Schulmedizin aktuell am 5. Dezember 2019

Welt

Vorhofflimmern ist eine Erkrankung mit weitreichenden Folgen, die sich weltweit zu einem der wichtigsten Probleme der öffentlichen Gesundheit entwickelt. International anerkannt und empfohlen ist die Behandlung mittels Katheterablation. Vorhofflimmern tritt bei etwa 2-3 % der Bevölkerung in der westlichen Welt auf. Dabei kommt es zu rasch aufeinander folgenden, nicht geordneten Impulsen (Flimmern) der Herzvorhöfe. Dieses unkoordinierte schnelle Schlagen der Herzvorhöfe beeinflusst den Blutdurchfluss des Herzens und führt zu ungleichmäßigem Pulsschlag und einem Flattergefühl im Brustbereich sowie zu einer Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit. Durch den verlangsamten Blutfluss können Blutgerinnsel entstehen, wodurch u.a. die Gefahr eines Schlaganfalls steigt.  (zbc3 Gmbh, 05.12.2019)

Die besten Krankenhäuser der Welt gibt es in Tokio. Deutschland ist aber mit München (Platz 6) und Berlin (Platz 10) als einziges Land mit 2 Städten unter den Top 10 vertreten. Das ist das Ergebnis einer Studie über die 100 wichtigsten Krankenhausstädte weltweit. (Bund der Ausland-Erwerbstätigen (BDAE), 05.12.2019)

Infografik: BDAE

Europa

Als einer der weltweit einzigen Vollsortiment-Anbieter von veganen Lebensmitteln vertreibt Veganz in 26 Ländern an inzwischen über 15.000 Verkaufsstellen seine ca. 165 nachhaltigen Produkte. Mit Innovationen wie dem Genussigen, einer Käsealternative auf Cashew-Basis, Müsli mit veganen Milchsäurekulturen oder dem Eaternity Score, einer transparenten Auszeichnung der Ökobilanz (CO2- und Wasserverbrauch, Regenwaldschutz und Tierwohl) auf den Verpackungen der Produkte, bringt Veganz seit Jahren Genuss, Nachhaltigkeit und Transparenz in die Lebensmittelbranche. Das internationale Wachstum und die gestiegene Markenbekanntheit in Deutschland von 17% auf 46% seit Mitte 2018 belegen den Erfolg der Strategie bei Handel und Konsumenten. (Veganz Group AG, 05.12.2019)

Deutschland

Mittlerweile stehen über 25 % der nicht-lieferbaren Arzneimittel in Deutschland unter Rabattvertrag. Es lässt sich nicht leugnen, dass durch die Vergabe von exklusiven Rabattverträgen der Krankenkassen der Preisdruck auf die Hersteller massiv gestiegen ist. In der Folge ist seit Einführung der Rabattverträge eine drastische Zunahme der Marktkonzentration zu beobachten. Vor allem bei versorgungsrelevanten Wirkstoffen, für die kein therapeutisch gleichwertiger Ersatz zur Verfügung steht, ist die mangelnde Anbietervielfalt für die Patienten spürbar, wenn es zu Lieferengpässen kommt. Bei Exklusivität und Ausfall des einen Herstellers gibt es dann oft gar keinen Ersatz. Unterlegene Mitbewerber werden mangels Zuschlägen über kurz oder lang aus dem Markt aussteigen. Diese Situation führt nicht nur bei Patienten zu erheblichen Therapieeinschränkungen, sondern auch zu enormen Kosten. Und deshalb ist klar, dass es bei Generika keine Exklusivverträge mehr geben darf ! (Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie, 05.12.2019)

Infografik: BPI

Arzneimittelrabattverträge leisten einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit der Patienten und sind nicht die Ursache für Lieferengpässe, wie von Seiten der Pharmaverbände und der Apothekerschaft immer wieder behauptet wird. Leider gehen Teile der Politik dieser Pharma-Inszenierung auf den Leim. Schlimmer noch, sie packen die wirklich drängenden Lieferengpässe im Krankenhaus nicht mal an, denn hier gibt es keine Rabattverträge. … Zu den (wahren) Ursachen für Lieferengpässe gehören z.B. technische Probleme im Produktionsablauf und Rohstoffengpässe, aber auch intransparente Lieferketten. Rabattverträge mit Exklusivpartnern tragen dazu bei, unnötige Medikamentenwechsel zu vermeiden. Das fördert die Therapietreue der Patienten und den Erfolg der Therapie. Die Pharmafirmen hingegen wollen Profite maximieren. (AOK-Bundesverband, 05.12.2019)

Ab sofort haben Patienten in Deutschland durch KRY Zugang zum digitalen Arztbesuch innerhalb von wenigen Minuten. Das Unternehmen stammt ursprünglich aus Schweden und ist der europäische Marktführer für digitale Sprechstunden in Europa. Über eine App können die Nutzer ohne Anfahrtsweg und lange Wartezeiten einen Arzt per Video sprechen. Nach der Diagnose kann der Arzt den Patienten krankschreiben oder ein Rezept ausstellen. Der Patient kann die Medikamente dann entweder in einer Apotheke abholen oder sich nach Hause schicken lassen. Dazu kooperiert KRY mit der Versandapotheke DocMorris. KRY glaubt, dass perspektivisch rund die Hälfte der Arztbesuche in der Allgemeinarztpraxis auch digital verlaufen können. (KRY International AB, 05.12.2019)

