Schulmedizin aktuell am 7. März 2019

Deutschland

Über 6 Mio. Menschen in Deutschland leiden an Osteoporose, davon sind über 80 % Frauen. Dennoch sehen nur 8-15 % ein Risiko für sich. Entsprechend haben auch 71 % der Frauen noch nie mit ihrem Arzt über Knochenschwund gesprochen. … Osteoporose gilt als eine typische Frauenkrankheit. In den Wechseljahren steigt das Erkrankungsrisiko wegen des Mangels an Östrogen an. (Amgen GmbH, 07.03.2019)

Fast 2 Drittel der Deutschen sehen in der Telemedizin einen Weg, den Ärztemangel am Land zu kompensieren. (Senioren Ratgeber, 07.03.2019)

Oft sind in Deutschland Alter, Geschlecht, insbesondere Multimorbidität, Begleittherapien und Schweregrad der Erkrankung nicht vergleichbar mit den untersuchten Kollektiven, die den Empfehlungen in den schmerztherapeutischen Leitlinien zugrunde liegen. Im Versorgungsalltag zeigt sich außerdem eine große Verunsicherung bei jeder Abweichung vom Standard: Der Arzt muss seine Entscheidung nicht nur rechtfertigen, gegebenenfalls ist sie sogar justiziabel. (Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin, 07.03.2019)

In evidenzbasierten, monomorbiden Leitlinien lassen sich multimorbide Patienten nicht darstellen. Deren individuelle Bedürfnisse entsprechen nicht der Evidenz. Um diese zu berücksichtigen helfen Aufklärung, Zuwendung, Gespräche, Zeit und Empathie – und die DGS-PraxisLeitlinien als Gegenentwurf zu den evidenzbasierten Leitlinien. (Deutsche Schmerzliga, 07.03.2019)

In der Nahrung stecken jede Menge Stoffe, die dem Immunsystem nützen, darunter Eisen, Zink, Vitamine und Omega-3-Fettsäuren. Das alles kriegt man am besten hin, wenn man sich ausgewogen ernährt, also mit viel Obst und Gemüse, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten. Und wenn dann noch ab und zu ein bisschen Fleisch und Fisch auf den Tisch kommen, dann macht man eigentlich alles richtig. (Diabetes Ratgeber, 07.03.2019)

Logopädie-Apps könnten Schlaganfall-Patienten beim Wiedererlernen des Sprechens unterstützen. (Mitteldeutscher Rundfunk, 07.03.2019)

Österreich

Depressionen sind (noch immer) weiblich in Österreich ! Die Wahrscheinlichkeit im Laufe eines Lebens daran zu erkranken liegt bei Frauen zwischen 16-22 % – und damit doppelt so hoch wie bei Männern. Die Gründe dafür sind Mehrfachbelastungen durch Job und Familie, Betreuungs- und Pflegeverantwortungen, eine erhöhte Armutsgefährdung oder auch Gewalterfahrungen. (Berufsverband österreichischer PsychologInnen, 07.03.2019)

Ein Kind ist nicht einfach ein “kleiner Erwachsener”. Das gilt ganz besonders im Gesundheitsbereich. Kinder und Jugendliche benötigen spezielle medizinische Betreuung und bedarfsorientiert dosierte Medikamente. (Österreichische Apothekerkammer, 07.03.2019)

Die Endometriose ist eine Erkrankung, bei der sich die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium), die normalerweise nur in der Gebärmutterhöhle vorkommt, auch außerhalb im Bauchraum befindet und dort zu lokalen entzündlichen Veränderungen führt. Davon sind in Österreich bis zu 300.000 Frauen betroffen – vielfach mit der Konsequenz, unfruchtbar zu werden. (MedUni Wien, 07.03.2019)

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