Seit 17 Jahren immer mehr medizinische Tierversuche in Österreich

Es ist so ungeheuerlich wie unglaublich, aber seit nunmehr 17 Jahren steigt in Österreich die Zahl der (medizinischen) Tierversuche. Das berichtet der Internationale Bund der Tierversuchsgegner (IBT) in einer Aussendung. So mussten 2016 in Österreich genau 236.459 Tiere dran glauben, was einer Zunahme um 9.142 Tieren oder 4 % entspricht. Und schon von 2014 auf 2015 war ein Sprung um 8,7 % erfolgt.

Infografik: Tierversuche verstehen – Eine Informationsinitiative der Wissenschaft / www.tierversuche-verstehen.de

Dabei wurden 43,8 % der Versuchstiere in der Grundlagenforschung verwendet, wo es laut IBT-Präsidentin Gerda Matias um keine Relevanz für die Praxis geht. Zur Zulassung von Medikamenten wurden 15,3 % Tiere eingesetzt. „Dabei mussten 13.157 Kaninchen noch immer unnötig leiden und sterben, obwohl es für den Pyrogentest (Prüfung von injizierbaren Arzneimittel auf fieberauslösende Stoffe), eine vollwertige Ersatzmethode gibt, die auch von der EU überprüft und schon 2010 ins Europäische Arzneibuch aufgenommen wurde.

Über die Webseite www.tierversuchsgegner.at kann darum eine Petition für eine Forschung ohne Tierversuche unterstützt werden !! In Deutschland übrigens wird die Zahl der Versuchstiere bereits weniger, hatte 2015 aber immer noch unvorstellbare 2,753.062 Tiere betragen … Und auch wenn der Anteil von offensichtlich weniger wichtigen Mäusen, Ratten und Fischen weiterhin bei über 90 %, zeigen sich 2 Trends: Der Anteil der Mäuse an den Versuchstieren steigt und innerhalb dieser Gruppe werden mehr transgene Tiere eingesetzt.

Infografik: Tierversuche verstehen – Eine Informationsinitiative der Wissenschaft / www.tierversuche-verstehen.de

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