Energie 5.0

Lautet die Überschrift eines ausgesprochenen glücklichen, zusammenfassenden Artikels zum wichtigsten Lebenselixier: Der Lebensenergie. Stammt von Dr. Stefan Siebrecht, dem „Mr. Carnitin“. Der uns in 5 Schritten die praktische Energieerzeugung des Körpers nahe bringt. Die schreib ich Ihnen einfach ab (mehr oder weniger):

(1) Metabolische Energie: Das erste Energiegetränk (Lucozade) wurde 1927 eingeführt. Ein reines Glukosegetränk. Hochwirksam für den körperlichen Arbeiter. Gift für den Sitzenbleiber. Sie kennen sich aus …

(2) Stimulative Energie: Entdeckung des Koffein-Kicks. Typisches Beispiel Red Bull mit der Kombination Koffein und Taurin. Auch hier kennen Sie sich aus (News 13.04.2017). Leider hilft das nur 2 Stunden. Dann kommt so etwas wie ein „Nebennieren-Burnout“. Abhilfe ? Ein schwächeres, länger wirksames Koffein wie Guarana.

(3) Mitochondriale Energie: Mitochondrien sind unsere Kraftwerke. Produzieren Energie. Müssen dafür aber auch „verwöhnt“ werden. Womit ? Mit den nötigen Nährstoffen Magnesium, L-Carnitin, B-Vitamine, Q10. Für Q10 übrigens gab es den Nobelpreis Chemie 1978. Scheint also doch wichtig zu sein. Mit diesen 4 Substanzen steigert man die Leistung seiner Zell-Kraftwerke !

(4) Enzymatische Energie: Hier kommen wir zu dem erst in den letzten Jahren zu Ehren gekommenen Enzym AMPK. Kennen Sie (News 26.05.2019). Das sog. „Enzym der Jugend“. Weil es die altersbedingte Abnahme von ATP (Sie kennen meine Meinung dazu) rückgängig macht. Immerhin. Auch ein Weg. Sie wissen inzwischen, dass AMPK die Rückführung von Monophosphat zu Triphosphat stimuliert und beschleunigt. Also die Regeneration der Zellkraftwerke. Erklärt die phänomenalen Effekte von anstrengendem Sport genauso wie von Fasten.

(5) Genetische Energie: Die basiert auf Erkenntnissen der Mitochondrienmedizin und der Enzym-Biochemie: Beantwortet z.B. die Frage: Woher kommt denn AMPK tatsächlich ? Wer gibt das Signal dazu, mehr zu erzeugen ? Die Antwort: Unsere Gene.

Unser Körper verwendet genetische Schalter, um unsere Zellen anzuweisen, mehr Enzyme zu produzieren. Solche genetischen Schalter sind, wissen Sie längst, täglich Sport genauso wie Fasten. Aber es gibt auch angenehmere Zugänge: Grüntee-Katechine. Trinkbar. Glukosinolate, wie sie in Kohlsorten, Brokkoli usw. vorkommen.

Besonders erwähnenswert ist Moringa, ein Grundnahrungsmittel in Afrika und Indien. Ein Grundnahrungsmittel … und bei uns in Europa ? Moringa-Extrakt gibt es seit kurzem auch als NEM. Davon genügen 10 mg ! Damit hat man die Ermüdung von Mäusen in einem Schwimmtest um 30 % hinauszögern.

30 % würden mir schon genügen …

QUELLE: Dr. Stefan Siebrecht, Vitalstoffe 1/2019; S. 31

Das war eine angenehm übersichtliche Auflistung zur Beantwortung Ihrer dringlichsten Frage: Wo krieg ich mehr Energie her ? Ich kenne da natürlich noch einen Trick, der gemeinhin schlichtweg unbekannt ist. Noch immer:

Das perfekte Aminogramm !

Das liefert nach meiner Erfahrung sehr viel mehr Lebensenergie als alle anderen mir sehr wohl bekannten Wege. Ihre Aminosäuren messen, das geht heute schon von zu Hause aus. Vom Sofa, wenn Sie so wollen. Eine Sensation eigentlich. Bitte bleiben Sie dankbar !

Mehr Gewicht nach Rauchstopp

Ist Ihnen mitunter unerklärlich. So wie einer jungen Dame, die mir verzweifelt schreibt, dass sie von Woche zu Woche immer mehr wiege – seit sie mit dem Rauchen aufgehört hat. Dabei würde sie auch ganz sicher nicht anders essen, sogar im Gegenteil, am Essen sparen. Was sie denn tun solle ?

Bei solchen E-Mails muss ich zuerst immer ein paar Mal langsam durchschnaufen. Mich dann auf meine Berufung als Arzt besinnen (eine schnelle Antwort als Mensch hätte ich sofort) und versuchen, der Dame zu helfen. Es gibt tatsächlich eine ziemlich neuartige Erklärung für dieses bekannte Phänomen, dass

der Mensch rasch an Gewicht zunimmt,
wenn er mit dem Rauchen aufhört.

Die Erklärung findet man, hoch modern und ganz Zeitgeist … im Darm.

  • Zunächst ging es vielen Ex-Rauchern so wie der eingangs erwähnten Dame. Das Phänomen wurde z.B. im Am J Epidemiol 1998 Nov 1;148 (9): 821 längst bewiesen. Demnach haben Menschen, die mit dem Rauchen aufhörten, im 1. Jahr danach rund 3 kg zugenommen, in den folgenden 5 Jahren oft sogar über 10 kg. Gesichertes Wissen.
  • Das Körpergewicht hängt aber auch entscheidend ab von der Darmflora. Gezeigt z.B. in Nature 2006 Dez 21; 444 (7122): 1027. Übergewichtige Menschen haben nämlich eine andere Verteilung zweier wesentlicher Bakterienarten im Darm: den Bacteroidetes und Firmicutes. Kurz gesagt, das Mikrobiom, also die Darmflora von dicken Menschen, hat eine „increases capacity to harvest energy“. Kann also Essen viel besser verwerten !
  • Und jetzt kommt‘s: Längst gezeigt wurde (PLOS ONE März 2013, Vol 8, Is 3, e59260), dass Menschen, die mit dem Rauchen aufhören, ihr Mikrobiom, die Darmflora entscheidend verändern. Nämlich genau dieses Verhältnis zwischen Firmicutes und Bacteroidetes. Womit der Kreis geschlossen ist.

Also konnte ich die Dame zunächst beruhigen. Ihre Gewichtszunahme ist nicht wirklich unerklärlich, sondern alles wissenschaftlich längst bekannt und bewiesen. Nach dem Rauchstopp verändert sich die Darmflora. Und diese neue Darmflora holt aus dem gleichen Essen sehr viel mehr Energie heraus. Man nimmt also zu …

Was sie denn tun könne? Ja, du meine Güte! Wenn man eine so gravierende Veränderung (im positiven Sinne) wie den Verzicht auf das Rauchen vollzieht, dann muss man auch einige andere Dinge ändern. Muss sich neu adaptieren. Z.B. mehr Tryptophan zu sich nehmen, um das Hungergefühl (insbesondere Heißhunger) abzustellen. Ist ein möglicher Vorschlag.

Ein weiterer Gedanke ist das Ganze mit Heilfasten oder wenigsten Intervall-fasten zu verbinden. Und dann gibt auch noch eine ganz radikale Lösung des Problems: Schauen Sie sich ein paar Fotos verhungernder Kinder aus Afrika an …

Falls Sie aber überhaupt erst mit dem Rauchen aufhören wollen, dann kann ich Ihnen die News 13.09.2016 sehr empfehlen. Geht übrigens leichter als Sie denken !