Schulmedizin aktuell am 25. Oktober 2019

Europa

Mit dem bei Oxford University Press erschienenen Governance Report legt die Hertie School eine kritische Bestandsaufnahme der Herausforderungen vor, denen sich Politik, Versorgungseinrichtungen und Patienten gegenübersehen. Im Vordergrund steht dabei die Frage, wie eine auf die individuellen Bedürfnisse von Patienten zugeschnittene Versorgung gewährleistet werden kann, die angemessen, gerecht und effizient ist. Alle Analysen machen deutlich, wie stark in hoch entwickelten Gesellschaften der wirtschaftliche und soziale Wohlstand von einem effizienten Gesundheitsschutz und einer maßgeschneiderten Gesundheitsversorgung abhängen. Deshalb müssen durch den übergreifenden Ansatz “Gesundheit in allen Politikbereichen” (Health in All Policies) Gesundheit als das entscheidende Querschnittsthema der Politik etabliert und die Koordination zwischen der Vielzahl der Akteure verbessert werden. (Hertie School, 25.10.2019)

Foto: MHJ

Deutschland

Für die wichtigsten Wirkstoffe in Deutschland gibt es auf dem Markt jeweils nur einen Hauptanbieter. Dieser trägt bei über 50 % dieser Wirkstoffe die Hauptlast der Versorgung. Dazu 3 Beispiele: (1) Die Wirkstoffkombination Tilidin und Naloxon, die bei starken Schmerzen eingesetzt wird, stammt zu 87 % von nur 1 Konzern. (2) Das Beruhigungsmittel Diazepam zu 76 % und (3) das Herzmittel Molsidomin zu 75 %. (Pro Generika, 25.10.2019)

Infografik: Pro Generika

Es lohnt sich, vor einer anstehenden OP die Ergebnisse der Kliniken in der Umgebung zu vergleichen. Z.B. ist ein Hüftprothesenwechsel gut planbar, für den man in Ruhe eine geeignete Klinik aussuchen kann. (AOK-Bundesverband, 25.10.2019)

Auch regelmäßig benutzte Präparate wie Verhütungsmittel oder Fluoridtabletten zur Kariesprophylaxe gehören nicht in Kinderhände. Tabletten sollten zudem nicht vor Kindern eingenommen werden, weil es die Kinder zum Nachahmen anregt (“Doktorspiele”). (DSH – Aktion Das Sichere Haus, 25.10.2019)

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