Schulmedizin aktuell am 9. April 2019

Europa

Patienten wollen beim Besuch in einer Arztpraxis gut behandelt und vor allem ernst genommen werden. Das ist aber keineswegs immer der Fall. (Zava, 09.04.2019)

Infografik: Zava

Eine im European Journal of Preventive Cardiology veröffentlichte Studie kommt zu dem Schluss, dass Patienten in Europa, die nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren, im ersten Jahr krankheitsbedingte Arbeitsausfälle von 25 % der Jahresarbeitszeit aufweisen. Hinzu kommen die Arbeitsausfälle der betreuenden Menschen aus dem Umfeld. Diese verpassen 5 % ihrer Jahresarbeitszeit. (Amgen Switzerland AG, 09.04.2019)

Deutschland

Die UV-Strahlung der Sonne verändert das Erbgut der Hautzellen und kann zu bleibenden Zellschäden führen. Das geschieht schon lange vor einem schmerzhaften Sonnenbrand. In der Regel behebt der körpereigene Reparaturmechanismus die aufgetretenen UV-Schäden, doch wenn die Haut durch zu intensive Sonnenbestrahlung überlastet ist, dann bleiben geschädigte Zellen im Körper zurück, aus denen sich im Laufe des Lebens Hautkrebs entwickeln kann. Hautkrebs – das maligne Melanom (schwarzer Hautkrebs) sowie das Basalzell- und Plattenepithelkarzinom (weißer Hautkrebs) – zählen in Deutschland zu den häufigsten Krebserkrankungen. (Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention, 09.04.2019)

Lärm schädigt ab 85 Dezibel das Gehör. So erreicht z.B. eine Kreissäge bis zu 120 dB und selbst im Haushalt gibt es Krachmacher im kritischen Bereich.  Der Smoothiemaker in der Küche oder der Laubbläser im Garten können bis zu 90 dB laut sein. (Europäische Union der Hörakustiker, 09.04.2019)

Treten Kopfschmerzen öfters auf, so sollte das Problem grundlegender angegangen werden. Daran kann nämlich ein Magnesiummangel schuld sein. Aus diesem Grund empfiehlt auch die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft in ihren Leitlinien zur Migräneprophylaxe 2 Mal 300 mg Magnesium pro Tag. Spannungskopfweh wiederum bessert sich zumeist durch Bewegung an der frischen Luft. (Protina Pharmazeutische GmbH, 09.04.2019)

Vor 25 Jahren setzten die Models Emma Sjöberg, Tatjana Patitz, Heather Stewart-Whyte, Fabienne Terwinghe und Naomi Campbell ein Zeichen gegen das Leid von Pelztieren. Anlässlich des Jubiläums erlebt das Plakat von damals eine Neuauflage mit Emily Harnack, Svenja Holtmann, Lara Koch, Roxi Heltriegel und Kathie Lamprecht. (PETA Deutschland, 09.04.2019)

25 Jahre PETA Deutschland. (Foto: PETA Deutschland)

Insgesamt gibt es über 300 verschiedene Arten von Kopfschmerz, die medizinisch in die beiden Kategorien Spannungskopfschmerzen und Migränekopfschmerzen eingeteilt werden. Während Spannungskopfschmerzen eher dumpf und drückend sind, fühlen sich Migräneschmerzen pochend bzw. pulsierend an und treten bei über 2 Drittel der Betroffenen nur auf einer Kopfseite auf. (Protina Pharmazeutische GmbH, 09.04.2019)

Deutliche Unterschiede gibt es bei der Zufriedenheit der Pharmafirmen mit den Services sog. 4PL- und LLP-Logistikdienstleister. Fourth Party Logistics Provider (4PL) und Lead Logistics Provider (LLP) stehen für eine sehr umfassende Form des Outsourcings von Logistikaufgaben, die bis zum zentralen Management des gesamten Logistikprozesses von Unternehmen reicht. (Camelot Management Consultants AG, 09.04.2019)

