Schulmedizin aktuell am 8. April 2019

Deutschland

Um ein Venenleiden zu diagnostizieren, gibt es mehrere Verfahren. So misst die Lichtreflexionsrheographie die Wiederauffüllzeit der Venen mittels Reflexion von Infrarotlicht: Kraftvolles Fußwippen aktiviert die Muskelpumpen, dadurch wird das venöse Blut nach oben gepumpt und die Venen entleeren sich. Bei Venengesunden dauert die Wiederauffüllzeit über 25 Sek.. Liegt sie darunter, kann dies auf eine Venenschwäche hinweisen. Auch Ultraschall und Röntgenverfahren zählen zu den Diagnosemöglichkeiten. (medi GmbH, 08.04.2019)

Chronische Venenerkrankungen werden nach ihrer Ausprägung in 7 Schweregrade unterteilt. Diese CEAP-Klassifikation ist auch international anerkannt: C 0 – Keine sichtbaren, tastbaren venösen Veränderungen, C 1 – Besenreiser, C 2 – Krampfadern, C 3 – Sichtbare und tastbare Flüssigkeitsansammlung im Gewebe, C 4 – Hautveränderungen, C 5 – Abgeheiltes Ulcus cruris venosum und C 6 – Aktives Ulcus cruris venosum. Neben den chronischen Venenerkrankungen gibt es auch akute Erscheinungsformen wie Venenentzündungen und Thrombosen. (medi GmbH, 08.04.2019)

Ob in Zeitschriften, im Fernsehen, im Internet, in den sozialen Medien – überall können zweifelhafte Informationen über die Gesundheit kursieren. (Apotheken Umschau, 08.04.2019)

Österreich

Sport ist ein Wirtschafts- UND Gesundheitsfaktor. Darum gehört das Gesundheitssystem dort entlastet, wo die meisten Kosten anfallen – bei der Behandlung von Zivilisationskrankheiten. Der richtige Weg dorthin führt über mehr Bewegung (Sport) sowie eine gesunde Ernährung. … Mit einer Steuergutschrift von 210 € könnten mehr Österreicher zu regelmäßigem Sport motiviert werden. (Wirtschaftskammer Wien, 08.04.2019)

Hämophilie ist eine seltene Erbkrankheit die meist im Kindesalter diagnostiziert wird und fast nur Buben betrifft. Denen fehlt dann ein bestimmter Gerinnungsfaktor im Blut, sodass Wunden länger bluten. Schlimmer ist aber, dass es häufig zu inneren Gelenkseinblutungen kommt, die langfristig die Gelenke schwer schädigen. (Roche Austria GmbH, 08.04.2019)

Schweiz

Statt die medizinische Grundversorgung zu stärken, plant der Schweizer Bundesrat eine Vielzahl an unkoordinierten Abbaumaßnahmen. Diese bedrohen die medizinische Grundversorgung in der Schweiz. Zum wiederholten Mal setzt der Bundesrat dabei den Rotstift bei Apotheken, Hausärzten oder Pflege an. Doch nur 4,2 % der Krankenkassenprämien entfallen auf Apotheken. Selbst eine Studie im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit kommt zum Schluss, dass die Sparmaßnahmen ein Apothekensterben zur Folge haben werden.  (pharmaSuisse, 08.04.2019)

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