Schulmedizin aktuell am 28. Januar 2019

Welt

Bis 2050 steigt die Weltbevölkerung bis auf 10 Mrd. Menschen an. Gleichzeitig aber können die Böden der Erde nur noch für etwa 60 Erntejahre ausreichende Erträge liefern. (FAO, 28.01.2019)

Josef Schmidhuber von der FAO. (Foto: Ökosoziales Forum / APA-Fotoservice / Schedl)

Europa

Die europäischen Gesundheitssysteme und Patienten müssen auf leistbare und innovative Arzneimittel zugreifen können. Dies zählt zu den wichtigsten Herausforderungen und Zielen Europas. (EU-Wettbewerb-Kommissarin Margrethe Vestager, 28.01.2019)

Im Arzneimittelsektor hat die EU seit 2009 Strafzahlungen von über 1 Mrd. € verhängt. Bei den wettbewerbswidrigen Verhaltensweisen der Konzerne handelte es sich um (a) Behinderung oder Verzögerung des Markteintritts von Generika, (b) Marktaufteilung und Preisabsprachen sowie (c) “Pay for delay“-Vereinbarungen zwischen den Herstellern von  Originalpräparaten und Generika. Dabei wurden Generika vom Markt ferngehalten und die dadurch höheren Gewinne durch den Verkauf des Originalpräparates geteilt. (d) Einige Strafen betrafen auch überhöhte Preise für patentfreie Arzneimittel. (EU Kommission, 28.01.2019)

Deutschland

Eine Krankschreibung dauerte 2018 in Deutschland im Schnitt 13 Tage und damit fast 1 Tag länger als 2017. … Fehlzeiten am Arbeitsplatz, die länger als 6 Wochen umfassten, machten 2018 fast die Hälfte aller Fehltage (47 %)  aus. Besonders von krankheitsbedingten Fehltagen betroffen waren Altenpflegerinnen und -pfleger mit 25,3 Fehltagen. (hkk Krankenkasse, 28.01.2019)

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will mit dem geplanten Terminservice- und Versorgungsgesetz massiv in die ärztliche Tätigkeit eingreifen. Das lassen wir uns nicht gefallen. (Freie Ärzteschaft, 28.01.2019)

Mitarbeiter von Discountern klagen über Gesundheitsprobleme und Dauerstress am Arbeitsplatz. Die Angestellten brechen irgendwann zusammen: Zuerst tun die Knochen weh, dann die Gelenke und irgendwann tut alles weh. Studien zufolge sind Muskel-Skelett-Erkrankungen die häufigste Krankheitsursache im Einzelhandel. Diese verursachen jeden 4. Fehltag. (ZDF, 28.01.2019)

Speziell in der 2. Schwangerschaftshälfte, wenn Baby und Plazenta rasant wachsen, steigt bei Schwangeren der Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen deutlich an. Neben einer ausgewogenen Kost kann es zusätzlich sinnvoll sein, bestimmte Nährstoffe gezielt zuzuführen. So verordnen Frauenärzte werdenden Müttern meist von Anfang an Jod und Folsäure. Aber auch Magnesium ist oft empfehlenswert. Es kann vorbeugend gegen vorzeitige Wehen und Frühgeburten wirken, Übelkeit vermeiden helfen und das Risiko für einen Schwangerschafts-Bluthochdruck senken. Außerdem ist es essentiell für den Eiweiß- und Fettstoffwechsel, den Knochenaufbau wie auch für Muskeln und Nerven. (Protina Pharmazeutische GmbH, 28.01.2019)

Die Organspenden betreffend treiben die Entnahmekrankenhäuser einen erheblichen Aufwand, bleiben aber oft auf ihren Kosten sitzen. Deshalb ist es besonders wichtig, dass die Organentnahme in Zukunft ausreichend finanziert wird. Ebenso notwendig ist eine bundeseinheitliche Freistellungsregelung für die Transplantationsbeauftragten. (Bundesärztekammer, 28.01.2019)

Österreich

Ist die Versorgung durch Hausärzte in Österreich gefährdet ? … Dringlichstes Ziel ist die Sicherung einer solidarischen, medizinischen Versorgung der gesamten Bevölkerung Österreichs. (Österreichische Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin, 28.01.2019)

Schweiz

Das in Cannabis enthaltene CBD (Cannabidiol) drängte in den letzten Jahren das für die berauschende Wirkung verantwortliche THC (Tetrahydrocannabinol) in den Hintergrund. Dies aus 2 Gründen: CBD ist aus gesundheitlich von Interesse und die Gesetzgebung ermöglichte das Entstehen eines legalen Markts. (Sucht Schweiz, 28.01.2019)

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