Schulmedizin aktuell am 25. April 2019

Welt

Bewegung ist Leben ! Was wie eine abgedroschene Phrase klingt, ist aber auch das Ergebnis einer Studie der Harvard University. Demnach ist Bewegungsmangel für etwa ein Zehntel der weltweiten Todesfälle verantwortlich. Ein bewegungsarmer Lebensstil begünstigt nicht nur Verspannungen im Nacken und Rücken, sondern auch schweren Erkrankungen wie Diabetes, Osteoporose, Arthrose und Darmkrebs. Das Problem dabei: Viele wissen nicht, wie und wann sie mehr Bewegung in den Alltag integrieren sollen. Der Weg ins Fitnessstudio ist zu lang, der innere Schweinehund zu groß oder der Geldbeutel zu klein. (Aktion Gesunder Rücken, 25.04.2019)

Foto: Aktion Gesunder Rücken

Deutschland

Als Zöliakie wird eine Mischung aus einer allergischer Reaktion gegen Gluten und einer Autoimmungenese mit Ausbildung von Antikörpern gegen körpereigene Strukturen bezeichnet. Dabei ist zu unterscheiden, dass Allergien zwar immer Unverträglichkeiten sind, letztere jedoch nicht immer Allergien. Laut S2k-Leitlinie Zöliakie von 2014 sind 13 % der Deutschen von einer Zöliakie betroffen. Die Symptome treten beim Verzehr von glutenhaltigen Lebensmitteln wie Brot, Kuchen oder anderen Weizenprodukten auf. Tatsächlich wurde eine Glutenallergie in Deutschland jedoch nur bei etwa 0,3 % der Bevölkerung über eine ärztliche Diagnose festgestellt. Eine Glutensensibilität ohne Zöliakie wird heute eher dem Spektrum der Reizdarmerkrankungen zugeordnet. Im Gegensatz zu Zöliakie zählt das Reizdarm-Syndrom zu den chronisch-funktionellen Störungen, die häufig über eine psychosomatische Komponente verfügen und u.a. mit Hilfe von autogenem Training behandelt werden. (Fernarzt, 25.04.2019)

Eine erhebliche Weiterentwicklung der Krebsmedizin sowie eine Patientenversorgung auf höchstem Niveau – das verspricht sich die Deutsche Krebshilfe von dem Zusammenschluss der 4 Universitätskliniken Aachen, Bonn, Köln und Düsseldorf zu einem sog. Onkologischen Spitzenzentrum mit über 200 Fachkliniken und Instituten. (Deutsche Krebshilfe, 25.04.2019)

Seit 2015 lassen sich immer mehr Schulabgänger zum Augenoptiker ausbilden. In keinem anderen Gesundheitshandwerk gibt es so starke Zuwächse. (Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen, 25.04.2019)

Um sich in der Natur vor einem Zeckenstich zu schützen, sollte man möglichst helle Kleidung tragen. Das weniger zur Abschreckung, sondern weil man darauf herumkrabbelnde Zecken sofort erkennt. (Apotheken Umschau, 25.04.2019)

Österreich

Jeder in Impfungen investierte Euro erspart der Gesellschaft bis zu 27 €. (Österreichischer Verband der Impfstoffhersteller, 25.04.2019)

2 Erkenntnisse zieht die Armutskonferenz aus den aktuellen Daten der Statistik Austria. (1.) Starke Sozialstaaten reduzieren Abstiegsgefahr und schützen die Mitte vor Armut. Und (2.) Effektive Hilfen brauchen Kinder, ältere Arbeitslose und chronisch Kranke. (Die Armutskonferenz, 25.04.2019)

Die Brutalität, mit der sich die österreichische Bundesregierung auf die Schwächsten in unserer Gesellschaft eingeschossen hat, ist wirklich unfassbar. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Ausgaben für die Mindestsicherung bei nur 0,9 % des Sozialbudgets liegen und die 1,512.000 armutsgefährdeten Österreicher bereits 17,5 % der Bevölkerung ausmachen. (Arbeiter Samariter Bund Österreichs, 25.04.2019)

Das Wiener Gesundheitssystem ist bereits kollabiert und das ist gerade für die Sozialdemokratie ein Armutszeugnis. (NEOS Wien, 25.04.2019)

Schweiz

Die Gesundheitskosten in der Schweiz sind von 2015 auf 2016 um 3,5 % auf 70,3 Mrd. € gestiegen. Den größten Anteil an den Gesundheitskosten machte mit 26,6 % die ambulanten Behandlungen aus, gefolgt von den stationären Behandlungen (19,6 %) und der Langzeitpflege (19,4 %). Bei den Medikamenten blieb mit 13 % der Anteil stabil. Die Schweizer werden nicht nur immer älter, sie bleiben in der Regel auch länger gesund. (Interpharma, 25.04.2019)

Swiss Medtech empfiehlt Schweizer Herstellern von Medizinprodukten, in ihre Geschäftsüberlegungen auch das Szenario miteinzubeziehen, dass sie die Anforderungen der EU erfüllen müssen, wenn sie ihre Prukte dort verkaufen wollen. Konkret heiß das, sie müssten einen Bevollmächtigten im EU-Raum beauftragen und zudem alle Produktelabels anpassen.   (Swiss Medtech, 25.04.2019)

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