Diabetiker, die gerne mal ein Bier trinken, sollten mehrere Aspekte beachten. Vor allem wenn sie Insulin spritzen oder Zucker senkende Tabletten mit Sulfonylharnstoffen einnehmen, bringt Alkohol den Blutzucker durcheinander. Durch die Kohlenhydrate im Bier steigt der Zuckerwert zuerst an, bevor ihn der Alkohol sinken lässt. Oft kommt es dann nachts im Schlaf zur Unterzuckerung oder sogar noch am nächsten Vormittag. Für die Kohlenhydrate im Bier sollte man deshalb kein Insulin spritzen, sondern häufiger den Zucker messen. Als Faustregel gilt: Je dunkler das Bier, desto mehr Kohlenhydrate enthält es. (Diabetes Ratgeber, 09.04.2019)

Das Leben steckt voller Unvermeidbarkeiten. Eine davon sind ganz sicher Schimmelpilz-Sporen. Sie verbreiten sich durch die Luft und sind deshalb praktisch in jedem Raum zu finden. Das ist auch nicht weiter schlimm, solange sie dort keine Lebensgrundlagen vorfinden, dank deren Hilfe sie sich auf den Wänden vermehren können. Lebensgrundlage Nummer 1 für Schimmelpilze ist Feuchtigkeit. Kommt dann noch Nummer 2 dazu – organische Moleküle, von denen sich die Mikroorganismen ernähren – so wächst der Schimmel munter drauflos. (Brillux GmbH, 09.04.2019)

Österreich

Der Verein Praevenire ist eine neue Gesellschaft zur Optimierung der solidarischen Gesundheitsversorgung in Österreich. Ein Grundsatz der “Praevenire Initiative Gesundheit 2030” lautet, dass es um Menschen geht und nicht um Systeme. Praevenire möchte ein Wegweiser in die Zukunft sein, denn die Probleme des österreichischen Gesundheitssystems sind bekannt: undurchschaubare Strukturen, zu viele Finanzströme, zu wenig Eigenverantwortung der Patienten und mangelnde Prävention. (Praevenire, 09.04.2019)

Pressekonferenz des Vereins “Praevenire” u.a. mit Präsident Dr. Hans Schelling. (Foto: Praevenire / APA-Fotoservice / Hörmandinger)

Gesund bleiben und aktiv Altern sind 2 der wichtigsten Ziele des österreichischen  Gesundheitssystems. (PID der Stadt Wien, 09.04.2019)

Rund 40 % der Todesfälle in Österreich gehen auf einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zurück. Deren Risiko nimmt im Alter zu, doch viele Betroffene wie Angehörige erkennen die Warnsignale nicht und wüßten auch nicht, wie im Akutfall zu helfen wäre. (Die Johanniter, 09.04.2019)

Der sanitätsrechtliche Bescheid der MA40 liegt nunmehr vor. Das Krankenhaus Nord – Klinik Floridsdorf wurde als Spital genehmigt. Der Bescheid ist erforderlich, um das Spital für rund 1,2 Mrd € als bettenführende Schwerpunktkrankenanstalt nach § 6, Absatz 1, des Wiener Krankenanstaltengesetzes betreiben zu dürfen. Am 8. April starteten die klinischen Betriebssimulationen als Generalprobe für den medizinischen Betrieb. (PID der Stadt Wien, 09.04.2019)

Schweiz

Nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall fehlen Patienten in der Schweiz im Schnitt fast 80 Tage am Arbeitsplatz. Fast die Hälfte dieses Arbeitszeitverlustes entfällt auf  Krankenhausaufenthalt und Krankheitsurlaub. Damit können die Gesamtkosten eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls das Doppelte der medizinischen Kosten betragen. (Amgen Switzerland, 09.04.2019)

Schreibe einen Kommentar