Das höchste Risiko eines Arbeitsunfalles hatten 2018 Beschäftigte in den Bauberufen (Maurer, Zimmerleute, Steinmetze). Ebenfalls mit einem hohen Gefährdungspotenzial arbeiten Beschäftigte in der Abfallentsorgung und Lokomotivführer. In der Gefährdungsrangliste nach unten folgen die sog. Ausbaufachkräfte (Dachdecker, Boden-, Fliesenleger, Stuckateure, Glaser), die Berufe der Nahrungsmittelverarbeitung (Bäcker, Konditor, Fleischer) sowie Berufssportler. Das geringste Unfallrisiko bei der Arbeit haben Büro- und Sekretariatskräfte, Kellner und und Friseure. Die Arbeitsunfälle von Führungskräften und IT-Mitarbeitern wurden übrigens nicht erhoben. (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), 05.12.2019)

Österreich

Menschen mit Diabetes gelten als Hochrisikokollektiv für Herz-Kreislauferkrankungen, speziell die schleichende und chronische Herzschwäche (Herzinsuffizienz) ist besonders tückisch, da sie lange unerkannt bleibt und die Leistungsfähigkeit sowie Lebensqualität massiv einschränkt. Diabetes ist auch noch immer die häufigste Ursache für eine Nierenersatztherapie. Die sog. Dialyse kostet Lebensqualität und Lebenszeit, da sie mehrmals wöchentlich durchgeführt werden muss. (Österreichische Diabetes Gesellschaft, 05.12.2019)

Menschen mit Diabetes haben generell ein erhöhtes Risiko für Infektionen und damit einhergehenden Komplikationen. Lungenentzündungen, Herz-Kreislauf-Probleme, Blutzuckerentgleisungen sind bei Diabetikern nur 3 mögliche Komplikationen einer Influenza-Erkrankung. Je schlechter der Blutzuckerspiegel eingestellt ist, desto eher kommt es zu solchen Komplikationen. In Österreich leben derzeit etwa 600.000 Personen mit der Diagnose Diabetes mellitus. 85-90 % von ihnen haben Diabetes Typ 2.(Österreichischer Verband der Impfstoffhersteller (ÖVIH), 05.12.2019)

Der Fachbegriff für die Veränderung des Immunsystems mit zunehmendem Alter lautet Immunseneszenz. Er bedeutet nichts anderes, als dass die Aktivität des Immunsystems abnimmt und Erreger nicht mehr so gut bekämpft werden können wie früher. Ein Teil der Abwehr – die sogenannten T-Zellen (sie dienen der Erkennung von Fremdkörpern) werden etwa ab dem 50. Lebensjahr gar nicht mehr produziert, der Körper muss mit den vorhandenen auskommen. Aber auch andere Faktoren des Immunsystems werden schwächer. (Sanofi-Aventis GmbH, 05.12.2019)

Um in Österreich die Zahl der Katheterablationen dem EU-Schnitt von 5 % aller Patienten anzupassen, müssten die Eingriffe von derzeit 1.300 auf etwa 10.000 pro Jahr angehoben werden. Dadurch könnte auch eine Verkürzung der Wartezeit auf etwa 3 Monate erreicht werden. (Ordensklinikum Linz Elisabethinen, 05.12.2019)

Wien wird in den kommenden Jahrzehnten mit einem deutlichen demographischen Wandel konfrontiert sein. Während 2018 der Anteil der über 80-Jährigen noch 5 % der Bevölkerung ausmachte, wird er bis 2050 auf 11 % zulegen. In absoluten Zahlen bedeutet das eine Verdoppelung Zahl der über 80-Jährigen. Und mit der Alterung der Bevölkerung steigt auch der medizinische Versorgungsbedarf einer Gesellschaft. Damit Hand in Hand geht ein zusätzlicher Bedarf an Ärzten, der aber den Projektionen zufolge nicht ausreichend gedeckt werden wird. Derzeit geht das WIFO von einem Anstieg des Ärztebedarfs von 18 % bis zum Jahr 2030 und von 47 % bis zum Jahr 2050 aus. (Ärztekammer Wien, 05.12.2019)

Bei der Rhizarthrose kommt immer häufiger ein innovativer Mini-Gelenksersatz am Daumenballen zum Einsatz. Neue Studien belegen die Effizienz und Nachhaltigkeit dieser Methode. Fast nur Frauen ab dem 55. Lebensjahr leiden an einer Rhizarthrose – einer Gelenksabnutzung am Daumensattelgelenk. Schmerzen, und die Unmöglichkeit, Daumen und Zeigefinger-Spitzen (zum sog. Präzisionsgriff) zueinander zu führen, sind die Folgen dieser arthrotischen Erkrankung. Das hängt mit dem Abbau des weiblichen Hormons Östrogen in der Menopause zusammen. (Orthopädisches Spital Speising GmbH, 05.12.2019)

In 80 % der österreichischen Unternehmen wird geraucht. (karriere.at GmbH am 05.12.2019

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