Sind Hautcremes schon vor Verwendung kaputt ?

Geht es um Hautcremes oder Lotionen, dann dreht sich die 1. Frage zumeist um die Inhaltsstoffe. Laut dem Schweizer Hersteller Clariant sei aber die Frage „Wie wird der Inhalt geschützt?“ noch wichtiger. Denn viele in der Dermatologie verwendete Wirkstoffe, wie z.B. die Vitamine A, C und E würden ohne eine sinnvolle „Verpackung“ gar nicht die Hautschicht erreichen, in der sie wirken sollen.

Infografik: obs / clariant

Das fängt schon damit an, so Sebastian Dahms, Head of Encapsulation Technologies, dass viele Wirkstoffe von Cremes an der Luft sehr schnell oxidieren. Ein Prozess, der oft schon beim Abfüllen in der Fabrik beginne. „Die verwendeten Wirkstoffe haben zwar ursprünglich einen nachgewiesenen Effekt, doch das Produkt ist dann schon bei der Ankunft im Shop wirkungslos“, weiß der Experte. Zudem könnten die oxidierten Wirkstoffe später sogar zu Hautreizungen führen. Mit dem Verkapselungssystem „VitiSpheres“ glaubt man bei Clariant, nun viele Probleme gelöst zu haben.

„Neu an der Technik des Encapsulation Systems ist, dass sie jeden Wirkstoff wie winzig kleine Kügelchen umschließt“, so Dahms. Unter dem Mikroskop sehe eine Hautcreme mit VitiSpheres dann aus wie gefüllte Schokokugeln. Einmal aufgetragen, bilde die Hülle von VitiSpheres einen Film gegen äußere Einflüsse, Oxidation und Feuchtigkeit inklusive. „Dadurch öffnen sich die winzigen Übergänge in den äußersten Hautschichten und ermöglichen es den Wirkstoffen in die Haut einzuziehen.“ Der entstandene Film werde dann wie gewohnt beim Duschen abgewaschen …

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