Schulmedizin aktuell am 27. Februar 2019

Deutschland

Normalgewicht schützt vor Krebs. Bundesweit gelten rund 67 % der Männer und 53 % der Frauen als übergewichtig. … Fettgewebe ist das größte hormonell aktive Organ des Körpers. Es produziert Entzündung fördernde Botenstoffe, wodurch mindestens 13 Krebsarten durch einen zu hohen Körperfettanteil begünstigt werden. (Deutsche Krebshilfe, 27.02.2019)

Über 4 Mio. Menschen in Deutschland leiden an einer seltenen Erkrankung. Jede dieser über 7.000 Krankheiten ist so selten, dass maximal ein Mensch von 2.000 davon betroffen ist. Derzeit sind etwa 2 % der seltenen Erkrankungen behandelbar. (Sanofi Genzyme, 27.02.2019)

Infografik: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH

Tag der Hand 2019 am 1. März: Allein beim Heimwerken kommt es in Deutschland jährlich zu rund 300.000 Handverletzungen. Das wollen wir ändern. (Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie, 27.02.2019)

Körperliche Aktivität erleichtert nicht nur die Gewichtskontrolle, sondern leistet auch einen eigenständigen Beitrag zur Vermeidung von Tumoren. So sinkt z.B. das Risiko für Darmkrebs bei körperlich aktiven Menschen (täglich mindestens 30 Min.) um 20-30 %. Langes Sitzen hingegen gilt als eigener Krebsrisikofaktor und begünstigt u.a. Darmskrebs. In Deutschland erkranken jährlich rund 500.000 Menschen neu an Krebs – davon etwa 59.000 an Darmkrebs. Experten schätzen, dass fast 7 % aller Krebsfälle durch Übergewicht und rund 6 % durch Bewegungsmangel bedingt sind. Das Krebsrisiko lässt sich zwar nie auf 0 reduzieren, doch kann jeder aktiv etwas für seine Gesundheit tun. (Deutsche Krebshilfe, 27.02.2019)

Immer mehr Beschäftigte in Deutschland fühlen sich durch eine hohe Arbeitsintensität belastet. Waren es 2006 noch 43 %, so stieg der Anteil 2018 auf 51 %. (BAuA, 27.02.2019)

Rücksichtsvolles Verhalten bei Grippe und Erkältung: Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang das Thema “Begrüßung”. Dass sich dabei Umarmungen und die sog. Bussi-Bussi-Manier verbieten, versteht sich von selbst. Doch auch der bei Treffen als obligatorisch betrachtete Händedruck kann zu einem “Virentransporteur” 1. Güte werden. (Allgemeiner Deutscher Tanzlehrerverband, 27.02.2019)

Asics bringt mit dem neuen Laufschuh “Metaride” ein komplett neues Technologiekonzept auf den Markt. Damit soll das Laufen über längere Distanzen effektiver, ermüdungsfreier und leichter sein. Der Metaride wurde so konzipiert, dass der Energieverlust im Sprunggelenk um bis zu 20 % verringert wird. Möglich macht dies eine vorgeformte Sohlenplattform, die das Körpergewicht nach vorne verlagert und das Gefühl einer mühelosen “rollenden” Bewegung vermittelt. (Asics Deutschland GmbH, 27.02.2019)

Bild: Asics Deutschland GmbH

Wer gerne und häufig in die Badewanne steigt, sollte möglichst auf Schaumbäder verzichten. Diese enthaltenen Tenside, greifen den Säureschutzmantel der Haut an und trocknen stark aus. (Apotheken Umschau, 27.02.2018)

Österreich

Bei Erkrankungen durch Genmutationen konzentrieren sich bisherige Therapien darauf, die Wirkungen der die Krankheit verursachenden Proteine zu stoppen. Einen radikal anderen Ansatz verfolgt die Pharmafirma Alnylam. Sie hat sich der Entwicklung von Medikamenten auf Basis der RNA-Interferenz (RNAi) verschrieben. Dabei handelt es sich um den natürlichen zellulären Prozess der Gen-Stilllegung. Die Erforschung der RNAi stellt einen Durchbruch im Verständnis dar, wie Gene in Zellen reguliert werden. Die Entdeckung der RNAi wurde 2006 mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet und gilt als eines der vielversprechendsten Grenzgebiete der Biologie und der Arzneimittelentwicklung, auf dem rasante Fortschritte zu beobachten sind. (Alnylam Austria GmbH, 27.02.2019)

Schweiz

In der Schweiz leiden über 500.000 Menschen an einer seltenen Krankheit. Doch bei diesen ist das schweizerische Gesundheitswesen überfordert, obwohl es sonst vieles vorbildlich abdeckt. Zudem sind über 80 % der seltenen Krankheiten genetisch bedingt und benötigen für die richtige Diagnose eine genetische Abklärung. Da aber der Zugang zur genetischen Abklärung durch Krankenkassen mit kurzfristigen (Eigen-)Interessen und nicht durch Fachspezialisten entschieden wird, sind die Diagnosefindung und dann auch der Zugang zu möglichen Therapien erheblich erschwert. (Stiftung für Menschen mit seltenen Krankheiten, 27.02.2019)

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