Schulmedizin aktuell am 24. Oktober 2019

Deutschland

Fast 90 % aller an Brustkrebs erkrankten Frauen können heute geheilt werden. Doch wenn der Krebs andere Organe befällt und sich Metastasen bilden, ist eine Heilung nur noch in den seltensten Fällen möglich. (Deutsche Krebshilfe, 24.10.2019)

33 % der Mütter und Väter in Deutschland müssen selbst bei lange geplanten Terminen beim Kinderarzt oft über 1 Stunde auf die Behandlung warten. 66 % wünschen sich daher die Möglichkeit einer Krankschreibung des Kindes auch ohne persönliche Begutachtung. (pronova BKK, 24.10.2019)

Immerhin 15 % der Patienten, die schon einmal bei ihrem Arzt Einsicht in ihre Krankenakte nehmen wollten,  wurde die gewünschte Einsicht nach eigenen Angaben verweigert. Das soll in Zukunft aber für den Arzt rechtliche Konsequenzen haben, fordert der AOK-Bundesverband. Zudem sollen Ärzte dazu verpflichtet werden, ihre Patienten auch ohne deren aktive Nachfrage über vermutete Behandlungsfehler zu informieren. 87 % der Patienten möchten dann, dass für Ärzte eine gesetzliche Verpflichtung zum Abschluss einer Haftpflichtversicherung besteht, die im Fall von Behandlungsfehlern einspringt. Es wissen nämlich nur knapp 30 % der Patienten, dass die Entschädigung im Fall von Behandlungsfehlern wegen fehlendem Versicherungsschutz von Ärzten nicht in jedem Fall sichergestellt ist. (AOK-Bundesverband, 24.10.2019)

Österreich

Das österreichische Gesundheitswesen muss sich nicht ändern, weil alles schlecht ist, sondern weil es künftige Herausforderungen bewältigen muss und schon heute nicht in allen Bereichen gut aufgestellt ist. (Institut für höhere Studien, 24.10.2019)

Mit dem Rauchen aufzuhören kann das Schlaganfallrisiko um 50 % senken. Auch ein gesunder Lebensstil mit nährstoffreicher Ernährung und viel Bewegung mindern das Risiko. Ist jedoch ein Schlaganfall eingetreten, kann man den sog. FAST-Test machen: Face (Gesicht): Kann der Betroffene lächeln ? Verzieht sich dabei das Gesicht, ist das ein Hinweis für eine mögliche Halbseitenlähmung. Arms (Arme): Kann der Betroffene beide Arme nach vorne ausstrecken und anheben ? Bei Lähmungen können nicht beide Arme gehoben werden. Speech (Sprache): Kann der Betroffene einen einfachen Satz nachsprechen ? Ist das nicht fehlerfrei möglich, kann das auch ein Hinweis für einen Schlaganfall sein. Time (Zeit): Bei einem oder mehreren Anzeichen für einen Schlaganfall muss sofort der Notruf gewählt werden. (Österreichisches Rotes Kreuz, 24.10.2019)

Die Grundannahme der Ergotherapie ist, dass “Tätig-sein” ein menschliches Grundbedürfnis ist. Mit ihren Patienten arbeiten Ergotherapeuten an gemeinsam definierten, betätigungsorientierten Zielen. Diese können genauso vielfältig wie das Klientel der Ergotherapie sein: sich selbst anziehen, den eigenen Tag planen, den Beruf trotz Einschränkungen wieder ausüben oder gemeinsam mit anderen Kindern spielen können. Aus Sicht der Ergotherapie geht es also nicht nur darum, in gesundheitlichen Belangen versorgt zu sein, sondern Aktivitäten des täglichen Lebens zu ermöglichen und damit zur Gesundheit beizutragen. (Ergotherapie Austria – Bundesverband der Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten Österreichs, 24.10.2019)

Bewegung bringt den stärksten Reiz zur Bildung neuer Nervenzellen und Bewegtes Lernen fördert zudem Netzwerkverbindungen im Gehirn. Dadurch werden besonders die exekutiven Funktionen (Konzentration, Impulskontrolle, Arbeitsgedächtnis) restauriert und längerfristig trainiert. Regelmäßige Bewegung kann auch stressresistenter machen. Wenn Sport und Bewegung Spaß machen, dann und nur dann sorgt Dopamin für eine Verbesserung von Lern- und Wachstumsfunktionen im Gehirn. Der Serotoninspiegel wird erhöht und bedingt eine Stimmungsverbesserung bzw. deren Stabilisierung. (Fit Sport Austria GmbH, 24.10.2019)

Ein Herzinfarkt kann durch eine akute Atemwegserkrankung, insbesondere eine Influenza, ausgelöst werden. Doch damit nicht genug. Grippe-Symptome steigern außerdem das Risiko für einen Schlaganfall um fast 40 %  für eine Dauer von 14 Tagen. Danach bleibt das Risiko für 1 Jahr noch erhöht. Für die Betroffenen kann das tödliche Konsequenzen haben oder zu langfristigen Behinderungen führen. (Österreichischer Verband der Impfstoffhersteller, 24.10.2019)

Schweiz

Rheumatoide Arthritis, ankylosierende Spondylitis (bekannt als Morbus Bechterew) und Psoriasis-Arthritis sind Autoimmunerkrankungen der Gelenke und zählen in der Schweiz zu den häufigsten chronisch entzündlichen Erkrankungen. Morbus Crohn und Colitis ulcerosa gehören  mit 40.000 Betroffenen in der Schweiz zu den häufigsten chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Aber auch die Haut kann von einer Autoimmunerkrankung betroffen sein. Am weitesten verbreitet, ist die Psoriasis (Schuppenflechte), eine chronisch entzündliche, nicht ansteckende Erkrankung. (Merck Sharp & Dohme AG, 24.10.2019)

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