signal dazu, mehr zu erzeugen ? Die Antwort: Unsere Gene.

Unser Körper verwendet genetische Schalter, um unsere Zellen anzuweisen, mehr Enzyme zu produzieren. Solche genetischen Schalter sind, wissen Sie längst, täglich Sport genauso wie Fasten. Aber es gibt auch angenehmere Zugänge: Grüntee-Katechine. Trinkbar. Glukosinolate, wie sie in Kohlsorten, Brokkoli usw. vorkommen.

Besonders erwähnenswert ist Moringa, ein Grundnahrungsmittel in Afrika und Indien. Ein Grundnahrungsmittel … und bei uns in Europa ? Moringa-Extrakt gibt es seit kurzem auch als NEM. Davon genügen 10 mg ! Damit hat man die Ermüdung von Mäusen in einem Schwimmtest um 30 % hinauszögern.

30 % würden mir schon genügen …

QUELLE: Dr. Stefan Siebrecht, Vitalstoffe 1/2019; S. 31

Das war eine angenehm übersichtliche Auflistung zur Beantwortung Ihrer dringlichsten Frage: Wo krieg ich mehr Energie her ? Ich kenne da natürlich noch einen Trick, der gemeinhin schlichtweg unbekannt ist. Noch immer:

Das perfekte Aminogramm !

Das liefert nach meiner Erfahrung sehr viel mehr Lebensenergie als alle anderen mir sehr wohl bekannten Wege. Ihre Aminosäuren messen, das geht heute schon von zu Hause aus. Vom Sofa, wenn Sie so wollen. Eine Sensation eigentlich. Bitte bleiben Sie dankbar !

Mehr Gewicht nach Rauchstopp

Ist Ihnen mitunter unerklärlich. So wie einer jungen Dame, die mir verzweifelt schreibt, dass sie von Woche zu Woche immer mehr wiege – seit sie mit dem Rauchen aufgehört hat. Dabei würde sie auch ganz sicher nicht anders essen, sogar im Gegenteil, am Essen sparen. Was sie denn tun solle ?

Bei solchen E-Mails muss ich zuerst immer ein paar Mal langsam durchschnaufen. Mich dann auf meine Berufung als Arzt besinnen (eine schnelle Antwort als Mensch hätte ich sofort) und versuchen, der Dame zu helfen. Es gibt tatsächlich eine ziemlich neuartige Erklärung für dieses bekannte Phänomen, dass

der Mensch rasch an Gewicht zunimmt,
wenn er mit dem Rauchen aufhört.

Die Erklärung findet man, hoch modern und ganz Zeitgeist … im Darm.

  • Zunächst ging es vielen Ex-Rauchern so wie der eingangs erwähnten Dame. Das Phänomen wurde z.B. im Am J Epidemiol 1998 Nov 1;148 (9): 821 längst bewiesen. Demnach haben Menschen, die mit dem Rauchen aufhörten, im 1. Jahr danach rund 3 kg zugenommen, in den folgenden 5 Jahren oft sogar über 10 kg. Gesichertes Wissen.
  • Das Körpergewicht hängt aber auch entscheidend ab von der Darmflora. Gezeigt z.B. in Nature 2006 Dez 21; 444 (7122): 1027. Übergewichtige Menschen haben nämlich eine andere Verteilung zweier wesentlicher Bakterienarten im Darm: den Bacteroidetes und Firmicutes. Kurz gesagt, das Mikrobiom, also die Darmflora von dicken Menschen, hat eine „increases capacity to harvest energy“. Kann also Essen viel besser verwerten !
  • Und jetzt kommt‘s: Längst gezeigt wurde (PLOS ONE März 2013, Vol 8, Is 3, e59260), dass Menschen, die mit dem Rauchen aufhören, ihr Mikrobiom, die Darmflora entscheidend verändern. Nämlich genau dieses Verhältnis zwischen Firmicutes und Bacteroidetes. Womit der Kreis geschlossen ist.

Also konnte ich die Dame zunächst beruhigen. Ihre Gewichtszunahme ist nicht wirklich unerklärlich, sondern alles wissenschaftlich längst bekannt und bewiesen. Nach dem Rauchstopp verändert sich die Darmflora. Und diese neue Darmflora holt aus dem gleichen Essen sehr viel mehr Energie heraus. Man nimmt also zu …

Was sie denn tun könne? Ja, du meine Güte! Wenn man eine so gravierende Veränderung (im positiven Sinne) wie den Verzicht auf das Rauchen vollzieht, dann muss man auch einige andere Dinge ändern. Muss sich neu adaptieren. Z.B. mehr Tryptophan zu sich nehmen, um das Hungergefühl (insbesondere Heißhunger) abzustellen. Ist ein möglicher Vorschlag.

Ein weiterer Gedanke ist das Ganze mit Heilfasten oder wenigsten Intervall-fasten zu verbinden. Und dann gibt auch noch eine ganz radikale Lösung des Problems: Schauen Sie sich ein paar Fotos verhungernder Kinder aus Afrika an …

Falls Sie aber überhaupt erst mit dem Rauchen aufhören wollen, dann kann ich Ihnen die News 13.09.2016 sehr empfehlen. Geht übrigens leichter als Sie denken !